Laurentius von Rom gilt u. a. als der Schutzpatron der Archivierenden. Er starb am 10. August 258 in Rom.
In Blick in Lothar Irles Zusammenstellung “Heilige in Verehrung und Volkstum des Siegerlandes” (Siegen 1969, S. 103) zeigt, wie laurentius im Siegerland verehrt wurde bzw. wird:
1) Patrozinien: Kirchen in Kreuztal-Ferndorf und Wilsndorf-Rudersdorf
2) Glocken: in Kreuztal und Wilnsdorf-Rudersdorf (Irle, wie oben S. 37)
3) Sakrale Kunst: in Kreuztal [St. Johannes, ehem. neugotischer Hochalter, um 1905 und Wandbild und Kreuzweg des Düsseldorfer Malers Bernhard Hergarden, Irle, S. 93-94], Wilnsdorf [Altarbild, Irle, S. 90-91], Wilnsdorf-Rudersdorf [Aufsatz des ehem. Hochalters, Ende 18. Jh., Irle, S. 88-89] und Kirchen-Wehbach [Kirchenfenster in Gefallenen-Kapelle der St. Petri Kirche, Irle, S. 94]
4) Brauchtum: Laurentilied in Wilnsdorf Rudersdorf
Das Patronatsfest wird laut Irle (S. 74-75) in Rudersdorf nur gefeiert, wenn dieses auf einen Sonntag fällt. Zu diesem Anlass wurde dann das Laurentilied gesungen.
Kategoriearchiv: Regionalgeschichte
„Die vergessene Sinti-Familie aus Eschenbach“
Ein Film der WDR Lokalzeit Südwestfalen vom 08.08.2013
Viel ist bekannt über die jüdischen Opfer des Nazi-Terrors – auch im Siegerland. Doch die Geschichte der ebenfalls verfolgten Sinti und Roma geriet in Vergessenheit. In Netphen-Eschenbach wohnten zwei Sinti-Familien. 17 Menschen, die den Naziterror nicht überlebten. Torsten Thomas sucht nach den Spuren und setzt sich dafür ein, dass in Netpen ein Gedenkstein für die Sinti und Roma aufgestellt wird.
Der Film ist mindestens 7 Tage in der WDR Mediathek einseh- und downloadbar.
Beiträge zur Verfolgung der Sinti und Roma auf siwiarchiv finden sich hier.
Spannende Geschichte(n) vor der eigenen Haustür
Dr. Thomas Bartolosch forscht zur Regionalgeschichte von Siegerland und Westerwald. Im aktuellen Querschnitt erklärt der Historiker, warum man die Welt oft besser verstehen kann, wenn man den Blick auch auf die eigene Region lenkt.
Die „große“ Geschichte spielt sich immer auch im Kleinen ab, und im Alltag der Menschen spiegeln sich historische Ereignisse wider. So sieht es Dr. Thomas Bartolosch , Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach Geschichte (Fakultät I) an der Uni Siegen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Regionalgeschichte. Die Region – das sind das Siegerland und der Westerwald, wo Bartolosch lebt und aufgewachsen ist. Spannende Themen findet er hier immer wieder. Weiterlesen
Begleitheft zur Ausstellung „Leben mit Behinderung gestern und heute“
Das Begleitheft dürfte die erste regionalgeschichtliche Veröffentlichung sein, die in „Leichter Sprache“ geschrieben wurde. Beispielgebend und nachahmenswert!
Das 27 Seiten starke Heft schildert zwei Schicksale von Opfern der NS-Krankenmorde und schlägt die Brücke zu vier aktuellen Lebenswegen in Siegen-Wittgenstein.
Zu erhalten ist das Heft über den AWO Kreisverband Siegen-Wittgenstein, Koblenzer Straße 138 57072 Siegen, Tel.:0271/3386-0, info@awo-siegen.de . Dem Heft ist eine weite Verbreitung zu wünschen.
Einträge auf siwiarchiv zum Thema NS-Krankenmorde
Heute vor 400 Jahren: Marktprivileg für den Flecken Freudenberg
“ ….. … Versehen begebet haben wollen desen zur urkundt, so haben wir solchs und das zu nechst künftigen Freytag nach Himmelfahrt diesen Marckt zum ersten auf nechskünftigen 15ten October als Freytag vor dem Lucastag alten Calenders, zum Freudenberg angehen undt gehalten werden soll öffentlich hiermit jedermann zu wissen thun wollen, und mit unser Insiegel zu ordentlich befehl
Signaten Siegen den 6ten augusti – 3 Marty des Sechs Zehenhundert un Drey Zehenden Jahrs..“
Quelle: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden; Bestand 171, Nr. Z 1557
Dritter Band der „Kreuztaler Rückblicke“ erschienen
– eine Festschrift für Kirche und Stadt

Das Foto zeigt (von links) den Festschriftautor Ulrich Hadem beim gemeinsamen Durchblättern der Festschrift mit Heinrich Afflerbach und Jürgen Althaus als Vertreter der Bürgerstiftung sowie Gemeindepastor Karsten Kinkelbur.
