Publikationshinweis: „Schüler forschen in Archiv“

LAVArchivpädaEin archivpädagogischer Führer durch das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen

Ein besonderes Anliegen ist es dem Landesarchiv NRW, sein Gedächtnis Schülerinnen und Schülern zugänglich zu machen und zu vermitteln. An allen drei Standorten, in Duisburg, Münster und Detmold, bietet das Landesarchiv deshalb einen besonderen Service für Schüler, aber auch für Lehrer und für Lehrerausbildungsseminare an. Weiterlesen

Linktipp: Literaturhinweis: Audiowalks in Archiven. Konzeptionelle Überlegungen zwischen Performance und Geschichtsstunde.“

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Linktipp: Literaturhinweis: „Audiowalks in Archiven. Konzeptionelle Überlegungen zwischen Performance und Geschichtsstunde“
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Augias.net stellte unlängst diese an der FH Potsdam entstandene Publikation vor, die die Archive ermutigt „immer wieder Experimente zu wagen und scheinbar fest etablierte Grenzen des individuellen und kollektiven Erinnerns zu überschreiten.“

„Zukunft durch Erinnerung“

Ein Zeitzeugenprojekt mit Zvi Cohen

„Die Begegnungen mit Zvi Cohen haben mich sehr beeindruckt. Er berichtet davon, wie er als kleiner Junge in Berlin die Nazizeit erlebt hat, was um ihn herum passierte, wie sein Leben nach und nach eingeschränkt wurde, woran er nicht mehr teilnehmen konnte“, sagt Clara Rösen vom Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein.

„Die Begegnungen mit Zvi Cohen haben mich sehr beeindruckt. Er berichtet davon, wie er als kleiner Junge in Berlin die Nazizeit erlebt hat, was um ihn herum passierte, wie sein Leben nach und nach eingeschränkt wurde, woran er nicht mehr teilnehmen konnte“, sagt Clara Rösen vom Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein. Weiterlesen

„Vision Südwestfalen“

Spielplan "Vision Südwestfalen" Foto: Christian Janusch / Südwestfalen Agentur

Spielplan „Vision Südwestfalen“ Foto: Christian Janusch / Südwestfalen Agentur

Netphener Schüler testen Südwestfalen-Spiel

Südwestfalen spielend entdecken – das ist das Ziel von „Vision Südwestfalen“, das zurzeit bei der Südwestfalen Agentur in Zusammenarbeit mit engagierten Lehrern der Region und einem professionellen Spieleentwickler konzipiert und realisiert wird. Schüler des Gymnasiums Netphen testeten das Brettspiel jetzt ausgiebig – und waren durchweg begeistert. Weiterlesen

71 Jahre Gedenken in Siegen – Ge(h)denktag 16.12.2015

Am 16. Dezember 1944 erlebte die Stadt Siegen die schrecklichsten Minuten in ihrer Geschichte. Über 50.000 Bomben wurden abgeworfen und unsere Stadt versank in Schutt und Asche, hunderte Menschen starben im Bombenhagel des Krieges, der seinen Weg zurück nach Deutschland fand, von wo er ausging.

Daran erinnern wir Bürgerinnen und Bürger jährlich und nun zum 71. Mal – in diesem Jahr mit dem Stillen Gedenken an der Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am Dicken Turm des Unteren Schlosses, mit dem ökumenischen Gottesdienst in der Nikolaikirche, mit zahlreichen kulturellen und informativen Veranstaltungen, und den Aktionen des „Siegener Bündnis für Demokratie“.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen im Flyer (PDF).

Bewegende Einblicke einer Zeitzeugin des Dritten Reiches

Alisa Tennenbaum berichtet Realschülern und Auszubildenden

Ausdrucksstark und eloquent – die jüdische Zeitzeugin Alisa Tennenbaum berichtete den jugendlichen Zuhörern im Kulturhaus Lÿz aus ihrem Leben.

Ausdrucksstark und eloquent – die jüdische Zeitzeugin Alisa Tennenbaum berichtete den jugendlichen Zuhörern im Kulturhaus Lÿz aus ihrem Leben.

