Stadtarchiv Siegen seit 10 Jahren im KrönchenCenter

Jubiläumsprogramm 10. und 11. März 2017

„1928 wurde das spätere Kaufhof-Gebäude im Herzen der Siegener Oberstadt vom damaligen Kölner Warenhauskonzern Leonhard Tietz AG erbaut und war von da an ein stadtbildprägender Anziehungspunkt für Bürgerinnen und Bürger wie auch Besucher Siegens. 1999 endete die Nutzung des Gebäudes als Kaufhaus und hinterließ eine schmerzliche Lücke. Nicht baulich, sondern inhaltlich verlor die Oberstadt ein Stück Stadtleben.

Das änderte sich 2007, als Wirklichkeit wurde, was viele Städte sich wünschen: ein Medien- und Kommunikationszentrum im Herzen der Stadt. Volkshochschule, Stadtbibliothek und Stadtarchiv zogen zusammen mit der Brüder-Busch-Gedenkstätte in ein gemeinsames Haus. Der Bau des KrönchenCenters war ein städtebaulicher Meilenstein und ein gelungenes Beispiel für die positive  Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Investoren. Die Bürgerinnen und Bürger Siegens gaben dem Haus seinen Namen, das Land bezuschusste die Umsetzung.
10 Jahre ist es nun her und seitdem ist es seiner Bestimmung, nämlich ein zielgruppengerechtes und generationenübergreifendes Kulturzentrum zu sein, mehr als gerecht geworden. Täglich nutzen rund 1.800 Besucher die Angebote im KrönchenCenter und tragen auch in erheblicher Weise zur Belebung der gesamten Oberstadt bei.
Diese 10-jährige Erfolgsgeschichte werden wir mit einem informativen
und unterhaltsamen Programm …..feiern.“ (Queele: Grußwort Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt Siegen)

Programmpunkte des Stadtarchivs: Weiterlesen

Einer von vielen – und doch ganz speziell

Das Geschäftshaus Melchior in der Siegener Oberstadt (Vorlage: Stadtarchiv Siegen)

Stadtarchiv widmet sich der Geschichte der Siegener Feinkosthandlung Melchior

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch vorgestellt werden. Nach den erfolgreichen Dokumentationen zur Geschichte des „Rheinischen Kaufhauses“ (RHEIKA) oder zu zwei Großtankstellen im vergangenen Jahr soll auch die neue Ausgabe des „Klicks in die Vergangenheit“ ein Stück Siegener Geschäftsphilosophie und Unternehmenskultur näher bringen. Weiterlesen

Johann Christian Stahlschmidt (1740-1826) und seine „Pilgerreise zu Wasser und zu Lande“ (1799)

Vortrag von Thomas Ijewski (Freudenberg) am 16. Februar 2017

09 Pressebild Ijewski

Titelseite der Originalausgabe von Stahlschmidts Reisebericht von 1799 (Vorlage: Thomas Ijewski)

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird sich der Freudenberger Pastor Thomas Ijewski mit der Pilgerreise eines Siegerländer Pietisten nach Asien beschäftigen. Vor rund 275 Jahren, am 3. März 1740, wurde der Freudenberger Johann Christian Stahlschmidt geboren. Er hatte Kontakt zu frommen Kreisen, die sich von der Kirche entfernt hatten. Darüber kam es zum Streit mit seinem Vater, und der 19jährige floh aus seinem Elternhaus. In Amsterdam heuerte er auf einem Segelschiff an und reiste nach Südostasien, Indien und China. Dort ritt er auf Elefanten, beobachtete Hindu-Prozessionen und überlebte Stürme und sogar eine Meuterei. Später lebte er als Prediger in Nordamerika. Zwischenzeitlich knüpfte er enge Kontakte zu dem Mystiker und Kirchenlieddichter Gerhard Tersteegen (1697-1769), baute Webstühle und Globen und gründete mit anderen die Elberfelder Missionsgesellschaft. Sein 1799 erschienenes Buch „Die Pilgerreise zu Wasser und zu Lande“ wurde zu einem europäischen Bestseller der Erweckungsbewegung, mit Ausgaben auf Niederländisch und Englisch. Weiterlesen

