Literaturhinweis: Frank M. Bischoff „Der Vergangenheit verpflichtet, die Zukunft im Blick

– Kolloquium des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Wilfired Reininghaus“. Veröffentlichung des LAV NRW 54.

FSReininghaus„Prof. Dr. Wilfried Reininghaus ist im April 2013 als Präsident des Landesarchivs NRW in den Ruhestand verabschiedet worden. Reininghaus hat in den vielen Jahren seines Wirkens, vor allem als Leiter des Staatsarchivs Münster (seit 1996) und ab 2004 als Präsident des Landesarchivs NRW, das staatliche Archivwesen Nordrhein-Westfalens geprägt. Als Historiker und Archivar vereint er in seiner Person eine umfassende geschichtswissenschaftliche Bildung mit einem ebenso breiten wie fundierten archivfachlichen Wissen. Das Abschiedskolloquium hat versucht, die vielen Felder, auf denen Wilfried Reininghaus tätig war und ist, in unterschiedlichen Sektionen durch Vorträge langjähriger Kolleginnen und Kollegen sowie von Weggefährten und Freunden abzudecken; dabei wurde auch dem biografischen Rückblick ein angemessener Raum gegeben werden. Die Sektion zu den Archiven im 21. Jahrhundert und die abschließende Podiumsdiskussion trugen der Tatsache Rechnung, dass Wilfried Reininghaus sich stets die Offenheit für aktuelle fachliche Entwicklungen bewahrt und diese Entwicklungen selbst auch maßgeblich gestaltet hat.“
Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles

Siegerland Heft 1 / 2015 erschienen:

Siegerland115Inhalt:
Olaf Wagener: Die Burg Holdinghausen – ein Niederadelssitz im nördlichen Siegerland, Seite 3
Rouven Pons: Das zerrissene Archiv – Die wechselhafte Geschichte des Alten Dillenburger Archivs (1743 – nach 1950) Tl. 2 , Seite 31
Gabriel Isenberg: Frühe Orgelgeschichten von Siegen und Wittgenstein bis zum 17. Jahrhundert, Seite 49
Friedhelm Rüsche: Johann Baptist Molitor als „Anstifter“ von Johann Heinrich Jung Stilling, Seite 65
Friedrich Reuter/Friedrich Weber: „Ein Wohnhaus von 2 Stockwerk samt Anbau“, Seite 78
Anne Schulte Lefebvre: Der Weg des Färbers Johann Henrich Stöcker von Siegen über Plettenberg nach Hückeswagen, Seite 91
Thomas Poggel: Der Wolf im Siegerland, Seite 95
Horst Grafe: Die Kreuztaler Hütte – Ausbau und Betrieb ab 1900, Seite 104
Katja Siebel: Die Haigerer Stadtkirche, Seite 129
Karl Heinz Gerhards: Hüttenmeister Hermann Utsch aus Niederschelderhütte in Brasilien geehrt, Seite 142
Quelle: Homepage d. Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins, Publikation

Abschlusstagung „Work with Sounds“ im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

Klänge der Arbeit – Museen retten „bedrohte Spezies“ vor dem Aussterben

Bei der Tagung "Work with Sounds" können Teilnehmer auch ein für das LWL-Industriemuseum entwickeltes Geräusche-Quiz spielen. Foto: LWL/Weigl

Bei der Tagung „Work with Sounds“ können Teilnehmer auch ein für das LWL-Industriemuseum entwickeltes Geräusche-Quiz spielen. Foto: LWL/Weigl

Dampfpfeifen, Werkssirenen, alte Registrierkassen – diese Gegenstände und mit ihnen viele Geräusche, die früher in Fabriken, Bergwerken und Büros zu hören waren, sind aus der Arbeitswelt verschwunden. Im Rahmen des EU-Projektes „Work with Sounds“ sammelt das LWL-Industriemuseum gemeinsam mit fünf weiteren europäischen Museen Klänge der Arbeit. Seit zwei Jahren sind europaweit Teams mit Mikrofonen und Kameras unterwegs, um die „bedrohte Spezies“ vor dem Aussterben zu retten. Aktuell zählt die Datenbank des Projekts (http://www.workwithsounds.eu) knapp 500 Aufnahmen. Über Erfahrungen und Perspektiven der Erhaltung, Erforschung und Nutzung von Klängen diskutieren Teilnehmer der Abschlusstagung „Work with Sounds. Theory – Practices – Networks“ vom 19. bis 21. August 2015 im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund.

