Hilchenbach: Seit gestern neue Öffnungszeiten für Bücherei, Archiv und Museum

Darius Schürmann hat seine Weiterbildung sehr erfolgreich abgeschlossen. Wie geplant, übernimmt er nun offiziell die Aufgabe als Stadtarchivar. Damit tritt Darius Schürmann die Nachfolge von Reinhard Gämlich an, der bisher noch als Mini-Jobber eine Sprechstunde im Stadtarchiv ermöglicht hatte.

Diese personelle Änderung nimmt die Stadt Hilchenbach zum Anlass, die Öffnungszeiten der Einrichtungen in der Wilhelmsburg zu vereinheitlichen und sie gleichzeitig denen des Rathauses stärker anzupassen.

Seit gestern sind die Stadtbücherei, das Stadtarchiv und das Stadtmuseum werktags wie folgt geöffnet:

Montag von 13 bis 17 Uhr, Dienstag von 13 bis 17 Uhr, Mittwoch von 10 bis 12 Uhr, Donnerstag von 13 bis 18 Uhr sowie Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr.

Wie das Rathaus ist die Wilhelmsburg nun am Mittwochnachmittag geschlossen und wie das Bürgerbüro bieten die Einrichtungen nun einen langen Donnerstag bis 18 Uhr. Dafür entfällt die lange Öffnung der Stadtbücherei montags bis 19 Uhr. In der Summe werden die Öffnungszeiten durch verkürzte Schließungen in der Mittagszeit mit 21 Stunden beibehalten.
Das Stadtmuseum ist zusätzlich weiterhin sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Die Stadtverwaltung bittet die Kundinnen und Kunden die neuen Öffnungszeiten beim Besuch der Einrichtungen zu beachten.
Quelle: Stadt Hilchenbach, Aktuelles v.1.3.2019

Zur Fortführung der Arbeit des Stadtarchivs Hilchenbach s. a. siwiarchiv v. 10.7.2018

Das Kellerkind der Kirche

Alt, wertvoll, lebendig, nützlich und gepflegt: das Archiv des ev. Kirchenkreis Siegen


Es führt ein Nischendasein im kirchlichen Alltag. Nicht selten ist es im Keller zu finden, unordentlich und für den Gebrauch ungeeignet. Nur Besonderes findet langfristig seinen Platz in dieser Nische im Keller. So manches wird hinausgeworfen und entsorgt. Was aber seinen Platz in dieser Nische findet, trägt bei zur Identität der Kirche und ihrem Gedächtnis. „Es“ ist das Kirchenarchiv. Kirchengemeinden haben es, die Kirchenkreise und auch die Landeskirche. Eine Fundgrube für die historische Forschung. Hier wird die Frage beantwortet, warum die Kirche so wurde wie sie ist. Weiterlesen →

Zehn Jahre nach dem Einsturz des Historischen Archivs

Stadt Köln zieht Zwischenbilanz

Am heutigen Sonntag werden Stadt Köln, Kölner Verkehrs-Betriebe und verschiedene Organisationen dem Einsturz des Historischen Archives der Stadt Köln am Waidmarkt gedenken. Vor dann exakt zehn Jahren stürzten das Gebäude des Historischen Archivs und zwei benachbarte Wohngebäude im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen des benachbarten Gleiswechselbauwerks für die künftige Nord-Süd-U-Bahn in den Untergrund. Zwei Menschen verloren ihr Leben, Anwohner mussten auf Dauer ihre Wohnungen verlassen, Schulen in Interimsstandorte ausweichen, Bewohner des anliegenden Seniorenheims ihr Heim verlassen, das Quartier Behinderungen hinnehmen, die teilweise noch andauern. Insgesamt 27 laufende Kilometer Archivgut wurden verschüttet und lagen teilweise im Grundwasser. 95 Prozent der Archivalien konnten mit beispiellosem Einsatz von Berufsfeuerwehr, Hilfsorganisationen aber auch freiwilligen fachfremden Helfern geborgen werden. Der finanzielle Gesamtschaden wird aktuell auf 1,3 Milliarden Euro kalkuliert. Die für den anstehenden Zivilprozess zur Schadensregulierung bedeutenden Untersuchungen am Gleiswechselbauwerk werden voraussichtlich in diesem Jahr abgeschlossen, so dass anschließend mit dem Rückbau der temporären Bauwerke und dem aktiven Aufbau der U-Bahn-Strecke begonnen werden kann. Die strafrechtliche Bewertung der Einsturzursache wurde in den letzten Wochen durch verschiedene erstinstanzliche Urteile festgestellt. Danach beruht der Einsturz auf der mangelhaften Ausführung einer sogenannten „Schlitzwand“ zur Absicherung der Baugrube gegen Grundwasser und Erdreich durch die beauftragte Bau-Arbeitsgemeinschaft. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
Für die Bergung des Archivgutes und anschließend die hochkomplexe Beweissicherung zur Ursachenforschung haben die Stadt Köln und anschließend die Kölner Verkehrs-Betriebe in aufwändigen technischen Verfahren zunächst ein unterirdisches Bergungsbauwerk und danach ein Besichtigungsbauwerk entlang der Schlitzwand errichtet.

