„Siegerland“ Heft 2/2015 erschienen

Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein (SHGV) legt neues Heft der Zeitschrift „SIEGERLAND“ vor.

siegerland215Vier Beiträge befassen sich mit der Geschichte bzw. Herkunft der Hauberge bzw. Waldgenossenschaften (Alfred Becker/ Cornelia Becker-Bartscherer; Andreas Bingener; Christoph Ewers; Peter Kunzmann). Zwei weitere Beiträge stellen die Möglichkeit der Neugründung bzw. Zusammenlegung von Waldgenossenschaften mit den Mitteln des Gemeinschaftswaldgesetzes (GWG-NRW) dar (Helmut Ahlborn; Wolfgang Braukmann), ein weiterer Aufsatz beleuchtet die Funktion der Hauberge als Ersatz-Lebensraum für Birk- und Haselwild (Klaus-Dieter Zimmermann). Unter dem Titel „Forest Commons“ (Gemeinschaftswälder in Europa) berichtet Frau Renate Späth über die Bedeutung und das Funktionieren von Gemeinschaftswald in anderen Teilen Europas. Zwei Beiträge befassen sich mit der Nachhaltigkeit der Waldfunktionen in Haubergs- bzw. Hochwaldbeständen (Alfred Becker; Kurt Görzel). Das Thema „Erhaltungs-Strategien für die Hauberge“ zeigt Wege in die Zukunft der Hauberge auf (Sonja Messling). Ein weiterer Aufsatz beleuchtet Verfahren und Chancen der Aufnahme der Haubergswirtschaft in das Verzeichnis „Immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO“ (Volkmar Klein/ Christoph Ewers). Weiterlesen

Vortrag „Tillmann Güthing, Eiserfeld (1806-1875) –

– Kaufmann, Gewerke und Lokalpolitiker“

Die Identifikationsmuster „der“ Siegerländer Bevölkerung orientieren sich beinahe stereotyp an Chiffren wie Bergbau, Hauberg oder Montanindustrie. Aber gibt es „den“ Siegerländer überhaupt? Ausnahmen scheinen auch hier die Regel zu bestätigen, wie der Historiker Dr. Bernd D. Plaum in seinem Vortrag am 3. Dezember 2015, um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter, ausführen wird.

Heimatverbunden in die Welt: Eiserfeld als Geburts- und Wohnort von Tillman Güthing. Ansichtskarte aus der Zeit um 1900. (Vorlage: Dr. Bernd D. Plaum)

Heimatverbunden in die Welt: Eiserfeld als Geburts- und Wohnort von Tillman
Güthing. Ansichtskarte aus der Zeit um 1900. (Vorlage: Dr. Bernd D. Plaum)

Im Vordergrund seiner Untersuchung steht der Eiserfelder Kaufmann, Gewerke und
Kommunalpolitiker Tillmann Güthing
(1806-1875), dessen bruchstückhaft überlieferter Werdegang und Wirkungskreis im Lichte geschichtswissenschaftlicher Themen neu
vermessen und bewertet wird. Die Person Güthings verdeutlicht auf anschauliche Weise, dass Wirtschaftsinteressen und gesellschaftspolitisches Engagement nicht nur regional verankert sind, sondern bereits im 19. Jahrhundert ebenso in nationalen und globalen Dimensionen gedacht wurde. Denn Tillmann Güthings Netzwerk erstreckte sich über Eiserfeld und das Siegerland weit hinaus auch auf den westfälischen Raum. Wie Dr. Plaum herausfand, deckte Güthings Kommunikationsraum sogar Europa und Nordamerika mit ab – ganz untypisch für die landläufige Vorstellung von der (geografischen) Abgeschiedenheit „der“ Siegerländer Bevölkerung. Weiterlesen

