Bildervortrag und Buchvorstellung zur Geschichte von Wilnsdorf-Obersdorf

23. November 2018, 19:00 Uhr, Ev. Gemeindezentrum Rödgen, Rödgener Str. 109a, Wilnsdorf

Ablauf
Bildervortrag“Ein Spaziergang durch die Zeit“ mit historischen Bildern Obersdorfs von Dr. Gerhard Göbel
Daran anschließend die Vorstellung des Buches „Obersdorf. Zur Sozialgeschichte eines Siegerländer Dorfes von 1700 bis 1930 und zur Geschichte seiner Vereine und Institutionen Mit Beiträgen von Mitarbeitern der Institutionen und Vereinsmitgliedern“ (Herausgegeben von Helga Althaus und Gerhard W. Göbel)

Der Preis pro Buch beträgt 29,50 €.
Der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen zum Buch (Inhalt, Leseproben, Bilder) finden sich auf der Homepage des Herausgebers.

Freundeskreis will „Alte Synagoge“ in Bad Laasphe kaufen

Der Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit will die ehemalige Synagoge in der Altstadt kaufen.

1764 erwarben die Laaspher Juden in der Mauerstraße ein Gebäude, um hier eine Synagoge zu errichten. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Auslöschung der jüdischen Gemeinde durch
den Nazi-Terror fand hier auch die religiöse Unterweisung und die schulische Ausbildung statt.
Das Obergeschoss diente als Wohnung für den jüdischen Lehrer. Jüdische Kinder, die die Mittelschule (Realschule) bzw. die Aufbauschule besuchten, wurden von den Nazis aus diesen Schulen verbannt.
In der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge zerstört.
Das Gebäude selbst wurde nicht in Brand gesteckt wegen der Gefahr für die unmittelbar angrenzen-
den Wohnhäuser. Das Gebäude diente seit der Nazizeit als Schlosserwerkstatt und Wohnung.

20 Jahre lang sind alle Versuche des Vereins gescheitert, dort Räume anzumieten und als Gedenkstätte an die Vertreibung und Ermordung der Bad Laaspher Juden zu nutzen. Notariell sei alles vorbereitet. Das Haus soll ein Ort der Erinnerung, der Kultur und des Lernens sein, so Rainer Becker vom Freundeskreis am Rande einer Gedenkveranstaltung. Nach der Sanierung wird es für Veranstaltungen auch mit Schulklassen oder Ausstellungen genutzt.
Quelle: Radio Siegen, 10.11.2018, TKS Bad Laasphe, Themenspaziergang „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Laasphe“

Rede Rainer Beckers am 9.11.2018 (PDF): 2018-pogromgedenken-rainer-becker.

Austellung: „Bau-Generation Bildungsexpansion – Wohnen des Wohlstandes“

Galerie im KrönchenCenter (Markt 25, 57072 Siegen), 19. November bis 19. Dezember 2018

Eröffnung: Montag, 19. November 2018, 18:00
Begrüßung: Jens Kamieth, 1. stellvertretender Bürgermeister
Es handelt sich um eine Ausstellung zur Baugeschichte des Haardter Bergs. Gezeigt werden Fotografien, die der Siegener Architekturstudent Thomas Schiffmann aus privaten Beständen und solchen der Bauverwaltung zusammengestellt hat. Er bezeichnet seine Tätigkeit als „dokumentar-künstlerische Forschungsarbeit“. Der Ausstellung hat er den Namen „Baugeneration Bildungsexpansion – Wohnen des Wohlstandes. Eine fotografische Reise in die Entstehungszeit des Bildungs- und Wohngebietes Haardter Berg Siegen-Weidenau 1965-1980“ gegeben.

Quelle: Stadt Siegen, Galerie im KrönchenCenter
Weitere Informationen: Ausstellungsplakat (PDF), Uni Siegen Fakultät II, Architektur, Aktuelles v. 9.11.2018

Vortrag: Fabian Kiehl: „Die Firma Berg – Baracken und Behelfsheime“

Samstag, 17. November, 19:00 bis 20:00, Haus Pithan, Im Bruch 4, 57250 Netphen

Fabian Kiehl trägt in der Reihe „Dreisber Geschichte(n)“ aus seiner Facharbeit über das Baugeschäft und Sägewerk seines Urgroßvaters Erwin Berg vor. Die Firma Berg hat als Produktionsort von einem der typischen historischen Industrieplätze aus den Ort Dreis-Tiefenbach mit Bauwerken mitgeprägt. Die massive evangelische Kirche, hoch am Lieschberg, ist das sichtbarste Zeichen.

