Forum „Archive unter Druck“

„Archive und andere Gedächtnisorganisationen geraten zunehmend unter Druck. Sie müssen ihre Aufgaben und ihre Bedeutung in pluralistischen Demokratien immer häufiger erklären und auch verteidigen. Das zeigt sich unter anderem an Debatten zur finanziellen und personellen Ausstattung oder Standort-Diskussionen. Dazu zählen auch politische Debatten und Erwartungen bezüglich der fachlichen Arbeit, zum Beispiel bei inhaltlichen Fragen, was als bewahrenswertes Archivgut gilt und überliefert wird.
Als Einrichtungen, die zur sachgerechten Sammlung, Aufbewahrung und Bereitstellung von Unterlagen verpflichtet sind, sichern Archive einen unverfälschten Blick auf das Originaldokument. Damit leisten sie einen zentralen Beitrag zur Transparenz von Entscheidungen und zur Nachvollziehbarkeit historischen und aktuellen Handelns in demokratischen Gesellschaften. …..“
Auf die diese Veranstaltung in Berlin, an der auch der Arbeitskreis Offene Archive des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare mit seiner „AG Demokratie“ beteiligt ist, weist siwiarchiv sehr gerne. Die Zahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt.
Alle weiteren Informationen hier: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/blog/archive-unter-druck-einladung-zum-gemeinsamen-forum#no-back

Berufswunsch Historiker*in. Ein Videofilm der Uni Siegen


Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit haben Dr. Jürgen Strothmann und Studierende aus dem Historischen Seminar einen Film zum Studium der Geschichte und dem Beruf „Historiker*in“ u. a. auch im Stadtarchiv Siegen gedreht.

Weiterführende Links:

Video in der Mediathek der Agentur für Arbeit

Quelle: Uni Siegen, News, 29.10.2025

Karajan war kein Automechaniker

Ein Kommentar von Thomas Wolf

Heute weist die Siegener Zeitung auf die Studie Michael Wolffsohns zur NS-Vergangenheit Herbert v. Karajan hin. Er charakterisiert den 1935 in die NSDAP eingetretenen Dirigenten als Opportunisten, dessen antisemitischen Aussagen als „Feld-,Wald- und Wiesensprüche“. Die Studie wurde vom Eliette und Herbert v. Karajan Institut in Salzburg in Auftrag gegeben. Ein fundierte Bewertung der Studie ist erst nach e8 gehender Lektüre möglich und nötig.

Der Kommentar zielt auf etwas anderes ab, dss allerdings bei eoner Bewertung der Studie berücksichtigt werden sollte. Denn
die Siegener Zeitung bzw. die dpa zitiert den Historiker wörtlich: : „…. Was hätte er machen sollen? Hätte er Automechaniker werden müssen oder sollen? …. “ Und der Siegener Geschichtsinteressierte flüstert nur leise: Fritz Busch – https://www.siwiarchiv.de/?s=Fritz+Busch&submit=Suchen. Es ging also auch anders! Der Hinweis auf den in Siegen geborenen Dirigenten findet sich – warum auch immer – nicht in der Siegener Zeitung.

VHS-Vortrag: „Erndtebrücker Geschichten“

– Ernstes und Heiteres aus dem Leben von Bewohnern der Breidenbachstraße
Di., 24.02.2026, 18:00 – 19:30 Uhr, Das neue Capitol, Im Herrengarten 8, 57319 Bad Berleburg
Marianne Seelbach

Einmal im Monat wollen wir uns zu einem modernen Stammtisch zusammensetzen, die perfekte Plattform um uns gegenseitig Themen und Traditionen, Geschichte und Geschichten aus Wittgenstein näherzubringen. Es kann um historische und abenteuerliche, ernste und lustige, spannende und kurzweilige, seriöse und halbseidene Gegebenheiten und Themen gehen. Jeder Abend beginnt mit einem halb- bis maximal einstündigen Vortrag einer Heimatfreundin oder eines Heimatfreundes. Weiterlesen

Siegen: Sichtbarmachung von Frauen im Stadtbild mittels eines Kunstwerks.

Abstimmung im morgigen Kulturausschuss über zwei von einer Fachjury ausgewählten Vorschläge im Rahmen des Wettbewerbs (Vorlage 144 /2026)

„Die Stadt Siegen beabsichtigt, zur Würdigung der gesellschaftlichen Leistung von Frauen ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum zu realisieren. Das Vorhaben steht im Kontext der Erinnerungskultur und der kommunalpolitisch diskutierten Frage, wie dieser historisch wenig erforschte und im Bewusstsein der Öffentlichkeit wenig präsente Beitrag sichtbar gemacht werden kann. In einem dauerhaft angelegten Kunstprojekt, realisiert im Innenstadtbereich von Siegen, wird eine Option gesehen. Es sind 50.000 Euro im Haushalt 2026 bereitgestellt.
Bei der Vorgehensweise hat die Kommunalpolitik ExpertInnen zu Rate gezogen, die einen Kriterienkatalog als Grundlage für die Ausschreibung eines geschlossenen Teilnahmewettbewerbs erstellt haben. Dies sind: Weiterlesen

Stadtarchiv Olpe: Ausbildungsstelle als FAMI – Fachrichtung Archiv

Ausbildungsbeginn 01.08.2026

„Du erlernst das Sichten, die Bewertung und die Erhaltung von Schriftgut und anderen Informationsträgern. Ebenfalls wirst du mit der Ordnung und Verzeichnung von Archivbeständen vertraut gemacht. Du unterstützt die Beratung interessierter Bürger:innen im Lesesaal des Archivs. ….
Die Ausbildung dauert drei Jahre.
Der Berufsschulunterricht findet am Joseph-DuMont-Berufskolleg in Köln statt.“

Eine aussagekräftige Bewerbung mit den letzten zwei Zeugnissen ist im Online-Stellenportal der Stadt Olpe unter https://olpe.ris-portal.de/ bis zum 12.04.2026 möglich.

