Publikation: „Das Archiv: Gedächtnis unserer Gesellschaft“

Bundesarchiv und Deutscher Kulturrat legen gemeinsamen Themenschwerpunkt zu Archiven vor

Archive sind zentrale Kulturorte. In ihnen werden Dokumente aufbewahrt, erschlossen und zugänglich gemacht. Sie dürfen nicht weiter im Schatten anderer wichtiger Kulturorte stehen. Um ein wenig mehr Licht in oft unbekannte Archivwelten zu bringen, haben der Deutsche Kulturrat und das Bundesarchiv einen gemeinsamen Schwerpunkt in der März-Ausgabe von Politik & Kultur erarbeitet. 22 fachkundige Autorinnen und Autoren geben Einblick in Spezifika von Archiven und Herausforderungen für diese. Weiterlesen

Erinnerung erhalten und zum Nachdenken anregen –

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. stellt seine Arbeit vor
Dienstag, 10. März 2020, 18:00 Uhr Kulturhaus Lÿz St.-Johann-Straße 18, 57074 Siegen

Der Volksbund organisiert u.a. immer wieder internationale Jugendbegegnungen und Workcamps auf Kriegsgräberstätten. Zuletzt fand eine Studienfahrt zur deutschen Kriegsgräberstätte nach Ysselsteyn in den Niederlanden statt.


Was macht eigentlich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.?
Viele denken beim Volksbund sofort an die jährlichen Spendensammlungen, bei denen Ehrenamtliche an den Häusern um Unterstützung der Arbeit bitten. Doch die Aufgaben der Gruppe sind noch deutlich umfangreicher. Seit vielen Jahren setzt sich der Volksbund dafür ein, dass das Gedenken an die beiden Weltkriege wach gehalten wird – zum Beispiel durch die Pflege der Kriegsgräber oder auch durch die Gestaltung von Gedenkfeiern zum Volkstrauertag. Außerdem finden immer wieder internationale Jugendbegegnungen und Workcamps auf Kriegsgräberstätten statt. Ausstellungen erinnern an Krieg und Vertreibung. Junge Menschen werden zum Dialog mit Zeitzeugen und zum Nachdenken über die Schrecken des Krieges und das kostbare Gut des Friedens in Europa eingeladen.
Jens Effkemann, Regionalgeschäftsführer des Volksbundes für Westfalen-Lippe, wird in der Infoveranstaltung über die aktuelle und vielfältige Arbeit des Volksbundes berichten.
Ebenfalls mit dabei ist Beatrix Balzar, Ehrenamtliche des Volksbundes im Kreisverband Siegen-Wittgenstein. Sie nimmt die Zuhörer in einem Vortrag mit auf ihre Reisen nach Russland und die Suche nach dem Todesort ihres Großvaters. Außerdem berichtet sie, wie der Volksbund dort bei der Suche nach Kriegsgräbern vorgeht, welche Probleme und Gefahren es gibt und wie Umbettungen erfolgen können.

INFO
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zukunft aus Vergangenheit

Übersichtsgrafik: Einsturzstelle / K3 – Die Halle mit dem Knick, Severinstraße, Waidmarkt, Visualisierung: Luczak Architekten

– zum elften Jahrestag des Einsturzes des Stadtarchivs Köln, 3. 3. 2020
ArchivKomplex fordert zum elften Jahrestag, dass ein Konzept für das benachbarte frühere Archivgelände entwickelt wird, das mit der Idee von K3 – Die Halle mit dem Knick eng verknüpft ist. Kernforderungen sind: Das Grundstück des früheren Archives darf nicht veräußert werden, sondern muss in städtischem Eigentum bleiben. Es ist ein gut vorbereiteter, interdisziplinärer Wettbewerb zu organisieren für den Gesamtkomplex aus den drei Komponenten: Ausbau von K3 – Die Halle mit dem Knick, stadträumliche Neugestaltung des Archivgeländes, künstlerisches Denkmal für die Einsturzkatastrophe. An diesem Wettbewerb sind Künstler, Architekten und engagierte Bürger zu beteiligen. Die Stadt sollte jetzt zügig eine qualifizierte Projektsteuerung installieren, an der ArchivKomplex mitwirken kann. Weiteres unter diesem Link.

Gedenkveranstaltung
ArchivKomplex zieht ab 12 Uhr von der Kartäuserkirche (Kartäusergasse) mit den Wanderbäumen ( www.wanderbaumallee-koeln.de ) durch die Kartäusergasse, Jakobstraße, Severinstraße in Richtung Waidmarkt. Um 13 Uhr treffen wir die Musikband „Trööt op Jöck“ vor St. Johann Baptist (Severinstraße/Severinsbrücke) Um 13:15 Uhr beginnt am Einsturzort (vor der Kneipe Papa Rudi`s) eine Gedenkveranstaltung, die von der Stadt Köln organisiert wird. Oberbürgermeisterin Henriette Reker wird sprechen. Martin Stankowski moderiert Gespräche mit Vertretern der Stadtverwaltung sowie der Initiativen „Köln kann auch anders“ und ArchivKomplex. Um 13.58 Uhr, zur Einsturzzeit am 3. März 2009, läuten die Glocken der Südstadtkirchen im Gedenken an die drei Toten. Weiteres unter diesem Link.
Quelle: Archivkomplex, Homepage, Termine und Presse

Heute vor 76 Jahren: Bombenangriff auf Neunkirchen

Heute jährt sich zum 76. Mal der Tag des schweren Bombenangriffes auf Neunkirchen, dem 69 Menschen, darunter 24 Kinder, zum Opfer fielen.

