„Zeitspuren“-Linktipp: Familie Jung und die Amalienhütte bei Laasphe


Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. diese Unterlagen zur Familie Jung und zur Amalienhütte bei Laasphe.

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Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: https://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.

Literaturhinweis: Silvia Kepsch „Dynastie und Konfession: Konfessionsverschiedene Ehen


in den Grafenhäusern Nassau, Solms und Isenburg-Büdingen 1580 – 1648
Diese Studie fokussiert ihre Fragestellungen auf die wichtigste gesellschaftliche Normerneuerung der Frühen Neuzeit: die Konfessionalisierung. Sie konzentriert sich insbesondere auf die Wahrneh-mung und die Verfahren zur Bewältigung von konfessioneller Differenz, die für die Menschen zur alltäglichen Erfahrung geworden war.
Eine Schlüsselrolle für die konfessionelle Pluralisierung spielte neben Konversionen die bisher kaum beachtete Ehepolitik der adeligen Dynastien. Am Beispiel der Wetterauer Grafenhäuser Nassau, Solms und Isenburg-Büdingen und ihrer erstaunlich zahlreichen konfessionsverschiedenen Eheallianzen zwischen 1580 und 1648 lassen sich die politischen und religiösen Ambitionen anschaulich nachvollziehen. Die systematische Auswertung der Korrespondenzüberlieferung erlaubt tiefe Einblicke in Konfliktsituationen und persönliche Einsichten.
Darüber hinaus ergeben sich neue Sichtweisen auf die Handlungsspielräume von Frauen als politische Akteurinnen. Denn Gewissensfreiheit und Gewissenzwang forderten insbesondere in der Glaubenspraxis und der Kindererziehung die traditionellen Geschlechterhierarchien heraus.
Der Band ist erhältlich im Buchhandel oder bei der Historischen Kommission für Hessen (hiko-marburg@web.de)

via Archivliste

s. a. Silvia Kepsch erhält Wissenschaftspreis des Landes Hessen für Geschichte und Landeskunde

„Zeitspuren“-Linktipp: Bergbau im Siegerland 2:

Die Verbundgrube Storch & Schöneberg und die Tiefbauanlagen im Siegerland

Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. diese Materialien zur Verbundgrube Storch & Schöneberg und zu Tiefbauanlagen im Siegerland.

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Rätsel um den Burggraben bei Netphen

LWL-Altertumskommission veröffentlicht archäologischen Führer zur Wallanlage

Schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts weiß man von den wallähnlichen Strukturen in einem Waldstück oberhalb der Stadt Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein). Bergrat Theodor Hundt erkannte 1881, dass es sich um die Reste einer fünfeckigen „Wallburg“ handelte. Wann sie jedoch errichtet wurde, konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Dr. Manuel Zeiler und Prof. Dr. Michael Baales, Archäologen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), haben deshalb den Burggraben neu erforscht und bewertet. Dazu hat die LWL-Altertumskommission jetzt einen archäologischen Führer in Form einer Broschüre herausgegeben. Weiterlesen

Youtube-Kanal des LWL-Archivamtes für Westfalen


Seit dem 19.1.2021 verfügt das LWL-Archivamt über einen eigenen youtube-Kanal. Die derzeit Filme behandeln die schonende Nutzung von Archivgut, geben Hinweis zur Schadenserkennung und zur Erstversorgung von wassergeschädigtem Archivgut.

Raimund Hellwig: Zur Diskussion um die Tafel‐Texte an der Fissmer‐Anlage

Ein Gastbeitrag.

Alfred Fissmer am 16. Oktober 1935. Standbild aus einem Film des Fotostudios H. Schmeck über den Einzug von Soldaten in die neue Garnisonsstadt Siegen (Quelle: KrA SIWI 4.1.5./104)

Die für die Tafel vorgesehene Kurzfassung des Textes enthält Thesen, die belegbedürftig sind und an einigen Stellen mündliche Überlieferungen, die ohne stützende, belastbare Quellen nicht ausreichen.
→ Auf Initiative Fissmers wurde Siegen durch die Ansiedlung mehrerer Kasernen zum Militärstandort.
Auf Siwiarchiv wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass derzeit keine Quellen vorhanden sind, durch die Fissmer als „Anstifter“ des Kasernenprogramms für Siegen erkennbar ist. Dazu müsste man die im Bundesarchiv vielleicht noch erhaltenen Akten sichten. Tatsächlich war Siegen durch die Bahnverbindungen räumlich geradezu ein Idealstandort für Kasernen, deren Personal schnell zu verlegen war und deshalb durch die solitäre Lage für die Reichswehr als Standort unabweisbar. Fissmer hat jedoch die durchaus üppigen Investitionen des Reichs in den Kasernenbau für die Stadt als Konjunkturprogramm genutzt. Durch den Kasernenbau und die dadurch notwendigen Eingemeindungen wuchs die Gesamtfläche der Stadt von 1600 auf 2100 Hektar.
Auch betrieb er ein umfangreiches Luftschutzprogramm zum Schutz der
Zivilbevölkerung. Weiterlesen

„Zeitspuren“-Linktipp: Umzug des Siegener Landrats Albert von Dörnberg in den kurländischen Flügel des Unteren Schlosses


Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. diese Materialien zum Umzug des Siegener Landrats Albert von Dörnberg in den kurländischen Flügel des Unteren Schlosses.

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Siegener Historikerin mit Conrad-Matschoß-Preis ausgezeichnet

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) ehrt Dr. Daniela Mysliwietz-Fleiß für ihre technikgeschichtliche Dissertation „Die Fabrik als touristische Attraktion“.

Im Rahmen der technikgeschichtlichen Tagung „150 Jahre Conrad Matschoß – Technikgeschichte für die Gegenwart“ hat der VDI den diesjährigen Conrad-Matschoß-Preis an Dr. Daniela Mysliwietz-Fleiß (Universität Siegen) und Dr. Anke Woschech (Deutsches Hygiene Museum Dresden) vergeben. Die beiden Wissenschaftlerinnen erhielten die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre herausragenden technikgeschichtlichen Arbeiten.

Dr. Mysliwietz-Fleiß forscht und lehrt am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Siegen unter anderem zu Tourismusgeschichte und industriekulturellen Fragestellungen. Ihre nun ausgezeichnete Dissertation behandelt „Die Fabrik als touristische Attraktion“ und ist 2019 im Böhlau Verlag erschienen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die bürgerliche Identitätsbildung und -findung um 1900. Sie arbeitet auf innovative Weise heraus, wie sich damals der Besuch von Fabriken, Gruben und anderen Produktionsstätten für das Bürgertum zu einer touristischen Attraktion entwickelte. Ihr Buch beleuchtet mit dem Fabriktourismus ein bis dato unerforschtes Feld und gibt Aufschluss über Veränderungen in der Wahrnehmung von Fabrik und Fabrikarbeit. Weiterlesen