Literaturliste zu Kapellenschulen im Kreis Siegen-Wittgenstein             

 

Kapellenschule Siegen-Trupbach, 1953,
Quelle: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, Fotoalbum Kienzler

Im Zuge einer Recherche wurde folgende Zusammenstellung erarbeitet, die gerne ergänzt werden kann:

    • Bünau, Adele von: Von der Blechpest zum geschützten Kleinod. Geprägte Decke in der Oberdielfener Kapellenschule, In: Siegerland,  75 (1998) S. 19-20.
    • Forneberg, Helmut: Zur Geschichte der alten Niederscheldener Kapellenschule, In: 100 Jahre Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Niederschelden, Niederschelden 1997, S. 41-53.
    • Henkel, Ellen: Die Kapellenschule, Einzelführer des LWL-Freilichtmuseums Detmold, Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde, Detmold 2005.
    • Kiessling, Hans: Kapellenschulen im Siegerland. Typologie eines Bautypes, Dortmund Uni Diss 1984.

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Denkmalschutz-Handbuch DEHIO wird digital

Kulturstaatsministerin Grütters: „Unser reiches Baukulturerbe stiftet Zukunft“

„Das renommierte „Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler“ von Georg Dehio wird mit Mitteln aus dem Bundeskulturetat digital aufbereitet und erweitert. Das 22-bändige Referenzwerk zum baukulturellen Erbe in Deutschland umfasst rund 24.000 Seiten
mit etwa 100.000 beschriebenen Bauwerken und ihren
200.000 Ausstattungsstücken. Es soll nun in eine für die Forschung und die Öffentlichkeit attraktive Online-Plattform überführt und um mindestens 150.000 Fotos ergänzt werden.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Unser reiches Baukulturerbe stiftet Zukunft. Im Rahmen unserer Digitalisierungsoffensive im Kulturbereich setzen wir uns dafür ein, dass der große Schatz deutscher Kunstdenkmäler online sichtbarer und frei zugänglich sein wird. Das innovative Projekt DEHIO digital setzt wichtige Impulse für den technologischen Wandel im Kulturbereich. Es wird dazu beitragen, kulturelle Inhalte zeitgemäß und attraktiv zu vermitteln und so Lust auf das Original zu machen.“ Weiterlesen

Broschüre: „Die Siegener Synagoge 1904 -1938“ erschienen

Vorführung der Bilderserie des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins (Fotograf: Erich Koch) zur niederbrennenden Synagoge im Aktiven Museum am 10. November 2018
(Foto: Wilfried Lerchstein)

Als sich im November 2018 der Pogrom zum 80. Mal jährte und die brennende Siegener Synagoge in verschiedenen überregionalen Zeitschriften abgebildet wurde, kam beim Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein der Gedanke auf, gemeinsam mit dem Aktiven Museum Südwestfalen (AMS) eine neue Broschüre über die Synagoge herauszugeben. Alle 26 historischen Fotos des Siegener Fotografen Erich Koch, deren Nutzungsrechte beim Heimat- und Geschichtsverein liegen, sollten darin wiedergegeben werden. Die Broschüre liegt nun vor mit einem Textbeitrag von Traute Fries, Leitungsteam des AMS. Neben dem bereits bekannten Foto vom Innenraum der Synagoge erhielt das AMS von der Berlinischen Galerie ein weiteres Foto, das die Frontansicht im Jahr 1904 zeigt. Ob vor dem Eingang der langjährige Vorsteher der Siegener jüdischen Gemeinde, Meier Leser Stern, zu sehen ist, lässt sich nur vermuten. Erstmals sind die „Schwesternsynagogen“ von Dortmund und Bielefeld, die der Regierungsbaumeister der preußischen Bauverwaltung Eduard Fürstenau ebenfalls entworfen hat, abgebildet. Kurz vor der Drucklegung wurde ein Lageplan der Siegener Synagoge im Katasteramt des Kreises Siegen-Wittgenstein gefunden. Die Entwurfspläne des Architekten Fürstenau sind leider verschollen. Dr. Andreas Bingener vom SHGV stellt in seinem Text den Fotografen Erich Koch vor und die Geschichte seiner Fotografien.

Architektur 1960+, Brutalismus im Kreisgebiet: Katholische Kirche Bad Laasphe

Blick auf Bad Laasphe (5)
Kirche (rechts) im Ensemble der Altstadt zusammen mit der Evangelischen Kirche, Quelle: Alexander Blecher, blecher.info, via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)]

Die Arbeitsgemeinschaft historischer Orts- und Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen hat das Gebäude zum Denkmal des Monats Dezember 2019 ausgewählt. Informationen zum Gebäude des Siegener Architekten Aloys Sonntag finden sich auf der Internetseite des Arbeitskreises.
siwiarchiv sucht Beispiele für die Architektur der 1960er und 1970er Jahre. Weiterlesen

„Denkmalpflege in Westfalen-Lippe“, Heft 2/2019 online

Das Heft widmet sich dem Kirchenbau nach 1945. Für die Region besonders relevant sind folgende Beitrage:

1) Heinrich Otten und Knut Stegman: Kirchenbau nach 1945 in Westfalen-Lippe. Ausgewählte Ergebnisse einer flächendeckenden Untersuchung, S. 4 – 10
2) Hans H. Hanke: Tradition und vertretbarer Fortschritt. Die evangelische Wenschtkirche in Siegen, S. 28 – 34

Link zur PDF-Datei

Hofanlage, Brückenstraße 14 in Bad Berleburg-Elsoff

090 Brückenstr. 14
Quelle: Ursulabuschmann via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Die Arbeitsgemeinschaft historischer Orts- und Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen hat das Gebäude zum Denkmal des Monats November 2019 ausgewählt. Informationen zum Gebäude finden sich auf der Internetseite des Arbeitskreises.

