
Quelle: Siegener Zeitung, 12. September 2026

Quelle: Siegener Zeitung, 12. September 2026
Anmerkungen bzw. Wünsche

“ …. Unser Projekt soll stetig wachsen. Wir sind auf Kritik, Verbesserungen, Korrekturen, Mitwirken und Mitarbeit angewiesen. Darum bitten wir Sie! ….“
aus: Projektseite
Der VVN BdA Siegerland-Wittgenstein betreibt das empfehlenswerte Onlineangebot, das die Informationen zur Zwangsarbeit während des Dritten Reiches im Siegerland seit nunmehr fast dreizehn Jahren bündelt. Nachdem sich siwiarchiv den VVN-Angeboten zum Widerstand und zu den Tätern gewidmet hat, hat die VVN via Facebook gebeten sich auch den beiden anderen Angeboten zu widmen; dies sei hiermit für das Zwangsarbeitprojekt gerne getan. Weiterlesen
Auf dem alten jüdischen Friedhof in Bad Berleburg ist es am Wochenende erneut zu Schändungen mehrerer Gräber gekommen. „Die erneuten Schändungen auf dem Friedhof lassen uns fassungslos zurück. Wir verurteilen die Zerstörung und Beschädigung dieses Ortes der Erinnerung, des Gedenkens und des Mahnens für den Frieden auf das Schärfste“, erklärte Volker Sonneborn. Nach Bekanntwerden des neuerlichen Vorfalls waren der Bürgermeister von Bad Berleburg sowie Polizei und Staatschutz am Samstag vor Ort und haben gemeinsam das Ausmaß der Zerstörung aufgenommen. Der Staatsschutz hat zugleich die Ermittlungen übernommen. Dies war schon nach den ersten Vorfällen vor wenigen Wochen erfolgt, als ein oder mehrere Täter Gräber auf dem jüdischen Friedhof geschändet und das jüdische Mahnmal im Berlebach in Bad Berleburg zerstört hatten.
„In den vergangenen Wochen haben wir in Abstimmung mit allen Beteiligten – insbesondere der jüdischen Gemeinde und dem LWL – die notwendigen Abstimmungen getroffen, um die Schäden nach der ersten Schändung zu beheben. Gleichzeitig haben wir in der vergangenen Woche das jüdische Mahnmal im Berlebach repariert und den Davidstern auf dem Mahnmal wieder installiert“, berichtete Volker Sonneborn. Der jüdische Friedhof selbst stand seit Bekanntwerden der ersten Grabschändungen unter engmaschiger polizeilicher Überwachung, zuletzt noch am Freitagabend – und damit unmittelbar vor dem erneuten Vorfall. „Klar ist, dass wir diese Schändung generell und solche Taten im Allgemeinen in keiner Weise tolerieren können und werden. Dies ist unvereinbar mit unseren Werten der Gemeinschaft, Solidarität und Toleranz, für die unsere Stadt der Dörfer in der Vergangenheit stand und auch in Zukunft immer stehen wird“, erklärte der Bürgermeister.
Quelle: Stadt Bad Berleburg, Aktuelles, 7.9.2026
am Ort des Zwangsarbeiterfriedhofs in der Fludersbach unter Einbezug des `Hilfskrankenhauses für Ostarbeiter´ (auf dem Gelände EDEKA)“
Information des Ausschusses für Kultur, Tourismus und Ehrenamt des Kreises Siegen Wittgenstein, am morgigen Mittwoch, 9.9. ca. 18 Uhr in der Aula des Siegener LYZ
„Mit dem Verkauf (2024) des ehemaligen Kauflandgrundstücks in Siegen-Fludersbach, auf welchem sich während des Zweiten Weltkriegs ein Hilfskrankenhaus für Zwangsarbeiter befand, ergibt sich die Möglichkeit, einen Gedenk- und Erinnerungsort zum Thema Zwangsarbeit in der NS-Zeit im Siegerland umzusetzen.
Das Konzept des Aktiven Museums Südwestfalen (AMS), welches durch eine Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Welter/projektplus unterstützt wird, sieht vor, auf dem Gelände von EDEKA eine Informationstafel aufzustellen. Darüber hinaus soll angrenzend an das Gelände des Zwangsarbeiterfriedhofes, welcher im Besitz der Stadt Siegen ist, ein multifunktionaler Lern- und Gedenkort entstehen (Plattform und Raum). Weiterlesen
So., 13.09.2026, um 15:00 Uhr, Traute Fries, In Zusammenarbeit mit Aktives Museum Südwestfalen e. V.
Zum Tag des offenen Denkmals 2026 lädt die vhs Siegen gemeinsam mit dem Aktiven Museum Südwestfalen e.V. zu einem Besuch auf dem alten jüdischen Friedhof am Lindenberg. Der plötzliche Tod eines jüdischen Reisenden im Siegener Bahnhof war der Anlass für den kurzfristigen Erwerb des Begräbnisplatzes auf dem Lindenberg durch den Handelsmann David Berg. Die Genehmigung durch die Bezirksregierung Arnsberg erfolgte zum 1. Mai 1871. 1886 verkaufte Berg das Grundstück an die jüdische Gemeinde, die 1887 eine zusätzliche Parzelle erwarb. Es wird von etwa 60 Bestattungen ausgegangen. 1912 erhielt die jüdische Gemeinde ein Gräberfeld auf dem kommunalen Friedhof in der Hermelsbach. Sie werden weitere Geschichten des Friedhofs sowie des Lebens der Juden damals in diesem Besuch hören.
Treffpunkt: Friedhof Lindenberg, Neue Friedhofshalle Siegen. Männer bringen bitte eine Kopfbedeckung mit.
Spontane Anmeldung vor Ort nicht möglich. Da der Eintritt frei und die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist, bitten wir um eine vorherige Anmeldung über die vhs-Webseite
Eine social-media-Kampagne von Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte:
Im Zuge des Projekts „Gelber Stern“ besuchte die vierte Klasse der Diesterwegschule das Stadtarchiv.

