Akten des Stifts Keppel stehen online

Letzte Seite der Kapitularordnung von 1692 (LAV NRW W Stift Keppel - Akten Nr.1, fol.20)

Letzte Seite der Kapitularordnung von 1692 (LAV NRW W Stift Keppel – Akten Nr.1, fol.20)

Ab sofort können die Aktenbestände des Stifts Keppel online eingesehen werden (http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/bestand.jsp…). Dabei handelt es sich um die Teilbestände „Stift Keppel, Akten“ mit 34 Verzeichnungseinheiten (Laufzeit 1470-1809), „Stift Keppel, Rechnungen“ mit 173 Verzeichnungseinheiten (Laufzeit 1542-1841) und „Stift Keppel, Stiftsrentei“ mit 112 Verzeichnungseinheiten (Laufzeit 1600-1872). Die Digitalisate befinden sich unter den jeweiligen Verzeichnungseinheiten in den Findbüchern und können über den LAV-Viewer aufgerufen werden.
Das Stift Keppel wurde 1239 als Prämonstratenserinnenkloster erstmals erwähnt. Nach Einführung der Reformation erfolgte 1594 die Umwandlung des Klosters in ein freiweltliches Damenstift evangelischer Prägung. Infolge des Westfälischen Friedens erhielt das Damenstift eine neue Verfassung und wurde ab 1654 simultan mit vier reformierten und vier katholischen Stiftsdamen besetzt. Katholische und reformierte Äbtissinnen wechselten sich ab und es gab zwei konfessionell getrennte Haushaltungen. 1812 erfolgte die Aufhebung des Stifts Keppel. 1871 wurde im Stiftsgebäude die „Keppelsche Schul- und Erziehungsanstalt“ für Mädchen mit einem Internat errichtet.

Vor 125 Jahren: Hans Achenbach geboren

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Heute wäre er 125 Jahre alt geworden, der Siegener Künstler Hans Achenbach. Mit einer kleinen Ausstellung in der an den Rubens-Saal angrenzenden Galerie erinnert das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss bis zum 17. April 2016 an den Maler, Grafiker und Illustrator. Geboren wurde Hans Achenbach 1891 in Plettenberg-Ohle als 2. Sohn von Caspar Gustav Achenbach (1858-1915) und Katharina Emilie Bertha Schneider (1865-1944). Er kam früh nach Siegen, wo er das Realgymnasium besuchte. 1909 bis 1912 studierte Hans Achenbach an der Königlich-Preußischen Kunstakademie Düsseldorf und der Kunstgewerbeschule Wuppertal. Danach war er in München tätig. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg heiratete er 1920 in Düsseldorf die Malerin Hanna Junemann (1892-1982), mit der er zwei Töchter bekam. 1933 bis 1937 leitete Hans Achenbach die Werkstatt für Handweberei der Städtischen Berufs- und Fachschule für Mädchen in Siegen. Achenbach war bekannt für seine Monotypien mit Tiermotiven. Er zeichnete für die Zeitschrift „Siegerland“ und den „Siegerländer Heimatkalender“. Die kleine Ausstellung erinnert mit Arbeiten aus verschiedenen Arbeitsphasen, die alle aus dem Bestand des Siegerlandmuseums stammen, an einen der bekanntesten Siegerländer Künstler.

Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Veranstaltungskalender

Linktipps:
1) Eintrag im Regionalen Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein
2) Eintrag in der Wikipedia

Zum 7. Jahrestag des Archiveinsturzes in Köln

Kuball_ArchivKomplex_3Die Initiative ArchivKomplex nimmt den siebten Jahrestag des Archiveinsturzes zum Anlass, der Stadt Köln ein Geschenk zu machen: ein Werk eines international bekannten Künstlers, das die Bedeutung des Ereignisses vom 3. März 2009 für die Entwicklung der Stadt auf eindrucksvolle Weise herausstellt.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, am 3. März 2016 um 13:30 Uhr an der Veranstaltung von „Köln kann auch anders“, um 13:58 Uhr an den beiden Schweigeminuten und anschließend am Ort des Geschehens (vor dem Haus Waidmarkt 2, 50676 Köln) an unserer Aktion „Enthüllung an der Einsturzstelle“ teilzunehmen.
Sieben Jahre nach dem Einsturz fehlt in der Severinstraße jeglicher offizielle Hinweis auf dasEreignis. ArchivKomplex wird daher am Jahrestag diese Erinnerungslücke schließen und der Stadt ein Geschenk übergeben, das wir gemeinsam mit dem Künstler Mischa Kuball vorbereitet haben. Weiterlesen

