Mittwochsakademie der Universität Siegen: Sommersemester 2019

Das kommentierte Vorlesungsverzeichnis der Mittwochsakademie liegt vor. Veranstaltungsbeginn am 08. Mai

„17 Veranstaltungen bietet die Mittwochsakademie der Universität Siegen im Sommersemester 2019 an den Standorten in Siegen und Olpe an. …. In Olpe ( Altes Lyzeum an der Franziskanerstraße) bietet Prof. Dr. Gerhard Hufnagel ein Seminar zum Thema „Nation und Nationalismus – Politische Soziologie und Identitäten“ an (9 bis 10.30 Uhr). Prof. Dr. Friedhelm Decher erläutert die Geschichte der Philosophie (I) (11 bis 12.30 Uhr) …. und der Historiker Dr. Jens Aspelmeier begibt sich auf Spurensuche: „Der Umgang mit Armen – Sozialpolitik im regionalen Raum (Olpe) von der Frühen Neuzeit bis zur Moderne“ (16 bis 17.30 Uhr).

Die kommentierten Vorlesungsverzeichnisse liegen in den bekannten Stellen (öffentliche Einrichtungen, Sparkasse Siegen, Volksbank Südwestfalen, Buchhandlungen etc.) aus. Eine Anmeldung im Vorfeld ist nicht vonnöten. Notwendig ist der Eintrag in die Teilnehmerlisten der Veranstaltungen. Der Semesterbeitrag beläuft sich aktuell auf 100 Euro. …. Die Veranstaltungen beginnen am 8. Mai und laufen bis zum 10. Juli jeweils mittwochs zu angegebener Zeit an angegebenem Ort fort.“
Quelle: Universität Siegen, Aktuelles, 4.4.2019

Vortrag „Religions- und Bürgerkriege (1600 – 1800)“

Musikalisch-besinnliche Streifzüge durch die Geschichte der Kirchengemeinde Burbach
Sonntag, 28. April 2019, 19.00 Uhr, Ev. Kirche Burbach
Referent: Christian Brachthäuser, Stadtarchiv Siegen


Die Auswirkung der militärischen, politischen, religiösen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen auf die Bevölkerung im Freien Grund und im Hickengrund sind enorm. Selbst vermeintlich weit entfernte Konflikte und Großereignisse betreffen das südliche Siegerland in erheblichem Maße. So hinterlässt die komplizierte Epoche der Religions- und Bürgerkriege tiefe Spuren vor allem im Schicksal unserer Vorfahren wie aber auch in der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung unserer Region.
Quelle: Ev. Kirchengemeinde Burbach, Veranstaltungsflyer (PDF)

Freunde und Förderer besichtigten archäologische Fundstätte Gerhardsseifen

Bei einer Sonderführung besichtigten Gäste aus Politik, Förderer und Unterstützer die eisenzeitliche Verhüttungswerkstatt Gerhardsseifen in Niederschelden. (Foto: Stadt Siegen)

Zum Ende der archäologischen Grabungen an der Fundstätte „Gerhardsseifen“ in Niederschelden waren gestern zahlreiche Unterstützer und Förderer zu einer Besichtigung des Areals gekommen. Die Archäologen erläuterten den Gästen den einzigartigen Werkplatz aus der Keltenzeit wie dem frühen Mittelalter. Weiterlesen

Auflösung der Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein:

Die sich monatlich treffende Familienkundliche Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein bestand seit Dezember 1962. Sie hat sich am 8. März 2019 aufgelöst.
Der Austausch untereinander – Grund für das jahrzehntelange Bestehen – erfolgt heute übers Netz, Fragen werden über Webblogs usw. geklärt. Dies führte zu einem Rückgang der Teilnhemer*innen b eiden den Veranstaltungen.
Was nicht durch die modernen Medien ersetzt werden kann, ist der persönliche Austausch, das Kennenlernen, das Miteinander. Um dieses ein wenig aufrecht zu erhalten, ist daran gedacht, sich zwei- bis dreimal im Jahr zwanglos zu treffen.
Genealogische Anfragen bitte über info@siegerlaenderheimatverein.de.
Quellen: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Siegener Zeitung, 6.4.2019

Erlebnisführung: „Mittelalterlicher Altenberg“


Stadt Kreuztal in Kooperation mit dem Umweltpädagogen Daniel Rath und dem Verein Altenberg & Stahlberg e. V.
14.04.2019, 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr)
Parkplatz Altenberg, Littfelder Straße (oben auf der Höhe), 57271 Hilchenbach-Müsen.

