Stadt Siegen erinnert an verfolgte wohnungslose Menschen

AusWohnungsloseNSIm Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus erinnert die Stadt Siegen mit einer Ausstellung an die Verfolgung von wohnungslosen Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus. Zum Auftakt stellen am Montag, 16. März 2015, ab 15 Uhr haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Weidenauer Rathaus ihr Engagement zur Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit vor. Initiativen, Vereine und Verbände informieren an Ständen über ihre Arbeit vor Ort. Stadträtin Babette Bammann spricht das Grußwort.
Schwerpunkt ist die Wanderausstellung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe: 13 Schautafeln verdeutlichen das Schicksal und das Leid der Menschen, die durch die Nationalsozialisten als „Asoziale“ oder „Zigeuner“ verfolgt und unter der sogenannten Aktion „Arbeitsscheu Reich“ in Vernichtungslager deportiert wurden. Prof. Wolfgang Ayaß, der die Ausstellung erarbeitet und konzipiert hat, eröffnet die Ausstellung am 16. März 2015 um 16 Uhr mit einem Vortrag. Weiterlesen

Alma Siehoff-Buscher (1899-1944)


Bauspiel, Alma Siedhoff-Buscher, 1923

Die deutsche Kunsthandwerkerin, Tischlerin und Möbeldesignerin sowie Spielzeugentwerferin Alma Siehoff-Buscher wurde am 4. Januar 1899 in Kreuztal als Tochter eines Reichsbahnbeamten geboren. 1916 legte sie ihr Abitur in Berlin ab. In der Folgezeit studierte sie in Weimar, wo sie auch später wirkte. So hat die Gestaltung des Kinderzimmers im Weimarer Haus am Horn von Alma Siedhoff-Buscher eine wohl zufällige Beziehung zum Siegerland. In Burbach steht ein „Nachbau“ dieses Musterhauses des Bauhaus. Ab den dreißiger Jahren zog sie sich in das Familienleben zurück. Am 25. September 1944 ist Alma Siedhoff-Buscher während eines Bombenangriffes gestorben.Hier einige Links zur Biographie Siedhoff-Buscher: Weiterlesen

Findbuch zu den Handakten des Siegener Wiesenbaumeister Andreas Heinemann online

„Der nur 26 Akten umfassende Bestand ist 1980 zusammen mit Akten des Landratsamtes Meschede von der Verwaltung des Hochsauerlandkreises abgegeben worden (Zugang 9/80). Es handelt sich ausnahmslos um Handakten des Wiesenbaumeisters Andreas Heinemann in Siegen. Heinemann, 1858 geboren, war seit 1888 Kreiswiesenbaumeister und Lehrer an der Wiesenbauschule in Siegen, seit 1891 königl. Wiesenbaumeister. Er wurde 1924 in den Ruhestand versetzt (siehe Kr. Siegen Landratsamt 1548 Bd. 1 und Kr. Siegen Kreisausschuß-Personalakte 43). Die Akten beziehen sich auf die Tätigkeit Heinemanns im Kreis Arnsberg.“

Link zum Findbuch: Findbuch B 416a Wiesenbaumeister Siegen

Vincke-Brief in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen

BremenVinckeBriefZu Beginn des Jahres rückte der erste preußische Oberpräsident, Ludwig von Vincke, in das das Blickfeld von siwiarchiv. In Kalliope, dem Verbundkatalog für Nachlässen und Autographen der Staattsbibliothek Berlin, fand sich nun der Hinweis auf einen in Bad Berleburg geschriebenen Brief Vinckes, der sich in der Staats- und  Universitätsbibliothek Bremen unter der Signatur Aut. IX, 46 befindet. Die Neugier war geweckt. Das Brieftagebuch (Fotos) hat im Nachlaß Vinckes weist laut Dr. Burkardt, Landesarchiv NRW, als Empfänger folgende Personen aus: Still, Ritter oder v. Rank, Richter. Inhaltlich ist das Schreiben wenig bedeutsam. Friedrich Wilhelm IV und Elisabeth haben auf Ihrem Weg zum Kölner Domfest (4.9.1842) vorher Westfalen besucht. Der Aufenthalt in Münster vom 24.-26. August ist verbürgt.
Freundlicherweise genehmigte die Bremer Staatsbibliothek die Veröffentlichung der Scans, auf deren Grundlage Peter Kunzmann, Universitätsbibliothek Siegen, die folgende, zeilgengetreue Abschrift erstellte: Weiterlesen

