Siegen: Restaurierung bedeutsamer Familiengruften hat begonnen


Die für die Stadtgeschichte bedeutsamen Familiengruften auf dem Lindenbergfriedhof sollen vor dem Verfall gerettet werden. Im Auftrag der städtischen Grünflächenabteilung haben die Vorarbeiten zur Sanierung und Restaurierung der regionalgeschichtlich einmaligen Grabstätten begonnen.

Hier fanden im Kaiserreich führende Familien der Stadt Siegen ihre letzte Ruhestätte. Am Ende des Gruftenwegs werden zunächst die Grabstätten Nr. 1 bis 3 (Gruften Meinhardt/Knebel 1903, Kreutz 1895, Dünninghaus) saniert. Der Bereich ist deshalb für Friedhofsbesucherinnen und -besucher voraussichtlich bis Donnerstag, 26. November 2020, während der Rückbauarbeiten nur eingeschränkt durchgängig. Nach Angaben der Friedhofsverwaltung können die gegenüberliegenden Gräber aber aufgesucht werden. Ziel ist, den historischen Bestand der Anlage im Rahmen der mehrere Monate dauernden Restaurierung langfristig zu sichern. Weiterlesen

Historisches trifft Social Media.

Ein Gastbeitrag von Edgar Kuhly, Heimatmuseum Feudingen

Ursprünglich sollte in diesem Jahr im Feudinger Heimatmuseum eine große Fotopräsentation auf großen Fotowänden eröffnet werden.
In dieser Ausstellung sollten möglichst viele historische Fotos, die von der Arbeitsgruppe Chronik, Dokumentation und Ausstellungen anlässlich der in 2018 stattgefundenen 800 Jahr-Feier gesammelt wurden, ihren Weg in die Öffentlichkeit finden. In wechselnden Ausstellungen sollten diese ca. 6000 digitalisierten Fotos einem breiten Publikum auf Fotowänden präsentiert werden.
Diese einzigartige Fotosammlung wollten wir nicht in den Sozialen Medien präsentieren, sondern vor Ort in unserem Heimatmuseum in einer Ausstellung, um so auch mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und somit auch Hintergründe und Meinungen zu erfahren.
Doch es kam anders. Weiterlesen

siwiarchiv-Adventskalender 2/2020

Archive dokumentieren, wenn möglich, auch Ereignisse, Personen oder Bauwerke, die für die zukünftige Geschichtsforschung relevant sein könnten. In diesem Fall hat das Kreisarchiv das Corona-Testzentrum der Kreisveraltung Siegen Wittgenstein an dessen neuen Standort in der Ziegelwerkstr. 30, Siegen, am 9. Oktober 2020 fotografisch festgehalten. Die Bilder sind Bestandteil der Corona-Dokumentation des Kreisarchivs:

siwiarchiv-Adventskalender 1/2020

Der diesjährige Adventskalenders auf siwiarchiv widmet sich Neuzügängen und Funden in Archiven. Zudem wird sicher das ein oder andere Rätsel dabei sein. Den Anfang macht ein Rätsel; zu beantworten ist folgende Frage:

Welches Gebäude ist im Hintergrund zu erahnen?

Für die Beantwortung dieser Frage gibt es wie immer einen kleinen Preis. Die erste richtige Antwort, die hier in den Kommentaren erscheint, gewinnt.

Bahnhofsgebäude mit Güter(lok)schuppen in Bad Berleburg ist Denkmal des Monats

084 Bahnhof mit Güterschuppen
Foto: Ursulabuschmann, 2.9.2012 [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]
Das Bahnhofsgebäude mit Güterlokschuppen in Bad Berleburg ist als Denkmal des Monats Dezember im Kalender 2020 der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne ausgewählt worden. Der 1910/11 errichtete Bahnhof Bad Berleburg ist ein besonders
gut erhaltenes Beispiel für die Entwicklung der regionalen Bahnhofsarchitektur zur Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Durch die ausgewogene, gute Gestaltung dokumentiert er anschaulich die zeittypische Bauweise, die sich durch die Verwendung heimischer Bauformen auszeichnet.

1. Exemplar des Heimatjahrbuches 2021 für den Kreis AItenkirchen ging an den Landrat.

„Das hat Tradition: Das erste Exemplar des Heimatjahrbuches für den Kreis AItenkirchen geht stets an den Landrat. Konrad Schwan, Vorsitzender des Kreisheimatvereins AItenkirchen, übergab das druckfrische Heimatjahrbuch 2021 an Landrat Dr. Peter Enders. 54 Autoren haben diesmal mitgewirkt und auf über 350 Seiten eine große Vielfalt von Geschichten aus dem AK-Land aufbereitet. Da geht es um die Wappen und Flaggen in der Verbandsgemeinde AItenkirchen-Flammersfeld, um die Peter-Hecker-Fresken in der katholischen Kirche Kreuzerhöhung in Wissen, die „Oberste Mühle“ in Hamm, den „vergessenen Lokschuppen“ in Scheuerfeld, Ansichtskarten aus dem Daadener Land oder um „Adliges Totengedenken in Friesenhagen“. Und das ist eben nur eine kleine Auswahl des Schaffens des Autorenteams. Natürlich fehlt die Jahreschronik von Sommer 2019 bis Sommer 2020 nicht. Und damit ist klar: Auch Corona ist hier Thema. Weiterlesen

