Stadtspaziergang entlang der „Stolpersteine“ auf der Hammerhütte

am Sonntag, 18.10.20

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerlande lädt zu einem Stadtspaziergang entlang der „Stolpersteine“ auf der Hammerhütte ein. Anhand der verlegten Steine wird an die Biographien von Holocaust-Opfern, die in dem Viertel gewohnt haben, erinnert. Zudem wird der Referent, der katholische Vorsitzende der Gesellschaft Werner Stettner, Informationen zur Geschichte des jüdischen Lebens im Siegerland geben.

Treffpunkt ist der Parkplatz vor der Gaststätte „Zur Hammerhütte“, Kirchweg 79, Siegen. Die Führung beginnt um 15 Uhr und dauert ca. 90 Minuten.
Um Anmeldung mit vollständigem Namen wird bis zum 14.10.20 per Mail an cjz.siegen@t-online.de gebeten. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei!

„Aus Feinden wurden Freunde – 30 Jahre Armee der Einheit“

„Die überraschend verkündete Öffnung der innerdeutschen Grenze im Jahr 1989 führte zum Zusammenbruch des DDR-Regimes. In den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen, welche erst am 12. September 1990 abgeschlossen werden konnten, wurde über die Zukunft eines gesamtdeutschen Staates entschieden. Die Wiedervereinigung nahm Gestalt an – die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung mussten noch definiert werden, wie beispielsweise die Herauslösung der Nationale Volksarmee aus dem Warschauer Pakt zum 24. September desselben Jahres.

Oberst Richardt und Hauptmann außer Dienst Dummler wischen die innerdeutsche Grenze von der Tafel im Januar 1990.

Auswischen der Grenze im Januar 1990 von Oberst Richardt und Hauptmann a. D. Dummler im Bunker „Erich“ in Erndtebrück Bundeswehr/Archiv

Mit der Auflösung der Nationale Volksarmee musste auch eine Entscheidung zur Souveränität des deutschen Luftraums über den neuen Bundesländern einhergehen. Zunächst bestand die Sowjetunion darauf, die Sicherung und Überwachung dieses Luftraums selbst zu übernehmen – solange bis der Abzug der sowjetischen Streitkräfte zum Ende des Jahres 1994 abgeschlossen sei. Diese Forderung konnte in den folgenden diplomatischen Verhandlungen verworfen werden: Die vereinte Republik sollte ihren Luftraum selbstständig über dem gesamten Bundesgebiet überwachen. Weiterlesen

Vortrag Dr. Matthias Plaga Verse: „Siegerländer Frömmigkeitstradition zwischen Pietismus und Neupietismus“

14.10.2020, 19:30 Uhr, Ev. Gemeindezentrum (GMZ), Rödgener Str.109A, 57234 Wilnsdorf-Rödgen

Aufgezeigt wird, wie in der Geschichte der Siegerländer Gemeinschaftsbewegung unterschiedliche pietistische Traditionen zusammen geflossen sind. Nachzeichnen lassen sich dabei sowohl kirchenkonforme, als auch separatistische Tendenzen.

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich (begrenzte Plätze). Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Spende ist herzlich willkommen.

E-Mail: heike.dreisbach@kirchenkreis-siegen.de
Quelle: Ev. Kirchenkreis Siegen, Termine

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten: „Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft“

Video-Dokumentation des Auftaktworkshops in Siegen und Literaturliste zur regionalen Sportgeschichte

Carmen Ludwig (Körber-Stiftung) stellt den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und die Teilnahmebedingungen vor – zum Video
Ansgar Molzberger (Deutsche Sporthochschule Köln) gibt einen Überblick zur Sportgeschichte und stellt Themenbeispiele aus der Region vor – zum Video
Thomas Wolf (Kreisarchiv Siegen) über Recherchemöglichkeiten und regionale Themenbeispiele – zum Video
Thomas Wolf (Kreisarchiv Siegen), Ansgar Molzberger (Deutsche Sporthochschule Köln) und Jens Aspelmeier (Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen und Jurymitglied beim Geschichtswettbewerb) im Gespräch über das neue Wettbewerbsthema »Sport macht Gesellschaft«, (digitale) Recherchemöglichkeiten und Bewertungskriterien beim Geschichtswettbewerb – zum Video