Oliver Teufer, zeigt auf die Werbeanzeige des Kaufhauses Tietz in den 1920er Jahren. Schüler:innen der Diesterwegschule blicken interessiert auf das Gezeigte .
Den Kindern wurde durch die Projektreihe altersgerecht und verständlich die Geschichte der Judenverfolgung in Deutschland zwischen 1933 und 1945 vermittelt.
Oliver Teufer, Mitarbeiter des Stadtarchivs, führte die interessierten Schülerinnen und Schüler kindgerecht am Beispiel von Archivmaterial, wie Zeitungsartikeln von der Eröffnung des ehemaligen Kaufhauses Tietz im Jahr 1928 – dem heutigen KrönchenCenter – an die Arbeit mit historischen Quellen heran. Die Bauakte des Gebäudes mitsamt den Bauplänen war ebenfalls Teil der Vorstellung. Außerdem erfuhren die Kinder, welche Auswirkungen die nationalsozialistische Politik, etwa durch die Arisierung des Kaufhauses, auf Siegen hatte. In einer Abschlussrunde konnten die Teilnehmenden ihre neuen Erkenntnisse präsentieren.
Das Projekt „Gelber Stern“ ist von der Gedenkstätte Bad Laasphe initiiert worden, um Grundschulkinder geschichtliches Wissen über die Judenverfolgung in Deutschland zu vermitteln. Das Stadtarchiv Siegen ist dabei ein Kooperationspartner.
Quelle: Stadt Siegen, Pressemitteilung v. 20. Juli 2026
Vor zwei Jahren begann die Initiative Jüdisches Erbe in Olpe mit der Suche nach einem Ort des Gedenkens – heute steht sie: die Gedenkstelle in Form einer Doppel-Helix-Skulptur, geschaffen von 25 Schülern der St. Franziskus-Schule, des Städtischen Gymnasiums und der Sekundarschule.
Kunst als Brücke:
Mit Unterstützung der Kunstpädagogin Carmen Magers formten die Jugendlichen Tonmodelle, die in Beton gegossen wurden – ein Material, das auch zukünftigen Generationen Raum für Weiterentwicklung lässt.
„Sichtbarkeit führt zur Auseinandersetzung.“
Im Herzen der Stadt:
Die Stele steht in Sichtachse zum ehemaligen Kaufhaus der jüdischen Familie Lenneberg – ein Zeichen, das Erinnerung in die Mitte der Gesellschaft holt.
„Nie wieder ist jetzt“ – so appellierte Bürgermeister Tobias Schulte an die Versammelten:
Verteidigt Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Toleranz. Olpe bleibt bunt – und steht gegen Antisemitismus und Hetze.
Jeder formte seine Idee – gemeinsam entstand ein Zeichen der Annäherung:
„Jüdisches und nichtjüdisches Leben sollen sich annähern – das Verbindende ist stärker als die Unterschiede.“
Auf dem Sockel steht in Edelstahl-Lettern: „Sei ein Mensch.“
Quelle: Olpe, 15.7.2026
Am 16. Juni 2026 stellten die Siegener VVN/BdA mit der Geschichtswerkstatt Siegen und das Aktive Museum Südwestfalen (AMS) ihre unterschiedlichen Konzepte im Kulturausschuss vor:
Ohne eine Entscheidung zu treffen beauftragte der Kulturausschuss daraufhin die Verwaltung, ob ein gemeinsames Konzept der beiden Akteure erarbeitet werden könne.
Eine Vorstellung des AMS-Konzeptes im Ausschuss für Kultur, Tourismus und Ehrenamt des Kreises Siegen-Wittgenstein am 17. Juni 2026 wurde von der Verwaltung wieder von der Tagesordnung genommen.
Im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Siegen am 8. Juli 2026 stellte die Verwaltung folgende Vorlage zur Abstimmung: Weiterlesen
Die Bildungsministerkonferenz hat eine umfassend aktualisierte Empfehlung zur Erinnerungskultur als Gegenstand historisch-politischer Bildung in der Schule beschlossen. Damit reagieren die Länder auf gesellschaftliche, politische und technologische Veränderungen der vergangenen Jahre – von wachsendem Antisemitismus und Desinformation bis hin zu den Herausforderungen digitaler Medien und Künstlicher Intelligenz.

Die Überarbeitung der bisherigen Empfehlung aus dem Jahr 2014 geht auf einen Beschluss der Bildungsministerkonferenz aus dem Jahr 2025 zurück und wurde während der Präsidentschaft von Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, angestoßen. In einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe wurde die Empfehlung anschließend grundlegend aktualisiert und dabei Experten aus Wissenschaft, Gedenkstätten sowie weitere Fachakteuren einbezogen. Weiterlesen