Kirchenkreisarchiv zurück in Siegen

Nachkriegsbestände des Evangelischen Kirchenkreises jetzt erschlossen

Mehr als 2.000 Archivalien in hunderten von Archivkartons lagern jetzt wieder gut sortiert im Archivkeller des Kreiskirchenamtes in Siegen. In den letzten Monaten sind sie im Landeskirchlichen Archiv in Bielefeld geordnet worden.

Im Bild von links: Synodalarchivpfleger Gerhard Moisel, Verwaltungsleiter Oliver Berg, Pressereferentin der Sparkasse Siegen Stefanie Schierling, Superintendent Peter-Thomas Stuberg und Diplom-Archivarin Claudia Brack vom Landeskirchlichen Archiv Bielefeld. (Foto: Karlfried Petri/Kirchenkreis Siegen)

Im Bild von links: Synodalarchivpfleger Gerhard Moisel, Verwaltungsleiter Oliver Berg, Pressereferentin der Sparkasse Siegen Stefanie Schierling, Superintendent Peter-Thomas Stuberg und Diplom-Archivarin Claudia Brack vom Landeskirchlichen Archiv Bielefeld. (Foto: Karlfried Petri/Kirchenkreis Siegen)

Am Mittwoch (31.10.2013) wurden die letzten Archivkartons zurück nach Siegen gebracht. Superintendent Peter-Thomas Stuberg und Verwaltungsleiter Oliver Berg erhielten das Findbuch zum Archiv überreicht. „Für historisch Interessierte gibt es hier einiges zu entdecken“, stellt Oliver Berg fest.

Der Evangelische Kirchenkreis Siegen, der seit 1818 besteht, hat eines der bedeutendsten Synodalarchive in Westfalen. Weiterlesen

NRW-Kreisarchivare trafen sich im Kreishaus Olpe

Die Teilnehmer der Archivartagung (in der ersten Reihe von links): Landrat Frank Beckehoff, Thomas Wolf, Sprecher des AKKA, Vorsitzender Thomas Lonnes und Olpes Kreisarchivar Jörg Endris Behrendt (Foto: Kreis Olpe).

Die Teilnehmer der Archivartagung (in der ersten Reihe von links): Landrat Frank Beckehoff, Thomas Wolf, Sprecher des AKKA, Vorsitzender Thomas Lonnes und Olpes Kreisarchivar Jörg Endris Behrendt (Foto: Kreis Olpe).

Der „Arbeitskreis der Kreisarchive in Nordrhein-Westfalen“ (AKKA) war jetzt auf Einladung von Kreisarchivar Jörg Endris Behrendt anlässlich einer Tagung Gast im Olper Kreishaus. Landrat Frank Beckehoff ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer in Südwestfalen willkommen zu heißen und ihnen in seinem Grußwort die Vielfalt und Leistungskraft des Kreises Olpe vorzustellen.

Die Archivare der 30 Kreise in NRW, der Städteregion Aachen sowie der Archivämter der Land­schaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe treffen sich zweimal jährlich abwechselnd im Rheinland und Westfalen. Die regelmäßigen Arbeitstreffen dienen der Koordinierung der Interessen der Kommunalarchive mit denen der anderen archivarischen Arbeitsgemeinschaften in Nordrhein-Westfalen und dem Erfahrungsaustausch. Das Themenspektrum reicht dabei von Fragen der Bestandserhaltung, der Öffentlichkeitsarbeit oder der Historischen Bildungsarbeit über die Einführung neuer kommunaler Finanz- und Steuerungssysteme zum Einsatz der Elektro­nischen Datenverarbeitung im Archiv bis hin zur Langzeitarchivierung elektronischer Unterlagen. Weiterlesen

Entdeckungen bei der Erschließung I

Durch die Entdeckung des ersten Wasserzeichens und den bereits letztens veröffentlichten Beitrag des ProPatria-Wasserzeichens, bin ich auf den Geschmack gekommen! Warum nicht mal wieder Rückmeldung aus der archivischen Arbeit, in diesem Falle die Tiefenerschliessung eines älteren Bestandes des Landratsamtes (Signatur 1.1.10 Landratsamt), geben. Besonders eben diese hübschen Papiere und ihre Wasserzeichen erscheinen durchaus interessant.

