Wo könnte ein Gemeindearchiv in Neunkirchen untergebracht werden?

Aus der Beschlussvorlage SCHKA-5/2019 für den Schul- und Kulturausschuss am 28.03.2019, S. 2-3:

” …. Für das Gebäude der Grundschule Neunkirchen können verschiedene Möglichkeiten angenommen werden. …. Auch ist den bisherigen politischen Diskussionen zu entnehmen, dass eine positive Einstellung dahingehend vorhanden ist, in den Räumlichkeiten der OGS ein Archiv zu realisieren (vgl. Mitteilungsvorlage SKA 15.03.2018).
…… Nutzung des Gebäudes als „Bildungszentrum“ (Bibliothek, Archiv, VHS, Musikschule usw.) Hier ist zu berücksichtigen, dass diese Lösung für Neunkirchen sehr attraktiv wäre, jedoch mit Investitionskosten (Brandschutz, Umbau) verbunden wäre. Ein
Gespräch mit der Bezirksregierung hat ergeben, dass eine Unterstützung an Fördermitteln derzeit möglich ist. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass sich die Förderkulisse ständig verändert und keine validen Aussagen für den relevanten Zeitraum getroffen werden können. …..”

s. zuletzt 7 Antworten zur Archivarbeit in der Gemeinde Neunkirchen/Siegerland

“Hilchenbach sucht neuen Archivar”

Heute erschien in der regionalen Print-Ausgabe der Westfälischen Rundschau folgender kompakter Artikel:

“Die Stadt muss schon wieder einen neuen Archivar suchen. Darius Schürmann, der zu Jahresbeginn die Nachfolge von Reinhard Gämlich angetreten hat, wechselt zur Stadtverwaltung Olpe. Die Stelle für den Fachbereich Bürgerdienste werde zur Wiederbesetzung ausgeschrieben, bestätigte Bürgermeister Horst Menzel dieser Zeitung auf Anfrage. ” Wahrscheinlich zur Jahresmitte” werde der Wechsel erfolgen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger konnte Darius Schürmann nur seine halbe Arbeitszeit für das Archiv einsetzen, seine andere halbe Stelle blieb im Sitzungsdienst des Rathaus.”

Kommentarlos erfolgt hier der Verweis auf den folgenden Eintrag auf siwiarchiv zur Hilchenbacher Situation: s. dazu auch http://www.siwiarchiv.de/fortfuehrung-der-arbeit-des-stadtarchivs/

Erfolgreiche Petition zum Geschichtsunterricht in NRW


“Unsere Petition hatte Erfolg!
Gestern erreichte den GLV ein Brief des Ministerpräsidenten: an nordrhein-westfälischen Gymnasien wird das Fach Geschichte künftig wieder achtstündig unterrichtet! Herr Laschet bedankt sich darin ausdrücklich für das „beeindruckende Engagement“ des Landesverbandes, auch ihm sei „die Stärkung des Geschichtsbewusstseins und die Förderung eines kritischen Urteilsvermögens junger Menschen ein großes Anliegen“.

Wir haben in zahllosen Briefen und Gesprächen mit Politikern, Verbänden sowie dem Ministerium unser Anliegen deutlich gemacht. Bei allen, die daran mitgewirkt haben, möchte ich mich besonders bedanken.

Auch der Entwurf des Kernlehrplans stimmt hoffnungsvoll. Der Verband wird fristgemäß eine Stellungahme einreichen, die den ein oder anderen kritischen Aspekt benennt. Es bleibt zu hoffen, dass die Kommission unsere Anregungen aufgreifen wird und die Fachkonferenzen im Anschluss praktikable schulinterne Lehrpläne entwickeln.

Nun liegt es an uns, die hohen gesellschaftlichen Erwartungen an unser Fach zu erfüllen.”
Quelle: Facebook-Seite des Verbandes, 21.3.2019

Flashmob der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein zum internationalen Tag gegen Rassismus

„Wir sind viele …! Und setzen uns gegen Rassismus ein.“ Das zeigten heute Morgen rund 210 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein ganz deutlich mit einem Flashmob auf dem Vorplatz des Kreishauses. Am heutigen 21. März ist der internationale Tag gegen Rassismus und daher hatte das Kommunale Integrationszentrum gemeinsam mit Landrat Andreas Müller zu dieser solidarischen Gemeinschaftsaktion eingeladen: „Rassismus hat hier bei uns in Siegen-Wittgenstein nichts zu suchen! Und so wollen wir im Kreis Siegen-Wittgenstein ein starkes Zeichen setzen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung und uns gemeinsam gegen Rassismus stark machen.“
Das Kreisarchiv hat teilgenommen.

