Siegen: Industriegeschichte auf Stromkästen gemalt

Heimische Industriegeschichte sichtbar gemacht, oder: „Vom Strom- zum Schaukasten“ – die Verantwortlichen mit drei kunstvoll neu gestalteten Stromkästen (v.l.: Martin Zielke, Günther Langer, Arno Dienenthal und Stadtrat Arne Fries). (Foto: Stadt Siegen)

Fünf Stromkästen im Bereich Hagener Straße/Sieghütte (Unternehmen Dango & Dienenthal Maschinenbau) zieren jetzt Motive mit regionalem Bezug: die Sieghütte um 1900 in schwarz-weiß, ein Schmiedemanipulator und eine Bohrmaschine mit Hochofen.

Um die Kunstwerke der Öffentlichkeit vorzustellen, trafen sich jetzt der Siegener Kulturdezernent Arne Fries, Martin Zielke als Initiator der Initiative „Siegen sind wir – SI.gestalten“, Geschäftsführer Arno Dienenthal und Günther Langer als Vorsitzender des Bezirksausschusses Siegen-West. Gestaltet hat die Motive die heimische Künstlerin Tzveta Grebe, die mit Ihren Kunstwerken auf Strom- und Verteilerkästen sowie Trafohäuschen im gesamten Siegener Stadtgebiet und darüber hinaus bekannt ist. Zwei weitere Kästen in der Nähe werden noch mit historischen Hauberg-Motiven gestaltet. Weiterlesen →

Heimatpreis 2020: Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit auf Platz 1

Landrat Andreas Müller (r.) und Bad Laasphes Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann (l.) gratulierten dem Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit zum ersten Platz.


Unter dem Motto „Siegen-Wittgenstein 2020 – Heimat für alle“ hatte Landrat Andreas Müller im Februar den diesjährigen Heimatpreis des Kreises ausgeschrieben. Bei einer Preisverleihung im Kulturhaus Lÿz wurden jetzt die Sieger bekanntgegeben.

Der erste Platz ging an den Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Mit dem Projekt „Alte Synagoge“ wollen die Initiatoren an die Schicksale der NS-Verfolgung erinnern und den Opfern ein Gesicht geben.
„Sie erinnern damit an ein düsteres Kapitel unserer Geschichte und machen sich gleichzeitig für Toleranz und Menschlichkeit stark.“, so Landrat Andreas Müller in seiner Laudatio an die sichtlich überraschten Preisträger. „Die Synagoge ist das Sinnbild einer ‚Heimat für Alle‘ und bietet einerseits Raum zum Gedenken an Vergangenes und ist andererseits offen für die gemeinsame Zukunft“, so Müller weiter.

Förderprogramm des Landes
Der erste Platz ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm „Heimat-Preis“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Insgesamt standen für den Heimat-Preis 10.000 Euro zur Verfügung, die die Jury auf insgesamt drei Wettbewerbsbeiträge aufgeteilt hatte. …. Weiterlesen →

Von A bis Z: Die „Geschichte der Schrift“ im Museum Wilnsdorf

Besucher der Ausstellung können selbst aktiv werden und sich in der Kunst der Schriftsysteme ausprobieren.

Das Museum Wilnsdorf ist ein toller und spannender Erlebnisort für alle Altersklassen. Im Untergeschoss des kulturgeschichtlichen Bereichs wartet auf die Besucher seit einigen Wochen ein ganz besonderes Highlight: eine neue Dauerausstellung, die sich von A bis Z einer der ältesten Kulturtechniken der Menschheit widmet – der Schrift. Die Ausstellung „Die Geschichte der Schrift“ lädt zum Entdecken und Staunen ein und wird Jung und Alt gleichermaßen begeistern.