Also beginnen wir mal ganz vorne mit den Ergebnissen meiner Recherche zur Papierherstellung:

Die Papierherstellung in Europa beruhte seit dem Hochmittelalter auf der Herstellung eines Papierbreis aus Lumpen. Die Lumpensammler und –händler versorgten die Papiermühlen mit dem Rohstoff, dort wurden die Hadern in Fetzen geschnittenm manchmal gewaschen, einem Faulungsprozess unterzogen und schließlich per Stampfwerk zerkleinert und zu einem Brei gestampft. Der Papiermacher siebte abschließend mithilfe eines Schöpfrahmens eine dünne Schicht des Papierbreis ab, legte diesen auf Filzunterlagen, um ihn zu entwässert und preßte, leimte und trocknete schließlich das Papierstück. All diese Arbeitsgänge wurden zunächst noch per aufwendiger Handarbeit betrieben bzw. mit Tieren im Kollergang (Zerkleinerung).

Die maschinelle Massenproduktion von Papier beginnt im mittelalterlichen Europa; europäischen Papiermachern gelingt es in kurzer Zeit, den Arbeitsprozess durch die Einführung zahlreicher Neuerungen zu erleichtern: Das Reißen der Lumpen mit einem Sensenblatt löst die umständliche Praxis des Reißens von Hand oder Schneidens mit Messer oder Schere ab. Der weitere Zerkleinerungs- und Faulungsvorgang wird jetzt mithilfe von wasserangetriebenen Mühlen betrieben und die bisherigen Bambus- oder Schilfsiebe zum Abschöpfen des Papierbreis werden durch Metallsiebe ersetzt, die auch die technische Voraussetzung für das Anbringen der zur Kennzeichnung dienenden Wasserzeichen ermöglicht. Auch ging man dazu über, die Hadern statt des Faulens und Reinigens mit Chlor zu bleichen. Dadurch konnten auch farbige Stoffe zu weißem Papier verarbeitet werden.  Weiterlesen

Nicht mehr ganz so unbekannte Palmblattmanuskripte

 – ein Beitrag zur Blogparade „Mein faszinierendes Kulturerlebnis“ von Tanja Praske.
birmanischIn diesem Juli brachte ein regionaler Forscher 3 Palmblattmanuskripte in das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein. Diese waren ihm mit der Bitte, die Schriftstücke zu identifizieren, überlassen worden. Der Besitzer mutmaßte, daß es sich um hebräische Schriftzeichen handeln könnte. Dieser Einschätzung konnten aber sowohl der Forschende als auch der Kreisarchivar nicht folgen. Die Schriftzeichen wurden salopp und oberflächlich mit „irgendetwas asiatisches“ angesprochen.
Hier könnte die Geschichte bereits enden. Denn die Identifizierung von Palmblattmanunskripte aus dem asiatischen Sprachraum sind nun eigentlich nicht die primäre Aufgabe eines regionalen Archivs. Aber: Weiterlesen

Literaturliste zur Auswanderung aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein nach Amerika

Literaturliste zur Auswanderung aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein nach Amerika

 

Adams, [Pauline]/ Keffer, [John Poist] Hombach family history; [Newport ]1968
  Aus den Tagebüchern eines deutschen Zwischendeck-Passagiers; In: Erheiterungen. Eine Monatsschrift für gebildete Leser; August von Kotzebue/Heinrich Zschokke; Sauerländer, 1847, S. 870-875
  Auswandererhafen Hamburg. Ausstellungskatalog der Staatlichen Pressestelle der Freien und Hansestadt Hamburg; Hamburg, 1998
Bäcker, Jürgen Die Emigration aus dem Wittgensteiner Land nach Nordamerika bis zum 19. Jahrhundert; Siegen (unveröffentlichte Examensarbeit), 1977
 Müller, August / Bartolosch, Thomas A. [Bearb.] „Wir hatten ein schlechtes Schiff …“ : Briefe eines Westerwälder Amerika-Auswanderers 1892 – 1914 ; eine nachträgliche Quellenedition zum Jubiläumsjahr „300 Jahre Deutsche in Amerika“ (1983) / [August Müller]. Bearb. von Thomas A. Bartolosch. Mit einem Vorw. von Wolfgang J. Helbich. Hrsg. v. d. Kreisverwaltung Altenkirchen, Kreisarchiv
Bartolosch, Thomas A. (Hrsg.) Siegerländer und Wittgensteiner in der neuen Welt : Auswanderung im 18. und 19. Jahrhundert / Universität Siegen. Hrsg. im Auftr. des Rektorats der Universität Siegen von Thomas A.Bartolosch … Weiterlesen

Online-Unterstützungskampagne für das Stadtarchiv Köln

Für jeden neuen Unterstützer der Facebook-Seite der Stiftung Stadtgedächtnis –
https://www.facebook.com/jedesstueckzaehlt – bis morgen 14 Uhr zahlt Sven Schöller, Immobilienmakler in Köln, einen Euro zur Rettung der Archivalien des Stadtarchivs von Köln. Also dies ist m. E. ein Grund aktiv zu werden und wer noch nicht bei Facebook angemeldet ist, kann dies ja nun gerne tun.

