Literaturhinweis zu südwestfälischen Geheimsprachen

Der Band „Geheimsprachen in Westfalen“ ist aus jahrzehntelangen Forschungen und Sprachdatenerhebungen, die der Dokumentation untergehender Sonder- und Geheimsprachen im deutschsprachigen Gebiet galten, hervorgegangen. Das Projekt „Geheimsprachen in Westfalen“ will das Wissen um die Sprachenvielfalt in dieser Region systematisch ergänzen. 

Die Sprachen werden nach ihrer Überlieferung vorgestellt, in Form von Wörterbüchern präsentiert und nach modernen Methoden der Sondersprachenforschung untersucht.

Klaus Siewert, Robert Jütte, Ulrich Friedrich Opfermann, Thorsten Weiland (Autoren)
Buch, Hardcover, 350 Seiten, Geheimsprachen Verlag 2016, 978-3-939211-18-1 (ISBN)

Quelle: Verlag

Ausstellung »Deutsche aus Russland. Ihre Geschichte und Gegenwart«

Eröffnung im Kreishaus am 25. September


Die Geschichte von Deutschen aus Russland, ihr Ankommen in der Heimat ihrer Vorfahren und ihr Leben in der heutigen Bundesrepublik – all das sind Themen einer Ausstellung, die vom 25. September bis zum 13. Oktober 2017 im Kreishaus in Siegen zu sehen sein wird. Eröffnet wird sie am Montag, 25. September, um 18:00 Uhr von Landrat Andreas Müller und Projektleiter Jakob Fischer. Gezeigt werden auch Beispiele der gelungenen Integration der Deutschen aus Russland im Kreis Siegen-Wittgenstein. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch deutsche Volkslieder, die von Deutschen in Russland gesungen werden. Weiterlesen

Literaturhinweis: »… weder Calvinist noch Herrnhuter noch Pietist«

Johann Heinrich Jung-Stilling. Fromme Populartheologie um 1800.

„Am 2. April 2017 jährte sich zum 200. Mal der Todestag von Johann Heinrich Jung-Stilling. Geboren 1740 im Siegerland als Sohn eines frommen Dorfschneiders, legte er einen einzigartigen Karriereweg zum Mediziner, Hochschulprofessor für Wirtschaftslehre und Hofrat zurück. Goethe, den Jung-Stilling während seines Medizinstudiums in Straßburg kennenlernte, regte ihn zur Abfassung seiner Autobiographie an, überarbeitete den ersten Teil und beförderte ihn zum Druck. Dies war der Anfang einer Schriftstellerlaufbahn. Neben Lehrbüchern verfasste Jung-Stilling in großem Umfang Literatur für das Volk – Romane, Erzählungen und vor allem religiöse Schriften. In einer zunehmend religionskritischen Umwelt wollte er eine Frömmigkeit verteidigen, wie er sie aus pietistischen Traditionen kannte. Dieser Band bietet in fünf thematischen Rubriken Texte von Jung-Stilling, die eine Annäherung an sein Wirken und sein Selbstverständnis als religiöser Volksschriftsteller ermöglichen.“

2017 herausgegeben von Veronika Albrecht-Birkner
304 Seiten, 12 x 19 cm, ISBN 978-3-374-04807-6

Quelle: Verlagsinfo

„Was geben wir an nächste Generationen weiter?“ – Ein Blick über den Tellerrand

WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus der Praxis diskutieren auf einer Tagung „Biografische Erbschaften“ und wie die nächsten Generationen vor Leid geschützt werden können.

Prof. Simon Forstmeier, Universität Siegen

Wie wirken sich die NS-Zeit, Krieg oder Fluchterfahrungen auf nachfolgende Generationen aus? Mit Fragen wie dieser beschäftigen sich ExpertInnen und PraktikerInnen an der Uni Siegen am 22. und 23. September auf der Tagung „Biografische Erbschaften: Transgenerationale Perspektiven in der Biografiearbeit“. WissenschaftlerInnen diskutieren unter anderem mit Sozialpädagogen, Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten, Pflegekräften, Journalisten und Soziologen sowie interessierten Laien. Alle Interessierten können sich anmelden unter www.biografische-erbschaften.de.

„Biografische oder Emotionale Erbschaften betreffen nicht nur einzelne Personen, sondern auch ganze Familien oder sogar ganze Gesellschaften. Jede Generation gibt der nächsten ihre emotionalen Erfahrungen weiter, die negativen und die positiven“, erklärt Professor Dr. Simon Forstmeier von der Uni Siegen, Organisator der Veranstaltung. Die Tagung behandelt in dem Zusammenhang drei Schwerpunkte: Krieg und Nachkriegszeit, Flüchtlinge und Flucht sowie Pflege- und Adoptivkinder. Weiterlesen

Archive – Fehlanzeige!