Auf der Passhöhe zwischen den alten Bergmannsorten Littfeld und Müsen wurden 1963-1984 die Überreste einer mittelalterlichen Bergbausiedlung freigelegt. Deren Bewohner betrieben im 13. Jh. Bergbau und verhütteten das gewonnene Erz, hauptsächlich Silber. Der Sage nach sollen zu viel Habgier und Geiz den Untergang der einst so wohlhabenden Siedlung ausgelöst haben. Die Führung gewährt Einblicke in den historischen Hintergrund und beschäftigt sich mit dem Leben auf dem Altenberg. Ein Hauptaugenmerk liegt auf den natürlichen Gegebenheiten rund um den Siegerländer Bergbau.

Keine Anmeldung erforderlich
Kosten: freiwillige Spende
Tel.: 0173 7056238 (Daniel Rath)
www.umweltbildung-rath.de

Quelle: Stadt Kreuztal, Veranstaltungen

Vortrag „Die Eisenzeit im Wittgensteiner Land“

Öffentliche Verantstaltung zur Jahreshauptversammlung 2019 des Wittgensteiner Heimatvereins
Samstag, 13. April 2019, Beginn: 15 Uhr
Dorfgemeinschaftshaus Schameder, Hauptstraße 5, 57339 Erndtebrück-Schameder
Referent: von Dr. Manuel Zeiler, wissenschaftlicher Referent,LWL Archäologie für Westfalen, Olpe

Die heutige Region des Wittgensteiner Landes wurde im Zeitraum zwischen 800 v. Chr. und der Zeitenwende – die Eisenzeit – erstmals umfassend besiedelt. Begehungen und einige archäologische Ausgrabungen bieten Ansätze, um das Siedlungswesen, die Glaubensvorstellungen und die Wirtschaftsweise der vorgeschichtlichen Menschen zu verstehen. Besonders faszinierend sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den benachbarten Landschaften wie Siegerland, Hochsauerland oder Nordhessen.

Tag der Archive 2020

Ergebnis der Mitgliederumfrage zum Motto
Am Mittwoch, 27. März 2019, endete um 19:00 Uhr die Abstimmung über das Motto für den 10. TAG DER ARCHIVE 2020. Mittlerweile zum vierten Mal hat der Gesamtvorstand die Mitgliedschaft des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) per E-Voting über das künftige Motto abstimmen lassen. Die Beteiligung in diesem Jahr war erfreulicherweise noch höher als bei den vorangegangenen Votings. An dieser Stelle danken wir allen Mitgliedern, die durch ihre Stimmabgabe schon jetzt die Zielrichtung des nächsten Aktionstages mitbestimmt haben.

Knapp die Hälfte der abgegebenen Stimmen entfiel auf den Vorschlag:
Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet

In den kommenden Wochen wird vom VdA ein Ideenpool erarbeitet werden, welcher den Archiven verschiedene thematische und quellenkundliche Zugänge für ihre Aktionen und Veranstaltungen aufzeigt.
Der VdA wird in naher Zukunft weitere Informationen zu diesem Thema hier, im ARCHIVAR und im VdA-Blog veröffentlichen.
Quelle: VdA, Mitteilung v. 28.3.2019

Autorenlesung und Bildvortrag: „Hoffnung auf ein besseres Leben“

– mit Heinrich Imhof
Reblog von Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein e. V. am 29. März 2019

Die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein e. V. und KulturSiegen veranstalten am Donnerstag, 11.04.2019, um 19 Uhr eine Autorenlesung in der Städtischen Galerie Haus Seel in Siegen.

Heinrich Imhof, Autor des Buches „Hoffnung auf ein besseres Leben“, liest aus Auszüge aus seinem 560 Seiten umfassenden Werk, in dem von den Beweggründen für die Auswanderung aus Wittgenstein nach Amerika im 18. und 19. Jahrhundert und dem Versuch, in der neuen Heimat das Glück zu finden, berichtet wird. Anhand von akribisch recherchierten Einzelschicksalen wird ein bedeutender Aspekt in der Geschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen greifbar. Meist war es die schiere Armut, die zwischen 1712 und 1908 Menschen aus der Grafschaft Wittgenstein dazu veranlasste, nach Amerika auszuwandern. Imhof schildert anhand von oftmals erschütternden Einzelschicksalen die Umstände, die zu dem Entschluss, auszuwandern, führten. Dem Aufbruch, der ein Abschied für immer sein sollte, folgte oft eine regelrechte Schreckenswirtschaft an Bord eines Auswandererschiffes und der Aufbau eines neues Lebens in den Weiten des noch nicht zur Gänze erschlossenen Landes, wo Wittgensteiner von der Ostküste (z. B. im Ort Womelsdorf/Pennsylvania) bis zur Westküste, wo der aus Berleburg stammende Philipp Rudolf Klotz sein Sägewerk unter dem Namen Klotzmill in Shingletown/Kalifornien betrieb, ihre Spuren hinterließen.