Ausstellung „KARIKATUREN 1848“

Siegerlandmuseum, 12. Februar bis 23. April 2017

Karikaturen, aktuell und situationsbezogen, vielseitig in ihren Ausdruckmöglichkeiten, reagieren auf politische und gesellschaftliche Zustände, charakterisieren Personen und Persönlichkeiten und werden nicht selten auch als Kampfmittel eingesetzt. Das Siegerlandmuseum verfügt über eine Sammlung von Lithografien und Radierungen, die sich inhaltlich mit verschiedenen Aspekten des Frankfurter Parlamentes 1848 – 1849 auseinandersetzen. Die teils kolorierten Blätter zeigen das Präsidium und die Abgeordneten, es gibt bissige Karikaturen auf die parlamentarische Arbeit der Nationalversammlung und die Gegensätze zwischen der Rechten und Linken, und auch das Thema Reichsverweser und die Wahl Friedrich Wilhelm IV. zum deutschen Kaiser wird in bissigen Satiren vorgestellt – Parallelen zur aktuellen Politik sind nicht auszuschließen. Es ist ein Katalog erschienen, der alle 108 Blätter der Sammlung abbildet.
Quelle: Siegerlandmuseum, Ausstellungen in Planung

Hörtipp: Gebrüder-Busch-Gedenkstätte

SWR 2, 9.05-10.00, Musikstunde mit Antonie von Schönfeld, 7. 2. 2017

Die Musikstunde begibt sich in der Reihe „Spazierstock, Hut und Notenpapier“ –
Musiker Museen im Lande (1-5) – auf Reisen zu verschiedenen Musiker-Museen im Land. Was häufig als Sammlung von einzelnen Erinnerungsstücken begonnen hat – Hut und Rock, vielleicht eine Schreibfeder, ein Porträt, Briefe und Noten – hat sich nicht selten gemausert zu wissenschaftlich aufbereiteten Ausstellungen. Im Umfeld solcher Musiker-Gedenkstätten werden gerne Freundeskreise gegründet und Konzerte organisiert, Vorträge gehalten oder Symposien veranstaltet. Jeder kennt das Schumann-Haus in Bonn, das Beethovenhaus nah bei.
Die Gedenkstätte der Brüder Busch in Siegen hingegen scheint nicht nur geographisch ab vom Schuss zu liegen, ähnlich wie die Joseph Martin Kraus-Gedenkstätte in Buchen oder das Silcher-Museum in Weinstadt. Und gar nicht weit jenseits der Grenze im Westen im Elsass zeigen einige Kirchen mit Silbermann-Orgeln Kleinst-Ausstellungen, berichten, wer die Orgel gespielt habe, wie beispielsweise Albert Schweitzer, von dem sich seinerseits mehrere Gedenkstätten in Elsass und Schwarzwald befinden…

„Vom Bäcker zum KZ-Kommandanten: Die „erstaunliche“ SS-Karriere des Hachenburgers Adolf Haas“

Vortrag Jakob Saß, Berlin, im „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 19. Januar 2017

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird am 19. Januar 2017 um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter die Karriere des 1893 in Siegen geborenen und in Hachenburg aufgewachsenen Adolf Haas im Zeitalter des Nationalsozialismus nachgezeichnet. Haas gilt als einer der bekanntesten Nationalsozialisten des Westerwaldes – als skrupelloser SS-Handlanger und Massenmörder, der als KZ-Kommandant in Wewelsburg (Niederhagen) und Bergen-Belsen mindestens 3026 Menschenleben auf dem Gewissen hat. Doch wie konnte ein einfacher Hachenburger Bäcker mit einer schlechten Schulbildung so weit in Heinrich Himmlers elitärer SS aufsteigen? Welche Eigenschaften waren ausschlaggebend? War Haas ein überzeugter „Judenfresser“ oder „nur“ ein bequemlicher Mitläufer, der begabte Häftlinge sogar schützte und sich dafür von ihnen Kunstobjekte anfertigen ließ? Während des Vortrages wird der Referent nicht nur sein Buch über Adolf Haas vorstellen und mit neuen Erkenntnissen ergänzen, sondern auch die Frage diskutieren, ob man Adolf Haas tatsächlich so schwarz und einseitig zeichnen darf, wie er auf den ersten Blick erscheint. Weiterlesen

