Heute vor 140 Jahren: Walter Nehm geboren

In ihrer Broschüre über das Schicksal der Geisweider Jüdinnen und Juden erwähnt Traute Fries auch Walter Nehm, den Rektor der Geisweider Schule – Grund genug sich Walter Nehm einmal etwas intensiver zu widmen, die regionale Literatur auszuwerten und einen Blick in die vorhandene Personalakte zu werfen. Dabei stellte sich heraus, dass die Beschäftigung mit diesem Siegerländer Lehrer wohl noch nicht abgeschlossen ist, sondern hoffentlich gerade erst beginnt. Folgendes konnte nun ermittelt werden:

Familie

geb. am 24. Februar 1880 in Herdecke[1], evangl.[2]
Eltern: Karl Nehm,, Schmiedemeister, geb. am 7. September 1842 in Herdecke, Karoline Lisette geb. Ruping, geb. 16. Juni 1851, in Volmarstein[3]
01.Dezember 1916 Heirat mit Else Kraus (geb. am 1. Dezember 1883)[4]
26. Februar 1919 Geburt der Tochter Else[5]

Ausbildung und Beruf Weiterlesen

„Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ in Düsseldorf: Stiftung nimmt Arbeit auf

Die neue Stiftung „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ hat die Arbeit aufgenommen: Das Kuratorium der Stiftung ist zur ersten Sitzung im Behrensbau am Düsseldorfer Rheinufer zusammengekommen. Zum Vorsitzenden der gemeinsamen Stiftung von Landtag und Landesregierung wählten die Kuratoriumsmitglieder André Kuper, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, Ministerpräsident Armin Laschet wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung gewählt. Zum Kuratorium gehören die Mitglieder des Präsidiums des Landtags, je ein Abgeordneter der im Landtag vertretenen Fraktionen, fünf Mitglieder der Landesregierung sowie je ein Mitglied der Land-schaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Der Präsident des Landtags wird in der ersten Hälfte der Amtsperiode des Kuratoriums den Vorsitz übernehmen, in der zweiten Hälfte übernimmt der Minister-präsident den Vorsitz.

Das Kuratorium zum „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ im Behrensbau in Düsseldorf. Foto: Melanie Zanin

Mit der konstituierenden Sitzung ist ein wichtiger Schritt zur Aufnahme der Geschäfte der Stiftung gemacht worden. Das Kuratorium hat die Stiftungssatzung erlassen und das künftige Präsidium der Stiftung berufen: Dr. Gabriele Uelsberg (Direktorin des LVR-Landes Museums Bonn), Professor Theodor Grütter (Direktor des Ruhr Museums Essen) und Professor Dr. Hans Walter Hütter (Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn). Die Stiftung kann damit die Arbeit aufnehmen. Weiterlesen

Restaurierung historischer Gebäude: Praxisbeispiele und Fördermöglichkeiten

Workshop des Heimatbundes Siegerland Wittgenstein

Historische Gebäude sind ein großer Schatz unserer Region. Vielfach befinden sich ortsbildprägende Häuser auch im Besitz von Heimatvereinen. Diese Gebäude zu unterhalten und ggf. auch zu restaurieren ist zuweilen eine Herausforderung. Belange des Denkmalschutzes müssen berücksichtigt, Fördermöglichkeiten geprüft und Handwerker gefunden werden, die auch über das Wissen und die Erfahrung verfügen, solche Arbeiten fachgerecht durchführen zu können.

Landrat Andreas Müller hat sich als Vorsitzender des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. das Ziel gesetzt, die Heimatvereine verstärkt mit Workshops zu den unterschiedlichsten Themen in ihrer Heimatarbeit zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Austausch zu geben. Den Anfang macht in diesem Jahr ein Workshop zum Thema „Denkmalschutz / Sanierung von historischen Gebäuden“, der am Samstag, 29. Februar 2020, von 13.00 bis 15.00 Uhr stattfinden wird. Weiterlesen

Erinnerung an die letzte Deportation vor 76 Jahren in Hilchenbach

Kranzniederlegung, Freitag, 28. Februar, 16.30 Uhr, Ansprache: Bürgermeister Holger Menzel,  Ev. Kirche Hilchenbach (Ecke Markplatz/Hilchenbacher Straße)

