Walter Krämer – Stolperstein in Hannover

Auf Initiative der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Siegerland-Wittgenstein (VVN-BdA) wird in der Niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover in diesem Jahr zur Erinnerung an den in Siegen geboren KPD Funktionär Walter Krämer ein Stolperstein durch den Künstler Gunter Demnig verlegt.

In Hannover wird die Verlegung der Stolpersteine von der Deutsch-israelischen Gesellschaft und dem Projekt Erinnerungskultur der Landeshauptstadt getragen. Sie findet breite Unterstützung durch das Netzwerk „Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover“, ein Zusammenschluss von über 40 Vereinen und Organisationen, dem auch die Stadt Hannover angehört.

Stolpersteine werden zur Erinnerung und Mahnung immer am letzten freiwillig gewählten Wohnort des jeweiligen Opfers des Faschismus verlegt.

Hannover war der letzte freiwillig gewählte Wohnort von Walter Krämer und seiner Frau Liesel. Walter Krämer übernahm hier Ende Mai 1932 die Funktion des politischen Sekretärs der Bezirksleitung Niedersachsen der KPD.

Walter Krämer wurde in seiner Wohnung in Hannover am 28. Februar 1933, im Zuge der Verhaftungswelle nach dem Brand des Reichstages in Berlin, durch die Kriminalpolizei verhaftet und kam später in das KZ Buchenwald, wo er als „Arzt von Buchenwald“ vielen Häftlingen das Leben rettete.

Die Verlegung wird unter Beteiligung der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein heute stattfinden.

Quelle: Pressemitteilung VVN BdA Kreisverband Siegen-Wittgenstein, 4.9.2012

Zuletzt auf siwiarchiv: https://www.siwiarchiv.de/2012/06/vortrag-walter-kramer-fotos/

Vortrag im KrönchenCenter: Lebensgeschichten regionaler Euthanasie-Opfer

Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“

Der dritte und letzte Begleitvortrag zur Ausstellung „Opfer der NS-Euthanasie“, die gegenwärtig im Aktiven Museum Südwestfalen auf großes öffentliches Interesse stößt, findet am morgigen Dienstag im städtischen Kulturzentrum KrönchenCenter statt. Stefan Kummer, Initiator der Ausstellung, die nicht nur die NS-Verbrechen im Raum Siegen-Wittgenstein aufzeigt, sondern auch den Umgang mit behinderten Menschen heute thematisiert, stellt dann Lebensgeschichten regionaler „Euthanasie“-Opfer vor. Anhand der Lebensgeschichten möchte Kummer Empathie für die Opfer erzeugen. Im Vordergrund des Referates stehen aber die Vermittlung der geschichtlichen Ereignisse und ihr Nachwirken bis in die Gegenwart. Weiterlesen

Vortrag „Zwischen Dörnschlade und Linzer Dom – der Architekt Vincenz Statz“

Museum Wilnsdorf
8. Dezember 2012, 18.00 Uhr
Referent Dr. Friedrich Weber

(Arbeitskreis Geschichte des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins

Die Wallfahrtskapelle auf der Dörnschlade bei Hünsborn und der Mariendom in Linz (Österreich) – architektonisches Kontrastprogramm: klein und bescheiden, fast im Wald versteckt, die eine, überwältigend und im wahrsten Sinne „überragend“ der andere. Und doch haben diese Gotteshäuser eines gemeinsam: beide entwarf der Kölner Architekt und Dombaumeister Vincenz Statz (1819-1898).

