EisenZeitReiseWeg soll im Oktober öffnen

Bauarbeiten schreiten voran. Vorstand des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein besucht Ausgrabungsstätte Gerhardsseifen

Schon im Herbst dieses Jahres sollen die ersten Besucherinnen und Besucher die Ausgrabungsstätte Gerhardsseifen besichtigen können. Über den Stand der Arbeiten informierte sich jetzt Landrat Andreas Müller als Vorsitzender des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. gemeinsam mit dem Vereinsvorstand.

Der Trägerverein „Ein Siegerländer Tal e.V.“ ist Mitglied im Heimatbund und hat die Umbaumaßnahmen der Ausgrabungsstätte zum Ausflugsziel und außerschulischen Lernort maßgeblich vorangetrieben.

„Wir sind auf der Zielgeraden“, freut sich Landrat Andreas Müller während seines Besuches im Niederschelder Waldgebiet. „Bald können wir den Menschen aus der Region ein besonderes Stück Heimatgeschichte zugänglich machen, das lange nur Archäologinnen und Archäologen vorbehalten war. Ich danke dem Trägerverein, der hier mit viel Herz und ehrenamtlichem Engagement angepackt hat.“ Weiterlesen

Seit 75 Jahren katholisch – politisch – aktiv: Der BDKJ im Erzbistum Paderborn

Kurz nach Kriegsende organisiert sich die katholische Jugend in Deutschland als BDKJ neu. Ein Besuch in Hardehausen, wo Franz Hucht die bewegte Geschichte des Verbandes verwahrt. Außerdem: BDKJ-Diözesanvorsitzende Annika Manegold im Interview über katholische Jugendarbeit heute

75 Jahre Geschichte

Um in Franz Huchts Reich zu gelangen, muss man eine Treppe bis ganz nach oben steigen. Im Dachstuhl erwartet er einen dann. Als man hier in einem Nebengebäude des Jugendhauseses Hardehausen ein Archiv einrichtet, reicht dafür noch ein kleiner Raum mit großem Aktenschrank. Das ist 1977, da gibt es schon 30 Jahre Geschichte des BDKJ. Heute sind es 75 Jahre und der Raum ist längst zu klein geworden. Die Dokumentationsstelle für kirchliche Jugendarbeit 

erstreckt sich mittlerweile über die komplette Fläche des Dachgeschosses und versammelt neben Briefen und Akten aus der Anfangszeit auch Fahnen, alte Pfadfinderkluften und kistenweise Fotos.

Die Anfänge

Dass Franz Hucht seiner Arbeit als Archivar ausgerechnet in Hardehausen nachgeht, ergibt Sinn. Denn hier nimmt alles seinen Anfang. Drei Jahreszahlen sind dafür wichtig: Unmittelbar nach Kriegsende 1945 entdeckt Diözesanjugendseelsorger Augustinus Reineke das ehemalige Zisterzienserkloster für die kirchliche Jugendarbeit und führt dort noch im selben Jahr erste Gruppenleiterkurse durch. 1946 veranstaltet die Jugendgruppierung „die Schar“ hier ein Pfingstzeltlager mit 2.500 jungen Menschen. 1947 wird in Hardehausen die Gründung des BDKJ beschlossen – maßgeblich unter dem Vorsitz von Ludwig Wolker. Der war vor dem Krieg Generalpräses des Katholischen Jungmännerverbandes und wird nun von den Bischöfen beauftragt, die katholische Jugendarbeit in Deutschland neu aufzubauen. Weiterlesen

Siegerlandmuseum und TH Köln „im Tandem“

Die Universitätsstadt Siegen und die Technische Hochschule (TH) Köln kooperieren erstmals für ein besonderes Modellprojekt: Mit Hilfe des Tandem-Programms wurde die neuartige Tandem-Stelle „Neue Medien im Museum“ geschaffen.

Gratulation (v.l.): Denis Anders (Leiter Tandemprogramm), Gundolf S. Freyermuth (Co-Direktor CGL), Karin Kolb (Direktorin Museum), Astrid Schneider (Leiterin KulturSiegen), Philipp Bojahr, Stefan Herzig (Präsident TH Köln) und Bürgermeister Steffen Mues. Montag 16.05.2022, Siegerlandmuseum am Oberen Schloss in Siegen

Sie ist jeweils zur Hälfte beim Siegerlandmuseum im Oberen Schloss und beim Cologne Game Lab der Hochschule angesiedelt.

„Ziel ist, auf dem Gebiet der multimedialen Vermittlung in Museen ab sofort Praxis, Forschung und Lehre zusammenzudenken“, erklärte Stelleninhaber Dr. Philipp Bojahr, der bislang schon als Kurator mit dem Schwerpunkt multimediale Vermittlung am Siegerlandmuseum arbeitet.