Geschichte des Fölzers Werks in Lothringen erschienen

Ertragreiche Recherche in Kreisarchiv

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Im August 2014 hatte das Kreisarchiv den neuen Bestand zur Geschichte der Kölsch-Fölzer Werke hier auf siwiarchiv vorgestellt. Im Kommentar fand sich eine Anfrage lothringischer Regionalforscher, die vom Kreisarchiv untersützt werden konnte. Nun hat die Gemeinde Hagondange, auf deren Gebiet die „Zweigstelle des Siegerländer Betriebs sich befand, die Ergebnisse im Druck vorgelegt.

Literaturhinweis: Karl Heinz Opper: „Johannes Bernhard (vor 1500-1551) und sein Sohn Bernhard Bernhardi (1528-1589)“

Zwei Mitstreiter Luthers im Ränkespiel von Politik und Religion in der Freien Reichsstadt Frankfurt und in Nassau-Dillenburg ; ein Beitrag zur Reformationsgeschichte in Hessen und Nassau“

opperbernhardiVerlagstext: „Seit meiner Pensionierung beschäftige ich mich intensiv mit der Erforschung meiner Familie in Hessen und dadurch mit der Geschichte der Region, die in den Kontext der „großen“ Geschichte eingebunden ist. Dabei stieß ich auf meine Vorfahren Johannes Bernhard und seinen Sohn Bernhard Bernhardi. Beide waren mir schon vorher als hessische bzw. nassauische Reformatoren bekannt, daher überraschte es mich, dass sie nur in einschlägigen Lexika, bzw. in der Fachliteratur am Rande, erwähnt werden. Die Erforschung ihres Lebens in den wenigen zur Verfügung stehenden Quellen offenbarte zwei schillernde Persönlichkeiten, ähnlich schillernd wie der große Reformator selbst, den man durch den persönlichen Kontakt, den Johann Bernhard mit ihm hatte, in einem ungewohnten Licht sieht. Wie sein Vater, stand auch Bernhard Benhardi im Brennpunkt der politischen Wirren der frühen Reformationszeit und geriet zudem noch durch eine Intrige des nassauischen Herrscherhauses um Wilhelm von Oranien in akute Lebensgefahr. Da ich kein Theologe bin, steht es mir nicht zu, über die Hauptursache der Auseinandersetzungen zwischen Altgläubigen (Katholiken) und Protestanten, bzw. zwischen Lutheranern und Reformierten, nämlich die Auslegung der Sakramente, zu urteilen. Ich versuche, die gegensätzlichen Standpunkte, die schließlich zu so viel Blutvergießen geführt haben, unvoreingenommen zu beschreiben, ohne mein Erstaunen darüber zu verhehlen, dass manche der Streitpunkte bis heute nicht ausgeräumt sind. Außerdem hoffe ich, an Hand der Biographie der beiden Protagonisten deutlich gemacht zu haben, dass es letztlich in all den Konflikten, die durch Luthers 95 Thesen ausgelöst wurden, auch um die Durchsetzung von Machtinteressen der jeweils Herrschenden ging. (Dr. Karl Heinz Opper)

Berlin 2015, 151 S. : Ill. ; 20 cm, 978-3-86386-913-7 kart. : EUR 10.00 (DE)

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Räumung des Asylarchivs bei der Stadt Freudenberg ist abgeschlossen

Materialien aus Köln werden künftig im den Räumen des ehem. Hauptstaatsarchiv Düsseldorf bearbeitet.

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Das Zuhause auf Zeit für das geschädigte Archivgut ist ausgeräumt: Fast sieben Jahre lang waren die 30 kleinen und 1106 großen Kartons sowie 38 Sonderobjekte mit den beschädigten Archivalien in Freudenberg auf 300 Regalmeter untergebracht. Sie wurden vom 15.-24. Februar 2016 mit sieben Transporten nach Düsseldorf transportiert, um dort erfasst zu werden. Am Mittwoch dem 24. Februar wurden die letzten Kartons abgeholt.

Die beschädigten Dokumente stammen u.a. aus den Kölner Schützenwesen des Stadtmilitärs der französischen Verwaltung Kölns sowie Haushaltsrechnungen des 17. Jahrhunderts. Weiterlesen