am Ort des Zwangsarbeiterfriedhofs in der Fludersbach unter Einbezug des `Hilfskrankenhauses für Ostarbeiter´ (auf dem Gelände EDEKA)“
Information des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Ehrenamt des Kreises Siegen Wittgenstein, am morgigen Mittwoch, 9.9. ca. 18 Uhr in der Aula des Siegener LYZ
„Mit dem Verkauf (2024) des ehemaligen Kauflandgrundstücks in Siegen-Fludersbach, auf welchem sich während des Zweiten Weltkriegs ein Hilfskrankenhaus für Zwangsarbeiter befand, ergibt sich die Möglichkeit, einen Gedenk- und Erinnerungsort zum Thema Zwangsarbeit in der NS-Zeit im Siegerland umzusetzen.
Das Konzept des Aktiven Museums Südwestfalen (AMS), welches durch eine Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Welter/projektplus unterstützt wird, sieht vor, auf dem Gelände von EDEKA eine Informationstafel aufzustellen. Darüber hinaus soll angrenzend an das Gelände des Zwangsarbeiterfriedhofes, welcher im Besitz der Stadt Siegen ist, ein multifunktionaler Lern- und Gedenkort entstehen (Plattform und Raum). Weiterlesen
Kategoriearchiv: Wirtschaftsgeschichte
Führung durch die Stahlarbeiter-Siedlung Gartenstadt Wenscht, Siegen-Geisweid
Donnerstag, 27. August 2026, 17:30 – 19:30, Treffpunkt: Parkplatzt Gaststätte „Bim Käs, Fichtenweg, Siegen-Geisweid, Guide: Traute Fries

Geländer am Kleinen Schwanenteich Wenscht (Foto: KulturSiegen)
Die Gartenstadt Wenscht entstand ab 1950 als zukunftsweisendes Wohnquartier der Stahlwerke Südwestfalen, das Arbeiten, Wohnen sowie soziale und kulturelle Bedürfnisse miteinander verband. Bei der Führung erläutert Traute Fries die Geschichte des Quartiers und lenkt den Blick auf die prägende Kunst im öffentlichen Raum – insbesondere die teilweise denkmalgeschützten Sgraffiti an den Gebäuden. Weiterlesen
Literaturhinweis: Christian Franke: „Verkehrsgeschichte von Nordrhein-Westfalen“
Mobilität in der Sackgasse – Am frühen Morgen in Südwestfalen: Pendler reihen sich Stoßstange an Stoßstange, Umleitungen ziehen sich durch Dörfer, und Baustellen gehören zum üblichen Straßenbild. Was für viele Alltag ist, ist für den Siegener Wissenschaftler Dr. Christian Franke ein historisch gewachsenes Problem und ein Warnsignal für die Zukunft.
In seinem Buch „Verkehrsgeschichte von Nordrhein-Westfalen“ zeichnet Franke nach, wie sehr Mobilität die Region geprägt hat. Gerade Südwestfalen steht dabei exemplarisch für die Chancen, aber auch die Brüche dieser Entwicklung. „Die industrielle Entwicklung im Rheinland und in Westfalen wäre ohne die Möglichkeiten, schwere Güter transportieren zu können, nicht denkbar gewesen“, erklärt der Wirtschaftshistoriker. Seit dem 19. Jahrhundert verbanden Schienen, Kanäle und später Autobahnen die Regionen und sorgten für wirtschaftliches Wachstum. Weiterlesen
Quellen zur Eisenbahngeschichte online
In den 1990er Jahren entstand im damaligen Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv und Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster ein Inventar zur Geschichte der Eisenbahn. In ihm ist nicht nur Archivgut aus dem heutigen Landesarchiv zur Eisenbahngeschichte aufgelistet, sondern auch aus anderen Archiven.
Auf über 1000 Seiten finden Interessierte Hinweise auf Bestände aus der Landesverwaltung, Gutsverwaltungen, (Ober)Bergämtern, Bezirksregierungen, Bahndirektionen, Landratsämtern, Kreisen und noch vieles mehr. Die umfangreiche Veröffentlichung ist nun auch online und kostenlos auf den Seiten der Lippischen Landesbibliothek einsehbar: Band 1 und Band 2
Quelle: Landesarchiv NRW, Aktuelles, 23.7.2026
Ausstellung: Ansichtssache – Damals im Hauberg“

Dieter Wörster zeigt den Hauberg auf alten Bildern und Postkarten.
Sonntag, den 2. August 2026, 14 bis 17 Uhr
Infozentrum Hauberg, Ende Luisenstraße Kreuztal-Fellinghausen
Quelle: Förderverein Historischer Hauberg Fellinghausen e.V., Jahresprogramm
US-Besucher in der 4Fachwerk-Uhrenausstellung
1848 wanderten die Vorfahren von Troy Meinhard von Siegen in den mittleren Westen Amerikas nach Illinois aus. Sein Urahn ging einst in der Krönchenstadt dem Beruf des Müllers nach. Nachdem sie sich dann 1870 im US-Bundesstaat Iowa niedergelassen hatten, kam eine Standuhr in die Familie. „Mit dem Tausch war eine Schuld beglichen worden,“ ist in der Meinhard-Familie überliefert.

Diese historische Uhr, hergestellt einst von Dietrich Koch in Stromberg im Windecker Land, begründete das Interesse der Meinhards an „clockmakers“ in der alten Heimat. Ihre Uhr wurde stolz von Generation zu Generation weitergegeben. Weiterlesen
Projekt „Gelber Stern“: Stadtarchiv Siegen wird zum Lernort
Im Zuge des Projekts „Gelber Stern“ besuchte die vierte Klasse der Diesterwegschule das Stadtarchiv.