Köln: Sechs Jahre nach dem Archiveinsturz

Eva Olthof entwickelte einen Fragebogen zum Archiv-Einsturz, mit dem sie seit September 2013 bei verschiedenen Aufenthalten in Köln Aussagen von 47 Menschen gesammelt (so zum Beispiel im Rahmen der Ausstellung „fest.flüssig.flüchtig“ von ArchivKomplex im Juli 2014). Nachdem sie ihr Projekt bereits in verschiedenen künstlerischen Kontexten in Form von Postkarten und Plakaten präsentiert hat, ist es nun auf der Internetseite www.archiveresonance.net sichtbar – jeder Nutzer kann dort den Fragebogen beantworten und dieses Archiv der Erinnerungen ergänzen.

 

Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Weltkrieg – Kriegswelt(en). 1917 in Stadt und Land Siegen“

Uni stößt regionale Forschungspartnerschaften an

In der Region und darüber hinaus fungiert die Universität Siegen als gewichtiger Innovationsmotor. Jüngstes Beispiel ist ein fakultätsübergreifendes Programm zu regionalen Forschungspartnerschaften. WissenschaftlerInnen der Hochschule greifen in Ihrer Forschung Problemstellungen aus der Praxis eines regionalen Partners auf. Die Mittel (rund 820.000 Euro) für die Partnerschaften stammen aus dem Hochschulpakt II. Die Projekte laufen zum 1. März 2015 an. Insgesamt gingen 24 Anträge für regionale Forschungspartnerschaften ein. Zwölf davon wurden bereits genehmigt, zwei befinden sich in der abschließenden Prüfung. Univ.-Prof.in Dr. Hanna Schramm-Klein, Prorektorin für Industrie, Technologie- und Wissenstransfer: „Die Vielfalt der eingereichten Anträge zeigt, dass unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den unterschiedlichsten Gebieten mit der Region verknüpft sind.“ Die Partnerschaften werden zunächst für ein Jahr gefördert. Die Verlängerungsoption auf ein weiteres Jahr besteht. Die Projektmittel sollen überwiegend verwendet werden, um wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte einzusetzen. Weiterlesen

Denkmal des Monats – März 2015: Historische Altstadt (Siegen)

SI-Altstadt Hainstrasse von Osten
Siegen, Hainstraße von Osten, By Frank Behnsen (Own work/selbst fotografiert) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

„„Siegen ist der Stolz des Landes, die heilige Stadt der Berge des westfälischen Südens. Von dem Wege nach der Halde der Johannishütte ist die Stadt ein herrlich aufgebautes Jerusalem. Im Mittelalter, als ihre dichtgeschlossene, blendend weiße Häusermasse noch von einem Mauergürtel zusammengehalten war, muss sie ungemein prächtig ausgesehen haben. Doch auch heut ist´s ein Anblick, wohl wert hellsten Zujubelns. Im nahen und weiteren Kreis ein wundersamer Bergekranz, der den Blick in die Welt einengt und auf das Städtewunder zu seinen Füßen zwingt.“ [aus: Hans Mielert „Das schöne Westfalen 1924″]
Dieses historische Siegen ist im Bombenhagel und dem Feuersturm des 16. Dezember 1944 untergegangen. Bis heute trauern viele Siegener diesem historischen Erscheinungsbild der Vorkriegszeit nach. Dabei übersehen sie leider, dass die Leistung des Wiederaufbaus der zerstörten Stadt im Vergleich zu den meisten anderen Städten mit ähnlichem Schicksal eine Erfolgsgeschichte darstellt. Weiterlesen