Veranstaltung zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus

Heute gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus. Corona-bedingt kann in diesem Jahr keine Präsenzveranstaltung stattfinden. Das Aktive Museum Südwestfalen, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und KulturSiegen laden jedoch dazu ein, den Beitrag „Die Hölle von Majdanek“ als Videoaufzeichnung im Internet zu verfolgen. Das Programm entspricht dem der Präsenzveranstaltung. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Mues spricht Traute Fries, Vorstand des Aktiven Museums Südwestfalen. Es folgt eine virtuelle Führung durch die Gedenkstätte Majdanek, erstellt und vorgetragen von der Studentin Mona Victoria Müller. Zu sehen und zu hören ist in der Aufzeichnung schließlich auch Alexander Breitenbach. Der Pianist, der seine frühe Ausbildung an der Fritz-Busch-Musikschule der Stadt Siegen erhielt, spielt Werke des Komponisten Ernst Bachrich (1892-1942), der in Majdanek ermordet wurde.

 

„Siegener Beiträge. Jahrbuch für regionale Geschichte“ Band 25 (2020) erschienen

Die “Siegener Beiträge” sind mit ihrem 25. Band erschienen – ein Jubiläumsband, der aus Pandemie Gründen kein Jubiläumsband werden konnte. Anderes war geplant! Mehr offenbaren wir nicht, denn unsere Ideen behalten wir uns für einen späteren Publikationstermin vor (das 50. Jahrbuch?).
Trotz aller Widrigkeiten präsentiert die Redaktion ein lesenswertes und unseren Zielen verpflichtetes Jahrbuch

Jens Friedhoff widmet sich einem zentralen Bauwerk der Stadt Siegen, in dem er erstmals den Umgang mit der Stadtmauer im 19. Jahrhundert in den Blick nimmt, wobei zeitgenössische Überlegungen zu Abriss oder Bewahrung thematisiert werden. Ursachen und Verlauf von Kulturkontakten außereuropäischer Menschen im Preußen des frühen 19. Jahrhunderts geht Katharina Jabs an drei Beispielen nach, wovon einer sich gar in der provinziellen Kleinstadt Siegen zuträgt. Aus aktuellem Anlass entstand der Beitrag von Bernd D. Plaum zur Grippepandemie vor hundert Jahren. Ausführlich und reich illustriert informiert der Artikel von Hanns Göbel zu den Kriegerdenkmalen im Oberkreis Altenkirchen nach dem Ersten Weltkrieg. Weiterlesen →

Literaturhinweis: Klaus Gietinger: „Blaue Jungs mit roten Fahnen. Die Volksmarinedivision 1918/19“

Zur Biographie eines späteren Wittgensteiner Landrats
„Erzählt wird die Geschichte der revolutionären Matrosen, die 1918 in Kiel, auf den Kreuzern und in den Küstenstädten meuterten, den Ersten Weltkrieg beendeten, die Revolution in Deutschland hoffähig machten und den Kaiser verjagten. Sie kamen in die Hauptstadt Berlin, um die neue, sozialistisch angemalte Regierung zu schützen und den preußisch-deutschen Militarismus zu zerschlagen. Sie hissten die rote Fahne auf dem Stadtschloss, verhafteten Plünderer und bewachten die Revolution. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Rätekongress mit großer Mehrheit die sogenannten ›Hamburger Punkte‹ annahm, die eine radikale Demokratisierung der Armee, eine wirkliche Volkswehr verlangten. Doch Friedrich Ebert und seine SPD-Genossen in der Regierung paktierten mit den alten Militärs und torpedierten diese Pläne. Jetzt waren die Matrosen plötzlich das Ziel der Konterrevolution und derjenigen, die sie bisher geschützt hatten: die mit den alten Mächten alliierten Regierenden. Die Matrosen wurden hintergangen, verleumdet und verfolgt. Sie waren keine Bolschewisten, doch sie ließen sich spalten, so wie die SPD gespalten war. Schließlich wurden die Blaujacken mit den roten Bändchen gejagt und ermordet. Dabei standen führende Sozialdemokraten nicht nur Schmiere, sondern erließen die Mordbefehle. Klaus Gietinger setzt den Roten Matrosen mit diesem Buch ohne Scheuklappen und ohne Pathos ein Denkmal. Ein Denkmal, von dem wir eine Menge lernen können.“

Anm.: Vor allem die Kapitel „Die Vorbereitung des Massenmordes“, „Schießbefehl und Massenmord“, „Gasthaus des Todes“, „Massaker“ und „Der Marloh-Prozess“ (S. 210 – 228) sind wohl in Himblick auf eine noch zu schreibende Biographie Otto Marlohs auszuwerten.