Jährlich, jeweils am 28. Februar, dem Deportationstag von Elisabeth `Gerti` Holländer und ihrem 10-jährigen Sohn Lothar Holländer, legt die Stadt Hilchenbach am Gedenkstein an der Ecke Marktplatz und Hilchenbacher Straße einen Kranz nieder, um an das schreckliche Schicksal der Hilchenbacher Jüdinnen und Juden, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland geworden sind, zu erinnern.
Insgesamt sind im Holocaust 20 Hilchenbacher Juden ermordet worden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zu der Gedenkfeier eingeladen.
Quelle: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Rundbrief 2/2020

Neuer „Sicherheitssauger“ schützt Dokumente im Kreisarchiv vor Schädlingen

Was jeder von zuhause kennt, gehört auch für Kreisarchivar Thomas Wolf zum Arbeitsalltag: Staubsaugen! Allerdings ist Wolf nicht auf der Jagd nach Krümeln oder Flusen. Der Leiter des Kreisarchivs hat es vielmehr auf etwas anderes abgesehen: auf das Papierfischchen „Ctenolepisma longicaudata“.

Thomas Wolf, Leiter des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein, ist mit dem neuen Sicherheitssauger jetzt gut gewappnet: Mit dem Gerät werden Archivmagazinräume und Archivgutverpackungen gereinigt, um zu verhindern, dass sich dort Papierfischchen ansiedeln.

Die Papierfischchen sind nahe Verwandte der Silberfischchen und leben am liebsten in den Magazinen und Depots von Archiven, Bibliotheken und Museen. Papierfischchen fressen – wie es der Name vermuten lässt – Papier. Und im trockenen Klima der Archive und Magazine fühlen sie sich ganz außerordentlich wohl! Deshalb sind sie eine ernstzunehmende Gefahr für die historischen Dokumente und Bücher im Kreisarchiv.

Damit sich die Kleintiere dort nicht allzu sehr festsetzen und die eingelagerten Schätze beschädigen, müssen Böden, Regalbleche und Archivschachteln regelmäßig abgesaugt werden. Dazu reicht allerdings nicht ein Staubsauger aus dem Elektroladen um die Ecke – hier ist ein Spezialsauger gefragt! Den hat das Kreisarchiv jetzt vom LWL-Archivamt bekommen. „Der Landschaftsverband hat allen Kreisarchiven einen ‚Sicherheitssauger‘ zur Verfügung gestellt“, freut sich Landrat Andreas Müller und er verweist darauf, dass der Sauger im Bedarfsfall auch von anderen Archiven im Kreisgebiet ausgeliehen werden kann. Weiterlesen

Vortrag: Tobias Scheidt M.A. (Universität Siegen): „Unter der Krone des Johann Moritz von Nassau-Siegen.

Koloniale Herrschaftsdemonstration und die Entstehung des Siegener Wahrzeichens.“
Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 27. Februar 2020

Das Wappen des Fürsten Johann Moritz mit Krone auf einer Scherenschnittdarstellung des Palastes Vrijburg im brasilianischen Recife (unbekannter Künstler, ca. 1642-1652). Rijksmuseum Amsterdam, Nr. NG-1053


In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ geht es am Donnerstag, den 27. Februar 2020, um das Siegerländer Identifikationssymbol schlechthin – das so genannte „Krönchen“ auf dem Turm der Nikolaikirche.

Wie kein zweites historisches Symbol steht die goldene Turmbekrönung heute sinnbildlich für die Universitätsstadt Siegen und die gesamte Region. Doch wie ist die Entstehungsgeschichte dieser Ikone? Schon lange vor der Errichtung des städtischen Wahrzeichens im Jahr 1658 bediente sich der Auftraggeber Johann Moritz Fürst zu Nassau-Siegen (1604-1679) einer elaborierten Symbolik, um seinen Herrschaftsanspruch zu demonstrieren. Gestützt auf Illustrationen, Gemälde und weitere Bildquellen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts sucht der Vortrag nach den visuellen Vorläufern des Siegener Krönchens und findet sie in der Regierungszeit des Johann Moritz als Gouverneur der niederländischen Kolonie in Brasilien. Auf diese Weise werden wichtige, bislang unbekannte Bezüge und Verbindungslinien zwischen globaler, kolonialer und regionaler Geschichte herausgestellt. Weiterlesen

Ausstellung „Bilder machen Geschichte“

Anlässlich des Jubiläums „300 Jahre Unteres Schloss“ eröffnet die Universität Siegen am 26. Februar eine neue Ausstellung.