Quelle: Heimatverein Alte Burg Dreis-Tiefenbach, Termine

„Blick ins Netpherland“ Nr. 60 (2018) erschienen

Schon seit 1977 gibt der Heimatverein Netpherland seine Vereinszeitschrift „Blick ins Netpherland“ heraus. Auch die 2018er Ausgabe wurde als abwechslungsreiches und reichhaltig bebildertes Jubiläumsheft Nr. 60 wieder mit viel Herzblut von Wilfried Lerchstein zusammengestellt. Auf 64 farbigen Seiten im Format DIN A4 wird zunächst auf das ablaufende Vereinsjahr 2018 mit der erst vor kurzem eröffneten Kunstausstellung im Heimatmuseum Netpherland zurückgeblickt.
Die Titelseite ziert das Aquarell „Kreuzbergkapelle Netphen“ von Ingrid Häuser. Mit diesem 1869 eingeweihten Gotteshaus und den beiden Kreuzwegen beschäftigt sich auch ein Aufsatz von Heinz Stötzel.
Der Reisebericht von August Horn über seine Wanderung von Siegen zum Ederkopf vor 165 Jahren entführt ebenso in die Naturlandschaft des Netpherlandes wie der Bericht von Gustav Rinder über das Kütschenlangenbachtal bei Walpersdorf mit seiner schützenswerten Pflanzenwelt von A wie Arnika bis Z wie Zittergras. Weiterlesen

Siegerländer Haubergswirtschaft in Inventar des immateriellen Kulturerbes NRW aufgenommen

Urkundenübergabe in Düsseldorf

Urkundenübergabe in Düsseldorf: v.l.: Willi Brandl, Vorsitzender der Haubergs-Genossenschaft Eisern, Jutta Capito, stv. Landrätin des Kreises Siegen-Wittgenstein, Ulrich Gießelmann, Vorsitzender des Fördervereins Historischer Hauberg Fellinghausen e.V., und Lothar Klein, stv. Vorsitzender des Waldbauernverbandes Siegen-Wittgenstein.

Zwei Jahre lang hatte der Arbeitskreis „Siegerländer Haubergswirtschaft als Immaterielles Kulturerbe“ darauf hingearbeitet – im Oktober war es dann soweit: Die heimische Tradition wurde offiziell in das Inventar des Immateriellen Kulturerbes von Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Eine entsprechende Auszeichnungsveranstaltung hat jetzt im „Haus der Stiftungen“, dem Sitz des Referates „Heimat- und Kulturpflege“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, in Düsseldorf stattgefunden.
Auch aus dem heimischen Arbeitskreis, der unter der Leitung von Arno Wied, Kreis-Dezernent für Bauen, Umwelt und Wirtschaft stand, nahmen Vertreter teil. Aus Siegen-Wittgenstein waren Ulrich Gießelmann, Vorsitzender des Fördervereins Historischer Hauberg Fellinghausen e.V., Willi Brandl, Vorsitzender der Haubergs-Genossenschaft Eisern, Lothar Klein, stv. Vorsitzender des Waldbauernverbandes Siegen-Wittgenstein, und Jutta Capito, stv. Landrätin des Kreises, dabei. Weiterlesen

Martinikirche in Siegen und Ginsburg erhalten Fördermittel des Bundes

Fast 400.000 Euro für den Denkmalschutz in Siegen-Wittgenstein

Wie der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein (CDU) mitteilt, hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages auf seine Initiative hin diese Mittel in seiner vergagnenen Sitzung freigegeben.

Der Bund beteiligt sich mit 70.750 Euro an der Sanierung der Ginsburg. Die Burg ist nicht nur ein wichtiger Ort der deutsch-niederländischen, und damit der europäischen Geschichte, sondern auch außerschulischer Lernort und ein beliebtes Ausflugsziel. „Ich bin froh, dass damit ein wichtiger Beitrag geleistet wird, die Substanz der Ginsburg zu erhalten.“, sagte Volkmar Klein.