ISBN 978-3-89771-263-8, 304 Seiten, 18,00 €

Quelle: Verlagsinformation

In fünf Leveln zur laufenden Dampfmaschine

LWL-Industriemuseum entwickelt Onlinespiel

Auf ihrer Zeitreise durch die Entwicklung der Dampfmaschine begegnen die Spielerinnen und Spieler vier Erfindern.
Grafik: BOK + Gärtner


Große Erfindungen brauchen manchmal viel Zeit. Bei der Dampfmaschine war das so. Den ersten Schritt machte ein Gelehrter im antiken Griechenland. 2.000 Jahre später brachte die Dampfkraft die industrielle Revolution in Gang und veränderte so die Welt. Im LWL-Industriemuseums kann man wichtige Etappen der Entwicklung jetzt spielerisch entdecken – innerhalb einer guten Viertelstunde. Den kurzweiligen Spaß mit Lerneffekt hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt unter http://www.dampfmaschinenspiel.lwl.org in Internet gestellt.

Entwickelt hat das LWL-Industriemuseum das Spiel für Kinder ab der 3. Klasse, für Familien und alle, die Spaß am Tüfteln haben. Sie können in fünf Leveln den Erfindern Heron von Alexandria, Denis Papin, Thomas Newcomen und James Watt bei ihren bahnbrechenden Entdeckungen helfen. Mit der Maus oder dem Finger müssen Teile wie Kessel, Kolben, Ventile, Pumpen, Stangen und Räder an die richtige Stelle geschoben werden. Zur Belohnung setzt sich die Maschine in Bewegung. Dazu gibt es persönliches Lob von den Erfindern, weitere Informationen zum Einsatz der Technik, Fotos, Filme und den Pfeil zum nächsten Level. Am Schluss gilt es, Lokführer Klaus bei der Reparatur der Dampflok „Anna“ im LWL-Industriemuseum zu unterstützen. Weiterlesen →

Wittgenstein Heft III (2020) erschienen

Inhalt:

Frieda Claudy: Morgenglanz im Winterwald
Roland Scholz: Auf dem Wittgensteiner Panoramaweg die Heimat neu erleben (Teil II)
Dieter Bald: Eine fast vergessene Wittgensteiner Dichterin Frieda Claudy (1880 – 1946)
Detlev Schnell: Caspar Olevian – warum man seiner dauerhaft gedenken sollte

Rezensionen:

Ulf Lückel: Christian Brachthäuser: Buchdruckkunst in der Garfschaft Nassau, Siegen 2020
Ulf Lückel: Hans Armin Kohlberger: Die Vielfalt der Backhäuser in Wittgenstein, Siegen 2020

Das Heft kann über den Wittgensteiner Heimatverein bezogen werden.

Gedenken im Wohnzimmer

Am 27.Januar gedenkt der Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit der  Gesellschaft christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland und mit israelischen Partnern aus Emek Hefer den Opfern des Holocaust. Hannah Malka, die älteste noch lebende Zeitzeugin des Ghetto Theresienstadt, wird auf deutsch ihre Geschichte via Zoom teilen.
Anmeldung: b.friedrich@kreisjugendring.org oder cjz.siegen@t-online.de

Quelle: Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein, Facebook-Seite

Wikipedia-Artikel zu Karl Henrich Groos (1771 – 1858)

Verwaltungsbeamter und Leiter der Rentkammer in der Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Hohenstein

Friedrichshammer 2018.jpg

Ehemaliges Domänengebäude auf dem Friedrichshammer, Gemeinde Kunst Wittgenstein, jetzt Bad Laasphe, Baujahr ca. 1820, Aufnahme 2018, Foto: Dieter Bald, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

Bereits im Oktober 2018 hat Dieter Bald den Wikipedia-Eintrag zu Karl Henrich Groos verfasst.

Online: Fr. Otto Groos: „Als der Grossvater die Grossmutter nahm.

Geschichte einer Nassau-Oranischen Familie Groos“

Die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf hat 2015 diese für das gesamte Kreisgebiet wichtige genealogische Schrift online gestellt.

Einträge auf siwiarchiv zu Vertreter der Familie Groos:
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Online: Heinrich Kampschulte: „Geschichte der Einführung des Protestantismus im Bereiche der jetzigen Provinz Westfalen“ (Paderborn 1866)

Die Universitätsbibliothek Paderborn stellte dieses Buch bereits 2013 digital zur Verfügung. Es wurde über noah.nrw. ZurKritik an diesem Portal s. Archivalia.

Video (engl.): Reinigung des Gemäldes „Eine Herbstlandlandschaft mit Blick auf Het Steen am frühen Morgen“ von Peter Paul Rubens

Larry Keith, Chefrestaurator der National Galery in London, stellt die beeindruckenden Ergebnisse einer Renigung des Rubens-Gemäldes vor. Er entfernte die 75 Jahre alte und verfärbte Firnis-Schicht.

Das Gemälde „Landschaft mit Regenbogen“, das ebenfalls an Rubens-Alterswohnsitz Het Steen entstand wurde hier auf siwiarchiv bereits vorgestellt.