Virtuelle Heimatsammlungen NRW gingen online

Mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen im Netz: die Heimatsammlung Neunkirchen, Ostdeutsche Heimatstube, und die Ostdeutsche Heimatstube im Heimatmuseum Banfetal, Bad Laasphe

 


Am 18. Dezember wurde die Projektwebseite der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen www.heimatsammlungen.de freigeschaltet. Sie zeigt im Rahmen des Leuchtturmprojektes „Virtuelle Heimatsammlungen in NRW“ ausgewählt digitalisierte Gegenstände und virtualisierte Heimatsammlungen aus Nordrhein-Westfalen.

Das vom Bundesland Nordrhein-Westfalen geförderte Leuchtturmprojekt der Kulturstiftung dient der Bewahrung des aus Mittel-, Ost– und Südosteuropa mitgebrachten deutschen Kulturguts und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa. Für die Umsetzung des Projekts setzte sich nachhaltig besonders Heiko Hendriks, NRW-Landesbeauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, ein. Weiterlesen

Siegen: Fassade des Oberen Schlosses neu verschiefert

Wetterfest in Gänze ist jetzt wieder die Heimstatt des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss, nachdem ein schadhafter Teil der Fassade – Verschieferung und darunter liegendes Mauerwerk – saniert wurde. (Foto: Stadt Siegen)

Wind und Wetter für die nächsten Jahrzehnte wieder trotzen kann jetzt ein Teil der Fassade des Oberen Schlosses. Sie war schadhaft und musste aus Sicherheitsgründen saniert werden.
Dazu wurde Ende 2019 die alte Schieferfassade mit der zugehörigen Holzschalung und Unterkonstruktion abgerissen.

Zum Vorschein kam ein Mauerwerk, das auch in weiten Teilen schadhaft war und in dem eine neue Fassade nicht verankert werden konnte. Ein Fachingenieurbüro wurde mit der Planung der Mauerwerkssanierung beauftragt. Im Sommer 2020 wurde der Schlosstrakt eingerüstet und die notwendige Verankerungen für die Fassade ausgeführt. Zum Jahresende konnte die Verschieferung vorgenommen werden. Die Kosten für die Sanierung aus städtischen Mitteln belaufen sich auf ca. 92.000 Euro.

Quelle: Stadt Siegen, Pressemitteilung v. 13.01.2021

Aufbewahrung und Präsentation der heimatkundlichen Sammlung des Heimatvereins Burbach gesichert

Kleinprojektförderung ermöglicht Ertüchtigung des Depots

(v.l.n.r.): Christoph Ewers (Bürgermeister Gemeinde Burbach), Roswitha Still (1. Vorsitzende Regionalverein LEADER-Region 3-Länder-Eck e.V.), Kristina Bösch (Vorstandsmitglied Heimatverein Alte Vogtei Burbach e.V.)

Nach seiner Gründung im Jahr 1979, die dem Erhalt der vom Abriss bedrohten Alten Vogtei diente, eröffnete der Heimatverein Alte Vogtei Burbach e.V. zehn Jahre später in der angrenzenden Zehntscheune das Museum „Leben und Arbeiten in Burbach“. 25 Jahre lang wurden Alltag und Handwerk des dörflichen Lebens mit ehrenamtlichem Engagement präsentiert und nachfolgenden Generationen nahe gebracht.

Im Herbst 2014 beschloss der Heimatverein mit der Gemeinde Burbach im Kontext der geplanten Sanierung der Alten Vogtei die Neuausrichtung des Museums mit seiner heimatkundlichen Sammlung durch die Weiterentwicklung zu einem Begegnungs-, Besucher- und Erlebniszentrums. Die über Jahre gewachsene Anzahl von weit mehr als 3500 Exponaten und Dokumenten besitzt für gegenwärtige und zukünftige Generationen einen hohen ideellen Wert, der allerdings ohne fachgerechte Dokumentation, Inventarisierung und Lagerung nicht gesichert werden kann. Weiterlesen

Online: „Unsere Archive“ Heft 65 (2020)

Mitteilungen aus den rheinland-pfäzischen und saarländischen Archiven

Link zur PDF-Datei

Die Kolleg*innen aus dem benachbarten Bundenland geben auf 20 Seiten einen Zwischenbericht über die Auswirkungen der Pandemie auf die Archive und auf die Archivierenden. Für die Region Siegerland ist der Beitrag „Vom Heimatmuseum „Schloss Hachenburg“ zur Ausstellung „HACHENBURG Anno Domini 1314“ im historischen Gewölbekeller“von Jens Friedhoff interessant.