Zum Gedenken an die Opfer dieses Tages wird am

heute, 02.03.2020, 16.30 Uhr

eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung auf dem Friedhof Neunkirchen stattfinden.
Hierzu laden die Gemeindeverwaltung und der Heimatverein Neunkirchen ein.
Quelle: Gemeinde Neunkirchen, Aktuelles, 18.2.2020

Tag der Archive im Stadtarchiv Siegen

Das Stadtarchiv Siegen lädt am Samstag, den 7. März 2020, zum 10. bundesweiten „Tag der Archive“ alle Interessierten recht herzlich ins KrönchenCenter ein. Unter dem Motto „Kommunikation. Von der Depesche zum Tweet“ wird von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr ein vielfältiges Programm mit Führungen, Präsentationen und Vorträgen angeboten.

Am Tag der Archive besteht die Möglichkeit zum Gang in die ansonsten geschlossenen Magazinräume, in denen unter anderem 1.000 Urkunden seit dem 13. Jahrhundert, 3.000 Laufmeter Amtsbücher und Akten seit dem späten Mittelalter, 2.500 Karten und Pläne seit 1586 sowie historische Zeitungsbestände, nichtamtliches Sammlungsgut und zentrale Dokumente zur Geschichte der Universitätsstadt Siegen lagern. Die beiden Archivführungen um 10.00 Uhr und 13.30 Uhr gewähren nicht nur einen Blick hinter die Kulissen des Stadtarchivs, sondern zeigen auch ausgewählte Dokumente zum Thema „Postwesen und Briefkultur.“ Die ausgewählten Schriftstücke, darunter landesherrliche Korrespondenz der Grafen und Fürsten zu Nassau-Siegen, Poesiealben, Telegramme und Feldpostbriefe aus den beiden Weltkriegen, widmen sich dem Austausch von Nachrichten vor dem digitalen Informationszeitalter. Weiterlesen

Besuch im Magazin des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein

Mi. 04.03.2020, 16:00 Uhr – 18:00 Uhr
Pforte IHW-Park, Eiserfelder Str. 316, Siegen

Haben Sie Lust, hinter die Kulissen des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein zu schauen, die Arbeit der Archivarinnen und Archivare kennen zu lernen und ungewöhnliches Archivgut zu sehen? In einer zweistündigen Führung werden Interessierte durch eines der größten Archivmagazine Südwestfalens geführt. Dort werden alle Aspekte archivischer Arbeit vorgestellt. Das wichtigste, älteste und ungewöhnlichste Archivgut des Kreisarchivs wird gezeigt. Kreisarchivar Thomas Wolf beantwortet auch gern Fragen zu allem, was Sie schon immer über Archive wissen wollten.
Barrierefrei.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursprogramm

Postgeschichtliche Sammlung für das Stadtarchiv Hilchenbach

Manfred Hofmann schenkt seine umfangreiche Hilchenbacher Sammlung dem Stadtarchiv.

Anfang der vergangenen Woche trafen sich die Stadtarchivarin Verena Hof-Freudenberg, ihr Vorgänger Reinhard Gämlich und die Pressebeauftragte der Stadtverwaltung Annette Branß in Kreuztal-Eichen bei Manfred Hofmann, um seine umfangreiche postgeschichtliche Sammlung abzuholen. Die Übergabe der insgesamt 15 Kartons war schon lange abgesprochen und von Manfred Hofmann sorgsam vorbereitet worden.
Der Philatelist hatte bereits als kleiner Junge Hitler-Marken vor den Amerikanern versteckt, wohl ahnend, sie vielleicht nicht behalten zu dürfen. Doch tatsächlich hat er neben diesen Marken Sammlerstücke, die noch erheblich älter und wesentlich seltener sind. Reinhard Gämlich entdeckte beispielsweise einen Postkarte vom „Juckelchen“, der Müsener Grubenbahn, und ist total begeistert: „Dieses Bild vom Juckelchen habe ich noch nie gesehen. Das ist ein ganz seltenes Stück.“ Annette Branß erkannte auf einer alten Ansichtskarte den damals noch kahlen Krackertsberg in Dahlbruch, auf dem sie heute wohnt.
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„Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ in Düsseldorf: Stiftung nimmt Arbeit auf

Die neue Stiftung „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ hat die Arbeit aufgenommen: Das Kuratorium der Stiftung ist zur ersten Sitzung im Behrensbau am Düsseldorfer Rheinufer zusammengekommen. Zum Vorsitzenden der gemeinsamen Stiftung von Landtag und Landesregierung wählten die Kuratoriumsmitglieder André Kuper, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, Ministerpräsident Armin Laschet wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung gewählt. Zum Kuratorium gehören die Mitglieder des Präsidiums des Landtags, je ein Abgeordneter der im Landtag vertretenen Fraktionen, fünf Mitglieder der Landesregierung sowie je ein Mitglied der Land-schaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Der Präsident des Landtags wird in der ersten Hälfte der Amtsperiode des Kuratoriums den Vorsitz übernehmen, in der zweiten Hälfte übernimmt der Minister-präsident den Vorsitz.

Das Kuratorium zum „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ im Behrensbau in Düsseldorf. Foto: Melanie Zanin

Mit der konstituierenden Sitzung ist ein wichtiger Schritt zur Aufnahme der Geschäfte der Stiftung gemacht worden. Das Kuratorium hat die Stiftungssatzung erlassen und das künftige Präsidium der Stiftung berufen: Dr. Gabriele Uelsberg (Direktorin des LVR-Landes Museums Bonn), Professor Theodor Grütter (Direktor des Ruhr Museums Essen) und Professor Dr. Hans Walter Hütter (Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn). Die Stiftung kann damit die Arbeit aufnehmen. Weiterlesen