Vortrag: Das „gemuurde Hus“ auf der Hammerhütte

– ein mittelalterlicher Wachtturm? Eine burgenkundliche Untersuchung“

Das „gemuurde Hus“ auf einer Fotografie um 1910. Vorlage: Stadtarchiv Siegen

Die Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird sich am Donnerstag, den 7. Dezember 2017, mit einem rätselhaften Gebäude im Siegener Stadtgebiet beschäftigen. Das so genannte „gemauerte Haus“ in dem 1417 erstmals urkundlich erwähnten Vorort Hammerhütte soll angeblich schon im Spätmittelalter errichtet worden sein. Historiker und Burgenforscher rätseln seit Jahrzehnten über die Bedeutung des 1946 zerstörten Anwesens. Der quadratische Grundriss, ein historischer Tonnengewölbekeller, mächtige Mauern und die einst mit Eisengittern gesicherten Fensteröffnungen könnten für ein Gebäude mit wehrhaftem Charakter sprechen. Weiterlesen

Linktipp: Historisches Alpenarchiv

Anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Deutschen Alpenvereins in Siegen lohnt ein Blick in das Historische Alpenarchiv. Das Archiv „wurde 2006 ins Leben gerufen. Der Deutsche, Oesterreichische und Südtiroler Alpenverein pflegen ihre Archivalien und Sammlungen in eine gemeinsame Datenbank ein und machen sie mit der Webseite Historisches Alpenarchiv der Öffentlichkeit zugänglich.“
In diesem Archiv finden Materialien zur Geschichte der Siegener Sektion des Alpenvereins, zur Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins im Mai 1981 und zur Siegerlandhütte.

s.a. Archivalia, 26. März 2008

Gemeinde Burbach versteigert Möbelstücke aus dem Landhaus Ilse

Landhaus Ilse, Quelle: Gemeinde Burbach

Viel Arbeit liegt hinter den Männern des Burbacher Bauhofs. In zahlreichen Arbeitsstunden hatten sie in den vergangenen Wochen und Monaten ein Sammelsurium von Schränken, Stühlen, Tischen, Spiegeln und anderen Einrichtungsgegenständen aus dem im Volksmund “Landhaus Ilse “ genannten Gebäude entsorgt oder fein säuberlich in einer Lagerhalle in Burbach aufgestellt. „Nach wie vor eine große Menge an interessanten Möbelstücken, die sich dort aneinanderreihen“, sagt Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers beim Blick auf die vielen Objekte. „Nun möchten wir sie mit einer Versteigerung an den Mann oder die Frau bringen.“ Dieter Berger, Fachmann in Sachen Antiquitäten, hatte im Vorfeld alle Stücke gesichtet und bewertet. „Wir haben nun unsere Vorstellungen von den Mindestgeboten, mit denen wir ins Rennen gehen wollen“, betont Ewers. „Unter den Hammer kommen die Einrichtungsgegenstände am 18. November.“ Interessierte haben vorab die Möglichkeit, sich die Exponate am 8. November von 17 bis 19 Uhr und am 11. November von 13 bis 15 Uhr anzuschauen. Ausstellungsort ist eine Lagerhalle in der Leimekaute. Eine Beschilderung zeigt Besuchern den Weg. Die Abgabe des (antiken) Mobiliars erfolgt nur gegen Barzahlung und direkter Mitnahme. Außerdem ist der Versteigerungskatalog abrufbar. Weiterlesen

Auftakt des Planungsprozesses „Initiative für die Wasserburg Hainchen“

Mit der Planung zur Realisierung des Freiraums „Rund um die Wasserburg“ startet die Umsetzung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) der Stadt Netphen

Der Rat der Stadt Netphen hat nach einem öffentlichen Diskussionsprozess die Aufnahme der Wasserburg in das o.g. IKEK beschlossen. Der Aufbau eines ländlichen Parks rund um die Burganlage, der Erholungs- und Freiraum für viele Mitbürger aus Nah und Fern sein kann, soll gefördert werden.

