Video: Verpackung von Akten im Archiv

Die Kolleginnen und Kollegen des Bremer Staatsarchivs haben diesen zentralen Teil der Archivarbeit in Bewegtbild und Wort dargestellt: „Bevor wir die Akten bei uns im Magazin archivieren, müssen einige für das Papier schädliche Materialien entnommen werden. Wir haben für Euch einen kleinen Film gedreht, in dem Ihr seht, wie die Akte bearbeitet und archivtauglich gemacht wird. Dinge wie Büroklammern, Tackernadeln und Hefter aus Metall müssen herausgenommen werden, da diese Materialien im Laufe der Jahre auf dem Papier oxidieren. Auch weichmacher- oder klebstoffhaltige Büroartikel wie Plastikfolie oder Klebezettel können das Papier dauerhaft schädigen. Die Akten werden von uns mit speziellen Bügeln neu zusammengeheftet, in Mappen aus säurefreier Pappe verpackt und in diesem Zustand in einem Karton an ihren zukünftigen Standort im Magazin gebracht.“

Paläographischer Lesekurs 2018. Tag 2.

Es hatte sich gezeigt, dass einige TeilnehmerInnen des Kurses auch genealogisch interessiert waren und sind, so dass am zweiten Abend des Kurses u. a. eine längere Beschreibung eines Eheregisters gelesen wurde.

Als „Hausaufgabe“ wurden u. a. folgende Beispiele ausgegeben, die von einem der Teilnehmer zur Verfügung gestellt wurden. Wer will, kann also zuhause ebenfalls üben: Weiterlesen

Reiche Silberfunde und alte Dampfmaschinen

Fachtagung informierte über die Bergbaugeschichte des Siegerlandes

Tagungsteilnehmer vor dem landeskroner Weiher: Das aufgestaute Wasser diente einst zum Spülen der Erze Foto: LWL/Manuel Zeiler

Die Geschichte des Bergbaus im Siegerland reicht bis in das Mittelalter zurück. Die Grube Landeskrone und das Bergbaugebiet Ratzenscheid bei Wilnsdorf (Kr. Siegen-Wittgenstein) sind überregional bedeutende Zeugen für den frühen Abbau von Erzen. In der Anfangszeit der Industrialisie-rung stand hier die älteste untertage betriebene Dampfmaschine des Siegerlandes. Eine Forschungskooperation unter Beteiligung der LWL-Archäologie für Westfalen hat die Bergbauregion erforscht. Die Ergebnisse präsentierten die Wissenschaftler am Samstag (14.04.) auf einer Tagung in Wilnsdorf der Öffentlichkeit.

Rund 50 Besucher kamen am Samstag in den gut gefüllten Vortragssaal des Museums Wilnsdorf. Die Wilnsdorfer Oberbürgermeisterin Christa Schuppler sowie Thomas Kettner vom Verein für Siegerländer Bergbau e.V. eröffneten die Tagung. „Wir sind der Gemeinde und dem Museum Wilnsdorf für ihre groß-zügige Unterstützung der Veranstaltung sehr dankbar“, so Dr. Manuel Zeiler, Archäologe beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Weiterlesen

Literaturhinweis: Rosine De Dijn “ …. Warum Peter Paul Rubens in Siegen geboren wurde?“

„Als die Geusen, niederländische Rebellen auf der Flucht vor der Rache des bigotten spanischen Regimes, das „hillige Köln“ ansteuerten, wurden sie von den Rheinländern zunächst als Bettler und Habenichtse abgewiesen. Sie alle erlebten bittere Jahre im Exil. Auch Jan Rubens und Maria Pypelinckx, die Eltern des berühmten Barockmalers. Aber nicht nur die Vertreibung aus dem geliebten Antwerpen, sondern auch die Affäre des Rechtsgelehrten mit der Frau Wilhelm von Oraniens, Anna von Sachsen, stürzte die Familie Rubens in höchste Nöte. Seine Gattin bewahrte ihn mit großem diplomatischem Geschick vor dem Gang zum Schafott. So wurde schließlich in der Bannmeile der Burg Siegen ein kleiner Peter Paul geboren. Anna von Sachsen dagegen bezahlte den vollen Preis für den sogenannten Fehltritt. Bekam die Unglückselige von ihrem Liebhaber Jan Rubens eine Tochter? Wie auch immer. Anna wurde von ihrer Familie verstoßen und starb völlig vereinsamt mit nur 33 Jahren. Die ganze Geschichte wurde über Jahrhunderte totgeschwiegen.“ Weiterlesen

Paläographischer Lesekurs 2018. Tag 1.

Mit diesem Schriftstück der österreichischen KollegInnen startete gestern der Lesekurs des Kreisarchivs in Kreuztal lm Terassensaal der Weißen Villa im Dreslers Park.
Zwei Tafel aus Düllfer/Korn und und eine Ausarbeitung eines Wiesenbauschülers wurden ebenfalls von den neun Teilnehmerinnen und Teilnehmern  gelesen.