Wilhelm Scheiner, Das Untere Schloss, 1922. Siegerlandmuseum Inv.-Nr. S 117.

Das Untere Schloss in Siegen ist seit 2016 die Heimat der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht) der Universität Siegen. 2020 feiert das Schloss den 300. Geburtstag seiner Fertigstellung. Anlässlich des Jubiläums zeigt die Universität Siegen die neue Ausstellung „Bilder machen Geschichte“. Sie wird am 26. Februar um 18 Uhr eröffnet und findet in der Teilbibliothek am Campus Unteres Schloss statt. Ein Grußwort spricht Jochen Johannsen, Leiter der Universitätsbibliothek, die Einführung gestaltet Prof. Dr. Joseph Imorde (Department Kunst). Die Ausstellung „Bilder machen Geschichte“ ist Ergebnis eines Projektseminars des Faches Kunst der Universität Siegen.

Die Ansichten von Jakob und Wilhelm Scheiner, deren Rezeption und Wirkung im Mittelpunkt der Ausstellung stehen, betonen in sehr unterschiedlicher Weise die Sonderrolle, die das Untere Schloss in der Geschichte der Stadt Siegen gespielt hat. Der Bau des Schlosses lässt sich vereinfacht als Rahmung der vom Fürsten Johann Moritz geplanten und von dem niederländischen Architekten Maurits Post entworfenen und 1669 fertiggestellten zentralen Familiengrablege der protestantischen Linie des Hauses Nassau-Siegen verstehen. Die Exklusivität des sich gegenüber der Stadt abschließenden Komplexes unterstreicht bis heute den ursprünglich memorialen Charakter der Anlage. Weiterlesen

meinDigitalesArchiv.de – Informationsangebot zur Archivierung privater digitaler Unterlagen etc.

Fritz Bause (?-1943). Beginn einer Recherche.

Das regionale Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein hat folgenden Eintrag zu Fritz Bause:
„Siegen, Rechtsanwalt, Notar, Bezirkskreiswart des BNSDJ/NSRB
B. zum Plebiszit über die Vereinigung der Ämter von Reichskanzler und Reichspräsident in der Hand Hitlers am 19.8.1934 u. a.:„Es handelt sich darum, ihn [= A. Hitler] vor der Welt und dem Ausland als unseren Führer zu legitimieren, durch die Stimme jedes einzelnen Volksgenossen dem Ausland zu zeigen, daß Adolf Hitler im Namen des ganzen Deutschen Volkes spricht, wenn er mit der Welt verhandelt und die Interessen des Deutschen Volkes wahrnimmt.“

keine eigenen Entn.-Akten im LA NRW, Abt. Rheinland, aufgefunden; EB 1940; SNZ, 18.8.1934“, Link: http://akteureundtaeterimnsinsiegenundwittgenstein.blogsport.de/a-bis-z/gesamtverzeichnis/#baunscheidt

Im hier bereits erwähnten MARJORIE-WIKI findet sich eine Auswertung der Zeitschrift „Deutsche Justiz „Im 2. Weltkrieg tödlich verwundete oder verletzte Angehörige der Justiz im NS-Regime“, https://marjorie-wiki.de/w/index.php?title=Im_2._Weltkrieg_t%C3%B6dlich_verwundete_oder_verletzte_Angeh%C3%B6rige_der_Justiz_im_NS-Regime&oldid=1740924 (abgerufen am 12. Februar 2020). Dort findet sich folgender Eintrag: Fritz Bause, Rechtsanwalt und Notar in Siegen, März 1943. Weiterlesen

Hofanlage in Bad Berleburg-Elsoff Denkmal des Monats Februar

004 Brückenstr. 9
Foto: Ursulabuschmann [CC0] via Wikimedia Commons, Aufnahmedatum 19.8.2012

Die Hofanlage Brückenstr. 9 in Bad Berleburg-Elsoff ist als Denkmal des Monats Februar im Kalender 2020 der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne ausgewählt worden. Die Anlage wurde1663 erbaut und 1770 umfassend erweitert. Das verzierte bzw. beschriftete Fachwerk verdient besondere Erwähnung.