Ausstellung „Siegen an der Heimatfront 1914-1918“

Mitglieder der Geschichtswerkstatt ziehen positive Bilanz

Etwas verspätet fand jetzt die Jahreshauptversammlung der Geschichtswerkstatt Siegen – Arbeitskreis für Regionalgeschichte e.V. für das Jahr 2015 statt. In Abwesenheit des Vorsitzenden Dr. Bernd D. Plaum erklärte der stellvertretende Vorsitzende Ludwig Burwitz den zahlreich erschienenen Mitgliedern die Verzögerung mit der Beanspruchung des Vereins durch die Organisation der Ausstellung „Siegen an der Heimatfront 1914-1918: Weltkriegsalltag in der Provinz“. In seinem Rechenschaftsbericht würdigte der Vorstand neben anderen Aktivitäten insbesondere die Herausgabe des 20. Jahrbuches „Siegener Beiträge“, das wegen der Vielfalt zum Teil wenig bekannter Themen im vergangenen Herbst besonders guten Zuspruch durch die Interessierten an der Regionalgeschichte erfahren habe. Aufgrund der langjährigen Vorbereitungen nahm natürlich der Bericht über die soeben mit großem Erfolg zu Ende gegangene Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Siegerlandmuseum einen besonders breiten Raum ein. Weiterlesen

Amtseinführung von Dr. Johannes Burkardt als neuer Leiter der Abteilung Ostwestfalen-Lippe des Landesarchivs NRW

Am 27. Juni 2016 wurde Dr. Johannes Burkardt (*1969) von der Leiterin der Kulturabteilung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Hildegard Kaluza, und dem Präsidenten des Landesarchivs NRW, Dr. Frank Bischoff, in sein Amt als neuer Leiter der Abteilung Ostwestfalen-Lippe eingeführt.
Nach dem Studium der Historischen Hilfswissenschaften, der neueren Geschichte und der mittellateinischen Philologie an der Universität Marburg, das er 1996 mit der Promotion zum Dr. Phil. abschloss, war Burkardt zunächst als Mitarbeiter der Bayerischen Benediktinerakademie sowie als Archivpfleger des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein tätig. Von 2001 bis 2003 leistete er ein Referendariat für den höheren Archivdienst im Staatsarchiv Münster und an der Archivschule Marburg ab. Im Anschluss daran nahm er verschiedene Aufgaben zuerst im Staatsarchiv Münster, dann in der Abteilung Westfalen des Landesarchivs NRW wahr, von 2004 bis 2015 als Leiter des Dezernats „Verwaltung und archivfachliche Dienste“. Ab 2015 leitete er das Technische Zentrum des Landesarchivs in Münster-Coerde. Weiterlesen

Dissertation zum „Hilfsverein der deutschen Juden“ – online

burkhardpromoEdmund Burkard ist der älteste Promovend der Uni Siegen. Seine Doktorarbeit schrieb er über das Thema „Der Hilfsverein der Deutschen Juden“.

Egal ob 18 oder 80 Jahre, egal ob es die erste oder die letzte ist: Prüfungen machen nervös. „Es war nicht einfach“, sagt Edmund Burkard nachdenklich. Jahrzehntelang fühlte er als Lehrer seinen Schülern auf den Zahn. Nun, mit 80 Jahren, muss der Mann aus dem Münsterland noch einmal die Rolle des Prüflings übernehmen. Nach zwei Stunden ist es geschafft. Edmund Burkard hat seinen Doktortitel in Erziehungswissenschaften. Er ist damit der derzeit älteste Promovend der Universität Siegen. Burkard ist selbst überrascht: „Ich bin der Älteste? Wirklich?“

Seine Doktorarbeit schrieb er über das Thema „Der Hilfsverein der Deutschen Juden. Überwindung von Armut durch Bildung“. „Ich wollte eigentlich gar nicht promovieren. Andere wollten das“, schmunzelt Burkard. Das Thema begleitete ihn schon seit seiner Staatsexamensarbeit und ließ ihn nicht mehr los. Er wurde zum Experten, hielt Vorträge und hatte engen Kontakt zu anderen Wissenschaftlern. Irgendwann traf er Prof. Dr. Sabine Hering, die bis 2012 an der Universität Siegen lehrte und zum Vorstand des Arbeitskreises Jüdische Wohlfahrt am Salomon Ludwig Steinheim Institut der Universität Duisburg/Essen gehört. „Sie meinte, ich solle doch promovieren“, erzählt Burkard. Weiterlesen

Ausstellung „Ein fast ohnlöschlich Feuer“

Ausstellungseröffnung am Freitag, 8. Juli 2016, 19:00 Uhr, im Museum 4Fachwerk, Freudenberg.
Ausstellung: 9.7. – 21.8.2016

Pyrotechnische Inszenierung anlässlich des Jubiläums 550 Jahre Stadtrechte", Freudenberg 2006, Foto: Thomas Ijewski, Freudenberg

Pyrotechnische Inszenierung anlässlich des Jubiläums 550 Jahre Stadtrechte“, Freudenberg 2006, Foto: Thomas Ijewski, Freudenberg

„Am 9. August 1666 wütete ein heftiges Gewitter in Freudenberg und setzt ein erstes Haus in Brand. Letztendlich erfasste die Feuersbrunst den gesamten Flecken. Zerstörung allenthalben – 71 Häuser und 25 Scheunen fallen den Flammen zum Opfer. Nach der Überlieferung blieb nur ein Gebäude verschont.Feuerkatastrophen zählen zu den geürchtesten Ereignissen unserer Vorfahren. Die Obrigkeit hatte schon früh höchstes Interesse an der Brandvermeidung.

