Wilnsdorfer MuseumsMomente feiern erstes Jubiläum

50 Besuchergruppen nahmen Angebot für Menschen mit Demenz wahr


Kürzlich erlebte die 50. Gruppe besondere „MuseumsMomente“ in Wilnsdorf.


Von Demenz betroffen sein, und dennoch Spaß haben am Museumsbesuch, geht das? Mit einem klaren Ja beantwortet das Programm „MuseumsMomente“ diese Frage seit einem Jahr. Entwickelt vom Museum Wilnsdorf zusammen mit der Seniorenservicestelle und der Alzheimer Gesellschaft, bieten die MuseumsMomente in Wilnsdorf eine Führung der besonderen Art. Kürzlich fand die 50. Führung statt, in ihren Genuss kam eine kleine Gruppe aus dem Eiserfelder Seniorenheim Obere Hengsbach. Weiterlesen

Haus Stöcker aus Burgholdinghausen

Neues Bauprojekt des LWL-Freilichtmuseums Detmold

Wenn der Bagger im LWL-Freilichtmuseum Detmold anrollt, dann deutet dies meistens auf ein neues Bauprojekt hin: Das „Haus Stöcker“ aus dem Jahr 1797 wird künftig mit seinen zeittypischen Renovierungen aus den 1960er Jahren die Baugruppe des Siegerländer Weilers erweitern. Es ist damit das zweite Gebäude, das die 1960er Jahre im Gelände repräsentiert. Die historische Tankstelle aus Siegen-Niederschelden aus dem Jahr 1951, die im Zustand der 1960er Jahre zu sehen ist, war das erste Gebäude aus diesem Jahrzehnt, das der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) 2013 in seinem Freilichtmuseum eröffnet hat.

Der Bagger ist angerollt, die Erdarbeiten für das Fundament am Haus Stöcker im LWL-Freilichtmuseum Detmold starten. Zum ersten Spatenstich kamen Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen, Baureferatsleiter Dr. Hubertus Michels und LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.
Foto: LWL/Jähne

Noch ist das Fachwerkhaus nur anhand der Absteckungen auf der Wiese zu erahnen, doch schon bald wird hier das Haus der Familie Stöcker für Besucher zugänglich sein und seine Geschichte erzählen. Am Montag (11.6.) fanden der erste „Spatenstich“ und damit auch der offizielle Baubeginn statt. „Das Haus Stöcker ist eine große Bereicherung für das Gelände des Freilichtmuseums Detmold und schlägt eine Brücke zur Alltagskultur der 1960er Jahre“, so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Weiterlesen

Ausstellung „Landschaft, die sich erinnert“

10.06. bis 30.09.2018, Museum für Gegenwartskunst Siegen

Thomas Kellner, Mundloch / Lochkamerafotografie (Heinrichshoffnung, Siegerland), 2018, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Was ist Landschaft heute? Noch immer stellt man sich das ästhetische Ideal eines abwechslungsreich gestalteten Natur-, Agrar- und Siedlungsraums vor. Moderne Landschaften sind dagegen häufig ‚Nicht-Orte‘. Dort werden Spuren sichtbar – von ökonomischen Eingriffen, wechselnden Grenzziehungen, Flucht, Krieg oder von Zersiedlung und Bergbau.
Übrig bleibt Restnatur, in der Ruinen von geschichtlichen Ereignissen zeugen. Öde Landschaften, die von vergangener Gewalt sprechen, degradiert zu Material. Gleichzeitig werden (Kriegs-)Erinnerungen durch architektonische Monumente des 20. Jahrhunderts sichtbar verkörpert.
24 Künstler und Künstlergruppen der Ausstellung bringen Landschaften zum Sprechen. Sie schaffen aktuelle Landschaftsbilder zwischen Fiktion, Sinnbild und Dokumentation und appellieren an unser Vermögen, diese zu lesen und zu entziffern – aber auch an unsere Imagination und unsere Fähigkeit, zu trauern.
Werke von:
Marianna Christofides, Luc Delahaye, Chloe Dewe Mathews, Lukas Einsele, Anca Benera und Arnold Estefán, Cyprien Gaillard, Anne Heinlein und Göran Gnaudschun, Markus Karstieß, Thomas Kellner, Jan Kempenaers, Anselm Kiefer, Aglaia Konrad, Susanne Kriemann, Armin Linke, Richard Mosse, Andreas Mühe, Multiplicity, Paul Nash, Alexandra Navratil, Milica Tomić & Sans Souci Collective, Unknown Fields, Danny Veys, Paul Virilio und Kristof Vrancken. Weiterlesen

Ausstellung „Aquarelle von Christa Kühn, Charlotte Pöschel und Hanna Menzel (1924-1993)“

Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg in der Zeit vom 7. Juni bis 22. Juli
Die Stadt Hilchenbach hat den künstlerisch-kreativen Zwillings-Schwestern Christa Kühn und Charlotte Pöschel die Räumlichkeiten im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg zur Verfügung gestellt, um ihre Aquarelle sowie Radierungen und Aquarelle der verstorbenen Malerin Hanna Menzel (1924-1993), früher wohnhaft in Hilchenbach-Dahlbruch, auszustellen. Dies ist die 132. Ausstellung in der Wilhelmsburg seit Oktober 1987 und die letzte unter Regie des ausscheidenden Museumsleiters Reinhard Gämlich.

Christa Kühn und Charlotte Pöschel waren mit der Künstlerin sehr verbunden und haben ihre Art der Aquarellmalerei zu schätzen gelernt. Vor 21 Jahren engagierten sie sich, mit der Großnichte Franziska Menzel eine Erinnerungs-Ausstellung im Stadtmuseum zu gestalten.

Für Christa Kühn und Charlotte Pöschel ist die Begeisterung zur Aquarellmalerei geblieben und sie lassen sich von den Farben in der Natur zum Aquarellieren inspirieren. Die Zwillings-Schwestern, 1946 in Siegen geboren, haben seit frühester Kindheit die Lust und Leidenschaft zum gemeinsamen Zeichnen und Malen. Mit Freude und Energie haben die beiden Damen diese Ausstellung vorbereitet, um interessierten Besuchern die Aquarellmalerei näher zu bringen. Weiterlesen

Migrationsgeschichte im Virtuellen Migrationsmuseum

Virtuelles Migrationsmuseum – Teaser 2018 from DOMiD e.V. on Vimeo.

Die Geschichte der Migration in Deutschland seit 1945 wird erstmals in einem virtuellen Museum erzählt. Das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) hat einen virtuellen Raum geschaffen, in dem die Migrationsgeschichte in Deutschland interaktiv erfahrbar gemacht wird. Mittels einer App und wahlweise einer Virtual Reality (VR) Brille können die Museumsbesucher eine fiktive städtische Szenerie mit verschiedenen Gebäuden betreten und dort Interviews mit Zeitzeug*innen sowie über 1.000 digitalisierte Objekte und ihre Geschichte kennenlernen.

Das Projekt wurde gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) finanziert. Das Fraunhofer IGD unterstützte mit einer preisgekrönten Digitalisierungstechnologie. Weiterlesen

Video-Impressionen von Rubens-Ausstellung in Frankfurt

Impressionen der Ausstellung: „Rubens – Kraft der Verwandlung“ vom 08.02.2018 bis 03.06.2018 im Städel-Museum, Frankfurt am Main. Keine Kunst ohne Ideenklau: Wie kaum ein anderer Barockmaler hat Peter Paul Rubens die Werke anderer Künstler kopiert und umgedeutet. Das zeigt das Städel-Museum sehr anschaulich ohne weitergehende Einsichten – eine Ausstellung als Memory-Spiel. Einen ausführlichen Bericht finden Sie bei „Kunst+Film“: http://kunstundfilm.de/2018/04/rubens-staedel/

Ausstellung „Dreispitz, Skalp und Spitzenhäubchen“ im Museum Wilnsdorf

Am 4. Juli jährt sich in den USA der Tag der Unabhängigkeitserklärung, in diesem Jahr zum 242. Mal. Für Deutschland und die Deutschen scheint der Feiertag von wenig Belang zu sein – doch schaut man genauer hin, offenbart die Geschichte der amerikanischen Freiheitsbewegung auch deutsche Facetten:

Viele von ihren Landesherren vermietete Soldaten kämpften für die englische Armee in Amerika, manche von ihnen auch nach ihrer Desertion für die Kontinentalarmee. Tausende der ursprünglich deutschen Soldaten blieben nach Ende des Krieges in Amerika und nahmen Einfluss auf die entstehende, vermeintlich „typisch“ amerikanische Kultur.

Menschen hinter den Mächten
Im Museum Wilnsdorf nimmt sich ab 13. Mai die Sonderausstellung „Dreispitz, Skalp und Spitzenhäubchen“ der Geschichte der amerikanischen Freiheitsbewegung an. Die Ausstellung versucht, wie bisher jede der großen Ausstellungen in Wilnsdorf, die Menschen hinter den Mächten sichtbar zu machen und rückt vor allem das Alltagsleben an der Ostküste in den Mittelpunkt. Die Lebensverhältnisse europäischer Soldaten und Siedler werden ebenso thematisiert wie das Leben der Indianer.