Zum Start der Kooperation besuchte jetzt Prof. Dr. Stefan Herzig, Präsident der TH Köln, das Siegerlandmuseum, wo er von Bürgermeister Steffen Mues offiziell begrüßt wurde. Herzig betonte, dass das Tandem-Programm einen neuen Ansatz verkörpere: „Neben Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie freut es mich ganz besonders, dass wir nun mit dem Siegerlandmuseum einen Partner aus dem Kulturbereich gewinnen konnten.“ Weiterlesen

Heute vor 125 Jahren Hermann Busch (1897-1975), Cellist, geboren

Im Schatten der bekannteren Brüder Adolf und Fritz stehend, finden sich nur wenige regionale Publikationen, die sich ausschließlich mit Hermann Busch beschäftigen:

  • NN: Historische Aufnahmen mit Adolf, Hermann und Fritz Busch, in: Wolfgang Burbach, [Red.]: In memoriam Adolf Busch, Hilchenbach 1966, S. 62-64
  • Richard Schulz: Cellist von Weltgeltung: Hermann Busch würde 100. Brüder-Busch-Gesellschaft gedenkt mit zwei Konzerten und Ausstellung des großen Musikers, in: Unser Heimatland 1997, S. 120
  • Siegener Zeitung: 23.6.1967, 10.10.1972
  • Westfalenpost 29.6.1971

So muss hier und heute der Verweis auf den Wikipedia-Eintrag und die Angaben auf der Homepage des BrüderBuschArchivs genügen.

 

Archivisches im NRW-Koalitionsvertrag 2022-2027

“ …. Das Kulturgesetzbuch soll weiterentwickelt und um eine Neufassung des Archivgesetzes
ergänzt werden. ….“
(S. 123 Z 6098-6100)

Beiträge auf siwiarchiv zum Thema
1) Sachstand: Evaluierung des Archivgesetzes NRW (2018 – 2020/22)
2) Landtagswahl 2022 in NRW – „Archiv“ in den Wahlprogrammen der Parteien
3) 6 archivpolitische Fragen zur Landtagswahl 2022 in NRW

Hybrider Literaturhinweis: “ Deutsche Archive im digitalen Zeitalter. Partizipation, Offenheit, Transparenz“

Zahlreiche Archive bekennen sich mittlerweile zum Grundgedanken der Offenheit, zu partizipativen und nutzerorientierten Zielen, zur Nutzung digitaler Werkzeuge. Mit Gründung der Konferenzreihe „Offene Archive” hat sich eine Gruppe von Archivar*innen 2012 aufgemacht, die digitale Zukunft von Archiven in Deutschland besser zu gestalten. Das Konferenzblog hat sich als erste und einzige Plattform für das deutsche Archivwesen etabliert. Zeit für eine Rückschau, Statusbetrachtung und Zukunftsplanung. Das Buch basiert auf fachlichen und praxisnahen Beiträgen des Blogs und setzt sich mit digitalen Themen wie der Implementierung und Nutzung von Sozialen Medien und Blogs, Möglichkeiten der partizipativen Nutzer*innenkontakte sowie der technischen Umsetzbarkeit von (Open-)Online-Tools für die klassischen Archivaufgaben auseinander. Weiterlesen

Online: Heft 2-2022 des ARCHIVAR

Das Heft 2-2022 des ARCHIVAR. Zeitschrift für Archivwesen (75. Jahrgang) ist online.
Der Themenschwerpunkt des neuen Heftes ist Frauen im Archiv. Fachbeiträge gibt es unter anderem zu Feminismus im Archiv. Ein Blick auf die Archive der Frauen- und Lesbenbewegung in Deutschland, zu Frauen an der Spitze von nordrhein-westfälischen Kommunalarchiven und zu Mittelalter ohne Frauen? Von einer Leerstelle in archivischen Findmitteln. Dazu kommen Beiträge aus Archivtheorie und Praxis, Literaturberichte u.v.m.
Quelle: VdA, News, 16.5.2022

Ausstellungstipp: „Er gehört zu mir. Muslimische Lebenswelten in Deutschland“ in Telgte

bis 28. September 2022

Wasserschale und Wasserkanne für die rituelle Gebetswaschung Türkei, vor 1985 Kupfer, verzinnt Religionskundliche Sammlung – Philipps Universität Marburg Foto: Stephan Kube, Greven


„Es ist für uns eine sehr große Ehre, dass die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Aydan Özoğuz, und die frühere Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, die Schirmherrschaft für diese Ausstellung übernommen haben.“ (Museumsleiterin Dr. Anja Schöne)

Am 5. Mai wurde in Telgte im Museum Relígio ein außergewöhnliches Ausstellungsprojekt eröffnet: „Er gehört zu mir. Muslimische Lebenswelten in Deutschland“.

In Deutschland leben rund 5,5 Millionen Menschen mit muslimischer Religionszugehörigkeit; knapp ein Drittel von ihnen in Nordrhein-Westfalen. Viele von ihnen sind seit mehreren Generationen in Deutschland, andere kamen erst in den letzten Jahren. Manche haben sich bewusst für ein (Arbeits-) leben in Deutschland entschieden, andere sind aus der Not heraus als Geflüchtete gekommen. Die Vielfalt der Lebensentwürfe ließe sich beliebig erweitern. Hinzu kommen unterschiedliche Glaubensrichtungen innerhalb des Islams und verschiedene Kontinente, aus denen die Zuwanderung erfolgte. Diese Vielfalt möchte die Ausstellung sichtbar machen. Weiterlesen