Öffnungszeiten des Stadtarchivs Siegen bis zum Jahresende

Das Stadtarchiv Siegen verabschiedet sich in die Weihnachtsfeiertage mit dem an dieser Stelle sicherlich angebrachten Hinweis auf die üppigen Öffnungszeiten „zwischen den Jahren“. Wir empfangen Besucher in der Zeit vom 27. bis zum 30. Dezember zu den bekannten Öffnungszeiten, Gelegenheit auch für alle von unserer Sommerschließungsperiode Enttäuschten Versäumtes – nach verdauter Printe – nachzuholen.
Wir wünschen allen unseren Besuchern ruhige und besinnliche Feiertage und freuen uns auf regen Besuch im Jahr 2017.

Galerieausstellung „Rubens – Das Alte Testament“

Siegerlandmuseum, bis zum 5. Februar 2017

Um 1610 veröffentlichte Rubens seinen ersten Kupferstich nach einem heute verschollenen Gemälde. Das Blatt, gestochen von Cornelius Galle dem Älteren, zeigt die alttestamentarische Szene mit Judith, der reichen und schönen Witwe, die den Feldherren Holofernes tötet, um ihr Volk zu retten. Rubens gab dem Stecher genaue Anweisungen für die Ausarbeitung von Licht- und Schattenwirkungen. Der angehende Malerfürst widmet die Arbeit seinem Freund Johannes Wowerius. Grafische Reproduktionen dienten vielen Künstlern zur Verbreitung ihrer wichtigsten Arbeiten, sie waren ihr Angebot für den kleineren Geldbeutel und dienten Gebildeten als Sammelobjekt für die Schublade. Nach der Veröffentlichung der „Großen Judith“ bemühte sich der geschäftstüchtige Maler um die Erlangung von Privilegien zum Schutz seiner grafischen Arbeiten. Die folgenden Kupferstiche mussten deshalb fast zehn Jahre auf ihre Veröffentlichung warten.
Die Arbeiten sind alle aus dem Bestand des Siegerlandmuseums.

Quelle: Siegerlandmuseum, Ausstellungen

Siegener Beiträge – Jahrbuch für regionale Geschichte 21/2016 erschienen

Ab sofort sind die von der Geschichtswerkstatt Siegen e.V. herausgegebenen „Siegener Beiträge“ Nr. 21/2016 erhältlich! Das neue Jahrbuch wartet auf rund 240 Seiten abermals mit einem breiten Spektrum regionalgeschichtlicher Themen auf und ist zum Preis von 20,00 Euro überall im Buchhandel und im Stadtarchiv Siegen erhältlich.
Zum Inhalt: Weiterlesen

Vortrag: “ Holzhausen – ein etwas anderes Siegerländer Dorf?“

Die Gastwirtschaft Frank in [Bad Laasphe-]Holzhausen auf einer Postkarte datiert 25. März 1919 (Stadtarchiv Siegen). [Anm.: s. Kommentar]

Die Gastwirtschaft Frank in [Bad Laasphe-]Holzhausen auf einer Postkarte datiert 25. März 1919 (Stadtarchiv Siegen). [Anm.: s. Kommentar]

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird der Regionalhistoriker Dr. Bernd D. Plaum am 8. Dezember 2016 im Stadtarchiv Siegen die Geschichte des Ortes Holzhausen im Hickengrund seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert nachzeichnen. An ausgewählten historischen Beispielen veranschaulicht er die besonderen Eigenarten des Dorfes in der Gemeinde Burbach im Verhältnis zu anderen Ortschaften des Siegerlandes bis zur kommunalen Gebietsreform in den 1960er Jahren. Es ist wohl auch der Nähe zur hessisch-westfälischen Landesgrenze geschuldet, dass sich hier in den vergangenen zwei Jahrhunderten ganz eigene wirtschaftliche und politische Ausprägungen entwickeln konnten. Weiterlesen