„Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte“

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

„Jeder von uns hat Nachbarn. Sie leben mit uns Tür an Tür, in unserer Straße oder in unserem Stadtviertel, im Nachbardorf oder im Nachbarland. Mit manchen Nachbarn verbinden uns Freundschaften, andere kennen wir kaum, selbst wenn wir ihnen täglich begegnen. Wir helfen Nachbarn, streiten uns mit ihnen oder gehen ihnen aus dem Weg – unser Leben in Nachbarschaft ist vielfältig. …..“
Wettbewerbsunterlagen 2012

Ein Beispiel für ein solch „nachbarschaftliches“ Projekt im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein wäre z. B. die Lahntalsperre.

Fotofund im Nationaal Archief, Den Haag:

Verloving Prinses Benedikte van Denemarken en Prins Richard zu Sayn-Wittgenstein…

Verlobung Prinzessin Benedikte von Dänemark und Prinz Richard zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Bad Berleburg 14. März 1967 (Quelle: Rijksfotoarchief: Collectie Algemeen Nederlands Fotopersbureau (ANEFO), NL-HaNA_2.24.01.01_0_254-8008)

In der europäischen Kulturgutsuchmaschine europeana fand sich dieses Bild, das auch auf der Seite des Nationaal Archiefs eingesehen werden kann.

Fritz Busch in der Ausstellung “ Verstummte Stimmen-

Die Bayreuther Festspiele und die „Juden“ 1876 bis 1945″

Aussstellungsdauer vom 22. Juli bis Ende 2013
Festspielgelände Bayreuth
Ausstellungshalle Neues Rathaus, Luitpoldplatz (Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 17 Uhr)

Die Präsentation widmet sich auch dem aus Siegen stammenden Dirigenten Fritz Busch: “ ….., jenes Mannes, der 1924 in Nürnberg die „Meistersinger“ dirigiert hat. Phänotypisch entsprach Busch durchaus den Nazi-Vorstellungen vom „Arier“, ein Kollege nannte ihn trotzdem den „am wenigsten deutschen der deutschen Dirigenten“. Als Generalmusikdirektor in Dresden beschäftigte er später – so der Vorwurf der Nazis – auch „jüdische Künstler“. Im März 1933 besetzten SA-Männer die Semperoper, Busch wurde aus der Probe geholt und seines Amtes enthoben. Abends verhinderten Hunderte im Publikum verteilte Nazis mit Sprechchören, dass Busch „Rigoletto“ dirigieren konnte. Er setzte seine Karriere im Ausland fort, unter anderem in New York. Noch wichtiger als gute Musik zu machen, hat Busch einmal gesagt, „ist es, sich anständig zu benehmen“.“ (Süddeutsche Zeitung, 20.07.2012, Olaf Przybilla) Weiterlesen

Ausgrabungskampagne zur keltischen Montanindustrie

Tag der offenen Grabung
Sonntag, den 26.8.2012, 12 und 13:30
Siegen-Niederschelden, Waldparkplatz (hinter Sportplatz Rosengraten)

Die Wissenschaftler des Deutschen Bergbaumuseums in Bochum geben einen Einblick in aktuelle Grabung und in deren Ergebnisse.

Links zum langfristigen Projekt (2002-2015) „Latènezeitliche Eisenwirtschaft im Siegerland: Interdisziplinäre Forschungen zur Wirtschaftsarchäologie“:

  1. Deutsches Bergbau-Museum Bochum mit Bildern und umfangreicher Literaturlist
  2. Ruhr-Uni Bochum, Archäologische Wissenschaften mit Karten, Bildern und Literaturliste

Literaturtipp: Landesarchiv NRW: „Gesunkene Schätze – Die Kahnakten“ (2010)

„Am 14. März 1945 sank infolge eines Bombenangriffs im Hafen Hannover-Linden die MS Main 68, die 25 Tonnen Archivgut aus dem Staatsarchiv Düsseldorf zur Sicherung ins Salzbergwerk Grasleben bei Helmstedt transportieren sollte. Erst ein halbes Jahr später konnte das Schriftgut als „übel riechende, zusammen gebackene, verschlammte Masse“ aus dem Rumpf geborgen werden. Seit rund 65 Jahren befassen sich Werkstätten der staatlichen Archive in Nordrhein-Westfalen mit der so genannten „Kahnaktenrestaurierung“. Es handelt sich um das umfangreichste Projekt zur Rettung kriegsbeschädigten Archivguts in der Bundesrepublik Deutschland. Erstmals werden in diesem Band die Schadensgeschichte und die Restaurierungsgeschichte zusammenhängend dargestellt. Damit wird nicht nur ein Aspekt der Archivgeschichte aufgearbeitet, sondern auch ein Beitrag zur Technikgeschichte der Papierrestaurierung geleistet. Vor dem Hintergrund der Kölner Katastrophe und der Bergung durchnässten Archivguts bis zu zwei Jahre nach dem Schadensereignis gewinnt das Thema zusätzlich an Aktualität. …..“
Die Broschüre liegt nun als PDF-Datei vor und enthält einen interessanten Bezug nach Siegen. Der Charlottenbunker in Siegen-Eiserfeld war offensichtlich als Auslagerungsmöglichkeit für die Archivalien des Düsseldorfer Staatsarchiv vorgesehen s. S. 10 bzw. 13 des Heftes.