„Jeder Mensch hat Gefühle. Wir sind alle gleich“, unterstrich Alisa Tennenbaum am Ende ihres emotionalen Vortrags im Kulturhaus Lÿz in Siegen. Die jüdische Zeitzeugin und Überlebende der Nazi-Barbarei des Dritten Reiches berichtete einer Gruppe von Jugendlichen aus ihrem bewegten und bewegenden Leben. Insgesamt rund 75 Siebtklässler der Realschule Wilnsdorf und zwölf Auszubildende der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein waren mit dabei. Der Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte zu diesem Studientag eingeladen. Weiterlesen

Vortrag „Tillmann Güthing, Eiserfeld (1806-1875) –

– Kaufmann, Gewerke und Lokalpolitiker“

Die Identifikationsmuster „der“ Siegerländer Bevölkerung orientieren sich beinahe stereotyp an Chiffren wie Bergbau, Hauberg oder Montanindustrie. Aber gibt es „den“ Siegerländer überhaupt? Ausnahmen scheinen auch hier die Regel zu bestätigen, wie der Historiker Dr. Bernd D. Plaum in seinem Vortrag am 3. Dezember 2015, um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter, ausführen wird.

Heimatverbunden in die Welt: Eiserfeld als Geburts- und Wohnort von Tillman Güthing. Ansichtskarte aus der Zeit um 1900. (Vorlage: Dr. Bernd D. Plaum)

Heimatverbunden in die Welt: Eiserfeld als Geburts- und Wohnort von Tillman
Güthing. Ansichtskarte aus der Zeit um 1900. (Vorlage: Dr. Bernd D. Plaum)

Im Vordergrund seiner Untersuchung steht der Eiserfelder Kaufmann, Gewerke und
Kommunalpolitiker Tillmann Güthing
(1806-1875), dessen bruchstückhaft überlieferter Werdegang und Wirkungskreis im Lichte geschichtswissenschaftlicher Themen neu
vermessen und bewertet wird. Die Person Güthings verdeutlicht auf anschauliche Weise, dass Wirtschaftsinteressen und gesellschaftspolitisches Engagement nicht nur regional verankert sind, sondern bereits im 19. Jahrhundert ebenso in nationalen und globalen Dimensionen gedacht wurde. Denn Tillmann Güthings Netzwerk erstreckte sich über Eiserfeld und das Siegerland weit hinaus auch auf den westfälischen Raum. Wie Dr. Plaum herausfand, deckte Güthings Kommunikationsraum sogar Europa und Nordamerika mit ab – ganz untypisch für die landläufige Vorstellung von der (geografischen) Abgeschiedenheit „der“ Siegerländer Bevölkerung. Weiterlesen

Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg im Kreisgebiet

Seit einiger Zeit arbeitet die Geschichtswerkstatt Siegen e.V., das Stadtarchiv Siegen und Historiker an der Konzeption und Umsetzung einer Ausstellung zum Thema des Kriegsalltags während des Ersten Weltkriegs an der „Heimatfront“. Die Ausstellung wird im nächsten Jahr im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss in Siegen zu sehen sein und die vielfältigen Lebensbereiche von Frauen, Männern und Kindern im Kriegsalltag in der Region mithilfe von Texten und aussagekräftigen Exponaten schildern.

Für den Bereich der Kriegsgefangenen anderer Nationen in Siegen-Wittgenstein sucht der Historiker Sven Panthöfer, Mitarbeiter im Projekt, möglichst umfassende Hinweise zu diesem Thema. Relativ schnell nach Kriegsbeginn erreichten erste Kriegsgefangene der Gegner des Deutschen Reichs Siegerland und Wittgenstein. Sie wurden der Region und den Betrieben von den großen Gefangenenlagern in Gießen, Meschede und Worms zugeteilt. Für die Stadt Siegen liegen recht gute Angaben zu Fabriken, Gewerbetreibenden, Kaufleuten und Landwirten vor, die Kriegsgefangene beschäftigten. Nun werden weitere Informationen zu diesem Thema aus den anderen Städten und Gemeinden des Kreisgebietes gesucht.

Ziel ist es, eine möglichst vollständige Liste von Arbeitsstätten der Kriegsgefangenen zu erarbeiten. Hier hofft Panthöfer auf die Mithilfe der einzelnen Stadt- und Gemeindearchive, Firmen und Privatpersonen, die mit Informationen, Fotos und Erinnerungsstücken zu diesem Thema beitragen können.

Kontakt: Sven Panthöfer, Tel. 0571-38839941, E-Mail: panthoefer@das-geschichtsbuero.de