Online: Katrin Minner: „Landesgeschichte im Radio.

Der Herstellungsprozess und der intermediale Transfer von landesgeschichtlichen Narrativen der WDR-Landesredaktion um Walter Först (1960 – Anfang der 1990er Jahre)“. Abschlussbericht des DFG-Projekts

„Der Abschlussbericht des von der DFG geförderten Projekts „Landesgeschichte im Radio. Der Herstellungsprozess und der intermediale Transfer von landesgeschichtlichen Narrativen der WDR-Landesredaktion um Walter Först (1960 – Anfang der 1990er Jahre)“ fasst kurz die Ergebnisse der geschichtswissenschaftlichen Untersuchung zusammen.
Das Projekt analysiert am Beispiel Nordrhein-Westfalens massenmedial distribuierte landesgeschichtliche Narrative zwischen 1960 und Anfang der 1990er Jahre und zeichnet Praktiken des „Geschichte-Machens“ nach. In einer Symbiose von Public History und medien- sowie landesgeschichtlicher Perspektive wird exemplarisch anhand der WDR-Hörfunk-Landesredaktion um den journalistischen NRW-Geschichtsexperten Walter Först (1920-1993) der intermediale Transfer von historischen Beiträgen als Bausteinen von Geschichtskultur untersucht. Die Redaktion hat aktiv für Nordrhein-Westfalen prägende Geschichtsbilder hervorgebracht und verankert. Auf der Grundlage intensiver Archivrecherchen wird analysiert, wie die journalistischen Akteurinnen und Akteure das Land im Spannungsfeld einer vielfältigen Region, der föderalen Bundesrepublik und der europäischen Nachbarn verorteten und historische Sinn- und Identitätsbildungsprozesse beförderten. Betrachtet wird, wie der Redaktionsleiter eine Vernetzung mit anderen politisch-kulturell und geschichtswissenschaftlich arbeitenden Institutionen und Personen herstellte, diese in institutionelle Formen jenseits des Rundfunks überleitete und damit eine zusätzliche Kommunikationsbasis für verhandelte Narrative schuf.“

Gartenfotos aus dem Siegerland gesucht

Ansicht des ursprünglichen Gartens von Haus Stöcker um 1951.
Foto: LWL

Die kalte Jahreszeit eignet sich gut, um einmal durch die alten Fotoalben zu blättern. Vielleicht findet sich dabei auch das eine oder andere Gartenfoto aus den 1960er Jahren? Das LWL-Freilichtmuseum Detmold sucht aktuell genau solche Fotos und damit verbundene Erinnerungen an die Garten- und Feldarbeit, das angebaute Gemüse, Obstsorten oder das Einkochen.

1964 ist das Haus Stöcker in Burgholdinghausen (Kreis Siegen-Wittgenstein) abgebaut und im September 2020 im Siegerländer Weiler des Museums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wiederaufgebaut und eingeweiht worden. Nun soll auch ein zeitgemäßer Garten angelegt werden. Das Team des Freilichtmuseums sucht deshalb Fotos aus Siegerländer Gärten aus den 1960er Jahren – von Anlage, Pflanzen, Wegen und Zäunen – um diese zu dokumentieren und zu vervielfältigen. Vorhandene Fotos können als Scan per E-Mail an lwl-freilichtmusem-detmold@lwl.org oder per Post an Dr. Christian Höing, Referatsleiter der Landschaftsökologie, an die Adresse LWL-Freilichtmuseum Detmold, Krummes Haus, 32760 Detmold, gesendet werden. Die Originalabzüge werden nach Durchsicht an die Inhaber:innen zurückgesandt.
Quelle: LWL, Pressemitteilung, 6.3.2026