Architektur als „Gesicht“ der Region

logoihkIm vergangenen Jahr hatte die IHK Siegen zur Vorstellung des Buchs „Das Siegerland. Eine Montanregion im Wandel“ von Prof. Manfred Rasch eingeladen. Die Veranstaltung erfuhr eine große Resonanz. Dieses erfreuliche Interesse an der geschichtlichen Dimension von Wirtschaft hat überrascht. Deshalb werden weitere Veranstaltungen mit historischen Bezügen folgen.
Die Region hat eine unverwechselbare Wirtschaftsgeschichte, deren letzte Jahrzehnte in der Architektur und auch in Bildern gut dokumentiert sind. Immer wieder gibt es Berührungspunkte von Architektur, Wirtschaft und Geschichte – sei es bei Firmenjubiläen, sei es in Form einer Um- oder Neugestaltung von Wirtschaftsgebäuden. Die wirtschaftliche Entwicklung prägt auch immer das Stadtbild. Als Vertretung und Fürsprecher der Wirtschaft ist auch die IHK Siegen Teil dieses Geschehens und Gestaltens.

Die IHK Siegen lädt herzlich ein, zur Neueröffnung des Bernhard-Weiss-Saals nach einer umfassenden Sanierung regionale Architektur aus Vergangenheit und Gegenwart zu erleben. Die Veranstaltung findet statt am
Mittwoch, 2. Dezember 2015 um 17:30 Uhr im Bernhard-Weiss-Saal der IHK Siegen.
Bitte melden Sie sich (und Ihre Begleitung) bis zum 27.11.2015 telefonisch
bei Sabine Bechheim (Tel. 0271-3302-305), per Fax (0271-3302-700) oder unter
www.ihkumfrage.de/baugeschichte an.

Programm: Weiterlesen

Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg im Kreisgebiet

Seit einiger Zeit arbeitet die Geschichtswerkstatt Siegen e.V., das Stadtarchiv Siegen und Historiker an der Konzeption und Umsetzung einer Ausstellung zum Thema des Kriegsalltags während des Ersten Weltkriegs an der „Heimatfront“. Die Ausstellung wird im nächsten Jahr im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss in Siegen zu sehen sein und die vielfältigen Lebensbereiche von Frauen, Männern und Kindern im Kriegsalltag in der Region mithilfe von Texten und aussagekräftigen Exponaten schildern.

Für den Bereich der Kriegsgefangenen anderer Nationen in Siegen-Wittgenstein sucht der Historiker Sven Panthöfer, Mitarbeiter im Projekt, möglichst umfassende Hinweise zu diesem Thema. Relativ schnell nach Kriegsbeginn erreichten erste Kriegsgefangene der Gegner des Deutschen Reichs Siegerland und Wittgenstein. Sie wurden der Region und den Betrieben von den großen Gefangenenlagern in Gießen, Meschede und Worms zugeteilt. Für die Stadt Siegen liegen recht gute Angaben zu Fabriken, Gewerbetreibenden, Kaufleuten und Landwirten vor, die Kriegsgefangene beschäftigten. Nun werden weitere Informationen zu diesem Thema aus den anderen Städten und Gemeinden des Kreisgebietes gesucht.

Ziel ist es, eine möglichst vollständige Liste von Arbeitsstätten der Kriegsgefangenen zu erarbeiten. Hier hofft Panthöfer auf die Mithilfe der einzelnen Stadt- und Gemeindearchive, Firmen und Privatpersonen, die mit Informationen, Fotos und Erinnerungsstücken zu diesem Thema beitragen können.

Kontakt: Sven Panthöfer, Tel. 0571-38839941, E-Mail: panthoefer@das-geschichtsbuero.de

DVD „Wittgenstein – Weißer Fleck auf der Landkarte“ erschienen

„Prisma des Westens“ – in dieser Reihe veröffentlichte das WDR Fernsehen in den 50er und 60er Jahren zahlreiche Fernsehdokumentationen und Reportagen zu Regionen und Themen aus
Nordrhein Westfahlen. Im Jahr 1962 bereiste ein Filmteam das Wittgensteiner Land mit dem Ziel zu dieser Region eine Fernsehdokumentation zu erstellen. Die in Siegen ansässige Filmproduktionsfirma mundus.tv hat in den vergangen Jahren in Kooperation mit dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein bereits zahlreiche historische Filme aus Siegerland-Wittgenstein restauriert und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Sie stieß bei Recherchen im Archiv des Westdeutschen Rundfunks auf diese einmaligen filmischen Zeitdokumente. „Mit der Veröffentlichung der Reportage „Wittgenstein – Weißer Fleck auf der Landkarte“ auf einer DVD kommen wir einem großen Wunsch vieler Menschen nach, mehr über die Geschichte unserer Region zu erfahren“, so Alexander Fischbach, Inhaber von mundus.tv“. Der Film schaut dabei hinter die Kulissen der Wittgensteiner Industrie und geht auch auf die Mentalität und Lebensart der Menschen ein die maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung dieser Region genommen hat. Weiterlesen