„Heutzutage ist die Schrift aus unserem Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Auf Wegweisern und Hinweisschildern, in Büchern und Zeitungen – als wichtigstes Kommunikationsmittel begegnet sie uns immer und überall“, weiß Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck zu berichten. Aber woher kommt die Schrift und wie entstand sie? Dieser Frage können Besucher im Museum ganz genau auf den Grund gehen. Weiterlesen →

Wanderung: „Auf den Spuren Wilhelm Münkers

– Naturschützer und Vorbild für Jugend und Gesundheit“

Anlässlich des 50. Todestages von Wilhelm Münker, Mitgründer des Deutschen Jugendherbergswerkes und einer der bekanntesten Hilchenbacher Bürger, findet am Samstag, 29. August eine weitere historische Führung statt. Im Rahmen der Erlebnisveranstaltungen startet die Tour mit dem Gäste- und Kulturlandschaftsführer Michael Thon um 14 Uhr an der Jugendherberge in Hilchenbach, Wilhelm-Münker-Straße 9. Die Führung dauert ca. 2,5 Stunden und ist kostenlos. Sie verläuft entlang der wichtigen Schauplätze aus dem Leben des Hilchenbacher Ehrenbürgers und veranschaulicht, wie und wo er gewohnt, gelebt und gewirkt hat.

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie, ist die Führung nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 10 Personen begrenzt und die Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Nach der Führung lädt die Stadt Hilchenbach zu einem gemeinsamen Austausch über Wilhelm Münker bei Kaffee und Kuchen in die Jugendherberge ein. Auch hier sind die Hygieneregeln zu beachten.

Veranstalter ist die Stadt Hilchenbach in Zusammenarbeit mit der VHS Siegen Wittgenstein.

Anmeldungen mit Angabe des Namens, Anschrift und Telefonnummer nimmt ab sofort die Touristik-Information Hilchenbach unter der Rufnummer 02733 288-133 oder per E-Mail an touristinfo@hilchenbach.de entgegen.
Quelle: Stadt Hilchenbach, Veranstaltungen

Großer NRW Heimatpreis „Junge Heimat“ für Freudenberg und Siegen-Achenbach

Foto: Bernd Brandemann


NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach hat die Flecker Erlebnisführer und damit den Freudenberger Verein FRids mit dem Sonderpreis des Landes „Junge Heimat“ ausgezeichnet. Dafür besuchte sie die Fachwerk-Altstadt. Die im Übrigen auch ihr Lob fand: „Der Alte Flecken ist baugeschichtlich eines der bedeutsamsten Denkmäler in Westfalen und weit über NRW hinaus bekannt.“
Apropos Heimat: „Warme Worte gibt’s genug. ‚Heimat‘ braucht auch eine finanzielle Unterstützung,“ so die Ministerin. Deshalb sei ein landeseigenes Förderprogramm gestartet worden. Aus 180 Preisträgern in Kommunen und Kreisen seien jetzt von einer Jury die besten Beispiele ausgesucht worden. „Eine Mischung aus spannenden Episoden der bewegten Stadtgeschichte, spektakulärer Kulisse, Gemeinschaft Gleichgesinnter und nicht zuletzt wohl auch die Erfahrung, sich selbst kreativ einbringen zu können und Bestätigung zu finden,“ so lobt jene Jury das Freudenberger FRids-Projekt. Und es war sogar der 1. Preis in dieser Kategorie, verbunden mit einem Preisgeld von 2.000 Euro.
FRids sei zwar ein Verein mit wenig Mitgliedern, erläuterte Vorsitzende Ulrike Monreal. Aber dafür einer mit einem großen Netzwerk. Schnell entscheiden können, sei ein Erfolgsrezept. Weiterlesen →

Wilfried Lerchstein: Die Königlich-Preußische Post in Netphen

Postwärteramt ab 1818. Ein großer Fortschritt für das „platte Land“

Der Beitrag aus der Deutschen Briefmarken-Zeitung Nr. 18/2020 vom 14. August 2020 (S. 16-18) wurde vom Autor als PDF freundlicherweise zur Verfügung gestellt: DBZ Nr. 18-2020 vom 14.8.2020, S. 16-18, Postgeschichte von Netphen