Nachruf auf Wolfgang Burbach

„An Mittwoch, dem 16. Oktober 2013 verstarb der Gründer und Geschäftsführer der Brüder-Busch-Gesellschaft Wolfgang Burbach wenige Wochen nach seinem 85. Geburtstag. Neben seinen Verdiensten um die Brüder Busch war der gebürtige Krombacher ein wichtiger Exponent des Siegerländer und Wittgensteiner Kulturlebens. Vor allem auch auf seine Initiative wurde in Hilchenbach in Südwestfalen mit dem Gebrüder-Busch-Kreis ein schlagkräftiger Kulturverein ins Leben gerufen, deren Geschäftsführer er bis 1984 erst ehrenamtlich, später hauptamtlich war. Die Einrichtung des Gebrüder-Busch-Theaters in Dahlbruch war ein wichtiges Signal für die Pflege lokaler Kulturunternehmungen. Ebenfalls wesentlich auf Veranlassung durch Wolfgang Burbach wurde 1972 der Brüder-Busch-Preis ins Leben gerufen, ein Nachwuchsförderpreises, der an den ARD-Musikwettbewerb gekoppelt war und seither vielen später berühmt gewordenen Musikern zugesprochen wurde. Im Gebrüder-Busch-Theater war lange Zeit auch das Brüder-Busch-Archiv untergebracht, das Burbach seit der Gründung der Brüder-Busch-Gesellschaft 1964 aus aller Welt zusammentrug. Das Archiv enthält mehrere Zehntausend Dokumente, Briefe, Zeitungsartikel, Programme, Fotos und andere Archivalien die Leben und Wirken des Dirigenten Fritz Busch (1890-1951), des Geigers und Komponisten Adolf Busch (1891-1952), des Schauspielers Willi Busch (1893-1951), des Cellisten Hermann Busch (1897-1975) und des Pianisten und Komponisten Heinrich Busch (1900-1929) dokumentieren. 2003 wurde die Brüder-Busch-Gesellschaft aufgelöst und das Archiv dem Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung, das sich bereits 1999 zur wissenschaftlichen Aufarbeitung und Auswertung bereit erklärt hatte, zugestiftet. Eine Auswahl aus den Beständen des BrüderBuschArchivs ist in der BrüderBuschGedenkstätte in Siegen zu sehen., 2003 ernannte ihn die Internationale Max-Reger-Gesellschaft zum Ehrenmitglied. 2011 veröffentlichte Wolfgang Burbach seine Erinnerungen Im Dienste der Brüder-Busch-Gesellschaft.“
Quelle: Nachruf des Max Reger Instituts in Karlsruhe

s. a. Nachruf in der Westfälischen Rundschau, 19.10.2013

Stadtarchiv Siegen am 4. Oktober geschlossen

Normalerweise heißt das Stadtarchiv im KrönchenCenter wissbegierige Besucher auch freitags (zwischen 10.00 und 15.00 Uhr) willkommen. Eine Ausnahme von der Regel gibt es am Freitag, 4. Oktober 2013: An diesem Tag muss die Einrichtung aus personellen Gründen ihre Pforten geschlossen halten. Das Team des Stadtarchivs bittet um Verständnis.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Siegen

Neuer Präsident des Landesarchivs NRW: Dr. Frank Bischoff

Ministerin Ute Schäfer mit dem neuen Präsidenten des Landesarchivs NRW Dr. Frank M. Bischoff (Foto: P. Fröhlich/Landesarchiv NRW)

Ministerin Ute Schäfer mit dem neuen Präsidenten des Landesarchivs NRW Dr. Frank M. Bischoff (Foto: P. Fröhlich/Landesarchiv NRW)

Dr. Frank Bischoff ist neuer Präsident des Landesarchivs NRW. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Wilfried Reininghaus an, der im April in den Ruhestand gegangen ist. Ministerin Ute Schäfer übergab Herrn Bischoff am 24. September in der Abteilung Rheinland des Landesarchivs die Ernennungsurkunde. Kolleginnen und Kollegen aus allen Abteilungen des Landesarchivs nahmen an der feierlichen Amtseinführung teil. Weiterlesen

Literaturhinweis: Marcus Stumpf / Katharina Tiemann (Hg.) „Im (virtuellen) Lesesaal ist für Sie ein Platz reserviert …“

tua27Archivbenutzung heute – Perspektiven für morgen : Beiträge des 21. Fortbildungsseminars der Bundeskonferenz der Kommunalarchive (BKK) in Kassel vom 14. – 16. November 2012 /

Texte und Untersuchungen zur Archivpflege, Band 27

Münster 2013, 128 S., ISBN 978-3-936258-18-9, 10 €

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