Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe übernimmt große Datenbank zur Wittgensteiner Familiengeschichte von Jochen Karl Mehldau

von Volker Hirsch und Johannes Burkardt

Jochen Karl Mehldau Quelle: Ralf Kötter

In Familienforscherkreisen nicht nur Südwestfalens ist der Name Jochen Karl Mehldau bestens bekannt. Mit ihm fest verbunden ist eine familiengeschichtliche Datenbank, die ihresgleichen sucht. Die Datenbank umfasst räumlich den kompletten Altkreis Wittgenstein und zeitlich den Zeitraum von Beginn der schriftlichen Aufzeichnungen bis zum Jahr 1875. In einer Zahl ausgedrückt sind das die Datensätze von rund 150.000 Personen. Damit ist für das Wittgensteiner Land eine Quelle von besonderem Wert entstanden.
Nachdem Herr Mehldau seine Arbeiten altersbedingt einstellen musste, hat das Landesarchiv NRW nun diese Datenbank übernommen und möchte sie über das Internet zur Verfügung stellen. In welcher Form dies geschehen kann, wird in der IT-Abteilung derzeit geprüft. Bis es soweit ist, kann die Datenbank im Lesesaal des Landesarchivs kostenfrei benutzt werden. Gerne bearbeitet die Abteilung Ostwestfalen-Lippe auch Anfragen. Damit ist nicht nur die langfristige Erhaltung des Mehldau‘schen Lebenswerkes sichergestellt, sondern auch die Bereitstellung für die Familienforschung. Die Nutzbarmachung der vielen Abfragemöglichkeiten der Datenbank stellt die IT des Landesarchivs noch vor Herausforderungen. Das Ziel ist aber, sämtliche Funktionalitäten zu erhalten und, soweit möglich, jedermann via Internet zugänglich zu machen. Weiterlesen

Ausstellung Otto Piene in Düsseldorf

Kunstakademie Düsseldorf, Akademie-Galerie, Burgplatz 1
noch bis zum 20.01.2019, Mittwochs – Sonntags, 12.00 bis 18.00 Uhr

Otto Piene – 1973 – Farbsiebdruck – 130 x 200 cm, © Otto Piene, VG Bild-Kunst, Bonn 2018 – Fotograf: Jack Kulcke, Düsseldorf

Otto Piene (Laasphe 1928 – Berlin 2014) studierte – nach einem Jahr in München – von 1950 bis 1953 an der Kunstakademie Düsseldorf. 1958 begründete er mit seinem früheren Kommilitonen Heinz Mack ZERO. 1961 schloss sich ihnen Günther Uecker als dritter Mitbegründer an. Von Düsseldorf ausgehend entstand in rascher Folge eine gesamteuropäische Kunstbewegung, in der die Überwindung des Tafelbildes mit der Eroberung des Raumes und der Einbeziehung von Licht, Luft, Wasser, Feuer, Himmel, Wüste usw. als künstlerischen Materialien und Ausdrucksbereichen einherging. ZERO wurde zur ersten Kunstbewegung der Nachkriegszeit, mit der Kunst aus Deutschland und damit die Kunstakademie Düsseldorf und das Rheinland erneut weltweite Wirkung erzielte. Mehrere Überblicksausstellungen, darunter im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, im Martin-Gropius-Bau in Berlin, im Stedelijk Museum, Amsterdam, und im Sabancı Museum, Istanbul, erhoben die ZERO-Bewegung in den letzten Jahren zu einer der beachtesten künstlerischen Erscheinungen der Gegenwart. Weiterlesen

Theater: „Sophie Scholl“

Siegen, LYZ, Kultur4you
Freitag, 23.11.18, 11 Uhr

Theater Duisburg

Vorstellung für Schulen
Ein Solo über Zivilcourage, Selbstloyalität und zwei mutige junge Frauen.
Die eine lebt im Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus‘, leistet Widerstand, wird von der Gestapo verhaftet und weigert sich, ihre Freunde zu verraten. Eine, die für ihre Überzeugung in den Tod geht.
Die andere ist eine moderne, aufstrebende Jura-Studentin in der heutigen Zeit, voller Träume und Ideen, Ängste und Pläne, Witz und Lust am Leben. Sie steht kurz vor dem Abschluss und ist voller Vorfreude auf ihr Berufsleben.
Junge Frauen, die ihre ersten Erfahrungen mit der Liebe machen, von einer besseren Welt träumen, ihr Leben noch vor sich haben. Ihre Namensgleichheit? Reiner Zufall. Und doch sind ihre Geschichten eng miteinander verknüpft. Als Sophie in einen Prüfungsbetrug verwickelt wird und als Entlastungszeugin für die unschuldige Sekretärin aussagen soll, wird aus der Namensverwandtschaft eine Gewissensfrage:  Was ist wichtiger, die eigene Zukunft oder zivilcouragiertes Handeln?

Veranstalter: 1. FCKV
Eintritt: 6,- € / LehrerInnen u. Begleitpers. der Schulen frei / Anmeldung klassenweise unter 0271/333-2447
Quelle: LYZ, Programm

Landesweite Studie nennt erstmals die Todesopfer durch Novemberpogrome von 1938 für Nordrhein-Westfalen

Weit mehr Menschen durch antijüdische Ausschreitungen ums Leben gekommen als bisher angenommen – Nordrhein-Westfalen legt als erstes Bundesland wissenschaftliche Studie zu Opferzahlen vor. 5 Opfer sind im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein bekannt.

V.l.: Klaus Kaiser, Parlam. Staatssekretär NRW-Kulturministerium, Projektbearbeiter Immo Schatzschneider und Gerd Genger, Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte und Hildegard Jakobs, stellvertr. Leiterin. Foto: Stadt Düsseldorf, Gstettenbauer

Mindestens 127 Menschen kamen im Zuge der Novemberpogrome von 1938 auf dem Gebiet des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ums Leben – das ist das Ergebnis eines landesweiten Forschungsprojekts der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Ergebnisse des vom Land geförderten Projekts belegen, dass die bisher kursierende Zahl von 91 Toten im gesamten damaligen Deutschen Reich viel zu niedrig ist. Forscherinnen und Forscher haben die Abschlussergebnisse der Studie gemeinsam mit Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, in der Mahn- und Gedenkstätte vorgestellt. Weiterlesen