Der dritte Band der vom Kreuztaler Stadtarchiv herausgegebenen Schriftenreihe „Kreuztaler Rückblicke“ ist erschienen.
Die Kreuztaler Bürgerstiftung ist maßgeblich an der Finanzierung dieser Ausgabe beteiligt, die der Kreuztaler Chronist Ulrich Hadem aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der evangelischen Kreuzkirche Kreuztal verfasst hat.
„Wo sich Wege kreuzen – 50 Jahre Kreuzkirche – Geschichte, Menschen, Zukunft“ heißt die Festschrift, die auf über 130 Seiten die Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Kreuztal, aber auch der innerstädtischen Entwicklung Kreuztals dokumentiert. Großformatige Fotos und geschichtliche Fakten aus den letzten fünf Jahrzehnten machen das Buch nicht nur für Gemeindeglieder, sondern für alle Kreuztaler Bürger zu einer aufschlussreichen Lektüre. Weiterlesen
Siegerland 1/2013 erschienen
Inhalt
| Garf Johann VIII. von Nassau-Siegen (1583 – 1638), von Holger Th. Gräf | Seite 3 | |
| Die evangelische Pfarrkirche in Oberholzklau, von Katja Siebel | Seite 19 | |
| Der Hilchenbacher Orgelstreit, von Gabriel Isenberg | Seite 30 | |
| Die Altarräume der vorkonziliären Liturgie in den Kirchen des Dekanats Siegen, von Erwin Isenberg | Seite 36 | |
| Der Köln-Müsener Bergwerks-Actien-Verein, von Horst Grafe | Seite 61 | |
| Das Schicksal der „Schlanken Mathilde“, von Reinhard Helsper | Seite 75 | |
| Der Siegerländer Kunstverein 1922 – 1925, von Kirsten Schwarz-Gahlmann | Seite 93 | |
| Artur Franz oder „Der Vogel-Franz“, von Alfred Becker | Seite 113 | |
| Vorstands- und Vereinsarbeit 2012/2013, von Andreas Bingener | Seite 119 | |
| Rezensionen | Seite 125 |
Quelle: Homepage Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Homepage
Eli und Aki Rosenberg in Siegen:
Auf den Spuren der Vorfahren unterwegs
Eli Rosenberg aus Dänemark nahm gemeinsam mit seiner Frau Pia im November 2008 an der Gedenkstunde zur 70. Wiederkehr der Pogromnacht in Betzdorf teil. Vor einigen Tagen besuchte er erneut die Heimat seiner Vorfahren. Diesmal in Begleitung seines älteren Bruders Aki aus Israel. Sie statteten zunächst der Viktoriastraße in Betzdorf einen Besuch ab. Hier war Großvater Louis Rosenberg (1875-1953) Eigentümer eines Konfektionsgeschäftes. Zur
Geschäftsaufgabe durch die nationalsozialistischen Machthaber gezwungen, zog er 1938 zu seinem Bruder Julius nach Siegen in die damalige Adolf-Hitler-Straße (Sandstraße). Julius Rosenberg betrieb hier einen Viehhandel. Willy Rosenberg (1914-1990), Louis Sohn, war Verkäufer bei Leonhard Tietz – später Kaufhof – in der Siegener Oberstadt. Er erfasste die politische Situation bereits sehr früh, emigrierte 1933 nach Frankreich und später nach Palästina. Mit seiner Frau Nursia hatte er drei Söhne, neben Aki (Jahrgang 1945), Eli (Jahrgang 1955) noch Rami (1939). Weiterlesen
Festschrift zum 50jährigen Bestehen des Siegerland-Kollegs erschienen
Inhaltsverzeichnis: Weiterlesen
Wettbewerb zur Gestaltung des „Walter-Krämer-Platzes“ geht in die nächste Runde
Der im Frühjahr ausgelobte Künstlerwettbewerb zur Gestaltung des künftigen Walter Krämer-Platzes am Kreisklinikum in Siegen geht in die zweite Wettbewerbsphase. Die Jury unter Vorsitz des renommierten Kunstexperten Prof. Dr. Christoph Brockhaus hat in ihrer ersten Sitzung, die im Kreisklinikum Siegen stattfand, aus insgesamt 22 Einsendungen zwei Vorschläge ausgewählt, die weiter verfolgt werden sollen. Die beiden Künstler werden jetzt aufgefordert, bis Ende Oktober 2013 eine detaillierte Entwurfsplanung einzureichen, in der unter anderem die technische Realisierbarkeit nachgewiesen und zudem eine genaue Kostenaufstellung enthalten ist. Damit beginnt offiziell die zweite Wettbewerbsphase, an deren Ende eine endgültige Entscheidung der Jury steht. Weiterlesen

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