Grau zwischen schwarz und weiß

Prof. Dr. Claudia Kraft führt das Projekt an der Uni Siegen durch.

Prof. Dr. Claudia Kraft führt das Projekt an der Uni Siegen durch.

Wissenschaftler*innen der Universität Siegen untersuchen in einem internationalen Forschungsprojekt, wie sich Bürger*innen im Staatssozialismus in Mittel- und Osteuropa eigene Freiräume schaffen konnten.

Ein Amateurfunker schaltet sein Funkgerät ein, richtet die Antenne aus und sendet über Kurzwellenfrequenz. Mit etwas Glück kann er so mit Hobbyfunkern aus aller Welt sprechen – auch über Staatsgrenzen hinweg, die scheinbar unüberwindbar waren. Ein kleiner Freiraum innerhalb der Ordnung, die während der Epoche der sozialistischen Regime im mittleren und östlichen Europa gegeben war. Im Rahmen des neuen Forschungsprojekts „Manövrierräume im Staatssozialismus“ untersuchen Wissenschaftler*innen der Universitäten Siegen und Warschau dieses Phänomen im Sozialismus. Weiterlesen

Archivar 3/2016 online

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Das Schwerpunktthema „Virtueller Lesesaal“ wird durch folgendes Beiträge untersucht:

archivar316Max Plassmann: Archiv 3.0? Langfristige Perspektiven digitaler Benutzung, S. 219
Joachim Kemper: „Anfragen“ über Soziale Medien, Blogposts, Chats, Twitter & Co.? Aspekte einer virtuellen Nutzerberatung im Web 2.0, S. 224
Beatrice Kurth-Bürgi/Marco Majoleth: Die Online-Beratung des Schweizerischen Bundesarchivs. Erste Schritte in Richtung „virtueller Lesesaal“, S. 228
Nadine Seidu: Mittendrin statt nur dabei. Twitter als Social Media Marketinginstrument für das Archivportal-D, S. 231
Peter Sandner: Nutzeridentifizierung im virtuellen Lesesaal. Werkstattbericht aus der Entwicklung von Arcinsys, S. 233
Gerald Maier/Clemens Rehm/Julia Kathke: Nutzung digital. Aktuelles Angebot und Perspektiven eines „virtuellen Lesesaal“ im Landesarchiv Baden-Württemberg, S. 237

Zeit.Raum Siegen – 3D-Druck der Nicolaikirche

Das Projekt „Zeit.Raum Siegen“ wurde hier bereits vorgestellt. In ihrem Blog berichtet nun das Fab Lab Siegen vom Fortgang der Arbeiten am 3D-Stadtmodell Siegens. Das Siegener Wahrzeichen, die Nicolaikirche, wurde bereits gedruckt.

Ein 3D-Modell der Kirche kann auf der Seite des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins betrachtet werden.

Zur Geschichte der Nicolaikirche empfiehlt sich ein Blick in der 1996 vom Presbyterium der Nicolaikirche herausgegebenen Broschüre (PDF): Die Nikolaikirche zu Siegen.

Geschichte des Wappens des Kreises Siegen-Wittgenstein

  • Wappen der Grafschaft Nassau war ursprünglich ein Löwe, dieser Löwe hatte zur Unterscheidung von ähnlichen Wappen Schindeln ( über das Wappen verstreute Rechtecke).
  • 1938: Einführung eines Wappens für den Kreis Siegen, das aus zwei Hälften besteht links der nassauische Löwe, rechts ein Haubergsmesser und eine Grubenlampe als Symbol für den Bergbau.
  • Wappen4
  • Das Wappen des Kreises Wittgenstein (offiziell 1966 eingeführt, als Wappen des Wittgensteiner Fürstenhauses aber schon seit dem Mittelalter verwendet ) zeigt zwei schwarze Pfähle auf silbernem Grund.wappen6
  • 1975: Zusammenschluß der Kreise  Siegen und Wittgenstein zum Kreis Siegen, das Wappen sollte Symbole beider Kreishälften zeigen, weil die Siegerländer auf das Haubergsmesser und die Grubenlampe allerdings nicht verzichten wollten hätte es dreiteilig sein müssen. Dieses Wappen wurde allerdings vom Staatsarchiv in Münster abgelehnt. Daher blieb es zunächst beim alten Wappen.
  • 1984: Umbennenung des Kreises Siegen in Kreis Siegen-Wittgenstein, erneute Diskussion über das Wappen, Problemlage ähnlich wie 1975, am Ende entscheidet man sich dafür die rechte Hälfte des Wappens ( Haubergsmessser und Grubenlampe ) in den Wittgensteiner Farben schwarz-silber zu färben. Die Änderung tritt 1987 in Kraft.
  • wappen91999: erneute Diskussion des Themas Wappen auf Forderung der Grünen und des Wittgensteiner Heimatvereins, Einführung des aktuellen Wappens, bestehend aus dem nassauischen Löwen, den Wittgensteiner Pfählen sowie Haubergsmesser und Grubenlampe im unteren Teil.wappen8
  • weitere Vorschläge:
  • Wappen3Wappen12Wappen5Wappen11

Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“ eröffnet

Uni Siegen erhält 10 Millionen Euro für Sonderforschungsbereich / Alle vier Fakultäten beteiligt – hoher Aktualitätsbezug
mediacoop
Siegen. Warum werden Fotos heute nicht mehr in Alben geklebt, sondern einer breiten Öffentlichkeit auf Facebook präsentiert? Wieso schreiben Menschen heute ganz viele Nachrichten in WhatsApp statt direkt miteinander zu reden? Diesen und ähnlichen Fragen geht die Universität Siegen in ihrem neu eingeworbenen Sonderforschungsbereich (SFB) „Medien der Kooperation“ nach: 10 Millionen Euro fließen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nach Siegen. Sie unterstützen nicht nur die Medienforschung, bei der sich die Siegener WissenschaftlerInnen schon längst einen bundesweiten Namen gemacht haben, sondern vereinen alle vier Fakultäten und rund 60 ForscherInnen in 16 Teilprojekten. Die Freude der Siegener ist nach der Zusage groß – immerhin stecken mehr als zwei Jahre in den Vorbereitungen. Zunächst ist der SFB auf vier Jahre angelegt, eine Verlängerung bis zu zwölf Jahre ist möglich. „Medien der Kooperation“ setzt die Siegener Forschung der Medien-SFBs (SFB 240: Ästhetik, Pragmatik und Geschichte der Bildschirmmedien/ SFB/FK 615: Medienumbrüche) weiter fort und festigt die bisher gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Der Medienwissenschaftler und Sprecher des SFBs, Prof. Dr. Erhard Schüttpelz, sieht die Besonderheit vor allem in der engen Zusammenarbeit der ForscherInnen aller vier Fakultäten. Es wird über die einzelnen Fakultäten hinweg gearbeitet, in denen digitale Medien nicht mehr als einzelne Medien, sondern als „Medien der Kooperation“ begriffen werden. Weiterlesen

Schließung des Stadtarchivs Siegen im August 2016

Vom 01. August 2016 bis 19. August 2016 bleibt das Stadtarchiv für die Öffentlichkeit geschlossen. In dieser Zeit werden interne Arbeiten zur Wahrung der gesetzlichen Kernaufgaben eines Kommunalarchivs durchgeführt. Wir bitten um Verständnis, dass daher vorübergehend keine Anfragen beantwortet werden können.
In dringenden Fällen wie Beglaubigungen wenden Sie sich bitte an die Rufnummer 0271/ 404-3095. Ab Montag, den 22. August 2016, steht das Stadtarchiv wie gewohnt zur Verfügung!
Wir danken für Ihr Verständnis.

Vortrag „Feuer, Fachwerk, Fragezeichen“

Heute, 20:00, Rathaussaal, Morer Platz 1, 57258 Freudenberg

Pyrotechnische Inszenierung anlässlich des Jubiläums 550 Jahre Stadtrechte", Freudenberg 2006, Foto: Thomas Ijewski, Freudenberg

Pyrotechnische Inszenierung anlässlich des Jubiläums 550 Jahre Stadtrechte“, Freudenberg 2006, Foto: Thomas Ijewski, Freudenberg

„Freudenberg hatte zwei Stadtbrände zu verkraften. Den ersten am 24. Juni 1540, den zweiten am 9. August 1666. Der letzte ist für die Stadtgeschichte so bedeutsam, weil er letztlich für die unverwechselbare Fachwerk-Silhouette des „Alten Fleckens“ beim Wiederaufbau sorgte. Der Stadtbrand von 1666 ist eines der Ereignisse, die sich über Generationen hinweg in die „kollektive Erinnerung“ dieser Stadt erhalten haben. Weiterlesen