„100 Jahre Motor-Omnibus“

Film zum Jubiläum auf DVD

Stilecht präsentierten Alexander Fischbach (mundus.tv), Wolfgang Suttner (KreisKulturreferent) sowie Klaus-Dieter Wern (Wern Group) die neue DVD.

Stilecht präsentierten Alexander Fischbach (mundus.tv), Wolfgang Suttner (KreisKulturreferent) sowie Klaus-Dieter Wern (Wern Group) die neue DVD.

Vor 20 Jahren am 18. März 1995 war es soweit: Der Omnibus feierte im Siegerland ein Jahrhundert-Jubiläum. Genau vor 100 Jahren am 18. März 1895 kam es zum Urknall für den durch einen Benzinmotor angetriebenen Omnibus. Und dieser Urknall fand im Siegerland statt. Hier in der Provinz nahm die erste motorisierte Omnibuslinie der Welt ihren Dienst auf. Weiterlesen

Netphen: Erste Tafeln zur „Stehenden Stadtführung“ aufgestellt

Bürgermeister Paul Wagner (re.) und Bernd Kühn (Heimatverein Netpherland) bei der Eröffnung "Stehende Stadtführung", © Nico Eggers

Bürgermeister Paul Wagner (re.) und Bernd Kühn (Heimatverein Netpherland) bei der Eröffnung „Stehende Stadtführung“, © Nico Eggers

Die ersten Schautafeln für Netphens „Stehende Stadtführung“ wurden jetzt in Netphen aufgestellt. Zu erkennen sind die Informationstafeln zu historischen Orten und Ereignissen an dem charakteristischen Bild Johanns des VIII, der Netphen als Johannland seinen Namen gab.
Die „Stehende Stadtführung“ Netphens geht auf eine Initiative des Heimatvereins Netpherland unter der Federführung von dessen Vorsitzenden zurück. Zur Planung und Umsetzung der Beschilderung von Sehenswürdigkeiten in allen Netphener Ortsteilen wurde der „Geschichtsstammtisch“ ins Leben gerufen. Dieser erarbeitete die inhaltliche wie organisatorische Grundlage des Projektes, welches anhand von rund 30 Schautafeln durch die Geschichte der Stadt Netphen führt und jederzeit kostenlos für Gäste wie Einheimische verfügbar ist. Weiterlesen

„Zeitzeugen auf Zelluloid“: Neue Digitalisate

Siegen, LYZ, 4.11.15, 19:00 Uhr

Das Kreisarchiv stellt in seiner Reihe „Zeitzeugen auf Zelluloid“ zwei aktuell digitalisierte Filme vor:
1) Der Film „Schellenschmied vom Grund“ zeigt am Wirken des letzten Siegerländer Schellenschmiedes Wilhelm Krämer ein Schmiedehandwerk, das vor nahezu 60 Jahren ausstarb. Es war eng verbunden mit der Haubergswirtschaft im Siegerland, in der das Weiden von Kühen eine große Bedeutung besaß. Um die Tiere im unübersichtlichen Gelände nicht zu verlieren, wurden diesen geschmiedete Kuhschellen umgehängt, wie wir sie in ähnlicher Form heute nur noch aus der Alpenregion kennen. Der Film zeigt den Schmiedeprozess von 1959/60.
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2) Danach wird erstmals die WDR-Produktion „Streifzüge durch das Siegerland“, die 1962 für die Reihe „Prisma des Westens“ entstand, gezeigt werden. Weiterlesen