Informative Details und bespielbare Kulissen

Das Museum Wilnsdorf wagt mit dieser Ausstellung, die ursprünglich für das Emsländer Archäologie-Museum konzipiert wurde, wieder einmal die Gratwanderung zwischen der klassischen Präsentation im musealen Kontext und der Mitmachausstellung für junge und junggebliebene Museumsbesucher. Ähnliche Konzepte verfolgten schon die publikumsstarken Ausstellungen zu Piraten oder dem Mittelalter. Weiterlesen

Oberes Schloss „fit für die Zukunft machen“

Zum traditionellen Jahresempfang des Fördervereins des Siegerlandmuseums und des Oberen Schlosses hatte die Stadt Siegen gestern (Sonntag, 11. März) in den historischen Ratssaal geladen. Der Festvortrag von Gottfried Theis erinnerte an die 200-jährige Geschichte der „Bergschule zu Siegen“.

 

In seiner Begrüßung skizzierte Bürgermeister Steffen Mues die zahlreichen anstehenden Baumaßnahmen rund um das Siegerlandmuseum und das Obere Schloss: So finanziert der Förderverein rund 30.000 der 50.000 Euro Kosten bei der Restaurierung des Erkers im Rubenssaal. Der kleine, filigrane Erker blieb als einziger Bereich im gesamten Rubenssaal von Kriegsschäden verschont. Weiterlesen

Rubens-Frühwerk im Siegerlandmuseum

Leihgabe mit freundlicher Unterstützung des Auktionshauses Lempertz, Brüssel

Die-kreuzabnahme-rubens
Kreuzabnahme um 1600, Öl/Leinwand, von Peter Paul RubensEigenes Werk
Originaltext: Eigenes Foto, Gemeinfrei, Link

1598 beendete Peter Paul Rubens seine Ausbildung zum Maler. Damit war er befugt, eine eigene Werkstatt zu eröffnen. Den gerade 21jährigen zog es jedoch nach Italien, dem Land, in dem sein Vater Jan Rubens studiert hatte und in dem sein älterer Bruder Philipp derzeit lebte. Die Beschaffung der notwendigen Papiere und Gesundheitszeugnisse verzögerte sich, so dass Rubens erst Anfang Mai 1600 aufbrechen konnte. Sein erstes Ziel war Venedig, wo man gerade den alljährlichen Karneval feierte und wo sich auf Grund dieser Festivitäten viele Reiche und Prominente aus ganz Europa aufhielten. Durch die Vermittlung eines Freundes begegnete Peter Paul in der Dogenstadt dem Herzog von Mantua. Vincenzo Gonzaga hatte 1599 Antwerpen besucht und der angehende Maler war ihm wahrscheinlich schon dort vorgestellt worden. Ausschlaggebend war dabei die Verbindung der Familie Rubens zur Familie van der Neesen. Schon die Eltern, Denis van der Neesen und seine Gemahlin waren mit Jan Rubens und Maria Pypelincks befreundet gewesen. Ggf. war es Denis, der Maria in den Jahren der Gefangensetzung des Gatten in Dillenburg und der schweren Zeit in Siegen beratend zur Seite stand. Später freundeten sich auch die Kinder untereinander an. Johann oder Jean van der Neesen war etwa im Alter von Philipp Rubens und bestens bekannt mit Peter Paul. Nun war er seit geraumer Zeit der Sekretär des Herzogs von Mantua. Wo auch immer dieser hinreiste, Johann begleitete ihn und war nicht selten für die Logistik der Unternehmungen zuständig. Durch seine Intervention wurde Rubens binnen weniger Tage Hofmaler des kunstbeflissenen Gonzaga, ein Unterfangen, das unter normalen Umständen oft Jahre in Anspruch nahm. Als Intimus der Familie des Herzogs wusste van der Neesen auch, das sich die Herzogin von Gonzaga, Eleonore geborene Medici, für ihre Privatkapelle im Palazzo Ducale ein Altarbild mit der Darstellung einer „Kreuzabnahme“ wünschte, auch weil die Hofkapelle dem Heiligen Kreuz geweiht war. Rubens wurde mit der Ausführung beauftragt. Man weiß, dass er verschiedene Gemälde in seinem Reisegepäck von Antwerpen nach Italien mit sich führte, allerdings kennt man weder die Anzahl noch die Motive. Es ist jedoch anzunehmen, dass van der Neesen Rubens auf die Wünsche der Herzogin hinwies, dass der geschäftstüchtige Maler eine Kreuzabnahme vorbereitete und diese dann bereits mit nach Italien nahm, um dort nur noch kleine Veränderungen und Anpassungen vorzunehmen. Weiterlesen