Oliver Teufer, zeigt auf die Werbeanzeige des Kaufhauses Tietz in den 1920er Jahren. Schüler:innen der Diesterwegschule blicken interessiert auf das Gezeigte .
Den Kindern wurde durch die Projektreihe altersgerecht und verständlich die Geschichte der Judenverfolgung in Deutschland zwischen 1933 und 1945 vermittelt.
Oliver Teufer, Mitarbeiter des Stadtarchivs, führte die interessierten Schülerinnen und Schüler kindgerecht am Beispiel von Archivmaterial, wie Zeitungsartikeln von der Eröffnung des ehemaligen Kaufhauses Tietz im Jahr 1928 – dem heutigen KrönchenCenter – an die Arbeit mit historischen Quellen heran. Die Bauakte des Gebäudes mitsamt den Bauplänen war ebenfalls Teil der Vorstellung. Außerdem erfuhren die Kinder, welche Auswirkungen die nationalsozialistische Politik, etwa durch die Arisierung des Kaufhauses, auf Siegen hatte. In einer Abschlussrunde konnten die Teilnehmenden ihre neuen Erkenntnisse präsentieren.
Das Projekt „Gelber Stern“ ist von der Gedenkstätte Bad Laasphe initiiert worden, um Grundschulkinder geschichtliches Wissen über die Judenverfolgung in Deutschland zu vermitteln. Das Stadtarchiv Siegen ist dabei ein Kooperationspartner.
Quelle: Stadt Siegen, Pressemitteilung v. 20. Juli 2026
Jubiläum: 200 Jahre Berufskolleg Technik – Von der Sonntagsschule zur modernen Bildungsinstitution
„Was für ein außergewöhnliches Jubiläum! Das Berufskolleg Technik des Kreises Siegen-Wittgenstein feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag! Was im Jahr 1826 mit freiwilligen Zeichenkursen begann, hat sich über zwei Jahrhunderte zu einer modernen und einer der größten beruflichen Bildungseinrichtungen Südwestfalens entwickelt“, sagt Landrat Andreas Müller: „Diesen ganz besonderen Geburtstag wollen wir im zweiten Halbjahr 2026 mit einigen Veranstaltungen begehen und damit zugleich auch die berufliche Bildung mehr ins öffentliche Bewusstsein bringen.“

200 Jahre Berufskolleg Technik des Kreises Siegen-Wittgenstein: Schulleiter Ralf Bruch (r.) hat eine Büste von Landrat Andreas Müller in der Hand, Landrat Müller wiederum von seinem Vorgänger Wilhelm Friedrich von Schenk. Schenk war der erste Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein und hat vor 200 Jahren den Vorläufer des BK Technik und damit die berufliche Bildung insgesamt intensiv gefördert. Die Büsten wurden vom BK mit 3D-Druckern gefertigt.
Unter dem Leitmotiv „Dein Talent. Unsere Stärke. – In Technik, IT und Design.“ steht das Berufskolleg Technik für eine zukunftsorientierte Ausbildung in den drei Fachbereichen Technik-Naturwissenschaften, Informatik und Gestaltung. Aus den historischen Zeichenkursen ist eine Schule entstanden, die sich zu einem modernen Bildungszentrum für Digitalisierung, Robotik, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz entwickelt hat. Ein engagiertes Kollegium mit knapp 150 Lehrkräften unterrichtet mit modernen Lernkonzepten und in digitalen Lernumgebungen rund 4.000 Schülerinnen und Schüler. Weiterlesen
Fund im Sauerland: LWL untersucht römisch-kaiserzeitlichen Verhüttungsplatz bei Brilon
Erste Grabungsergebnisse bestätigen die frühe Bleigewinnung

Römischer Großbarren aus Blei. Ein Fehlguss, der am Werkplatz bei Brilon zurückblieb.
Foto: LWL/F. Geldsetzer
Archäologie-Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) haben bei einer knapp zweiwöchigen Grabungskampagne im Juni neue Erkenntnisse gewonnen: Auf einem Höhenzug des Rothaargebirges nahe Brilon (Hochsauerlandkreis) legten sie eine bislang in Südwestfalen einzigartige, 2.000 Jahre alte Verarbeitungsstelle für Blei frei. Damit gelingt der archäologische Nachweis für eine frühe metallurgische Kette, die für das Sauerland bislang noch weitgehend unerforscht ist. Weiterlesen
Wittgenstein 1/2026 erschienen
Inhaltsverzeichnis
– Ulrich Schneider: Zur Geschichte des Brauwesens in der Graftschaft Wittgenstein
– Peter Schneider: REFORGER 85: „One of the Coldest Ever“. Das NATO-Wintermanöver „Central Guardian“ im Januar 1985
– Moritz Wild: Villa Osterrath mit Gartenhaus in Bad Laasphe. Neubergischer Stil in Wittgenstein
– Bernd Geier v. Salisch: Fachwerk mit Handschrift – wenn Balken erzählen. Die unverwechselbare Baukunst des Mannus Riedesel
– Irenäus Chmiel und Rainer Wolff: Der Preußische Ringnummerstempel – die „Mauritius von Wittgenstein“
– Maximilian Rose: Rezension: Radikaler Pietismus, Alchemie und Freidenkerei 1729–1741
– Joachim Völkel: Hinweis: Bibliografie Wittgenstein. Eine Regionalbibliografie
Quelle: Wittgensteiner Heimatverein

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