s. a. https://www.compgen.de/2020/11/unsere-archive-nr-65-2020-aus-rheinland-pfalz-und-dem-saarland/

Siegerlandmuseum präsentiert filmische „Appetithäppchen“

Als „Siegens gute Stube“ wird das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss gerne bezeichnet. Doch coronabedingt müssen die Türen bis auf weiteres geschlossen bleiben – eine neue Reihe Kurzfilme macht jetzt Lust auf mehr Museum.

Um dem Publikum auch in dieser Phase Einblicke in die Sammlungen zu geben und auf einen Besuch neugierig zu machen, hat das Siegerlandmuseum eine Reihe von Kurzfilmen produzieren lassen, von denen die ersten beiden online abrufbar sind. Von Museumsdirektorin Prof. Dr. Ursula Blanchebarbe vorgestellt wird im ersten Spot das  Schaubergwerk, im zweiten die Wirtschaftsgeschichte.

Später folgen werden weitere Filme zu Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen ebenso wie zu Peter Paul Rubens, zur Siegener Stadtgeschichte und zu den Oraniern. Zu finden ist das Video auf der Homepage des Siegerlandmuseums unter www.siegerlandmuseum.de unter dem Stichwort „Sammlungen“.  Realisiert wurden die filmischen „Appetithäppchen“ von der Produktionsfirma Mundus TV.

Quelle: Stadt Siegen, Mitteilungen, 4.12.2020

Projekt „Zeit.Raum Region – Das neue Siegerlandmuseum“ der Stadt Siegen mit zweitem Stern ausgezeichnet

Multimediale Objekte sollen fester Teil der Ausstellung im neuen Siegerlandmuseum werden. (Foto: Stadt Siegen/Siegerlandmuseum)

Noch ist der alte Hochbunker in der Siegener Oberstadt ein grauer ungenutzter Betonbau. Schon bald soll hier das neue Siegerlandmuseum erstrahlen. Multimedial, lehrreich und spielerisch sollen Besucherinnen und Besucher dort künftig die Stadt- und Regionalgeschichte erleben können.
Im Rahmen der REGIONALE 2025 hat der zuständige Ausschuss das Vorhaben der Stadt Siegen mit dem zweiten von drei möglichen Sternen ausgezeichnet. Das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss benötigt mehr Platz – und möchte Geschichte und Kultur modern vermitteln. Genau dort setzt das Projekt „Zeit.Raum Region“ der REGIONALE 2025 an. Nur wenige Meter vom Hauptstandort entfernt, entsteht in einem alten Hochbunker ergänzend das „neue Siegerlandmuseum“, das kulturelle Bildung ganz neu vermitteln möchte.

Eine digitale Reise durch Zeit und Raum

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Interaktive Info-Stele soll das Thema Hauberg erklären

Das Kleinprojekt wird im Foyer der Sparkasse Burbach-Neunkirchen präsentiert

Im Foyer kann ab sofort eine interaktive Info-Stele zum Thema Hauberg besichtigt werden. Es handelt sich hierbei um ein von Bund, Land und dem Regionalverein LEADER-Region 3-Länder-Eck e. V. gefördertes Kleinprojekt für die Ausstellung in der künftigen „Alten Vogtei“ des Heimatvereins. Im Rahmen der Recherchen für die künftige Ausstellung wurde deutlich, dass der Hauberg zwar für das gesamte Siegerland steht, aber viele Dinge in Burbach ohne den Hauberg früher überhaupt nicht möglich gewesen wären.

Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers, Roswitha Still, Vorsitzende Regionalverein LEADER-Region 3-Länder-Eck e.V. und Markus Keggenhoff, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Burbach-Neunkirchen, (v.l.n.r.) präsentieren die interaktive Info-Stele zum Thema Hauberg im Foyer der Sparkasse Burbach-Neunkirchen


Die Info-Stele umfasst eine detaillierte inhaltliche Erschließung des Themas. Die mechanisch interaktive Umsetzung soll vermitteln, welche Arbeiten im Hauberg durch wen zu welchem Zeitpunkt und mit welchem Arbeitsmaterial ausgeführt werden. „Als Grundlage für die Info-Stele dient eine Zeichnung des sogenannten Haubergsuhr von Alfred Becker, dem ehemaligen und zwischenzeitig verstorbenen Leiter des Forstamtes Siegen“ teilt Bürgermeister Christoph Ewers mit. Weiterlesen

Historisches trifft Social Media.