Quelle: Facebook-Seite der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein

Warum #Archivpolitik? Was folgt aus der siwiarchiv-Blogparade:

Offensichtlich sind Archivar*innen vorsichtig und behutsam. Die sparsame Beteiligung an der aktuellen Blogparade lässt dieses Fazit zu. Einschlägigen Beiträgen in der Fachzeitschrift, den prominent besetzten Eröffnungsvorträgen auf deutschen Archivtagen oder einen Diskussionsrunde auf dem ersten deutschen ArchivCamp in Duisburg bleiben wir diskret – obwohl die Skandale, Merkwürdigkeiten, etc. ….. nicht abreißen: Einsturz des Hostorischen Archivs der Stadt Köln, Verlegung des Staatsarchivs Würzburg nach Kitzungen, verschwundene Geheimdienstakten, Bundeslöschtage, geplante Legalisierung des Verkaufs von kommunalen Archivgut in NRW, die gelöschten E-Mails vvon Ministerpräsident Mappus in Baden-Württemberg ….. oder zuletzt die Mittelstreichungen für des Archiv für alternatives Schrifttum (afas) in Duisburg. Ganz zu schweigen von dem üblichen Kampf um Ressourcen (Raum, Personal, Geld). Weiterlesen

Das Kellerkind der Kirche

Alt, wertvoll, lebendig, nützlich und gepflegt: das Archiv des ev. Kirchenkreis Siegen


Es führt ein Nischendasein im kirchlichen Alltag. Nicht selten ist es im Keller zu finden, unordentlich und für den Gebrauch ungeeignet. Nur Besonderes findet langfristig seinen Platz in dieser Nische im Keller. So manches wird hinausgeworfen und entsorgt. Was aber seinen Platz in dieser Nische findet, trägt bei zur Identität der Kirche und ihrem Gedächtnis. „Es“ ist das Kirchenarchiv. Kirchengemeinden haben es, die Kirchenkreise und auch die Landeskirche. Eine Fundgrube für die historische Forschung. Hier wird die Frage beantwortet, warum die Kirche so wurde wie sie ist. Weiterlesen

10 Jahre danach – Einsturz des Kölner Stadtarchivs

“Der Jahrestag des Archiveinsturzes fällt in diesem Jahr auf den Karnevalssonntag. Zehn Jahre sind dann vergangen seit dem 3. März 2009. Die Einsturz-Katastrophe nahm zwei jungen Menschen das Leben, verursachte den Tod einer älteren Dame wenig später, raubte vielen Menschen Wohnungen und Lebenszusammenhang, beschädigte und vernichtete Archivalien, das „Gedächtnis der Stadt“ – eine Tragödie, die bis heute nachwirkt.
Wir von der Initiative ArchivKomplex meinen, dass wir auch im Karneval an diese Katastrophe erinnern können – und müssen. Vor fünf Jahren war es ähnlich, als der 3. März auf Rosenmontag fiel.
Damals haben auf unsere Aktion „Nit verjesse: Strüßjer för Minsche un Böcher“ an der Ecke Severinstraße/Löwengasse viele Menschen im Rosenmontagszug und drumherum sehr aufmerksam und nachdenklich reagiert.
Nun werden Mitglieder und Freunde von ArchivKomplex am Karnevalssonntag, 3. März, ab 11 Uhr wieder an der Ecke Severinstraße/Löwengasse stehen, kostümiert mit weißen Schutzanzügen (wie zu Zeiten der Archivalienbergung) und passenden Attributen, unter einem großen Transparent:

Mit den Organisatoren der Schull- un Veedelszöch ist abgesprochen, dass wir von ArchivKomplex den Zug dort gegen 11:45 Uhr empfangen und gemeinsam an die Katastrophe erinnern. Die Zugleitung wird den Zug, der vom Chlodwigplatz durch die Severinstraße kommt, an der Ecke Löwengasse anhalten. Dann wird die Tanzgruppe „Hellige Knäächte un Mägde“ der Lyskircher Junge, die immer am Zuganfang läuft, dort einen traditionellen Tanz aufführen im Gedenken an die Opfer des Archiveinsturzes vom 3.März 2009.
Von 13:15 bis zur Zeit des Einsturzes um 13:58 Uhr organisiert „Köln kann auch anders“ ein Programm am Einsturzort vor „Papa Rudi’s“ (Waidmarkt 2); daran wird ArchivKomplex teilnehmen, auch mit einem eigenen Beitrag. Um 13:58 Uhr läuten die Glocken der Südstadt-Kirchen.
ArchivKomplex lädt alle, die an die Einsturzkatastrophe erinnern wollen,
herzlich ein, am 3. März 2019 ab 11 Uhr zu den Veranstaltungen
an der Ecke Severinstraße / Löwengasse und am Einsturzort zu kommen