Die Ausstellung Weiterlesen

Ortsbesichtigung des Stadtarchivs Hilchenbach und des Stadtmuseums in der Wilhelmsburg

Hilchenbacher Kulturausschuss im Stadtarchiv:
„Frau Czarski-Nüs stellt fest, dass die Einladung zur heutigen Sitzung ordnungsgemäß ergangen und der Schul- und Kulturausschuss beschlussfähig ist. Sie verweist auf die Bestimmungen des § 31 der Gemeindeordnung NRW.
Einleitend erläutert der Museumsleiter Herr Gämlich die Sanierungsmaßnahmen, die die Stadt Hilchenbach 2015 im Stadtmuseum für insgesamt rund 40.000 Euro durchgeführt hat. Dank einer Spende des Fördervereins Wilhelmsburg e. V. in Höhe von 10.000 Euro und damit rund 50 % der Kosten konnte ein qualitativ hochwertiger Eiche-Parkett-Fußboden im 1. Obergeschoss verlegt werden. Weiterlesen

Weichen für Erhalt der Ausgrabungsstätte sind gestellt

Die Fundstelle der archäologischen Ausgrabung von 2012 zeigt einen der keltischen Verhüttungsöfen. (Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/D. Bachmann)

Die Fundstelle der archäologischen Ausgrabung von 2012 zeigt einen der keltischen Verhüttungsöfen. (Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/D. Bachmann)

Erste Weichenstellung für den Erhalt der archäologischen Verhüttungswerkstatt „Gerhardsseifen“ in Niederschelden: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Siegen beantragten Mittel in Höhe von 30.000 Euro freigegeben.
Die Fundstelle der archäologischen Ausgrabung von 2012 zeigt einen der keltischen Verhüttungsöfen. Foto: Deutsches Bergbau-Museum Bochum/D. Bachmann

„Wir sind außerordentlich froh über dieses positive Signal aus Berlin“, sagte Bürgermeister Steffen Mues zu der Entscheidung. „Ich hoffe, dass wir jetzt zügig den Zuwendungsbescheid vom Land erhalten, damit wir mit der Maßnahme beginnen können“, erklärte die zuständige Beigeordnete der Stadt Siegen, Stadträtin Babette Bammann. Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Siegen hatte den Antrag auf Fördermittel aus dem Denkmalschutz-Förderprogramm des Bundes am 25. Februar 2016 an die Bezirksregierung Arnsberg gestellt. Weiterlesen

Zwei neue Stolpersteine in Siegen-Weidenau

Im Beisein einer Schulklasse aus Ramot Yam (Israel) und der Partnerklasse des Ev. Gymnasiums wurden im Juni 2016 zwei weitere Stolpersteine unter der Hüttentalstraße in Buschgotthardshütten verlegt. Sie erinnern an Berta Hoppensack und ihren Sohn Otto. Traute Fries, Vorstandsmitglied des Aktiven Museums Südwestfalen, trug die Biografien der beiden NS-Opfer vor, die sie recherchiert hatte. Eine israelische Lehrerin übersetzte den Vortrag in die hebräische Sprache.

Berta Hoppensack führte nach dem Tod ihres Mannes (1872-1927) die Gaststätte bis 1931/32 weiter. Berta wurde ein Opfer der „Euthanasie“. Zuerst eingeliefert in die Provinzialanstalt Warstein, wurde sie im Juli 1941 in die Anstalt nach Hadamar verlegt und dort vergast. Sohn Otto Hoppensack, geboren 1902 in Weidenau, wurde im Juni 1941 aufgrund einer „progressiven Paralyse“ (Lähmung, Muskel- und Nervenerkrankung) in die Heilanstalt Warstein eingewiesen. Er verstarb dort am 16. Juli 1941 (Suizid durch Erhängen).

Die beiden Stolpersteine wurden durch Mitarbeiter der Jugendzentrums Blue Box der Stadt Siegen verlegt. Damit wurden bisher 98 Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig in Siegen verlegt. Die Spenderin der Erinnerungssteine möchte anonym bleiben.
Text: Aktives Museum Südwestfalen

Veranstaltungshinweis: Kinofilm „Im Labyrinth des Schweigens“

Montag, 04.07.16; 20 Uhr im Viktoria-Filmtheater in Hilchenbach-Dahlbruch
Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V.

Inhaltliche Informationen zum Film:

Im Labyrinth des Schweigens, (D 2014, 123 Min., FSK 12)
„Als der Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling) 1958 zufällig auf die Spur von
NS-Verbrechern stößt, die unbehelligt inmitten der Gesellschaft leben, beginnt er Beweise zu sammeln. Die Mühe zahlt sich aus: 1963 beginnen in Frankfurt die Auschwitz-Prozesse.“
„Ein ganz außergewöhnlicher, sehr spannender, sehr berührender, sehr wichtiger Film!“ (Programmkino.de)