Ein Gastbeitrag von Edgar Kuhly, Heimatmuseum Feudingen

Ursprünglich sollte in diesem Jahr im Feudinger Heimatmuseum eine große Fotopräsentation auf großen Fotowänden eröffnet werden.
In dieser Ausstellung sollten möglichst viele historische Fotos, die von der Arbeitsgruppe Chronik, Dokumentation und Ausstellungen anlässlich der in 2018 stattgefundenen 800 Jahr-Feier gesammelt wurden, ihren Weg in die Öffentlichkeit finden. In wechselnden Ausstellungen sollten diese ca. 6000 digitalisierten Fotos einem breiten Publikum auf Fotowänden präsentiert werden.
Diese einzigartige Fotosammlung wollten wir nicht in den Sozialen Medien präsentieren, sondern vor Ort in unserem Heimatmuseum in einer Ausstellung, um so auch mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und somit auch Hintergründe und Meinungen zu erfahren.
Doch es kam anders. Weiterlesen

Hinter den Kulissen im Museum Wilnsdorf

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Auch wenn das Museum Wilnsdorf in diesen Tagen für Besucher verschlossen bleibt, geht die Arbeit hinter den Kulissen weiter. Derzeit nutzt das Team rund um Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck die Zwangsschließung, um sämtliche Vitrinen, Schaukästen und natürlich die rund 3.500 Ausstellungsstücke auf Hochglanz zu polieren und die verschiedenen Ausstellungsbereiche teilweise auch ein wenig umzugestalten.

Das Museum Wilnsdorf musste in diesem Jahr aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen bereits zum zweiten Mal schließen, nach der gegenwärtigen Verordnungslage kann das Haus bis 30. November nicht besucht werden. Doch verschlossene Eingangstüren bedeuten keineswegs gähnende Leere, wie ein Blick hinter die Kulissen des Museums offenbart.

„Ganz im Gegenteil. In einem Museum gibt es immer etwas zu tun“, betont Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck. Nur ein kleiner Teil der vielfältigen Museumsarbeit wird auch draußen wahrgenommen. Die Besucher sehen schließlich immer nur das Ergebnis – in Form von interessanten und abwechslungsreichen Ausstellungen. Damit dies gelingt, ist aber eine ausgedehnte Ausstellungsplanung notwendig, inkl. Ideenentwicklung, intensiver Forschung, Sammlung und Dokumentation. Natürlich steht auch der enge Austausch mit anderen Historikern und Geschichtswissenschaftlern sowie anderen Museen auf der Tagesordnung, erklärt Dr. Nauck, „schließlich wollen wir unseren Besuchern eine große Vielfalt bieten und Geschichte auf ganz besondere Art und Weise erlebbar machen.“ Weiterlesen

Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens beruft Siegener Historikerin

Regionalhistorikerin Prof. Dr. Angela Schwarz

Prof. Dr. Angela Schwarz erforscht die Regionalgeschichte des Siegerlandes, des Rheinlandes und des Ruhrgebiets an der Universität Siegen.

Die Siegener Historikerin für Neuere und Neueste Geschichte, Prof. Dr. Angela Schwarz, ist als eine von 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den wissenschaftlichen Beirat des neu gegründeten Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalens berufen worden.

Das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens ist ein zeithistorisches Museum mit Sitz in Düsseldorf, dessen Ziel es ist, die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen, seine Vergangenheit, seine Entstehung und seine Entwicklung darzustellen und anschaulich werden zu lassen. Dazu wird gerade eine Dauerausstellung sowie eine erste Wechselausstellung anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt.

Zweck des wissenschaftlichen Beirats ist es, die wissenschaftliche Qualität und Unabhängigkeit des Museums zu garantieren. Als erfahrene Regionalhistorikerin sowohl für das Siegerland als auch für das Rheinland und das Ruhrgebiet freut sich Prof. Schwarz sehr darauf, die Grundsätze dieses jungen Museums mitgestalten zu können.

Prof. Schwarz ist bereits Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

Quelle: Universität Siegen, Pressemitteilung, 20.11.20