Universität Siegen: Historikerpreis der Dirlmeier-Stiftung

Preisverleihung an Dr. des. Milan Weber

Dr. des. Milan Weber wurde im Rahmen des Tages des Nachwuchses 2025 für seine Dissertation mit dem Thema: „Leap into History“: Historische Inszenierungen und die Popularisierung von Geschichte in digitalen Spielen (Gutachterin: Prof. Dr. Angela Schwarz, Laudator: Prof. Dr. Noyan Dinçkal) mit dem Historikerpreis der Dirlmeier-Stiftung ausgezeichnet. © Universität Siegen

Quelle: Universität Siegen, News, 19.01.2026

Umbauarbeiten im Museum Netpherland


„Im Museum Netpherland wird aktuell fleißig gewerkelt: Teile der Dauerausstellung werden überarbeitet, einzelne Räume neu gestaltet und frisch gestrichen. Ziel ist es, das Museum für Besucherinnen und Besucher noch spannender, moderner und erlebnisreicher zu machen.

Deshalb pausieren die regulären Öffnungszeiten im Winterhalbjahr. Gruppen können aber weiterhin individuelle Sonderführungen oder besondere Museumsnachmittage buchen.

Telefon: 01578 9607769
E-Mail: info@museum-netpherland.de

Die gute Nachricht: Das Digitale Museum ist weiterhin jederzeit online und ohne Einschränkungen unter www.museum-netpherland.de erreichbar.

Und dann heißt es: Vorfreude auf den Mai!
Zur Wiedereröffnung dürfen sich Gäste auf neu gestaltete Räume, überarbeitete Inhalte und viele spannende Einblicke in die regionale Kultur- und Technikgeschichte freuen: vom ersten Motoromnibus der Welt bis zur bäuerlichen Küche vergangener Generationen.

Ein großes Dankeschön gilt dem Team des Museum Netpherland e.V., das das Museum mit viel ehrenamtlichem Engagement betreibt.“
Quelle: Stadt Netphen, Aktuelles v.18.2.2026

Forum „Archive unter Druck“

„Archive und andere Gedächtnisorganisationen geraten zunehmend unter Druck. Sie müssen ihre Aufgaben und ihre Bedeutung in pluralistischen Demokratien immer häufiger erklären und auch verteidigen. Das zeigt sich unter anderem an Debatten zur finanziellen und personellen Ausstattung oder Standort-Diskussionen. Dazu zählen auch politische Debatten und Erwartungen bezüglich der fachlichen Arbeit, zum Beispiel bei inhaltlichen Fragen, was als bewahrenswertes Archivgut gilt und überliefert wird.
Als Einrichtungen, die zur sachgerechten Sammlung, Aufbewahrung und Bereitstellung von Unterlagen verpflichtet sind, sichern Archive einen unverfälschten Blick auf das Originaldokument. Damit leisten sie einen zentralen Beitrag zur Transparenz von Entscheidungen und zur Nachvollziehbarkeit historischen und aktuellen Handelns in demokratischen Gesellschaften. …..“
Auf die diese Veranstaltung in Berlin, an der auch der Arbeitskreis Offene Archive des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare mit seiner „AG Demokratie“ beteiligt ist, weist siwiarchiv sehr gerne. Die Zahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt.
Alle weiteren Informationen hier: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/blog/archive-unter-druck-einladung-zum-gemeinsamen-forum#no-back

Berufswunsch Historiker*in. Ein Videofilm der Uni Siegen


Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit haben Dr. Jürgen Strothmann und Studierende aus dem Historischen Seminar einen Film zum Studium der Geschichte und dem Beruf „Historiker*in“ u. a. auch im Stadtarchiv Siegen gedreht.

Weiterführende Links:

Video in der Mediathek der Agentur für Arbeit

Quelle: Uni Siegen, News, 29.10.2025

Karajan war kein Automechaniker

Ein Kommentar von Thomas Wolf

Heute weist die Siegener Zeitung auf die Studie Michael Wolffsohns zur NS-Vergangenheit Herbert v. Karajans hin. Er charakterisiert den 1935 in die NSDAP eingetretenen Dirigenten als Opportunisten, dessen antisemitischen Aussagen als „Feld-,Wald- und Wiesensprüche“. Die Studie wurde vom Eliette und Herbert v. Karajan Institut in Salzburg in Auftrag gegeben. Ein fundierte Bewertung der Studie ist erst nach eingehender Lektüre möglich und nötig.