Denkmal des Monats Dezember 2012:

Ehemaliges Bahnhofsgebäude Friedrichshütte (Bad Laasphe)

„… Die Bahnstrecke von Laasphe bis Feudingen, an der auch der Bahnhof Friedrichshütte liegt, wurde bis Juli 1888 fertiggestellt. Das Empfangsgebäude mit Güterschuppen stammt aus dieser Zeit. Es handelt sich dabei um ein zweigeschossiges Gebäude auf rechteckigem Grundriss, welches sich aus einem giebelständigen und einem traufenständigen Gebäudeteil zusammensetzt. Die weit überkragenden, schiefergedeckten Satteldächer bilden unterhalb der abgewalmten Giebeldreiecke Schwebegiebel, die von verzierten Streben und Pfetten abgefangen werden. Die Längsseite zum Bahnhofsvorplatz gliedert sich durch verschieden hohe Anbauten. Bis auf den Bruchsteinsockel ist das ganze Gebäude verschiefert, wobei eine weitere Gliederung des Gebäudes durch die Zierverlegung des Schiefers und zusätzlich durch ein Sohlbankgesims im Obergeschoss erfolgt. Weiterlesen

„Historische Bibeln und religiöse Drucke“

Vitrinenausstellung im Stadtarchiv Siegen

Es weihnachtet sehr – auch im KrönchenCenter in der Siegener Oberstadt! Rechtzeitig zur Adventszeit stellt das Stadtarchiv eine Reihe kostbarer Bibeleditionen aus dem 17. und 18. Jahrhundert aus, die ansonsten aus konservatorischen Gründen verborgen vor neugierigen Blicken in klimatisierten Magazinräumen aufbewahrt werden.

Im Vordergrund der Vitrinenpräsentation im Lesesaal steht die “Berleburger Bibel“, eine der bedeutendsten Bibelübertragungen ihrer Zeit. Weiterlesen

Heimatspiegel Holzhausen Dezember 2012

Aus dem Inhalt:

Harmut Dovels: [Haus- und Familiengeschichte Dovels], S. 4- 8
Ulrich Krumm: Ein Blick in die jüngere Dorfgeschichte: Wald- und Haubergsrdungen in Holzhausen, S. 9 – 10
NN: Zurückgeschaut in die Dorfgeschichte: Vor 80 Jahren im Jahr 1932 [Beerdigung des von der SA ermordeten SPD- und Reichsbanner-Mitglieds Siegfried Betz], S. 11
Hermann Schäpers: Was wir über den Siegerländer Menschen kennengelernt haben, [Schulaufsatz 1956], S. 21
Link zur PDF-Datei

Zeitzeugenberichte in der Siegener Seniorenzeitschrift durchblick 04/2012

Else von Schmidtsdorf: Unser erster Tag in Siegen, S. 27, Link zum PDF
[Bericht der Autorin über ihre Ankunft als Flüchtling 1946 in Siegen]
Ulli Weber: Als der Schiedsrichter die Übersicht verlor. Warum vor 50 Jahren ein Fußballspiel abgebrochen wurde und was dann geschah, S. 28-31, Link zum PDF

22. Sitzung des Arbeitskreises der Archive im Kreis Siegen-Wittgenstein

Erstmals fand gestern die Sitzung des Archivarbeitskreises in der Gemeinde Burbach (Sitzungssaal des Rathauses) statt. Nach der Begrüßung durch den zuständigen Fachbereichsleiter Rolf Winkel diskutierten die Archivarinnen und Archivare über eine vielfältige Tagesordnung.
Neben Fragen der digitalen Langzeitarchivierung wurde über den Sachstand beim Notfallverbund Siegen-Wittgenstein gesprochen. Über die aktuelle Entwicklung der vom Land geförderten Bildungspartnerschaften und Förderung „Archiv und Schule“ wurde informiert ebenso wie über regional(geschichtlich)e Projekte der Universität Siegen.

Von Anzhausen bis Zeppenfeld – Kuriose Ortsnamen im Kreis Siegen-Wittgenstein

eine Mini Serien von Radio Siegen

Weitere Infos zur Herkunft unserer Ortsnamen: Anzhausen, Bottenberg, Walpersdorf, Zeppenfeld.
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Würgendorf hat nix mit Würgen und Oberholzklau nix mit Holzdiebstahl zu tun. Und wie ist es bei Eichen?
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Auch der Neunkirchener Ortsteil Zeppenfeld hat einen ungewöhnlichen Namen – mit einer überraschenden Geschichte …
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Zum Abschluss unserer kleinen Serie über die Herkunft unserer Ortsnamen gab es einen kleinen Gesamtüberblick.
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