Auch an der Martinikirche in Siegen kann nun begonnen werden, die Fassade und die Strebepfeiler zu sanieren und die älteste Pfarrkirche Siegens kann gerettet werden. Aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm fördert der Bund dies mit 320.000 Euro. „So bleibt die Martinikirche als ein ganz wichtiges Zentrum des Gemeinde- und Kulturlebens in Siegen und gleichzeitig als geschichtlich bedeutendes Denkmal erhalten“, freute sich Volkmar Klein.

Quelle: Volkmar Klein (MdB, CDU), Pressemitteilung

Wohin mit den regionalen Künstlernachlässen?

Ein Nachbericht

Dr. Karin Lingl vom Archiv für Künstlernachlässe sprach beim Kunstverein. Wolfgang Suttner moderierte. Foto: Eike Jungheim

‚Wohin mit der Kunst, bevor ich nicht mehr da bin? Wohin mit der Kunst, die ich geerbt habe?’ Fragen, die sich stellen, wenn es um Vor- bzw. Nachlässe geht, Künstlername und –werk bekannt, aber nicht so bedeutend sind, dass beide zwangsläufig im Museum landen oder sich mit Leichtigkeit auf dem Kunstmarkt behaupten. Es geht also um den Raum zwischen Atelier und Museum. Zum Thema „Das letzte Hemd hat keine Taschen – Wohin mit den Künstlernachlässen ?“ sprach auf Einladung des Kunstvereins Siegen im Rahmen der Reihe ‚Abends in der Galerie’ (Kooperation KulturSiegen & Kunstverein) Frau Dr. Karin Lingl vor ca. 50 Künstlern, Sammlern und Kunstinteressierten. Als Geschäftsführerin der Stiftung Kunstfonds zur Förderung der zeitgenössischen bildenden Kunst in Bonn leitet sie das Archiv für Künstlernachlässe im Kloster Brauweiler. Den regen Austausch von Fragen und Antworten zur Auswahl, Aufbewahrung, Vernichtung, Ausleihe, Weiterverkauf, Besteuerung und mehr moderierte Wolfgang Suttner, Sprecher des Deutschen Kunstrats in Berlin. Die Vorstellung der hervorragenden Einrichtung des Archivs, die ständig wächst, aber dennoch nur begrenzt gestiftete Nachlässe aufnehmen kann, diente letztlich dazu, ein bestens funktionierendes Modell als Vorbild auch für eine regionale Lösung schmackhaft zu machen. Den Besuchern war nämlich schnell klar, dass die Chance für die Auswahl eines Nachlasses zur Aufnahme ins Archiv der Stiftung nur ganz gering sein kann. Es lag folgerichtig auf der Hand, dass die Forderung nach einer regionalen Lösung geäußert wurde. Möglicherweise wird der Informationsabend zum Anlass genommen werden, eine Initiative auf die politische Schiene zu bringen.

Quelle: Kunstverein Siegen, Pressemitteilung

Novemberrevolution in der Amtsverwaltung Weidenau

“ …. Nach der Revolution vom 9.11.1918 bildete sich auch beim Amt ein Arbeiter- und Soldatenrat. Dieser riß die Polizeigewalt an sich und kontrollierte durch seinen Vorsitzenden Gustav Schultheis, Klafeld, alle Posteingänge und -ausgänge der Verwaltung und versah sie mit seinem Sichtvermerk. Er beanspruchte sogar das Recht, die amtlichen Schriftstücke zu unterschreiben. Dem Arbeiter- und Soldatenrat gehörten u. a. auch die späteren Polizeibeamten Forneberg, Dirlenbach und Jüngst an. Mit dem Aufruf des Rates der Volksbeauftragten vom 12.11.1918 an das deutsche Volk, der den Belagerungszustand aufhob und Freiheit für öffentliche Versammlungen, Meinungsäußerung, Religionsausübung usw. brachte, setzte die Gesetzgebung wieder ein. Durch die Verordnung über das Finanzgebahren der Arbeiter- und Soldatenräte vom 13.1.1919 mußten diese über alle vereinbarten Gelder genaue Rechnung legen. …..“
Quelle: Verwaltungsbericht des Amtes Weidenau vom Rechnungsjahre 1951 (1. April 1951 bis 31.3.1952), Weidenau 1953, S. 7

Zur Aktenkunde der Novemberrevolution im Allgemeinen s. Holger Berwinkel, 1918: Die Revolution im Geschäftsgang, in: Aktenkunde, 9. September 2018, https://aktenkunde.hypotheses.org/1071.