Stand Archivalien-Rettung Historisches Archiv Weiterlesen →

Besuch im Magazin des Kreisarchivs Siegen Wittgenstein

Do. 07.03.2019 16:00 – 18:00 Uhr
Treffpunkt: Pforte IHW-Park, Eiserfelder Str. 316, Siegen

Haben Sie Lust, hinter die Kulissen des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein zu schauen, die Arbeit der Archivarinnen und Archivare kennen zu lernen und ungewöhnliches Archivgut zu sehen? In einer zweistündigen Führung werden Interessierte durch eines der größten Archivmagazine Südwestfalens geführt. Dort werden alle Aspekte archivischer Arbeit vorgestellt. Das wichtigste, älteste und ungewöhnlichste Archivgut des Kreisarchivs wird gezeigt. Kreisarchivar Thomas Wolf beantwortet auch gern Fragen zu allem, was Sie schon immer über Archive wissen wollten.
Barrierefrei.
Quelle: Volkshochschule Siegen-Wittgenstein, Programm, Details

10 Jahre danach – Einsturz des Kölner Stadtarchivs

„Der Jahrestag des Archiveinsturzes fällt in diesem Jahr auf den Karnevalssonntag. Zehn Jahre sind dann vergangen seit dem 3. März 2009. Die Einsturz-Katastrophe nahm zwei jungen Menschen das Leben, verursachte den Tod einer älteren Dame wenig später, raubte vielen Menschen Wohnungen und Lebenszusammenhang, beschädigte und vernichtete Archivalien, das „Gedächtnis der Stadt“ – eine Tragödie, die bis heute nachwirkt.
Wir von der Initiative ArchivKomplex meinen, dass wir auch im Karneval an diese Katastrophe erinnern können – und müssen. Vor fünf Jahren war es ähnlich, als der 3. März auf Rosenmontag fiel.
Damals haben auf unsere Aktion „Nit verjesse: Strüßjer för Minsche un Böcher“ an der Ecke Severinstraße/Löwengasse viele Menschen im Rosenmontagszug und drumherum sehr aufmerksam und nachdenklich reagiert.
Nun werden Mitglieder und Freunde von ArchivKomplex am Karnevalssonntag, 3. März, ab 11 Uhr wieder an der Ecke Severinstraße/Löwengasse stehen, kostümiert mit weißen Schutzanzügen (wie zu Zeiten der Archivalienbergung) und passenden Attributen, unter einem großen Transparent:

Mit den Organisatoren der Schull- un Veedelszöch ist abgesprochen, dass wir von ArchivKomplex den Zug dort gegen 11:45 Uhr empfangen und gemeinsam an die Katastrophe erinnern. Die Zugleitung wird den Zug, der vom Chlodwigplatz durch die Severinstraße kommt, an der Ecke Löwengasse anhalten. Dann wird die Tanzgruppe „Hellige Knäächte un Mägde“ der Lyskircher Junge, die immer am Zuganfang läuft, dort einen traditionellen Tanz aufführen im Gedenken an die Opfer des Archiveinsturzes vom 3.März 2009.
Von 13:15 bis zur Zeit des Einsturzes um 13:58 Uhr organisiert „Köln kann auch anders“ ein Programm am Einsturzort vor „Papa Rudi’s“ (Waidmarkt 2); daran wird ArchivKomplex teilnehmen, auch mit einem eigenen Beitrag. Um 13:58 Uhr läuten die Glocken der Südstadt-Kirchen.
ArchivKomplex lädt alle, die an die Einsturzkatastrophe erinnern wollen,
herzlich ein, am 3. März 2019 ab 11 Uhr zu den Veranstaltungen
an der Ecke Severinstraße / Löwengasse und am Einsturzort zu kommen

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LWL: Finanzielle Förderung der Kommunalarchive im Kreisgebiet

LWL-Archivamt unterstützte die Arbeit der Kreis-, Stadt- und Gemeindearchive in Westfalen-Lippe im Jahr 2018 mit fast 120.000 Euro

„Mit einer Gesamtsumme von 118.350 Euro unterstützte das LWL-Archivamt für Westfalen im Jahr 2018 die kommunalen, kirchlichen und privaten Archive in Westfalen-Lippe. Darüber informierte am Mittwoch, den 13.02., der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), der in der Pflege und Förderung des nichtstaatlichen Archivwesens auch eine seiner Aufgaben sieht. Eingesetzt wurden die Gelder hauptsächlich für neue Regalanlagen und Kartenschränke, aktuelle Fachsoftware zur inhaltlichen Beschreibung von und Recherche nach Archivgut und spezielle Buchscanner, die eine schonende Digitalisierung der empfindlichen alten Urkunden, Akten, Karten und Pläne ermöglichen. Darüber hinaus fördert der LWL neuerdings den Einstieg der Kommunalarchive in die elektronische Langzeitarchivierung, um die dort zunehmend digital entstehenden elektronischen Akten und Register dauerhaft zu erhalten. Weiterlesen →

Zehn Fragen zur Archivierung in Netphen – und

zehn Antworten der Verwaltung an die SPD für den Umwelt-, Kultur- und Tourismusausschuss am 27.2.2019. Ein Beitrag zur Blogparade #Archivpolitik

1. Wie kommt die Verwaltung momentan der gesetzlichen Verpflichtung nach, ihr Archivgut in eigener Zuständigkeit zu archivieren?
Die Stadt Netphen unterhält gem. § 1 Ziffer 2 des Archivgesetzes Nordrhein-Westfalens (ArchivG NRW) ein öffentliches Archiv. Verortet ist das Archiv bei dem Fachbereich I/3 Ordnung und Bürgerservice, Kulturbüro.
2. Wird eine rechtssichere Archivierung gewährleistet? Wenn ja: Wie?
3. Welche Unterlagen werden bzw. wurden der Archivierung zugeführt? Werden sowohl Papierdokumente als auch elektronische Informationen/Texte… erfasst?
Laut § 2 Abs. 7 ArchivG NRW hat die Archivierung die Aufgabe „Unterlagen zu erfassen, zu bewerten, zu übernehmen und das übernommene Archivgut sachgemäß zu verwahren, zu ergänzen, zu sichern, zu erhalten, instand zu setzen, zu erschließen, zu erforschen, für die Nutzung bereitzustellen sowie zu veröffentlichen.“ Nach Abs. 6 erfolgt die Auswahl der archivwürdigen Unterlagen ausschließlich nach fachlichen Kriterien durch das zuständige Archiv. Archivwürdige Unterlagen und Dokumente, die zur Aufgabenerfüllung nicht mehr benötigt werden, sind dem Archiv anzubieten. Zurzeit werden ausschließlich Papierdokumente erfasst, eine Archivierung digitaler Dokumente findet nicht statt. Hiervon unberührt bleiben die bereits vorhandenen und eingesetzten elektronischen Fachanwendungen, wie beispielsweise das Personenstandsregister in den Standesämtern. Weiterlesen →