Mehr Information finden sich hier.

„Damit wir auch zukünftig eine Vergangenheit haben –

Für eine dem digitalen Zeitalter angemessene Ausbildung und Lehre in Archivwesen und Geschichtswissenschaft.“ Positionspapier NFDI4Memory

„Das vorliegende Positionspapier ist im Rahmen der ersten „Linking Data|Linking
Communities“-Summer School am Landesarchiv Baden-Württemberg unter dem Thema „Das Beste aus zwei Welten. Digitale Methoden und Use Cases in Archivwesen und Digital History“ entstanden. Unterzeichnet haben Beteiligte der Summer School und Mitglieder des Steering Committees von NFDI4Memory. Das Papier ist an die Unterhaltsträger auf Landes- und Bundesebene gerichtet. Es soll diese für den großen Handlungsbedarf im Bereich Ausbildung bzw. Lehre in Archivwesen und Geschichtswissenschaft mit Blick auf die Herausforderungen bei der Sicherung wie auch der wissenschaftlichen Auswertung des entstehenden digitalen
Kulturerbes sensibilisieren und auf die zu deren Bewältigung notwendigen Mittelaufwüchse aufmerksam machen.“

Bekanntmachung der Benutzungsordnung für das Archiv der Stadt Bad Berleburg:

Benutzungsordnung für das Archiv der Stadt Bad Berleburg:

§ 1 Benutzung
Die im Archiv der Stadt Bad Berleburg verwahrten Archivalien können von jedermann benutzt werden, soweit gesetzliche Bestimmungen oder Regelungen der Stadt Bad Berleburg und diese Benutzungsordnung (BO) dem nicht entgegenstehen.
§ 2 Art der Benutzung
(1) Die Benutzung kann erfolgen
a) für dienstliche Zwecke von Behörden und Gerichten,
b) für wissenschaftliche Forschungen,
c) für private Zwecke,
d) für sonstige Zwecke.
(2) Zur Benutzung können nach Ermessen des Archivs
a) Archivalien im Original oder
b) Reproduktionen vorgelegt oder
c) Auskünfte aus den Archivalien gegeben werden.
(3) Benutzer werden archivfachlich beraten, auf weitergehende Hilfen, z.B. beim Lesen älterer Texte, besteht kein Anspruch. Weiterlesen

Video: „Warum Aktenberge Transparenz bedeuten“


„Michael Hollmann ist Archivar mit Leib und Seele und seit 2011 Präsident des Bundesarchivs. Dort landen idealerweise alle Akten, zum Beispiel des Kanzleramtes. So macht das Bundesarchiv Regierungshandeln nachvollziehbar und löst das verfassungsmäßige Grundrecht der deutschen Bürger auf Transparenz ein. Dass das in der Realität nicht immer so reibungslos läuft, erklärt der oberste Hüter der bundesdeutschen Akten im Gespräch mit CORRECTIV-Chefredakteurin Anette Dowideit. CORRECTIV hat kürzlich das Kanzleramt auf die Herausgabe der Akten des Ex-Kanzlers Gerhard Schröder verklagt. Denn das ein ehemaliger Kanzler Akten mitnimmt, um beispielsweise seine Memoiren zu verfassen, ist laut Hollmann ein üblicher Vorgang. Dass diese Akten jedoch danach nicht freigegeben werden, ist hingegen ganz und gar unüblich. Warum die Akten des Bundesarchivs für unsere Demokratie wichtig sind und welche Schönheit der Bürokratie innewohnen kann, erfahren Sie in diesem Gespräch.
Das Gespräch wurde am 28. Januar aufgenommen“

Moderation & Redaktion: Anette Dowideit
Kamera, Ton und Schnitt: Frédéric Gaillard
Produktion: Philipp Schulte

ICA/EGAD veröffentlicht das RiC-Kartenspiel

Photo: Florence Clavaud

Die ICA-Expertengruppe für Archivgutbeschreibung (EGAD) freut sich, das RiC-Kartenspiel vorzustellen – eine interaktive und praxisnahe Methode für Archivarinnen und Archivare, das Konzeptmodell „Records in Contexts“ (RiC) zu verstehen und anzuwenden.
Dieses spielerische Tool wurde für Teams entwickelt und verwandelt komplexe Archivtheorie in eine praktische, kollaborative Erfahrung. Es hilft den Teilnehmenden, Zusammenhänge herzustellen, Beziehungen zu erkunden und RiC in der Praxis zu erleben.
Das RiC-Kartenspiel ist in Englisch und Französisch mit ausführlichen Anleitungen für Spielleiter verfügbar und wird demnächst auch auf Spanisch angeboten.
Das Spiel und weitere Materialien finden Sie hier https://ow.ly/iPPS50Y5sKe

Quelle: ICA, 20. Januar 2026

Anm: Ich würde es gerne auch in deutscher Sprache spielen ……