Führungen zur Eisenverhüttung im Siegerland

Von den Kelten bis zum Mittelalter

Foto: LWL-Archäologie für Westfalen, Facebook-Account


Vor über 2.000 Jahren war das Siegerland eine blühende Region für Eisenproduktion. In den bislang größten bekannten Verhüttungsöfen ihrer Epoche in Europa gewannen keltische Hüttenleute große Mengen an Stahl. Archäologen gelang in Siegen nun ein Nachweis dieser bisher für die Eisenzeit in Mitteleuropa einzigartigen großen Zahl an Werkstätten zur Eisenverarbeitung.

An der Fundstelle „Gerhardsseifen“ bei Siegen-Niederschelden konnten jetzt Nachweise dieser Siegerländer Eisenverhüttung freigelegt werden. Hier haben Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Deutschen Bergbau-Museums Bochum sowie der Ruhr-Universität Bochum in einem Kooperationsprojekt gleich zwei gut erhaltene Verhüttungsöfen ausgegraben. In direkter Nachbarschaft fanden sie zudem ein Schmiedeareal und große Mengen an Schlacken, die beim Verhüttungsprozess entstanden sind. Weiterlesen

„Eine schnurgerade, turmhohe Feuersäule“

Stadtarchiv Siegen erinnert an die Zerstörung des Klubbs vor 150 Jahren

Der Klubb (links von der Nikolaikirche) vor seiner Zerstörung am 12./13. April 1869. Vorlage: Stadtarchiv Siegen, Best. Fotosammlung Siegen


In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. In der neuen Ausgabe werden die dramatischen Ereignisse in der Nacht vom 12./13. April 1869 nachgezeichnet, als ein Großbrand die markante Häusergruppe Klubb in der Siegener Oberstadt zerstörte.
Auch 150 Jahre nach der Katastrophe ist das Gebäudeensemble, das sich auf der Grundfläche der seit 1977 so bezeichneten Alfred-Fißmer-Anlage befand und von Wilhelm Scheiner (1852-1922) zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrfach aquarelliert wurde, vielen Bewohnerinnen und Bewohnern Siegens ein Begriff. „Die stadtgeschichtlich wie künstlerisch bedeutenden Darstellungen der engen, verschachtelten Bausubstanz täuschen ein wenig darüber hinweg, dass der dicht bebaute Klubb mit seinen 25 kleinen, mehrstöckigen Häusern ungeachtet aller malerischen Idylle einen gefährlichen Brandherd darstellten“, wie Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen erklärt. Denn die Häuseransammlung war lediglich durch die schmale Krämergasse von der Nikolaikirche getrennt und lag nur wenige Meter vom Rathaus. „Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Stadt Siegen die Abschaffung der sogenannten Turmwache auf dem Dach der Nikolaikirche beschloss, befürchteten zahlreiche Menschen bei einem Brandausbruch das Schlimmste“, so der Bibliothekar. Ein wichtiges Instrument zumindest der Eindämmung eines Brandes war also nicht mehr vorhanden, als am Abend des 12. April 1869 in zwei Häusern Feuer ausbrach und binnen einer Viertelstunde auf die übrigen 23 Gebäude übergriff. Glücklicherweise konnte durch den Einsatz der 1865 gegründeten freiwilligen Feuerwehr Siegens, durch das Engagement zahlreicher Einsatzkräfte mit ihren Löschspritzen aus dem näheren Umland und durch die Zivilcourage vieler Menschen vor Ort ein größeres Unheil wie zum Beispiel das Übergreifen der Flammen auf die Nikolaikirche verhindert werden; dennoch verloren in der Brandnacht 49 Familien mit rund 200 Personen, darunter viele Tagelöhner, Kleingewerbetreibende und Witwen, ihr gesamtes Hab und Gut beziehungsweise standen vor dem wirtschaftlichen Ruin. „Eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft ergriff die Stadt Siegen. Zahlreiche Benefizveranstaltungen und Kollekten zugunsten der Brandgeschädigten fanden statt. Aber es gab auch Schattenseiten. So häuften sich Beschwerden über Diebstähle aus den Brandruinen oder über Verleumdungskampagnen. Betroffene wurden etwa denunziert, das Feuer selbst gelegt zu haben“, gibt Brachthäuser zu bedenken. Doch nicht nur das. Über Jahre hinweg zogen sich Rechtsstreitigkeiten mit einigen ehemaligen Hauseigentümern hin, die einen Wiederaufbau ihrer Wohnhäuser beabsichtigten. Die Stadt Siegen wiederum wollte dies verhindern und die Grundfläche des Klubbs in städtisches Eigentum umwandeln. Welche Argumente legten die acht Parteien vor, die ihre Gebäude an Ort und Stelle wieder aufbauen lassen wollten? Welchen Standpunkt vertraten die Verantwortlichen der Stadt Siegen? Wie kam es zur Benennung des Areals in „Bismarckplatz“ im Jahr 1885? Weiterlesen