Video-Impressionen von Rubens-Ausstellung in Frankfurt

Impressionen der Ausstellung: „Rubens – Kraft der Verwandlung“ vom 08.02.2018 bis 03.06.2018 im Städel-Museum, Frankfurt am Main. Keine Kunst ohne Ideenklau: Wie kaum ein anderer Barockmaler hat Peter Paul Rubens die Werke anderer Künstler kopiert und umgedeutet. Das zeigt das Städel-Museum sehr anschaulich ohne weitergehende Einsichten – eine Ausstellung als Memory-Spiel. Einen ausführlichen Bericht finden Sie bei „Kunst+Film“: http://kunstundfilm.de/2018/04/rubens-staedel/

Ausstellung „Dreispitz, Skalp und Spitzenhäubchen“ im Museum Wilnsdorf

Am 4. Juli jährt sich in den USA der Tag der Unabhängigkeitserklärung, in diesem Jahr zum 242. Mal. Für Deutschland und die Deutschen scheint der Feiertag von wenig Belang zu sein – doch schaut man genauer hin, offenbart die Geschichte der amerikanischen Freiheitsbewegung auch deutsche Facetten:

Viele von ihren Landesherren vermietete Soldaten kämpften für die englische Armee in Amerika, manche von ihnen auch nach ihrer Desertion für die Kontinentalarmee. Tausende der ursprünglich deutschen Soldaten blieben nach Ende des Krieges in Amerika und nahmen Einfluss auf die entstehende, vermeintlich „typisch“ amerikanische Kultur.

Menschen hinter den Mächten
Im Museum Wilnsdorf nimmt sich ab 13. Mai die Sonderausstellung „Dreispitz, Skalp und Spitzenhäubchen“ der Geschichte der amerikanischen Freiheitsbewegung an. Die Ausstellung versucht, wie bisher jede der großen Ausstellungen in Wilnsdorf, die Menschen hinter den Mächten sichtbar zu machen und rückt vor allem das Alltagsleben an der Ostküste in den Mittelpunkt. Die Lebensverhältnisse europäischer Soldaten und Siedler werden ebenso thematisiert wie das Leben der Indianer.

Informative Details und bespielbare Kulissen

Das Museum Wilnsdorf wagt mit dieser Ausstellung, die ursprünglich für das Emsländer Archäologie-Museum konzipiert wurde, wieder einmal die Gratwanderung zwischen der klassischen Präsentation im musealen Kontext und der Mitmachausstellung für junge und junggebliebene Museumsbesucher. Ähnliche Konzepte verfolgten schon die publikumsstarken Ausstellungen zu Piraten oder dem Mittelalter. Weiterlesen

Oberes Schloss „fit für die Zukunft machen“

Zum traditionellen Jahresempfang des Fördervereins des Siegerlandmuseums und des Oberen Schlosses hatte die Stadt Siegen gestern (Sonntag, 11. März) in den historischen Ratssaal geladen. Der Festvortrag von Gottfried Theis erinnerte an die 200-jährige Geschichte der „Bergschule zu Siegen“.

 

In seiner Begrüßung skizzierte Bürgermeister Steffen Mues die zahlreichen anstehenden Baumaßnahmen rund um das Siegerlandmuseum und das Obere Schloss: So finanziert der Förderverein rund 30.000 der 50.000 Euro Kosten bei der Restaurierung des Erkers im Rubenssaal. Der kleine, filigrane Erker blieb als einziger Bereich im gesamten Rubenssaal von Kriegsschäden verschont. Weiterlesen

Rubens-Frühwerk im Siegerlandmuseum

Leihgabe mit freundlicher Unterstützung des Auktionshauses Lempertz, Brüssel

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Kreuzabnahme um 1600, Öl/Leinwand, von Peter Paul RubensEigenes Werk
Originaltext: Eigenes Foto, Gemeinfrei, Link

1598 beendete Peter Paul Rubens seine Ausbildung zum Maler. Damit war er befugt, eine eigene Werkstatt zu eröffnen. Den gerade 21jährigen zog es jedoch nach Italien, dem Land, in dem sein Vater Jan Rubens studiert hatte und in dem sein älterer Bruder Philipp derzeit lebte. Die Beschaffung der notwendigen Papiere und Gesundheitszeugnisse verzögerte sich, so dass Rubens erst Anfang Mai 1600 aufbrechen konnte. Sein erstes Ziel war Venedig, wo man gerade den alljährlichen Karneval feierte und wo sich auf Grund dieser Festivitäten viele Reiche und Prominente aus ganz Europa aufhielten. Durch die Vermittlung eines Freundes begegnete Peter Paul in der Dogenstadt dem Herzog von Mantua. Vincenzo Gonzaga hatte 1599 Antwerpen besucht und der angehende Maler war ihm wahrscheinlich schon dort vorgestellt worden. Ausschlaggebend war dabei die Verbindung der Familie Rubens zur Familie van der Neesen. Schon die Eltern, Denis van der Neesen und seine Gemahlin waren mit Jan Rubens und Maria Pypelincks befreundet gewesen. Ggf. war es Denis, der Maria in den Jahren der Gefangensetzung des Gatten in Dillenburg und der schweren Zeit in Siegen beratend zur Seite stand. Später freundeten sich auch die Kinder untereinander an. Johann oder Jean van der Neesen war etwa im Alter von Philipp Rubens und bestens bekannt mit Peter Paul. Nun war er seit geraumer Zeit der Sekretär des Herzogs von Mantua. Wo auch immer dieser hinreiste, Johann begleitete ihn und war nicht selten für die Logistik der Unternehmungen zuständig. Durch seine Intervention wurde Rubens binnen weniger Tage Hofmaler des kunstbeflissenen Gonzaga, ein Unterfangen, das unter normalen Umständen oft Jahre in Anspruch nahm. Als Intimus der Familie des Herzogs wusste van der Neesen auch, das sich die Herzogin von Gonzaga, Eleonore geborene Medici, für ihre Privatkapelle im Palazzo Ducale ein Altarbild mit der Darstellung einer „Kreuzabnahme“ wünschte, auch weil die Hofkapelle dem Heiligen Kreuz geweiht war. Rubens wurde mit der Ausführung beauftragt. Man weiß, dass er verschiedene Gemälde in seinem Reisegepäck von Antwerpen nach Italien mit sich führte, allerdings kennt man weder die Anzahl noch die Motive. Es ist jedoch anzunehmen, dass van der Neesen Rubens auf die Wünsche der Herzogin hinwies, dass der geschäftstüchtige Maler eine Kreuzabnahme vorbereitete und diese dann bereits mit nach Italien nahm, um dort nur noch kleine Veränderungen und Anpassungen vorzunehmen. Weiterlesen