In seiner Regierungserklärung erwähnte der neue Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU) gestern mit keinem Wort die Archive. Ist dies ein schlechtes Zeichen für den Substanzerhalt des kulturellen Erbes, für die Herausforderungen der digitalen Langzeitachiverung oder für die Bildungspartnerschaften von Archiven und Schulen?

Akten der Hüttenwerke Siegerland werden entsäuert


Das Westfälische Wirtschaftsarchiv nimmt seit 2012 regelmäßig an der Landesinitiative Substanzerhaltung (LISE) teil. Neben der Überlieferungen der Kammer werden dabei auch Unterlagen aus Firmenbeständen entsäuert, d. h. gegen Papierzerfall geschützt. Aktuell befinden sich jetzt 46 Archivkartons des Bestandes F 65 Hüttenwerke Siegerland AG / Hoesch Siegerlandwerke AG auf dem Weg zur Behandlung in Leipzig.
Quelle: LWL-Archivamt via Facebook, 6.9.2017

Kalender „Denkmal des Monats 2018“ eingetroffen

Kalender ist u.a. in den Rathäusern der Städte Bad Berleburg und Bad Laasphe erhältlich

Zum 18. Mal erscheint der Kalender „Denkmal des Monats“ der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne in NRW.

In einer limitierten Auflage von 1.500 Exemplaren ist der Kalender bereits nach seinem Start in 2001 zu einem begehrten Zeugnis für Denkmalpflege und Denkmalschutz in unseren Städten geworden. Er dient als qualitativ hochwertige Bildsammlung und kann gleichzeitig als kleiner Reiseführer zum Einstieg in die Geschichte der Städte und ihrer Denkmäler genutzt werden.

In der Regionalgruppe Südliches Westfalen sind die Städte Arnsberg, Bad Berleburg, Bad Laasphe, Freudenberg, Lippstadt, Schmallenberg, Siegen, Soest und Werl organisiert. Bereits zum zweiten Mal sind in diesem Jahr die historischen Orte Hallenberg, Elsoff und Eversberg vertreten. Weiterlesen

Wiki-Workshop zum Projekt ZEIT.RAUM Siegen

ZEIT.RAUM Siegen (http://zeitraum-siegen.de/) ist ein Kooperationsprojekt der Universität Siegen und des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss. Es hat in den regionalen Medien (Siegener Zeitung, Radio Siegen, WDR etc.) ein großes Echo gefunden. Ziel des Projektes ist es, regionale Erinnerungsorte zu ermitteln und zu diskutieren.

 

Erinnerungen prägen unser Leben und unsere Persönlichkeit. Gleichermaßen formen sie gesellschaftliche Gruppen wie die Bewohner einer Stadt, einer Region oder auch ganzer Nationen. Denn nicht nur einzelne Menschen erinnern sich, sie bilden als Gemeinschaft gemeinsame Erinnerungen aus. Kollektive Erinnerungen bedürfen bestimmter Ankerpunkte, sie müssen fassbar sein, um sich darüber austauschen zu können. Solche Erinnerungsorte können konkrete Orte, eine Persönlichkeit, eine mythische Figur, ein Brauch oder ein Symbol sein, wodurch die Erinnerung buchstäblich „Gestalt“ annehmen kann.

 

Für Siegen und das Siegerland sind dies sicherlich für viele Henner und Frieder, die beiden Schlösser, die weithin sichtbare Nikolaikirche mit dem „Krönchen“, der Maler Rubens, der Hauberg, der Bergbau oder auch das Backesfest. Verschiedene gesellschaftliche Gruppen in der Region haben durchaus unterschiedliche Erinnerungsorte. Wichtig ist aber, dass viele Menschen mit einem Erinnerungsort etwas verbinden und er für ihre Identität als relevant empfunden wird. Die Universität Siegen und das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss haben ein interaktives 3D-Stadtmodell entwickelt, an dem regionale Erinnerungsorte sichtbar, ja sogar „greifbar“ werden. „Diskutierbar“ werden sie über ein interaktives Stadtwiki. Über diese interaktive Plattform (http://wiki.zeitraum-siegen.de/doku.php) können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Vergangenheit der Stadt Siegen und der Region aufarbeiten und sich darüber im Hinblick auf ihre Bedeutung für Gegenwart und Zukunft austauschen.

