Neuerscheinung zur Geschichte der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung

Mitte November 2020 erscheint als Band 130 der renommierten Reihe „Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland“ das Buch von Niklas Regenbrecht über die Geschichte  der WGGF:

„Genealogische Vereinsarbeit zwischen Geschichtspolitik und populärer Forschung. Die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung 1920–2020“.

Es gelingt dem Autor in diesem Band eindrucksvoll, die Entwicklung des Vereins und der genealogischen Forschung in den letzten 100 Jahren in den historischen Rahmen einzuordnen, und das, obwohl die Quellenlage alles andere als ideal war.

Weitere Informationen beim Münsteraner Verlag Waxmann
Quelle: WGGF, Homepage

„Archivpflege in Westfalen-Lippe“ 91 (2019) online

Die neue Archivpflege für Westfalen und Lippe (Heft 91/2019) ist online verfügbar. Zentral sind die Beiträge zum 71. Westfälischen Archivtag in Herford.
Eine unbedingte Leseempfehlung ist der Artikel von Mario Glauert über Erschließung „Müssen wir anders verzeichnen?“. Der Beitrag des Arbeitskreises Bewertung kommunalen Schriftgutes in NRW, diesmal über die Bewertung von Unterlagen der Ordnungsverwaltung, hier: Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz, ist ebenfalls lesenswert. Regionalgeschichtliche Relevanz hat der Beitrag von Wilfried Reininghaus zur Kommunalwahl im März 1919.

Online: Susanne Büchner: „Friedrich Kiels Klavierkammermusik in Sonatenform“

Ein „Geschenk“ zum 40jährigen Bestehen der Friedrich-Kiel-Gesellschaft

Auf dem Volltextserver der Universitätsbibliothek Heidelberg befinde sich die zweibändige musikwissenschaftliche Dissertation zum Werk Friedrich Kiels aus dem Jahr 2014.

Link zu Band 1 (PDF)
Link zu Band 2 Anhänge (PDF)
Veranstaltungshinweis zum Jubliläum der Friedrich-Kiel-Gesellschaft: Weiterlesen

Literaturhinweis: Jakob Saß: „GEWALT, GIER UND GNADE

Der KZ-Kommandant Adolf Haas und sein Weg nach Wewelsburg und Bergen-Belsen“
292 S., 15-21,5 cm, zahlr. Abb., ISBN: 978-3-86408-246-7

„Dem erfolglosen Bäcker Adolf Haas bot die SS alles, was er wollte: Karriere, Macht, Wohlstand und Affären. Dafür war er zu allem bereit, auch zum Massenmord. Trotz geringer Bildung stieg Adolf Haas seit 1932 rasch in Himmlers erträumter „Elitetruppe” auf. Gewaltbereitschaft und Gehorsam ebneten ihm den Weg von der ländlichen SS im Westerwald bis zu den Terrorstätten des Nazi-Regimes. Als KZ-Kommandant von Niederhagen/Wewelsburg (1940–1943) und Bergen-Belsen (1943–1944) scherte er sich kaum um Hygiene oder die Versorgung der Häftlinge, umso mehr um seine eigenen Vorteile. Während er Tausende sterben ließ, verschonte er einige wenige, solange sie für ihn malten, Kunsthandwerk fertigten oder musizierten – ein Zeuge Jehovas und ein Jude wurden zu seinen Lieblingskünstlern. Was war Haas für ein Mensch? Ein ganz normaler Nazi?
Die erste umfangreiche Biografie über Adolf Haas blickt hinter die Fassade des Massenmörders, der kurz vor Kriegsende spurlos verschwand und den bundesdeutsche Behörden jahrzehntelang nicht finden konnten – oder wollten. Weiterlesen

„Denkmalpflege in Westfalen-Lippe“, Heft 2/2019 online

Das Heft widmet sich dem Kirchenbau nach 1945. Für die Region besonders relevant sind folgende Beitrage:

1) Heinrich Otten und Knut Stegman: Kirchenbau nach 1945 in Westfalen-Lippe. Ausgewählte Ergebnisse einer flächendeckenden Untersuchung, S. 4 – 10
2) Hans H. Hanke: Tradition und vertretbarer Fortschritt. Die evangelische Wenschtkirche in Siegen, S. 28 – 34

Link zur PDF-Datei

Film: „Heimatabend Siegen“

Fr. 22.11.2019, 19:00, Markt 25, 57072 Siegen, KrönchenCenter, Vortragsraum

Im »Heimatabend Siegen« erzählen die Siegener selbst die Geschichte ihrer Stadt – eine Stadt, die Vorurteilen stoisch trotzt und umso mehr Überraschungen zu bieten hat. Dabei war ihr Los oft hart. 1944 trafen die Bombardements der Briten die Stadt besonders schwer, doch der Wiederaufbau ging schnell voran. Ein Angriff ganz anderer Art hat die Stadt ähnlich erschüttert. Es waren Worte, die 1996 Siegen völlig unvorbereitet trafen. Hanjo Seißler konfrontierte in seinem Artikel »Was ist schlimmer als verlieren? Siegen!« im Magazin der Süddeutschen Zeitung die Stadt seiner Kinderferien mit ihren dunklen Seiten. »Heimatabend Siegen« – eine berührende Dokumentation mit zum Teil noch unveröffentlichtem Archivmaterial und Amateuraufnahmen, gesprochen von der Siegener Kabarettistin Christa Weigand. Ein historisches Stadtportrait, das seines gleichen sucht.
(Text: mundus.tv)

Um Reservierung wird gebeten
(Telefon 0271 404-3000, E-Mail vhs@siegen.de oder persönlich)

Einlass ab 18.30 Uhr, die Reservierungen werden bis 20 Min. vor Veranstaltungsbeginn zurückgehalten.
Quelle: VHS Siegen, Programm

Volkstrauertag 2019: Viele Veranstaltungen im Kreisgebiet


Der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge hat eine Übersicht über die Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag am Sonntag, 17. November, in Siegen und Wittgenstein zusammengestellt.

