Neuzugang für die Bibliothek des Kreisarchivs

Mai1937Die Kollegin des Burbacher Gemeindearchivs überlies dem Kreisarchiv diese Dublette: ein mit zahlreichen Vorworten und vielen Werbeanzeigen versehenes Programmheft. Eine interessante Quelle zur nationalsozialistischen „Festkultur“.
Der sozialdemokratische Lehrer Hermann Engelbert kommentierte:
„8. Mai [1937] – Das ganze Siegerland ist mal wieder verrückt, weil in Siegen mit Pomp und „Einsatz“ das Gauinspektionstreffen gehalten wurde. Es war viel Volk zur Stelle.“
(Aus: Hermann Engelbert: Hinterhüttsche Chronik, Kreuztal 1994, S. S. 436)

Wittgenstein 3/2013 erschienen

Witt32013Inhalt:
Vorstand des WHV: Hinweis und Einladung zum Jubiläum
Gerhard Karpf: Anmerkung zu 100 Jahre Wittgensteiner Heimatverein e.V. Welche Bedeutung hatte die Gründung von Vereinen für unsere heutige demokratische Grundordnung?
–-: „Lääser Wend“
Fritz Weber/Fritz Walter Dörr: Der Siebenjährige Krieg und das Roths-Haus auf der Laaspherhütte
Hans Friedrich Petry: Das Jahr 1832 – die Stadt Berleburg hat endlich ein Schulgebäude
Otto Heinzerling †/Andreas Wahl (Einleitung): Der Alte vom Scharfenstein
Hartmut Prange: Ideen des Reformjudentums des 19. Jahrhunderts in Wittgenstein
Andreas Krüger: Die Bibliografie Wittgenstein

Buchbesprechung
Ulf Lückel: Schützenverein Neuastenberg 1875 e.V. und Dorfgemeinschaft Neuastenberg (Hgg.), 300 Jahre Neuastenberg 1713 – 2013. Geschichte und Geschichten eines Höhendorfes am Rothaarkamm
Link

Geschichtsträchtige Moore in Siegen-Wittgenstein

Die Quellgebiete von Sieg, Lahn und Eder, das Moor auf der Ginsberger Heide oder den Ederbruch unterhalb der Ederquelle kennen viele Naturfreunde in Siegen-Wittgenstein. Weniger bekannt sind unsere Moore, die aber durchaus weit verbreitet sind. Und so war die Vielfalt von Mooren im Rothaargebirge Auf Exkursion zu Mooren in Siegen-Wittgenstein.jetzt Gegenstand eines Seminares, zu dem die BioStation Siegen-Wittgenstein, die Untere Landschaftsbehörde (ULB) des Kreises, das Regionalforstamt und das Planungsbüro Meyer eingeladen hatten.

Besonders moorreich ist das europäische Schutzgebiet „Rothaargebirge und Wiesentäler“ zwischen Hilchenbach, Erndtebrück und Netphen. Viele Moore befinden sich zudem im Staatswald auf dem Rothaarkamm zwischen Jagdberg und Dreiherrenstein. Die Stürme Wiebke und Kyrill haben Fichtenbestände, die eigentlich sowieso nicht dort hingehören, großflächig umgeworfen und damit die Voraussetzung für die Renaturierung von Mooren erleichtert. Und so bestand der eigentliche Schwerpunkt des Seminars im Kennenlernen erprobter und besonders erfolgreicher Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen und deren Bewertung aus naturschutzfachlicher und forstlicher Sicht. Weiterlesen

Friedrich „Fritz“ Wilhelm Müller – erster Siegerländer Reichstagsabgeordneter der NSDAP