Paderborn: Forschungsergebnisse zu Erzbischof Lorenz Jaeger in der Zeit des Nationalsozialismus vorgelegt

Professor Dr. Josef Meyer zu Schlochtern, Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

„Keine pauschale Einordnung von Kardinal Jaeger“Forschungsergebnisse zu Erzbischof Lorenz Jaeger in der Zeit des Nationalsozialismus vorgelegt
Zufrieden überreichte Professor Dr. Josef Meyer zu Schlochtern von der Theologischen Fakultät Paderborn das Buch „Lorenz Jaeger – Ein Erzbischof in der Zeit des Nationalsozialismus“ an Erzbischof Hans-Josef Becker. Es dokumentiert die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur Haltung des späteren Kardinal gegenüber dem Nationalsozialismus. Erzbischof Becker hatte nach Vorwürfen der Rechtfertigung nationalsozialistischer Kriegsverbrechen durch den ehemaligen Paderborner Erzbischof und einer Debatte um die posthume Aberkennung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Paderborn die Theologische Fakultät zu einer wissenschaftlichen Untersuchung beauftragt. „Sie haben mit wissenschaftlicher Methodik das Fundament für eine differenzierte Betrachtung der Haltung von Lorenz Jaeger zum Nationalsozialismus gelegt. Mit dem Buch wird eine verantwortungsvolle Beurteilung ermöglicht“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker, als der Lehrstuhlinhaber für Fundamentaltheologie ihm das erste Exemplar des von ihm herausgegebenen Buches überreichte. Weiterlesen →

Literaturhinweis: „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“

Katalog zur Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn herausgegeben von Christoph Stiegemann

„Peter Paul Rubens ist der bedeutendste Meister des flämischen Barock. Von seiner Werkstatt in Antwerpen aus verbreiteten sich seine Arbeiten, aber auch seine Bildideen in ganz Europa. Ausgehend von der barocken Neuausstattung des Paderborner Doms durch flämische Künstler aus dem direkten Umfeld des Malers, stehen die Kunst und der schöpferische Einfluss Rubens’ im Zentrum einer groß angelegten Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn.Der reich bebilderte Katalog zur Ausstellung, an dem führende Experten der Rubensforschung mitgewirkt haben, bietet ein umfassendes Panorama des flämisch geprägten Barock und seiner bahnbrechenden künstlerischen Innovationen und Einflüsse in Malerei und Skulptur. Er präsentiert auch virtuose, so noch nie gezeigte Skizzen und Bozzetti von der Hand Rubens’ und seiner Zeitgenossen und Nachfolger, in denen der Leser der schöpferischen Kraft – der prima idea – der genialen Barockkünstler ganz nahe kommen kann.
Eine eigene Abteilung widmet sich darüber hinaus Konzepten des Barock in der Gegenwartskunst. Hier sind u. a. Arbeiten von Gerhard Richter, Tony Cragg und Hans Op de Beeck zu sehen.“
Mit Beitrag zur „Druckgraphik der Barockzeit“ von Ursula Blanchebarbe, Leiterin des Siegerlandmuseum

21,5 × 28 cm, 576 Seiten, 452 Farb- und 11 SW- Abbildungen, Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7319-0956-9
49,95 Euro (D)
Quelle: Verlagswerbung

Alfred Fissmer im Kreistagsprotokoll vom 15. September 1919

Ein Fund zur Biographie.

Alfred Fissmer war gerade Bürgermeister der Stadt Siegen geworden und wurde bereits als Ersatzmitglied des Kreises Siegen für den Provinziallandtag gewählt. Zudem wurde er Mitglied der kreisweiten Einkommensteuer-Veranlagungskommission.

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Online: Bernhard Lohrum: Geschichte der Geisweider Eisenwerke in den Jahren 1933 – 1945

Das Dritte Reich und die Kriegszeit. Einflussnahme der Wehrwirtschafts-Dienststellen. Zwangsarbeit.

Lohrum stellt seine Präsentation hier dankenswerterweise zur Verfügung: Zwangsarbeit zusammengef