1. Bürgerveranstaltung am 26.9.2017, © Kristin Breuer

Am 26.09.2017 hat eine erste Bürgerveranstaltung in der Burgremise stattgefunden, um erste Meinungen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Netpherland für die weitere Konzeption des Parks einzufangen.
Quelle: Stadt Netphen, 26.9.2017 (mit Bildergalerie)

Download: Alexander Wollschläger, Wasserburg Hainchen, in: Westfälische Kunststätten, 1990: 2267_6570_1

Ausstellung „700 Jahre Nikolaikirche“

Zurzeit zeigt das Siegerlandmuseum in der Kleinen Galerie eine Ausstellung zur Geschichte des bekanntesten Siegener Kirchenbaus.

Die spätromanische Hallenkirche mit ihrem einzigartigen sechseckigen Zentralbau und dreischiffigem Langhaus wird im 2. Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut. Dem Heiligen Nikolaus, Schutzpatron der Reisenden und Kaufleute geweiht, gehört sie zu den städtischen Marktkirchen des Mittelalters, die damals von Kaufläden und Krämerbuden umgeben sind. Die Nikolaikirche, Stadtkirche der Grafen von Nassau, ist seit 1530 evangelisch und seit etwa 1580 reformierte Hauptpfarrkirche der Stadt Siegen. Vom 16. bis 19. Jahrhundert dienen im damaligen Satteldach ausgebildeten Räume als Lateinschule.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg erfährt die Nikolaikirche einige Umgestaltungen: Die barocke Turmhaube ersetzt die gotische Spitze, im Inneren werden Emporen eingezogen. Aus Anlass seiner Erhebung in den Fürstenstand lässt der Landesherr, Johann Moritz von Nassau-Siegen, 1658 eine große schmiedeeiserne und vergoldete Krone auf den Turm setzen. Das „Krönchen“ wird zum Wahrzeichen der Stadt. Eine besondere Kostbarkeit im Kirchenschatz ist die vom Fürsten gestiftete vergoldete Taufschale, eine peruanische Silberarbeit aus dem 16. Jahrhundert. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges erhält das markante Gebäude ein neues Westportal nach Entwürfen von Professor Gerhard Marcks.
Quelle: Siegerlandmuseum, Ausstellungen

„in ecclesia sancti Nycolai“

Ein perspektivisch seltener Blick auf die Nikolaikirche um 1905. (Stadtarchiv Siegen, Best. Ansichtskartensammlung)

Stadtarchiv dokumentiert die Geschichte der Nikolaikirche  Siegen

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch vorgestellt werden. In der neuen Ausgabe wird im Jahr des Reformationsjubiläums die 700jährige Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung der Nikolaikirche gewürdigt.

[…] in ecclesia sancti Nycolai infra muros sygen“ lautete der Text einer Urkunde vom 9. Oktober 1317, als  der regierende Landesherr Heinrich Graf zu Nassau die Stiftung und Dotierung des Michaelaltars in der Nikolaikirche bekundete. Ausdrücklich wird darauf verwiesen, dass sich das Gotteshaus innerhalb der Mauern Siegens befand – anders als etwa die Martinikirche, deren Lage sechs Jahre zuvor als „extra muros“, also außerhalb der Mauern, beschrieben wurde. Anlässlich des 700jährigen Jubiläums hat Christian Brachthäuser, Mitarbeiter des Stadtarchivs Siegen, eine chronologisches Datengerüst zusammengestellt. Die wichtigsten Ereignisse aus dem Umfeld der Nikolaikirche sind darin enthalten. Angefangen vom Guss der Kirchenglocken im 14. Jahrhundert, über die durch Rechnungen im Stadtarchiv dokumentierten Ausbesserungsarbeiten am Kirchturm Mitte des 15. Jahrhunderts, bis zur grundlegenden Sanierung des imposanten Sakralbaus unter dem Herborner Architekten Ludwig Hofmann von 1903 bis 1905. Auch der Besuch politischer Prominenz findet Beachtung: Wer hätte bei dem Besuch eines Gottesdienstes im Jahr 1789 schon erahnen können, dass mit Wilhelm Friedrich Erbprinz von Oranien und Fürst zu Nassau (1772-1843) der erste König der Niederlande (ab 1815) in der Nikolaikirche verweilte? Viele weitere wissenswerte Details und Quellen runden die PDF-Dokumentation ab, die ab sofort auf der Website des Stadtarchivs unter www.stadtarchiv-siegen.de abrufbar ist. Weiterlesen