Landesarchiv NRW neue Themenseite zur Zwangsarbeit in NRW

Auf dem Foto ist der Fremdarbeiterausweis von Tatiana Moszniaha zu sehen. Das Dokument stammt aus ihrer Entschädigungsakte, die in der Abteilung Westfalen verwahrt wird. Tatiana Moszniaha wurde von den Nazis als Jüdin verfolgt und schließlich von der Gestapo aus der heutigen Republik Moldau nach Deutschland verschleppt. Hier musste sie drei Jahre für die Goetz-Werke in Burscheid arbeiten und in einem Barackenlager wohnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Sie als „rassisch Verfolgte“ eine Geldentschädigung.

Im Landesarchiv NRW befinden sich viele Unterlagen, die das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern dokumentieren. Die Abteilung Westfalen hat ihr Sachinventar „Quellen zur Zwangsarbeit in Westfalen 1939-1945“ überarbeitet und ergänzt. Mit dem Sachinventar und einem Vortrag bietet die neue Themenseite unter https://www.archive.nrw.de/…/geschichte…/zwangsarbeit einen Einstieg in das Thema.

Literaturhinweis: Dieter Bald: „Information zwischen Pflicht und Gefühl

Todesanzeigen im Wittgensteiner Kreisblatt“ (BoD, 2022)
„Im Jahre 1852, also vor 170 Jahren, erschien die erste Zeitung im Kreis Wittgenstein. Dieter Bald aus Bad Berleburg nahm dieses Jubiläum zum Anlass, eine etwas ungewöhnliche Arbeit zu publizieren, die sich mit der Bekanntgabe von Todesfällen im Wittgensteiner Kreisblatt beschäftigt.
Der Autor untersuchte bereits 2020/21 im Rahmen einer Hausarbeit jeweils im Abstand einer Dekade mehr als 800 Todesanzeigen und Danksagungen, die man im Wittgensteiner Kreisblatt von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis Ende 1928 veröffentlichte. Diese Mitteilungen über Abschied, Tod und Trauer im ehemaligen Kreis Wittgenstein konnten damit erstmals über einen Zeitraum von mehr als sieben Jahrzehnten analysiert werden. Danach war es das Ziel des Autors, die Arbeit mit einigen Details zum Leben der Personen zu ergänzen, um die man damals trauerte.
Nachforschungen zur ersten Wittgensteiner Todesanzeige, zur ersten Danksagung und die Entwicklung der Todesanzeige insgesamt bis zum Jahr 1928 werden empirisch dargestellt und um eine Reihe von kurzen Biografien ergänzt.“
Quelle: Verlagswerbung

Fachtagung: Den fotografischen Blick durchschauen lernen – Umgang mit historischen Fotoquellen

Schülerin mit Tablet auf Friedhof

Historische Fotos sind trügerische Quellen. Wie Texte bilden sie die vergangene Wirklichkeit nicht einfach ab. Insbesondere Fotos aus Krieg und Diktatur bedürfen einer quellenkritischen Erschließung, damit Schülerinnen und Schüler die oft ideologisch belasteten Bildaussagen der Fotografen und ihrer Auftraggeber durchschauen können. Welche Übungen fördern den kritischen Blick auf historische Fotos in Schulbüchern und Ausstellungen? Wie können außerschulische Bildungspartner den Erwerb historisch-politischer Bildkompetenzen mit ihren Lernangeboten unterstützen? Die Fachtagung präsentiert Methoden und Praxisbeispiele zur Erschließung fotografischer Bildquellen in der Schule und an außerschulischen Lernorten wie Archiven, Gedenkstätten, Museen und Medienzentren.

Termin: Mittwoch, 07.12.2022 | 09.30 – 16.00 Uhr
Ort: LVR-LandesMuseum Bonn | Colmantstr. 14-16, 53115 Bonn
Zielgruppe: Lehrkräfte, Mitarbeitende außerschulischer Lernorte, KT-Moderator*innen, ZfsL, ZfL, universitäre Geschichtsdidaktik, kommunale Akteure, politische Bildner*innen
Gebühren: kostenfrei
Veranstalter: Bildungspartner NRW
Kontakt: Andreas Weinhold | 0211-27404-2123 | 

Website der Landesinitiative Langzeitverfügbarkeit – LZV.nrw – online

Hier finden Sie umfangreiche Informationen zur digitalen Langzeitverfügbarkeit sowie zu den Angeboten und Zielen von LZV.nrw. Die Landesinitiative Langzeitverfügbarkeit arbeitet seit ihrem Start im September 2021 an einem umfangreichen LZV-Angebot für die NRW-Hochschulen und ihre Bibliotheken. Dieses Angebot stellt sie Ihnen auf ihrer Website vor – von einer Einführung in das Thema digitale Langzeitverfügbarkeit bis
hin zu den am Bedarf der Hochschulen und Hochschulbibliotheken NRWs ausgerichteten LZVServices der Landesinitiative LZV.nrw.
Daran anknüpfend sind umfangreiche Informationen zur Umsetzung der digitalen Langzeitverfügbarkeit zusammengestellt. Neben der Vermittlung von LZV-Wissen und dem Support in Fragen der praktischen Anwendung möchte die Landesinitiative Langzeitverfügbarkeit aktiv die LZV-Anliegen der NRW-Hochschullandschaft aufnehmen und deren Realisierung vorantreiben. Ein wichtiger Aspekt für die Zukunft ist die Vernetzung der mit LZV.nrw kooperierenden Hochschulen sowie die Schaffung einer gemeinsamen Wissensplattform zum Thema LZV.
Die Landesinitiative Langzeitverfügbarkeit steht als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung. Alle Informationen und den Kontakt zum LZV-ServiceTeam finden Sie unter:
https://www.lzv.nrw

Heft 97 der „Archivpflege in Westfalen-Lippe“ ist online

Die nächste Ausgabe der „Archivpflege in Westfalen-Lippe“ Heft 97 (2022) ist erschienen und steht online zur Verfügung. 

Themen in diesem Heft