Der Kommentar zielt daher auf etwas anderes ab, dass allerdings bei einer Bewertung der Studie berücksichtigt werden sollte. Denn die Siegener Zeitung bzw. die dpa zitiert den Historiker wörtlich: : „…. Was hätte er machen sollen? Hätte er Automechaniker werden müssen oder sollen? …. “ Und der Siegener Geschichtsinteressierte flüstert nur leise: Fritz Busch – https://www.siwiarchiv.de/?s=Fritz+Busch&submit=Suchen. Es ging also auch anders! Der Hinweis auf den in Siegen geborenen Dirigenten findet sich – warum auch immer – nicht in der Siegener Zeitung.

VHS-Vortrag: „Erndtebrücker Geschichten“

– Ernstes und Heiteres aus dem Leben von Bewohnern der Breidenbachstraße
Di., 24.02.2026, 18:00 – 19:30 Uhr, Das neue Capitol, Im Herrengarten 8, 57319 Bad Berleburg
Marianne Seelbach

Einmal im Monat wollen wir uns zu einem modernen Stammtisch zusammensetzen, die perfekte Plattform um uns gegenseitig Themen und Traditionen, Geschichte und Geschichten aus Wittgenstein näherzubringen. Es kann um historische und abenteuerliche, ernste und lustige, spannende und kurzweilige, seriöse und halbseidene Gegebenheiten und Themen gehen. Jeder Abend beginnt mit einem halb- bis maximal einstündigen Vortrag einer Heimatfreundin oder eines Heimatfreundes. Weiterlesen

Siegen: Sichtbarmachung von Frauen im Stadtbild mittels eines Kunstwerks.

Abstimmung im morgigen Kulturausschuss über zwei von einer Fachjury ausgewählten Vorschläge im Rahmen des Wettbewerbs (Vorlage 144 /2026)

„Die Stadt Siegen beabsichtigt, zur Würdigung der gesellschaftlichen Leistung von Frauen ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum zu realisieren. Das Vorhaben steht im Kontext der Erinnerungskultur und der kommunalpolitisch diskutierten Frage, wie dieser historisch wenig erforschte und im Bewusstsein der Öffentlichkeit wenig präsente Beitrag sichtbar gemacht werden kann. In einem dauerhaft angelegten Kunstprojekt, realisiert im Innenstadtbereich von Siegen, wird eine Option gesehen. Es sind 50.000 Euro im Haushalt 2026 bereitgestellt.
Bei der Vorgehensweise hat die Kommunalpolitik ExpertInnen zu Rate gezogen, die einen Kriterienkatalog als Grundlage für die Ausschreibung eines geschlossenen Teilnahmewettbewerbs erstellt haben. Dies sind: Weiterlesen

Stadtarchiv Olpe: Ausbildungsstelle als FAMI – Fachrichtung Archiv

Ausbildungsbeginn 01.08.2026

„Du erlernst das Sichten, die Bewertung und die Erhaltung von Schriftgut und anderen Informationsträgern. Ebenfalls wirst du mit der Ordnung und Verzeichnung von Archivbeständen vertraut gemacht. Du unterstützt die Beratung interessierter Bürger:innen im Lesesaal des Archivs. ….
Die Ausbildung dauert drei Jahre.
Der Berufsschulunterricht findet am Joseph-DuMont-Berufskolleg in Köln statt.“

Eine aussagekräftige Bewerbung mit den letzten zwei Zeugnissen ist im Online-Stellenportal der Stadt Olpe unter https://olpe.ris-portal.de/ bis zum 12.04.2026 möglich.

Mehr Information finden sich hier.