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LWL: Finanzielle Förderung der Kommunalarchive im Kreisgebiet

LWL-Archivamt unterstützte die Arbeit der Kreis-, Stadt- und Gemeindearchive in Westfalen-Lippe im Jahr 2018 mit fast 120.000 Euro

“Mit einer Gesamtsumme von 118.350 Euro unterstützte das LWL-Archivamt für Westfalen im Jahr 2018 die kommunalen, kirchlichen und privaten Archive in Westfalen-Lippe. Darüber informierte am Mittwoch, den 13.02., der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), der in der Pflege und Förderung des nichtstaatlichen Archivwesens auch eine seiner Aufgaben sieht. Eingesetzt wurden die Gelder hauptsächlich für neue Regalanlagen und Kartenschränke, aktuelle Fachsoftware zur inhaltlichen Beschreibung von und Recherche nach Archivgut und spezielle Buchscanner, die eine schonende Digitalisierung der empfindlichen alten Urkunden, Akten, Karten und Pläne ermöglichen. Darüber hinaus fördert der LWL neuerdings den Einstieg der Kommunalarchive in die elektronische Langzeitarchivierung, um die dort zunehmend digital entstehenden elektronischen Akten und Register dauerhaft zu erhalten. Weiterlesen

Zehn Fragen zur Archivierung in Netphen – und

zehn Antworten der Verwaltung an die SPD für den Umwelt-, Kultur- und Tourismusausschuss am 27.2.2019. Ein Beitrag zur Blogparade #Archivpolitik

1. Wie kommt die Verwaltung momentan der gesetzlichen Verpflichtung nach, ihr Archivgut in eigener Zuständigkeit zu archivieren?
Die Stadt Netphen unterhält gem. § 1 Ziffer 2 des Archivgesetzes Nordrhein-Westfalens (ArchivG NRW) ein öffentliches Archiv. Verortet ist das Archiv bei dem Fachbereich I/3 Ordnung und Bürgerservice, Kulturbüro.
2. Wird eine rechtssichere Archivierung gewährleistet? Wenn ja: Wie?
3. Welche Unterlagen werden bzw. wurden der Archivierung zugeführt? Werden sowohl Papierdokumente als auch elektronische Informationen/Texte… erfasst?
Laut § 2 Abs. 7 ArchivG NRW hat die Archivierung die Aufgabe „Unterlagen zu erfassen, zu bewerten, zu übernehmen und das übernommene Archivgut sachgemäß zu verwahren, zu ergänzen, zu sichern, zu erhalten, instand zu setzen, zu erschließen, zu erforschen, für die Nutzung bereitzustellen sowie zu veröffentlichen.“ Nach Abs. 6 erfolgt die Auswahl der archivwürdigen Unterlagen ausschließlich nach fachlichen Kriterien durch das zuständige Archiv. Archivwürdige Unterlagen und Dokumente, die zur Aufgabenerfüllung nicht mehr benötigt werden, sind dem Archiv anzubieten. Zurzeit werden ausschließlich Papierdokumente erfasst, eine Archivierung digitaler Dokumente findet nicht statt. Hiervon unberührt bleiben die bereits vorhandenen und eingesetzten elektronischen Fachanwendungen, wie beispielsweise das Personenstandsregister in den Standesämtern. Weiterlesen

“Appell an die Nachhaltigkeitsverantwortung der Politik

Interview mit dem Präsidenten des Bundesarchivs im DLF”* mit Stefan Koldehoff. Ein – wohl ungeplanter – Beitrag zur Blogparade #Archivpolitik

Mitschnitt des ca. 25min Interviews:

Zitat: ” …. Hollmann fordert daher eine nachhaltige Archivpolitik und -förderung und bezieht dabei auch Bibliotheken, kleine private Archive wie das Archiv für alternatives Schrifttum in Duisburg und andere kulturerhaltende Institutionen mit ein: „Magazine sind es, die wir brauchen. Vernünftige Räumlichkeiten, in denen Archivgut die Möglichkeit hat, noch möglichst lange zu überleben, um benutzt zu werden und vielleicht dann auch die Chance hat, durch ein Ersatzmedium gesichert zu werden.“ ….”
Quelle: Deutschlandfunk, Homepage, 10.2.2019

*Tweet des Bundesarchiv v. 12.2.2019, https://twitter.com/BundesarchivD/status/1095284237786320898