Die Leitung in die Welt: Arbeiten im Telegrafenamt

Friedel Butenhoff, 89, erinnert sich auf Unser Siegen an ihre Arbeit im alten Telegrafenamt. Die Zeitzeugin vermittelte unzählige Ferngespräche aus Siegen rund um die Welt. Die gebürtige Badenerin erzählt, wie sie der Liebe wegen nach Siegen kam, hier gleich Arbeit fand, wie ihre Arbeit „auf Platz 3 im Fernamt“ aussah und wie ihr Arbeitsplatz sich entwickelt hat, als dann der „Selbstwählferndienst“ eingeführt wurde.

Weitere Informationen zur Geschichte des Telegraphenamtes finden sich in folgender regionaler Literatur:
– Siegerländer Heimatkalender 1926, 80-82
– Großes Postereignis in Siegen am 20.06.1894. Reichs-Post- und Telegraphengebäude am Unteren Schloß
eröffnet,Unser HeimatLand, 1969, S. 64 – 65;
– Bau der Reichspost begeisterte Bürgerschaft. Vor 100 Jahren neben dem Unteren Schloß feierlich
eröffnet. Bereits drei Jahrzehnte später zu klein, Unser HeimatLand, 1994, S. 106 – 107;
– Unser HeimatLand, 2001, S. 65 – 66
– Postgeschichtliche Blätter 1974, S. 1 – 23

Vortrag zur Stadtgeschichte: Die Urkunde von 1224 und die Stadtwerdung Siegens

18.01.2024, 19.00 Uhr(Einlass ab 18.30 Uhr), Eintritt ist frei
Atriumsaal, Siegerlandhalle, 57072 Siegen
Referent: Prof. Dr. Mark Mersiowsky

Urkunde von 1224 (HAStK, Best. 210, U 1/97)

Mit Beginn des Jubiläumsjahres wird die dazu Anlass gebende Urkunde von 1224, in welcher Siegen erstmalig als oppdium bzw. Stadt beschrieben wird, in den Blick genommen. Über die Entwicklung der hiesigen Siedlung zur Stadt geben nur wenige historische Quellen wie ein Münzfund aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts Auskunft, was die Bedeutung dieses Schriftstückes noch unterstreicht. Hierin wird die Herrschaft über Siegen zwischen dem Erzbischof von Köln, Engelbert von Berg und den Grafen von Nassau geteilt. Im Rahmen des Vortrages werden die Entwicklungsgrundlagen von der einfachen Siedlung zum oppidum sowie die Motive und Interessen kurkölnischer wie nassauischer Städtepolitik beleuchtet.

s.a. https://www.siwiarchiv.de/vortrag-philipp-dotschev-siegen-die-urkundliche-ersterwaehnung-siegens-als-stadt-1224/

Vortrag: Jochen Grisse: „Aus Erz wird Stahl.

Historische Eisenerzeugung am Beispiel der Eiserner Hütte“
Freitag, 12.1.2024, 19 Uhr, Kapellenschule Siegen-Eisern

Eiserner Hütte (links) und Eisenhardter Tiefbau (rechts) um 1900


Der Vortrag gibt zunächst einen Überblick über die Geschichte der Eiserner Hütte und erläutert Details zur historischen Eisen- und Stahlerzeugung. Kurz wird auf die Öebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen eingegangen. Am Ende erfoögt eine Einordnung der wirtschaftlichen Bedeutung des Siegerlandes als historische Montanregion in Zentraleuropa.

Quelle: Verein Siegerländer Bergbau, Instagram-Account

Video: “ Die Fürstengruft zu Siegen und ihre Wehrgänge“

„Die Siegener Unterwelten gewähren Einblicke in die nicht zugänglichen Bereiche der Fürstengruft. Dabei handelt es sich um Wehrgänge, die sich auf der höhe des Gewölbe der Gruft befinden.“

ehr Informationen zur Fürstengruft finden sich: https://siegener-unterwelten.de/weiteres/die-fuerstengruft

Weiere Beiträge zur Fürstengruft auf siwiarchiv.

Neues Buch zeichnet 200 Jahre bewegter Siegerländer Walzenguss-Geschichte nach

Das Buch „Walzen für die Welt. Eine Chronik des Siegerländer Walzen­gusses. 1820 bis 2020“ ist in einer kleinen Auflage im Verlag Vorländer erschienen. Es umfasst rund 400 Seiten Text mit vielen Bildern und Tabellen. (Foto: Josef Wiesmann)


Walzen haben bis heute in industriellen Prozessen eine überragende Bedeutung. Sie kommen bei der Entstehung vieler Produkte des täglichen Lebens zum Einsatz – man denke nur an Lebensmittel wie etwa Mehl oder an Autos, Flugzeuge, Chemieanlagen, Rüstung, Energieversorgung, Papier und Folien. Immer noch haben die Hersteller von gegossenen Walzwerks­walzen ihren europäischen Schwerpunkt im Siegerland. Die Entwicklung dieses einzigartigen Walzenguss-Clusters, welche vor rund 200 Jahren begann, wird nun in einem Buch „Walzen für die Welt. Eine Chronik des Siegerländer Walzengusses. 1820 bis 2020“ von Josef Wiesmann nachgezeichnet.