Literaturhinweis: Matthias Plaga-Verse: „Neupietismus im Nationalsozialismus

Eine Quellenstudie zu neupietistischen Printmedien am Beispiel von »Der Evangelist aus dem Siegerland«
Siegener Beiträge zur Reformierten Theologie und Pietismusforschung Bd. 3
624 Seiten, Paperback, Format 21,0 x 14,8 cm, ISBN: 978-3-7858-0780-4

„Mit Tausenden von Mitgliedern waren die Siegerländer Neupietisten in den 1930er Jahren eine
„Massenbewegung“ und repräsentierten als gesellschaftlich einflussreiche Größe einen großen Teil des protestantisch-nationalgesinnten Lagers des Siegerlandes. Dennoch findet die Bedeutung der Gemeinschaftsbewegung in historischen Arbeiten zum Siegerland während des Nationalsozialismus bisher kaum Erwähnung.
Das im Titel angeführte Zitat von Matthias Claudius „Gehorche der Obrigkeit und laß die andern über sie streiten“ – den jungen Wehrmachts-Rekruten 1935 von Walter Alfred Siebel auf der Rekruten-Abschiedsfeier im Vereinshaus Hammerhütte zugerufen – wirft die grundsätzliche Frage nach dem widerständigen Potenzial des Vereins für Reisepredigt in der NS-Zeit auf. War der Verein für Reisepredigt in der Bekennenden Kirche aktiv und dem Staat misstrauisch oder gar ablehnend gegenüber eingestellt, wie Jakob Schmitt in den 1950er und 1970er Jahren notierte? Oder hatten die retrospektiven Bewertungen des Schriftleiters und Präses apologetischen Charakter? An welchen Punkten konnten Bekenntnis- und Staatstreue in Einklang gebracht werden und wo gelang dies nicht? Neben der Beantwortung dieser und weiterer Fragen möchte diese Studie mit der Geschichte der Siegerländer landeskirchlichen Gemeinschaft das heterogene Gesamtbild der Evangelischen Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus exemplarisch um eine wichtige Facette ergänzen.“
Quelle: Verlagswerbung

s. a. Matthias Plaga-Verse: „Gehorche der Obrigkeit und laß die andern über sie streiten.“

Per Flaschenzug in die Siegener Fürstengruft

Quelle: Hessisches Landesarchiv

Das Hessische Landesarchiv zeigte am 22. November auf seiner Facebook-Seite eine Zeichnung aus dem Jahr 1669, aus der ersichtlich wird, wie die Särge in die Siegener Fürstengruft eingebracht wurden. In einem umfangreichen Schreiben des Architekten Maurits Post an Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen in Kleve erläuterte er den Bau der Gruft. Dabei wird auch dargelegt, dass im Gewölbescheitel Ringe angebracht wurden, um per Flaschenzug die Särge in die dafür vorgesehenen Grabkammern zu heben.

Video: Peter Paul Rubens „Selbstbildnis im Kreise der Mantuaner Freunde“ (1602–04)


Den Auftakt zum digitalen Kunstspäti von job&kunstfreunde und jungekunstfreunde macht heute ein Bild von Peter Paul Rubens (1577–1640). Das Wallraf darf sich glücklich schätzen, solch ein seltenes Exemplar aus dem Frühwerk des flämischen Malers zeigen zu können. Rubens, der sich zu Lebzeiten in Künstlerkreisen genauso bewegte wie auf dem politischen Parkett, zeigt sich in dem Werk „Selbstbildnis im Kreise der Mantuaner Freunde“ (1602–04) in einer illustren Männergesellschaft. Dr. Anja Sevcik. die Leiterin der Barockabteilung des Wallraf, weiht uns heute in die Geheimnisse des Bildes ein und verrät, welche Persönlichkeiten neben Rubens, sonst noch auf diesem barocken „Gruppenfoto“ zu sehen sind.

Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens beruft Siegener Historikerin

Regionalhistorikerin Prof. Dr. Angela Schwarz

Prof. Dr. Angela Schwarz erforscht die Regionalgeschichte des Siegerlandes, des Rheinlandes und des Ruhrgebiets an der Universität Siegen.

Die Siegener Historikerin für Neuere und Neueste Geschichte, Prof. Dr. Angela Schwarz, ist als eine von 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den wissenschaftlichen Beirat des neu gegründeten Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalens berufen worden.

Das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens ist ein zeithistorisches Museum mit Sitz in Düsseldorf, dessen Ziel es ist, die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen, seine Vergangenheit, seine Entstehung und seine Entwicklung darzustellen und anschaulich werden zu lassen. Dazu wird gerade eine Dauerausstellung sowie eine erste Wechselausstellung anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt.

Zweck des wissenschaftlichen Beirats ist es, die wissenschaftliche Qualität und Unabhängigkeit des Museums zu garantieren. Als erfahrene Regionalhistorikerin sowohl für das Siegerland als auch für das Rheinland und das Ruhrgebiet freut sich Prof. Schwarz sehr darauf, die Grundsätze dieses jungen Museums mitgestalten zu können.

Prof. Schwarz ist bereits Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

Quelle: Universität Siegen, Pressemitteilung, 20.11.20