Eine pdf-Datei mit dieser Übersicht können Sie hier herunterladen.
Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Pressemitteilung vom 12.11.2019

Literaturhinweis: „Region und außerschulische Lernorte im Geschichtsunterricht“

Ein Gastbeitrag von Matthias Opitz

Die Wahlergebnisse in Brandenburg, Sachsen und Thüringen werden vielfach als typisch ostdeutsch interpretiert. Mit dieser geografischen Deutung politischen Geschehens wird die Kategorie Raum zum Argument, die in der Wissenschaft eine wichtige Rolle spielt, aber im Schulalltag noch kaum angekommen ist. In dem vorliegenden Band werden die Diskussionen in Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik zum Raumbegriff aufgegriffen und auf den Geschichtsunterricht bezogen. Zentral ist dabei die Einsicht, dass der Raum, so natürlich er uns erscheinen mag, keine gegebene Einheit ist, sondern immer von Menschen geschaffen und gestaltet wird. Dies zeigt der Band an regionalen Beispielen und außerschulischen Lernorten, denn hier wird besonders deutlich, dass immer wieder darüber diskutiert und auch gestritten wird, welche Gebiete zu einer Region gezählt werden, welche Menschen dazu gehören, woran sich eine Region erinnern möchte und wie sie sich über ihre Vergangenheit definiert. „Region“ existiert nur, wenn Menschen etwas als ihre Region wahrnehmen und verstehen. Das Reflektieren über Region ermöglicht natürlich zugleich, die emotionaleren Aspekte von „Heimat“ mit zu thematisieren.

An regionalen Beispielen lassen sich sowohl Fragen und Themen der „großen“ Geschichte als auch Entwicklungen und eigene Geschichten des Lebensraumes der Schülerinnen und Schüler besprechen.

Zwei der Beiträge des Bandes seien hier näher vorgestellt. Weiterlesen

Film „Revier hinter den Bergen“

So., 17. Nov. UM 17:00, Weiße Villa, Dreslers Park, Kreuztal

Quelle: mundus.tv

„Alexander Fischbach (Mundus TV Filmproduktion) aus Siegen zeigt einen Film der großen Siegerland Filmedition 2018/2019.
Wir schreiben das Jahr 1965. Das deutsche Wirtschaftswunder läuft auf vollen Touren und sorgt nicht nur im Siegerland für Wohlstand und Aufbruchstimmung. Die Siegerländer Industrieunternehmen haben weltweit einen hervorragenden Ruf und bringen Produkte besonders im Maschinenbau von außerordentlicher Güte hervor. Der Film „Revier hinter den Bergen“ schaut hinter die Kulissen der Siegerländer Industrie und geht auch auf die Mentalität und Lebensart der Siegerländer ein die maßgeblichen Einfluss auf die industrielle Entwicklung dieser Region genommen haben. Von den Anfängen der Eisengewinnung bis hin zu modernen Industrieunternehmen. Dabei verschweigt der Film die infrastruckturellen Probleme der Region nicht. Die A-45 befindet sich gerade erst im Bau und die für das Siegerland, ja den Siegerländer arttypische Eigenbrötelei sind den Filmemachern nicht verborgen geblieben. Ein sehenswertes Stück Zeitgeschichte.“
Dieser und weitere Filme können im Anschluss käuflich erworben werden.
Quelle: Facebook-Seite „WasserEisenLand – Industirekultur in Südwestfalen“, 19.3.19

„Blick ins Netpherland“ (2019) erschienen

Die mittlerweile 61. Ausgabe seines „Blick ins Netpherland“ hat der Heimatverein Netpherland herausgegeben. Das neue Heft hat gegenüber der vorangegangenen Ausgabe um acht Seiten zugelegt. Die 72-seitige werbefreie Broschüre im DIN A4-Format wurde wie in den Vorjahren wieder von Wilfried Lerchstein zusammengestellt. Der Vierfarbendruck auf Hochglanzpapier sorgt dafür, dass die zahlreichen, den Text aussagekräftig ergänzenden Abbildungen besonders gut zur Geltung kommen.

Neben einem Rückblick auf die Aktivitäten 2019 des Heimatvereins bietet das aktuelle Heft  mit mehreren Aufsätzen verschiedener Autoren einen abwechslungsreichen Einblick in die Heimatgeschichte des Netpherlandes.

Heinz Stötzel beschäftigt sich in zwei Aufsätzen mit den leider nicht mehr vorhandenen Schöffenbänken in Netphens alter Martini-Kirche und der 125 Jahre alten Tradition der Martinsfeuer im Netpherland.

Dr. Peter Vitt stellt in seiner Zusammenfassung das Lebenswerk des aus Unglinghausen stammenden, vielseitig begabten Prof. Dr. Jacob Heinrich Schmick (1824 – 1905) vor. Er belegt dabei die Auffassung, dass es sich bei diesem Gelehrten um die bedeutendste Persönlichkeit handelt, die bisher aus dem Netpherland hervorgegangen ist. Weiterlesen