Der Autor beschreibt die Entwicklung der Branche beginnend mit den ersten Walzengüssen aus dem Holzkohle-Hochofen auf der Marienborner Hütte um 1820 und ihren enormen Aufschwung nach dem Eisenbahnbau ins Sieger­land 1861 bis zum Ersten Weltkrieg. Walzwerke und Walzenguss trugen damals entschei­dend mit dazu bei, dass sich die Industriestruktur im Siegerland weg von der Montanindustrie hin zum industriellen Weiterverarbeitungsbereich entwickeln konnte. Weiterlesen

Video: „50er- und 60er-Jahre – Kindheit und Jugend in Bürbach und Siegen“


„Dieter Tröps, Jahrgang 1951, blickt auf seine Kindheit und Jugend in Bürbach und Siegen zurück. Der erste Sprössling in der Neubausiedlung für Postbeamte am Bürbacher Weg wuchs in einer aus heutiger Sicht bescheidenen, für damalige Verhältnisse aber besonderen Wohnung auf. Familie Tröps war sicher nicht die einzige, die stolz auf fließendes und warmes Wasser und eine Badewanne war. Der Zeitzeuge erinnert sich an Kindergarten und Jungengymnasium und an das damalige Landleben im heute städtischen Bürbach. Er erzählt, warum er sich zunächst für die Lehre statt fürs Abitur entschied, das er später am Siegerlandkolleg nachholte, und wie er sich ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit erarbeitete.“

Video: „Bewegte Zeiten – 70 Jahre AMC Burbach“


Vom „Wilden Club“ der späten vierziger Jahre, mit der Gründung des AMC Burbach im Jahr 1953, über das Internationale Siegerland Flughafen Rennen, bis hin zur führenden Historischen Rallye in NRW. Der AMC Burbach schaut in diesem Jahr auf 70 Jahre bewegter Club-Geschichte zurück. Journalist, Filmemacher und Clubmitglied Burkhard Bechtel hat rund fünfzig Stunden Rohmaterial gesichtet um in seinem Film „Bewegte Zeiten“ die Geschichten der Menschen zu erzählten, die den Club geprägt haben. Im Jahr 2024 soll die rund halbstündige Dokumentation erscheinen, die alle Facetten des bewegten Clublebens beleuchten wird. Im Rahmen der 70-Jahr-Feier- des AMC Burbach wurde diese rund achtminütige Kurzfassung des Films, mehr oder weniger als Appetithappen auf die kommende Dokumentation, vorgestellt.

Literaturhinweis: „Tagebuch des Bergpraktikanten Heinrich Adolf Dresler“

Heinrich Adolf Dresler entstammte einer der ersten und ältesten Siegener Unternehmerfamilien, die bereits seit dem Jahr 1502 als Zunftmeister nachweisbar sind. Um ihn auf seine spätere Tätigkeit als Leiter der familieneigenen Betriebe vorzubereiten, schickte ihn sein Vater auf die Stahlberger Gruben samt Beilehen bei Müsen. Hier war er von April 1853 bis Juli 1854 als Bergpraktikant tätig und verfasste ein Tagebuch über seine Arbeit.

Das Besondere ist die Authentizität der Beschreibung des Berg- und Hüttenwesens, so wie es vor knapp 200 Jahren vonstatten ging. Detailliert stellte Dresler das Pochen, Waschen, die Gangverhältnisse, die Grubenzimmerung und -mauerung, das Probennehmen sowie den technischen Schmelzbetrieb, nicht nur der Eisenerz-, sondern auch der Silber-, Blei- und Kupferhütten dar.
Mit der wortgetreuen Transkription seiner handschriftlichen Ausarbeitungen werden dem Montaninteressierten die authentische Beschreibung des Berg- und Hüttenwesens, so wie es zur Zeit der industriellen Revolution auf dem größten und ergiebigsten Grubenfeld des Siegerländer Bergreviers stattfand, nähergebracht.
Ergänzt werden die reich bebilderten Dresler’schen Ausführungen durch einen Auszug aus der „Mineralogischen Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande“ aus dem Jahr 1789 von Johann Philipp Becher, wunderschönen Mikroaufnahmen von Stufen und Kristallen aus den Stahlberger Gruben sowie metrologischen Daten aus der Siegen-Nassauer und preußischen Zeit.“
Quelle: Verlagswerbung