Literaturliste zur regionalen Sportgeschichte: Literaturliste zur regionalen Sportgeschichte

Peter Paul Rubens – Vortrag zum 380. Todestag bei Kaffee und Kuchen

Peter Paul Rubens - Selfportrait - Google Art Project

Selbstbildnis, 1938, Kunsthistoirisches Museum Wien

Zum 380. Todesjahr des berühmten Barockmalers und Diplomaten (1577 – 1640)

Sonntag, 11.10.2020, 15.00 Uhr
Kulturcafé Romantischer Hickengrund, Alte Schule Niederdresselndorf
Eintritt: 5 € / Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt!
Veranstalter: Kulturbüro Burbach, Tel. 02736 4588

Am 28. Juni 1577 wurde Peter Paul Rubens in Siegen geboren; die Umstände standen mit einem großen Skandal in Zusammenhang. Sein Vater Jan Rubens stand unter dem Verdacht, Ehebruch mit Anna von Sachsen, der Ehefrau Wilhelm des Schweigers, begangen
zu haben. Nach der Gefängnishaft in Dillenburg wurde Jan Rubens auf Gnadengesuch seiner Ehefrau in Siegen unter Hausarrest gestellt, bis die Familie 1578 Siegen wieder verlassen durfte. Peter Paul Rubens wuchs in Köln und Antwerpen auf. Er
machte eine bedeutende Karriere als Maler und als Diplomat zugleich. 1640 starb er in seinem herrschaftlichen Haus in Antwerpen, in das heute als Rubensmuseum Besucher/innen aus der ganzen Welt strömen.
Quelle: Kulturprogramm „Buntes Burbach“, Spielzeit 2020/2021

Wanderung: „Kaspar, Köhler, Brasebrö – Kulturlandschaft Ruckersfeld“

So. 11.10.2020, 14:00 Uhr – 16:30 Uhr, 5,00 €

Unsere Kulturlandschaft unterliegt einem ständigen Wandel. Auf dem Weg nach Ruckersfeld lernen wir historische Nutzungsformen und Landschaftselemente kennen und beleuchten aktuelle Formen des Landschaftsverbrauches. In einer global gewordenen Welt wollen wir die Landschaft vor der eigenen Haustür lesen lernen. Ihre Vielfalt, Eigenart und Schönheit ist eine Chance für die Zukunft.
Treffpunkt: Parkplatz Oberbach auf der Höhe zwischen Hilchenbach-Allenbach und Herzhausen am Abzweig nach Ruckersfeld. Von dort gehen wir über einen Teil des Kulturhistorischen Lernpfades nach Ruckersfeld.
In Ruckersfeld kehren wir zu Kaffee und Waffeln in den Backes ein (ca. 2,00 EUR).
Rückweg nach eigenem Belieben oder Absprache.
Tipp: Fernglas und Fotoapparat nicht vergessen!
Bitte festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung tragen!

Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Rundgang: „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Laasphe“

Sa. 10.10.2020, 16:00 Uhr – 18:00 Uhr
Treffpunkt: „Alte Synagoge“, Mauerstraße 44, Bad Laasphe

Bei einem Rundgang durch die Straßen und Gassen der Altstadt von Bad Laasphe lebt die Erinnerung an die jüdische Gemeinde auf, die gegen Ende der Nazi-Diktatur ausgelöscht wurde. Von den Anfängen zu Beginn des 17. Jahrhunderts bis hin zur Flucht ins Ausland und den Deportationen in die Vernichtungslager wird das jüdische Leben an verschiedenen Familienschicksalen beleuchtet. Erinnerungen von Zeitzeugen wie dem Auschwitz-Überlebenden Herbert Präger untermalen die Ereignisse während der Judenverfolgung, die mehr als 70 Laasphern den Tod brachte, während sich mehr als 50 jüdische Frauen, Männer und Kinder vor den Nazis retten konnten.
Das Datum für die Führung wurde nicht zufällig ausgewählt. Am 17. Mai 1943 wurde die letzte jüdische Familie des Synagogenvorstehers Max Präger aus der Laaspher Schloßstraße zunächst nach Theresienstadt deportiert. Später führte ihr Weg ins Vernichtungslager Auschwitz.
Ausgangspunkt der Führung ist die „Alte Synagoge“, Mauerstraße 44, die nach der Reichspogromnacht 1938 für einige Jahrzehnte als Schlosserei genutzt wurde. Heute ist das Gebäude im Besitz des Bad Laaspher Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit, dessen Vorsitzender Rainer Becker auch darüber berichten wird, wie das Gebäude in Zukunft genutzt werden soll.

Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

„Die evangelischen Gemeinden in Westfalen“ Bd. 4 erschienen

800 Gemeinden und ihre Geschichte auf 3.800 Seiten: das ist die stolze Bilanz, die Dr. Jens Murken ziehen kann. Im Auftrag der Evangelischen Kirche von Westfalen hat er in jahrelanger Detailarbeit ein „Westfälisches Gemeindebuch“ erstellt.
Es umreißt die Geschichte aller über 800 evangelischen Kirchengemeinden auf dem Gebiet der westfälischen Landeskirche und gewährt damit einen Überblick über deren Entwicklung von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Dabei reicht der geschichtliche Rückblick bis in das Mittelalter zurück. Denn auch die evangelische Christenheit verfügt über eine vorreformatorische Tradition, die mit der frühmittelalterlichen Missionierung und Christianisierung begann.
Als historisches Nachschlagewerk werden die westfälischen Gemeinden in alphabetischer Reihenfolge in ihrer Geschichte vorgestellt und die Rahmenhandlungen ihrer Entwicklung in den vergangenen Jahrhunderten nachgezeichnet. ….

Die von dem Bielefelder Historiker und Archivar Dr. Jens Murken verfasste Reihe „Die evangelischen Gemeinden in Westfalen. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart“ besteht aus insgesamt vier Bänden. Der jetzt erschienene, abschließende Band 4 beinhaltet neben einer Darstellung der Kirchenorganisation in den westfälischen Territorien  – auch der Grafschaften Nassau-Siegen und Wittgenstein – sowie der Geschichte der westfälischen Kirchenkreise  – auch der Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein – vor allem umfangreiche Personen-, Orts- und Sachregister sowie weitere Hilfsmittel und Schemata, Tabellen und Karten zur Nutzung und Auswertung des Gesamtwerkes. Weiterlesen

Historische Feuerspritze im Museum Wilnsdorf

Das Museum Wilnsdorf ist um eine weitere Attraktion reicher. Im volkskundlichen Bereich des Museums ist kürzlich eine sogenannte Feuerspritze der Löschgruppe Wilden eingezogen. Der historische Spritzenwagen von 1876 wurde damals zur Brandbekämpfung genutzt und noch per Muskelkraft betrieben. Weiterlesen

Vortrag: Joseph Imorde: „Zur Geschichte des Unteren Schlosses Siegen“

Der Marstall des Unteren Schlosses auf der Tuschezeichnung „Rekonstruktion des Unteren Schlosses zu Siegen um 1720“ des Siegener Künstlers Wilhelm Scheiner (1852-1922). Vorlage: Stadtarchiv Siegen

Im Rahmen des aktuellen Jubiläums zur 300jährigen Vollendung des Unteren Schlosses im Herzen der Universitätsstadt Siegen zeichnet Professor Dr. Joseph Imorde an diesem Abend die bauliche Entwicklung und die Nutzungsgeschichte der stadtbildprägenden Residenz nach.
Die Geschichte des Unteren Schlosses ist nicht nur durch einen häufigen Nutzungswechsel gekennzeichnet, sondern auch durch bauliche Maßnahmen, die über die Jahrhunderte immer wieder die Substanz des Gebäudes verändert haben. Der Referent wird in seinem bebilderten Vortrag auf einzelne Aspekte eingehen, wie etwa auf die Rolle des Schlosses für das Siegener Stadtjubiläum im Jahr 1924 oder die Wiederaufbauentscheidungen nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges. Weiterlesen