 

Am Mittwoch, 27. September um 18:00 Uhr findet in der Universität Siegen (Raum AR-A 1012) ein Workshop statt, bei dem der Umgang mit der Wiki-Plattform praxisnah erläutert wird. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie die regionalen Heimat- und Geschichtsvereine sind eingeladen – Sie gehören zu den wichtigsten Expertinnen und Experten für die regionale Geschichte! Wir würden uns freuen, wenn wir Sie mit Ihren Erinnerungen, Ihrem Wissen, Ihren Erfahrungen und natürlich Ihren Netzwerken für die Zusammenarbeit in dem Projekt gewinnen könnten, um die Diskussion über regionale Geschichte gemeinsam mit Ihnen voranzutreiben und zu gestalten.

Das ZEIT.RAUM Stadtwiki bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den regionalen Heimat- und Geschichtsvereinen die Möglichkeit, ihr Wissen einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, die eigene Arbeit zu präsentieren und sich untereinander noch besser zu vernetzen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

Auskunft gibt der für das Projekt verantwortliche Mitarbeiter Matthias Opitz:

  • matthias.opitz[at]uni-siegen.de

Anbindung mit Bus und Bahn:

  • Mit der Linie C111, der Linie UX4 oder der Linie UX5 Richtung Universität/Haardter Berg fahren. Bei der Endhaltestelle „Robert-Schumann-Straße“ aussteigen.
  • Vom Siegen ZOB mit der Linie C106 oder UX1; vom Siegen-Weidenau ZOB mit der Linie UX2; in Richtung AR-Campus fahren. Bei der Endhaltestelle „Adolf-Reichwein-Straße“ aussteigen.

Anbindung mit dem PKW:

  • Ab HTS-Ausfahrt (B54 / B62) Siegen-Weidenau Richtung Netphen fahren. An der zweiten Ampel nach links in die Straße Am Eichenhang einbiegen. An der ersten Ampel nach rechts in die Hochschulstraße einbiegen. Diese Straße bis zum Ende durchfahren und nach links in die Haardter-Berg-Straße einbiegen. Ab hier sind die Parkplätze ausgeschildert.

„Schusterschlacht“ lockte am Wochenende viele Besucher nach Netphen

Der Heimatverein Netpherland veranstaltete mit Unterstützung zahlreicher Netphener Vereine am zweiten Septemberwochenende ein buntes Mittelalterfest, bei dem die historische Schusterschlacht aus dem Jahr 1584 nachgespielt wurde.
Eröffnet wurde das dreitägige Fest am Freitagabend mit dem Fassanstich durch Schirmherr Ulf Stötzel und Bürgermeister Paul Wagener, begleitet von den Netpher Böllerschützen.

Foto: © N. Klappert


Die dreitägige Veranstaltung sollte an die Schusterschlacht erinnern, die am ersten Oktobersonntag des Jahres 1584 auf dem Marktplatz in Obernetphen stattfand. Dort haben Händler, Bauern und Handwerker jeden Sonntag nach dem Kirchgang Markt gehalten und sich und den Kunden den langen Weg nach Siegen erspart, sehr zum Missfallen der Mitbewerber aus Siegen, die hierdurch erhebliche Umsatzeinbußen hatten. So kam es, dass Schuster und Gerber aus Siegen sich an besagtem Tag auf den Weg nach Netphen machten und dort die Verkaufsstände zerstörten und die Händler verprügelten, die sich nach Kräften zur Wehr setzten. Schüler der Sekundarschule Netphen spielten Szenen aus der Schusterschlacht bei einem Straßentheater in historischen Kostümen nach und ernteten hierfür großen Beifall vom Publikum. Weiterlesen

NRW: Landesregierung nachdrücklich zum Denkmalschutz.

Ministerin Scharrenbach: Denkmalschutz bewahrt Heimat und ermöglicht Zukunftschancen für Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:
Zum gestrigen Tag des offenen Denkmals bekennt sich die neue Landesregierung nachdrücklich zum Denkmalschutz. „Denkmalschutz und Denkmalpflege erhalten das kulturelle Erbe Nordrhein-Westfalens und machen es für kommende Generationen zugänglich. Zu dieser Verantwortung stehen wir. Daher werden wir die Fördermittel für die Baudenkmalpflege wieder auf jährlich rund zwölf Millionen Euro anheben“, kündigte Ministerin Ina Scharrenbach an. Weiterlesen