NRW: Landesregierung nachdrücklich zum Denkmalschutz.

Ministerin Scharrenbach: Denkmalschutz bewahrt Heimat und ermöglicht Zukunftschancen für Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:
Zum gestrigen Tag des offenen Denkmals bekennt sich die neue Landesregierung nachdrücklich zum Denkmalschutz. „Denkmalschutz und Denkmalpflege erhalten das kulturelle Erbe Nordrhein-Westfalens und machen es für kommende Generationen zugänglich. Zu dieser Verantwortung stehen wir. Daher werden wir die Fördermittel für die Baudenkmalpflege wieder auf jährlich rund zwölf Millionen Euro anheben“, kündigte Ministerin Ina Scharrenbach an. Weiterlesen

„Spaß mit Flaggen“ II

oder: Innenminister NRW missachtete heraldische Regeln

2014 wurde auf hier über die Gestaltung der Flagge des Kreises Siegen-Wittgenstein berichtet. Bezugnehmend auf die einschlägige und grundlegende Publikation Peter Veddelers heßt es dort u. a. “ … Bereits 1954 war ein Banner verliehen worden, das allerdings von Blau und Gelb längsgestreift war. …“
Jedoch: Am 10 September 1954 verlieh der Innenminister des Landes NRW dem Landkreis Siegen das Recht eine Flagge – korrekt natürlich: Banner –  zu führen. Das Schreiben hatte der damalige Staatssekretär Dr. Wilhelm Loschelder unterzeichnet. Daraufhin veröffentlichte der Siegener Kreistag am 30. September 1954 folgende Beschreibung der Flagge: “ …. Die Flagge enthält im oberen Drittel auf weißem Feld das Kreiswappen. …. Die unteren zwei Drittel in den Farben blau/orange [sic!] werden durch eine schwarz/weiß geschachte Leiste gegen das obere Drittelabgesetzt. Während die Fraben blau/orange auf die frühere Zugehörigkeit zum ehemaligen Fürstentum Nassau/Siegen hinweisen, soll die schwarz/weiß geschachte Leiste an die preußische Tradition des Kreises erinnern.“
Ein weitere Episode in der unkorrekten Verwendung der Farbe Orange im Banner des Kreises Siegen(-Wittgenstein).
Quelle: Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein, Registratur: Banner1954 .

Miszelle zu Hilchenbacher Vermesser Johann Jacob Vorlaender (1799-1886) online

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst in ihren digitalen Sammlungen die folgende Miszelle online verfügbar gemacht: „Johann Jacob Vorländer, kgl. Steuerrat in Minden : Ein Beitrag zum Vermessungswesen im Regierungsbezirk Minden“, in: Mindener Heimatblätter für die Kreise Minden und Lübbecke, das alte Fürstentum Minden, 18. Jg. (1941) H 1/2, S. 3.

Wohl grundlegend zu Vorlaender ist: Pfitzer, A. (1913): Zur Geschichte des Rheinisch-Westfälischen Katasters – Johann Jakob Vorlaender, ein Vorkämpfer des preußischen Vermessungswesens. in: Zeitschrift für Vermessungswesen 42, S. 1-7, 40-49, 57-70, 81-94, 113-128. In der regionalen Literatur findet sich nur der Beitrag Wilhelm Güthlings „Steuerrat Johann Jakob Vorlaender, Ein Siegerländer Vermessungsfachmann“, in: Unser Heimatland (1951), S. 158

 

Tagung „Orte und Räume der Generationenvermittlung

– Außerschulisches Lernen von Kindern“

Die Veranstaltung findet am 5. und 6. Oktober 2017 an der Universität Siegen statt und richtet sich Forschende und Lehrende aus verschiedenen disziplinären Zusammenhängen sowie an interessierte Studierende und Lehrpersonen im Sachunterricht.

Im Kontext der Tagung erfolgt eine Auseinandersetzung mit Lernorten und -räumen außerhalb der Schule, wobei der Fokus auf der Generationenvermittlung liegt. Auf interdisziplinärer Ebene soll das Potenzial des Generationenkonzepts für die Reflexion außerschulischer Lernprozesse von Kindern betrachtet, diskutieret und in einzelnen Projekten sichtbar gemacht werden. Weiterlesen

Vortrag „Vom Erwerbsleben im Siegerland – Maße, Einheiten, Werte“.

Morgen , 8. September, 20 Uhr, Haus der Kirche (Siegen, Burgstr. 21)

Hermann J. Hellmann spricht dazu vor der Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im siegerländer Heimat- und Geschichtsverein.