Geschichte live im Museum Wilnsdorf

Morgen Aktionssonntag

Historische Akteure lassen Geschichte lebendig werden.


Am 25. Februar lädt das Museum Wilnsdorf wieder zu einem Aktionssonntag unter dem Motto „Geschichte live“ ein. Von 14 bis 18 Uhr werden historische Akteure das Haus bevölkern: in der kulturgeschichtlichen Abteilung des Hauses beziehen Römer und Steinzeitmenschen, mittelalterliche Schreiberlinge und neuzeitliche Forstwirte Quartier; im volkskundlichen Bereich lassen sich Schuhmacher, Schreiner, Weber und Spinnerinnen über die Schulter schauen. Sie alle zeigen ihr Können, berichten aus „ihrer“ Zeit und sind jederzeit zum Plaudern aufgelegt. Weiterlesen

Neue Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf: „Grenzbeziehungen.

Auf alten Handelswegen an der nördlichen Grenze des Siegerlands“

Dieser Hohlweg bei Müsen im Gebiet der sogenannten „Selgro“ zeigt eindrucksvoll, wie sich die jahrhundertelange Nutzung durch Fuhrwerke und Vieh und der abfließende Regen in den Boden eingeschnitten haben.

Entlang der alten Handelswege an der nördlichen Grenze des Siegerlands will die neue Sonderausstellung „Grenzbeziehungen“ im Museum Wilnsdorf ihre Besucher führen. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Regionaleprojekt „Südwestfälische Eisenstraße“, dem Historiker Dr. Andreas Bingener und der Architektin Katrin Stein und war schon in anderen Siegerländer Kommunen zu sehen.

Informationstafeln, Fotos und geschichtliche Zeugnisse geben einen Überblick über den einstigen Handel mit Eisen und Stahl zwischen dem Fürstentum Nassau-Siegen und seinen Nachbarn im Bergischen Land und in der Grafschaft Mark. Die Ausstellung zeigt, dass ein „Gebück“ nur wenig mit körperlicher Tätigkeit zu tun hat, ein „Schlag“ keinen Angriff darstellen muss und eine „Hecke“ nicht zwangsläufig einen Garten umgibt.

Zusammen mit archäologischen Funden, die das Siegerland und seine Bevölkerung im Mittelalter vor Augen führen, ergibt sich das Bild einer geschäftigen Region mit Handelswegen, Landesgrenzen und Zollstationen, deren Hinterlassenschaften noch heute die Landschaft prägen, wenn man als Wanderer einmal genauer hinschaut. Weiterlesen

Neuauflage der Informationsschrift über das Internatsmuseum Stift Keppel

„Jetzt ist sie da, die Neuauflage der Informationsschrift über das Internatsmuseum Stift Keppel in Hilchenbach-Allenbach. Die erste Auflage war vollständig vergriffen. In höchst anschaulicher Weise stellt Dorothea Jehmlich darin die Entstehung und Ausstattung des Museums, aber auch einen Teil der Geschichte des Stift Keppel und seiner Schulgeschichte dar. Insbesondere wir die Lebenssituation der Keppeler Frauen um das Jahr 1900 deutlich.

Die reich bebilderte Informationsschrift ist auf Anregung einiger Museumsbesucher entstanden, die im Anschluss an die Führung im Keppeler Internatsmuseum etwas zum Nachlesen mit nach Hause nehmen wollten. Sie eignet sich aber auch sehr gut als Einstimmung auf einen Besuch. Weiterlesen

Jetzt: Historisch wie archivisch interessante Kreiskulturausschusssitzung

Auf der Tagesordnung stehen u. a. folgende Themen:
1. Keltische Verhüttungswerkstatt Gerhardsseifen. Kostenbeteiligung zur Errichtung eines Präsentationsbaus
2. Aktives Museum Südwestfalen: Zuschuss zur Finanzierung einer halben Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters ab dem Haushaltsjahr 2018
3. Erweiterungsmaßnahme für das Aktive Museum Südwestfalen: Übertragung der für 2017 bewilligten Zuschussmittel in das Haushaltsjahr 2018
4. Einrichtung einer Dokumentationsstelle für Wirtschaftsgeschichte innerhalb des Kreisarchivs
5. Aktueller Sachstand des Buchprojekts „Zeitspuren in Siegerland und Wittgenstein. Das 19. Jahrhundert“, mdl. Vortrag

Aus der Tagesordnung geht leider nicht hervor, ob auch die CDU-Anfrage zur Archivsituation im Kreisgebiet zur Sprache kommen wird.