Zu der Veranstaltung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind Vertreter von Museen, Archiven, Universitäten, Kunst und Medien eingeladen. Anmeldungen sind bis 10. August möglich unter http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/portal/profil/tagungen/workwithsounds/ Weiterlesen

VdA weist unsachliche Kontroverse um die Novellierung des Kulturgutschutzgesetzes zurück

vdalogoDer VdA als Fachverband für das deutsche Archivwesen unterstützt die geplante Änderung des Kulturgutschutzgesetzes. Die öffentliche Diskussion darüber ist wichtig, muss aber mit der gebotenen Sachlichkeit geführt werden.
Die vorgesehene Novellierung durch die Bundesregierung hat eine Kontroverse ausgelöst. Vor allem öffentlichkeitswirksame Aktionen von Künstlern und Stellungnahmen aus dem Kunsthandel haben eine fachlich angemessene Erörterung des Gesetzesvorhabens teilweise verhindert.
Der VdA befürwortet das Novellierungsvorhaben, mit dem eine EU-Richtlinie umgesetzt wird und die sich an ähnlichen Regelungen anderer EU-Länder orientiert, aus folgenden Gründen: Weiterlesen

Literatur- und Linktipp: „Übungsbuch Deutsche Schriftkunde.

Schriftbeispiele des 12. bis 20. Jahrhunderts aus bayerischen staatlichen Archiven.“ Übungen online.

BayrSchriftkundeEine „möttsembel“, eine besondere Delikatesse also, hatte der Maurersohn Baltasar Carl seiner Geliebten vom Tölzer Jahrmarkt mitgebracht. Noch spät am Abend stieg er bei ihr durchs Fenster ein, um seine Gabe zu überbringen. Was dann passierte, war tragisch und offenbart menschliche Abgründe – allerdings nur dem, der das Gerichtsprotokoll aus dem Jahr 1705 lesen kann. Leider sind die schwungvoll hingekratzten Zeilen des Gerichtsschreibers für Ungeübte kaum zu entziffern.

Zur Einübung in alte Schriftbilder haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatlichen Archive Bayerns nun eine Leseanleitung mit Beispieltexten aus unterschiedlichen Epochen erstellt. Damit kann man das Lesen der Deutschen Schrift, aber auch der lateinischen Schriften der Vergangenheit Schritt für Schritt selbst erlernen. Die gesammelten Schriftbeispiele sind als Buch erhältlich, aber auch online. Unter http://www.gda.bayern.de/DigitaleSchriftkunde kann sich jeder selbst an kniffligen Schriften und Abkürzungen aus den Schreibstuben früherer Jahrhunderte versuchen.

Übungsbuch Deutsche Schriftkunde. Schriftbeispiele des 12. bis 20. Jahrhunderts aus bayerischen staatlichen Archiven, München 2015,
ISBN 978-3-938831-53-3,
144 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, € 15,00

Das Online-Angebot wird von Archivalia dezent kritisiert.

Archivarbeit: Einlagern in der Außenstelle

Gestern erhielt das Kreisarchiv 42 (!) Archivkartons. Die darin enthaltene Überlieferung wird die Überlieferung der Kreisverwaltung zu dessen größtem Bauprojekt der letzten Jahre zunächst ersetzen und auf jeden Fall ergänzen. Die Ordner sind nun in der Außenstelle des Kreisarchiv auf 20 Regalmetern aufgestellt worden und harren der weiteren Bearbeitung.
Auf siwiarchiv sind bereits Einträge zur Archivarbeit (Entmetallisieren, Ausheben) erschienen.

Heute vor 70 Jahren: Verhaftung von regionalen NS-Tätern

Foto: Bernd Brandemann

Foto: Bernd Brandemann

Nicht ohne Stolz berichtete die britische Militärregierung von ihrem Fahndungserfolg in den „Amtlichen Bekanntmachungen“ der Alliierten Militärregierung vom 22. Juli. Zu den Festgenommenen und über den noch Gesuchten findet sich im „regionalen Personenlexikon“ folgendes: Wilhelm Weitendorf, Otto Faust, Wilhelm Bültmann .

Alte Bücher und Archiv

Nicht selten werden Archive gefragt, um welches alte Buch es sich beim Speicherfund denn handelt. So wurde auch hier das Kreisarchiv bemüht. Das vorgelegte Rechenlehrbuch von Johannes Hemeling gehörte Johann Friedrich Müncker aus Kreuztal-Ferndorf. Das sich im Privatbesitz befindende Buch verträgt sicher eine restauratorische Bearbeitung (Reinigung, Ergänzung der Buchrückens, ……). Dennoch ist es schon schon jetzt ein lohnenswertes Fotoobjekt.