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  • geb. 16. Januar 1897 in Obersdorf; Kreis Siegen
  • Sein Vater Jakob. M., Bergmann, stammte war Oberrossbach im Dillkreis, seine Mutter aus Obersdorf. (Recherche Thomas, Stelbrink)
  • ev, später ggl (Stelbrink)
  • verh. mit. Auguste, geb. Münker, 4 Kinder (Stelbrink)
  • In seiner Jugend besuchte Müller die Volksschule in Obersdorf.
  • Er darf als Jugendfreund des Obersdorfer Mundartdichters Wilhelm Schmidt angesprochen werden. Müllers lyrische Versuche regten Schmidt, der in direkter Nachbarschaft wohnte, zu seinen eigenen Gedichten an. (Becker, S. 239)
  • Seit 1911 arbeitete er als Bergmann in Siegerländer Eisenerzgruben.
  • Vom September 1916 bis zum Juli 1917 nahm Müller als Angehöriger des Infanterie-Regiments Nr. 87 am Ersten Weltkrieg teil.
  • 9/16 bis 1/1919 als Schütze in Rußland und Frankreich (Stelbrink)
  • Bis zu ihrer eigentlichen Stilllegung 1932 übernahm er die Funktion des Betriebsratsvorsitzenden der Grube Ameise. Weiterlesen

Bibliografie Wittgenstein (Stand: 6.7.2013)

wittbiblioDie Bibliografie Wittgenstein ist eine kleine Regionalbibliografie, ein Nachschlagewerk, ein Verzeichnis von Literaturnachweisen zur Region Wittgenstein. Der geografische Sammlungsbereich orientiert sich im Wesentlichen an den Grenzen des ehemaligen Landkreises Wittgenstein. Die Bibliografie soll die Suche nach Veröffentlichungen, die im weitesten Sinne mit der Region Wittgenstein in Zusammenhang stehen vereinfachen. Das landes­kundliche Schrifttum Wittgensteins, das sich in Zeitschriften, Sammelwerken (Dorf- und Heimatbüchern), Dissertationen, Examens- oder Diplomarbeiten sowie Festschriften von Ortschaften, Vereinen oder Firmen wiederfindet, wird so zum einen dokumentiert und zum anderen soll allen Interessierten die Suche nach bereits erschienener Literatur erleichtert werden.

Südwestfalische Philharmonie wird Landesorchester NRW

Die Urkunde befindet sich nicht im Zimelienschrank des Kreisarchivs, sondern im Bestand "Philharmonie Südwestfalen" - in einem unscheinbaren Ordner zur Erlangung der Landeszuschüsse.

Die Urkunde befindet sich nicht im Zimelienschrank des Kreisarchivs, sondern im Bestand „Philharmonie Südwestfalen“ – in einem unscheinbaren Ordner zur Erlangung der Landeszuschüsse.

Aus den Beständen des Kreisarchivs

“ ….. Da sich die Landesregierung weiterhin zur Südwestfälischen Philharmonie bekannte und die Orchestergelder im Kulturhaushalt institutionalisierte, wurde es 1990 möglich, den Klangkörper fortan als tarifvertragliches B-Orchester einzustufen.

Dieser Entschluss war eines der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte des Orchesters. Seit 1992 hat der Klangkörper die Berechtigung, wegen seiner hervorragenden Verdienste für die Orchesterkultur im ganzen Land die Bezeichnung Landesorchester Nordrhein-Westfalen zu tragen. Die konstante Konzerttätigkeit im ganzen Land wird ausdrücklich gewünscht und mit hohen Landeszuschüssen honoriert. ….“
Quelle: Wikipedia-Artikel zur Philharmonie Südwestfalen

Zur Frühgeschichte des Siegerlandorchesters s. diesen Eintrag.

Tagungsband „Räume – Grenzen – Identitäten“

raeumeNeue Publikation des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte und der Historischen Kommission für Westfalen nimmt das Raumbewusstsein in den Blick

Viele an der Landesgeschichte Interessierte kennen noch das mehrbändige, 1931 begonnene Werk „Der Raum Westfalen“, das eine neue kulturräumliche Begründung des Landes bieten sollte. Westfalen war damit ein wissenschaftlich profilierter umfassender Raum und Raumbegriff für sehr unterschiedliche Regionen und Kulturen, keine bloß eingebildete Einheit. In den letzten Jahrzehnten war es ruhig um den Raum geworden, bis er mit dem „spatial turn“ der Geschichtswissenschaft wieder ins Bewusstsein kam. Nach langer „Raumvergessenheit“ wurden die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften damit wieder „raumbewusst“ gemacht. Die davon ausgehenden Anregungen haben den Blick für die Vielfalt von Raumbegriffen und Raumkonzepten geschärft, auf den unterschiedlichsten Feldern historischer Forschung wurden neue Perspektiven und Fragestellungen eröffnet. Weiterlesen