Kalender „Denkmal des Monats“ 2020 wieder erhältlich

Zum 19. Mal ist der Kalender der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne erschienen.

In einer limitierten Auflage von 1.500 Exemplaren war der Kalender „Denkmal des Monats“ schon nach seinem Start 2001 ein begehrtes Zeugnis für Denkmalpflege und Denkmalschutz in unseren Städten. Er dient als qualitativ hochwertige Bildsammlung und kann gleichzeitig als kleiner Reiseführer in die Geschichte der Städte und ihrer Denkmäler genutzt werden.

In der Regionalgruppe Südliches Westfalen sind die Städte Arnsberg, Bad Berleburg, Bad Laasphe, Freudenberg, Lippstadt, Schmallenberg, Siegen, Soest und Werl organisiert. Zum vierten Mal sind auch die historischen Orte Hallenberg, Elsoff und Eversberg vertreten. Weiterlesen

Neues Bauen in Westfalen – Beispiel: Siegen, LYZ

LYZ, Freitreppe und Eingangstür, Aufnahmedatum: 1.10.2019

Das hundertjährige Jubiläum des Bauhauses schärfte in diesem Jahr auch den Blick auf die Architektur der 1920/30er Jahre insgesamt. Das Gebäude des ehemaligen staatlichen Mädchengymnasiums in Siegen ist ein Beispiel im Kreisgebiet für die qualitätsvolle Architektur jener Zeit. Der Siegener Stadtbaurat Johannes Scheppig, der auch den Kindelsbergturm in Kreuztal plante, und der Siegener Architekt Fritz Spiegelberg, der u. a. die Siegerlandhütte realisierte, sind den Bau verantwortlich. Neben der eindrucksvolle Fassade zur St.-Johann-Str. hin fällt die detaillierte Durchgesteltung des gesamten Gebäudes auf. Am 28. März 1930 wurde der Schulbau feierlich seiner Bestimmung übergeben.
Das heutige LYZ ist ein bemerkenswertes Zeugnis der Architektur-, Bildungs- und Frauengeschichte im Kreis Siegen-Wittgenstein.
Historische Bilder des LYZ finden sich in einer eigenen Eintragskategorie auf siwiarchiv.
Zur Geschichte des LYZ liegen 2 Publikationen vor:
1) Tobias Gerhardus: „Die zeitgemäße Ausbildung des weiblichen Geschlechts“
2) „Von wilden Mädchen, Paul McCartney und viel Kultur – Das Lyzeum in Siegen“

Burgenmarkt an der Wasserburg Hainchen

03.10.2019, 13:00 Uhr bis 20:00 Uhr, Wasserburg Hainchen: Schloßstraße 19, 57250 Netphen
SI Burg Hainchen Suedost-Totale
Totalansicht von Südosten, April 2011, Quelle: Frank Behnsen [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Morgen wird in Hainchen das neue Außengelände an der Wasserburg eingeweiht. Im Rahmen eines Burgenmarktes können Besucher den Erlebnispark durchlaufen oder sich an einem der rund 20 Stände mit Kunsthandwerk aus der Region informieren. Für die Verpflegung sorgt die ansässige Remise, die mit einer neuen Terasse einlädt.
Quelle: Heimatbund Siegerland-Wittgenstein, Veranstaltungen

Villa am Nordhang des Häuslings ist Denkmal des Monats

Sie wurde in den Jahren 1908 bis 1909 für den Unternehmer Heinrich Gontermann erbaut – die Villa „Fürst-Bülow-Straße 22“ ist als Denkmal des Monats Oktober im Kalender 2019 der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne ausgewählt worden.

Villa „Fürst-Bülow-Straße 22“ – hier vom Siegberg aus gesehen – ist Denkmal des Monats Oktober im Kalender 2019 der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne. © 2018 by Jörg Hempel; www.joerg-hempel-com

Mit ihrer ruhigen und exponierten Hanglage am Häusling und dem damit verbundenen herrschaftlichen Blick auf die Altstadt Siegens verdeutlicht die nach Plänen des Architekten Georg Metzendorf errichtete Fabrikantenvilla die Lebensverhältnisse und das Selbstverständnis der Industriellen um 1900. Durch die Trennung von der engen Baustruktur innerhalb der Stadt dokumentiert das Bauwerk daher auch ein Stück Stadtentwicklungsgeschichte.

Schlichte Gestaltung der Reformarchitektur
Die klare und schlichte architektonische Formensprache der Fabrikantenvilla weist auf die Reformarchitektur hin und bezeugt so die Abwendung von der Verspieltheit des romantischen Historismus: Äußerlich zeichnet sich die zweigeschossige Villa durch ein massives Sockelgeschoss aus behauenem Sandstein, weiß verputzte Außenwände und ein schiefergedecktes Mansardendach aus.
Ein halbrunder Vorbau, in dem sich der Haupteingang befindet, ist rückwärtig zum Hang gelegen. Auf Höhe des ersten Geschosses wird dieser Vorbau durch einen Altan abgeschlossen. Pilaster mit ionisierenden Kapitellen fassen die Ecken des Haupthauses ein. Weiterlesen