10. Detmolder Sommergespräch

Unter dem Titel „Genealogie, Verwaltung und Archive – vertrauenswürdige Informationen im Austausch“ findet am 14.9.2017 das 10. Detmolder Sommergespräch statt , veranstaltet vom Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe. Das Tagungsprogramm finden Sie hier. In drei Sektionen werden die folgenden Aspekte behandelt:

– Vertrauen in (elektronische) Personenstandsregister. Zehn Jahre Personenstandsgesetz.
– Alles was Recht ist – Rechtssicherheit durch amtliche Dokumente und rechtssichere Nutzung von amtlichen Dokumenten?
– Wissen teilen und vermehren: Daten für/von Nutzer/-innen. In dieser Sektion kommen besonders die Familienforscher mit den Crowdsourcing-Projekten zu Wort. Bettina Joergens, die Organisatorin des Tages, berichtet über ihre Teilnahme an der Konferenz über Jüdische Genealogie in Orlando, Florida.

Die Tagung ist kostenlos, es wird eine verbindliche Anmeldung zur Tagung und zur Führung im LWL-Freilichtmuseum gebeten. Anschrift: Willi-Hofmann-Str. 2, 32756 Detmold, E-Mail: owl@lav.nrw.de.

Tag des offenen Denkmals 2017 in Wilnsdorf

Am Sonntag, 10. September, findet der diesjährige „Tag des offenen Denkmals“ statt. Bundesweit lassen dann wieder über 8000 Kulturdenkmäler in mehr als 2600 Städten und Gemeinden Geschichte lebendig werden. Auch in der Gemeinde Wilnsdorf öffnen sechs historische Stätten ihre Pforten. Von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr (außer*) werden interessante Einblicke in die Vergangenheit gewährt.

Schleifsteine und Bohrer in der Dorfschmiede Wilden, Foto: Gemeinde Wilnsdorf

Der Förderturm Niederdielfen ist ein für das Siegerland einzigartiges technisches Denkmal und erinnert an die rund 2000 Jahre alte Wirtschaftsgeschichte der Region. Auch die landschaftlich wunderschön gelegene Wassermühle Niederdielfen nimmt am Tag des offenen Denkmals teil. In Oberdielfen öffnet die historische Kapellenschule ihre Pforten. In Obersdorf kann man den aus der Zeit um 500 v. Chr. stammenden La-Tène-Ofen besichtigen, der zur Verhüttung von Rotspat, Braun- und Spateisen diente. In Wilden kann die Dorfschmiede besichtigt werden, in der die Besucherinnen und Besucher eine fachkundige und informative Einführung in das Schmiedehandwerk vergangener Tage erhalten. In Wilnsdorf kann von 11.00 – 17.00 Uhr die im Jugendstilbau errichtete über 100 Jahre alte Evangelische Kirche besichtigt werden.

Die Betreuung der geöffneten Denkmale übernehmen die örtlichen Heimat- und Bürgervereine, der Verein für Siegerländer Bergbau e.V. sowie die Ev.-Ref. Kirchengemeinde Rödgen-Wilnsdorf mit ihren freiwilligen Helfern.

Die Anschriften der Denkmäler: Weiterlesen

Tag des offenen Denkmals 2017 in Hilchenbach

Die Tradition, dass sich Denkmäler im Gebiet der Stadt Hilchenbach am jährlich stattfindenden „Tag des offenen Denkmals“ beteiligen und sich ihren Besuchern in eindrucksvoller Weise präsentieren, wird auch in diesem Jahr weitergeführt.

Der Denkmaltag 2017 widmet sich am Sonntag, dem 10. September, unter dem Motto „Macht und Pracht“ einem wahren Universalthema. Passend dazu haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erneut besondere Veranstaltungen auf die Beine gestellt:

Internatsmuseum im Stift Keppel, Allenbach, Foto: Stadt Hilchenbach

1) Stift Keppel kann eine eindrucksvolle Geschichte sein Eigen nennen. Im Jahr 1239 wurde es erstmals als Nonnenkloster erwähnt. Im Anschluss dienten die Räumlichkeiten als evangelisches, adeliges Damenstift und ab 1871 als evangelische höhere Töchterschule mit Internat.

Heute beherbergt Stift Keppel ein öffentliches Koedukationsgymnasium und ein Tagungshaus. Am 10. September blickt Dorothea Jehmlich detailliert auf einen kleinen Zeitraum dieser langen Geschichte zurück. Sie öffnet die Türen zum Internatsmuseum mit der Sonderausstellung “upstairs and downstairs”, bei der es um die Stiftsdamen (oben) und das Personal (unten) geht, von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Weiterlesen