Lesung: Michaela Küpper „Der Kinderzug“


Am Freitag, 30. Oktober 2020, wird das Museum Wilnsdorf wieder einmal zum Schauplatz einer spannenden und zugleich tiefgründigen Lesung. Denn dann liest Autorin Michaela Küpper aus ihrem Roman „Der Kinderzug“.

Zurückversetzt in das Jahr 1943 tauchen die Zuhörer in das Leben der jungen Lehrerin Barbara Salzmann ein, die eine Gruppe Mädchen im Rahmen der sogenannten Kinderlandverschickung für drei Monate begleiten soll. Am Schicksal der Lehrerin und ihrer Kinder erzählt Michaela Küpper tiefgreifend und atmosphärisch von der Kinderlandverschickung unter dem Nationalsozialismus. Angst, aber auch gespannte Unruhe beherrschen die Gedanken der Kinder, denn sie wissen nicht, was sie erwartet. Es beginnt eine Odyssee, die nicht nur die Kinder, sondern auch Barbara an ihre Grenzen führt, denn mehr und mehr wird sie, die sich bisher aus der Politik herauszuhalten versucht hat, mit den grausamen Methoden und Plänen der Nationalsozialisten konfrontiert – und mit Menschen, die für ihre Ideologie vor nichts zurückschrecken. Als eines der Mädchen verschwindet und ein polnischer Zwangsarbeiter verdächtigt wird, kommt für die junge Lehrerin die Stunde der Entscheidung… Weiterlesen

Filmabend „Historisches Siegerland“: »Der Eisenwald und 700 Jahre Siegen«

Fr., 30.10.2020, 19:00, KrönchenCenter, Vortragsraum, Markt 25, 57072 Siegen, Eintritt frei

»DER EISENWALD (1953)«
Unter der Regie von Herbert Ladendorff, der später in Siegen als Filmproduzent lebte, drehte der Kameramann Herbert Apelt dieses zeitgeschichtliche Filmdokument, über die Siegerländer Lebens- und Arbeitswelt der frühen fünfziger Jahre. Er zeigt die seit Generationen betriebene Haubergswirtschaft und die Kräfte zehrende und harte körperliche Arbeit des Eisenerzabbaus unter Tage, die den Menschen dort frühzeitig Opfer an Gesundheit und Leben abforderte.
Sprecher Mathias Wieman. Laufzeit: 23 Minuten Weiterlesen

„Zeitzeugen auf Zelluloid“: Filmische Jahreschroniken der Gemeinde Geisweid und der Stadt Hüttental

28.10.2020, 19:00, Siegen LYZ


Seit Ende der 1950er Jahre haben zunächst die Gemeinde Geisweid und später die Stadt Hüttental filmische Jahreschroniken erstellen lassen. Sind die ersten Aufnahmen noch schwarzweiß und ohne Ton, wechselte man recht bald zu Farbfilm mit Ton. Die einzelnen Filme dauern in der Regel ca. 30 Min. und dokumentieren die wichtigsten Ereignisse für die Kommune: Ehrungen der Politiker, Baumaßnahmen in der Stadt, sportliche wie gesellschaftliche Ereignisse. Alle Jahreschroniken wurden u. a. mit Mitteln des Kreises Siegen-Wittgenstein digitalisiert.
Zeitzeugen zeigen nun Ausschnitte aus dieser für die Siegener Stadtgeschichte bedeutenden historischen Quelle.

Veranstalter: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein
Einlass ab 18:00 Uhr. Es erfolgt die Vergabe fester Sitzplätze!
Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.
Quelle: LYZ, Programm

Exkursion: »Kämpfe um den amerikanischen Brückenkopf bei Gosenbach«

Veranstaltungsreihe erinnert an das Kriegsende in der Region

Während sich Populismus, Antisemitismus und Rassismus sich bis weit in die gesellschaftliche Mitte verbreiten, ist es nötiger denn je, aus der Geschichte zu lernen, denn sie ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel für die Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das Verdrängen und Vergessen – denn wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen. Grund genug für die Kreisvolkshochschule (KVHS) Altenkirchen, sich dem Thema auch in Corona-Zeiten mit neuen Exkursionen zu Schauplätzen des Krieges hier im Kreisgebiet zu widmen. So sind wieder verschiedene Veranstaltungen unter der Leitung von Ralf Anton Schäfer aus Betzdorf vorgesehen, die sich auf die Spuren der letzten Kriegsmonate in der Region begeben.

Der nächste Termin: Samstag, 17. Oktober. Ab 14 Uhr geht es um „Kämpfe um den amerikanischen Brückenkopf bei Gosenbach“. Treffpunkt ist der Friedhof in Achenbach (Achenbacher Straße in Siegen-Achenbach). Während der Exkursion wird eine Wegstrecke von knapp acht Kilometern – rund vier Stunden – zurückgelegt. Weiterlesen

Stadtspaziergang entlang der „Stolpersteine“ auf der Hammerhütte

am Sonntag, 18.10.20

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerlande lädt zu einem Stadtspaziergang entlang der „Stolpersteine“ auf der Hammerhütte ein. Anhand der verlegten Steine wird an die Biographien von Holocaust-Opfern, die in dem Viertel gewohnt haben, erinnert. Zudem wird der Referent, der katholische Vorsitzende der Gesellschaft Werner Stettner, Informationen zur Geschichte des jüdischen Lebens im Siegerland geben.

Treffpunkt ist der Parkplatz vor der Gaststätte „Zur Hammerhütte“, Kirchweg 79, Siegen. Die Führung beginnt um 15 Uhr und dauert ca. 90 Minuten.
Um Anmeldung mit vollständigem Namen wird bis zum 14.10.20 per Mail an cjz.siegen@t-online.de gebeten. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei!

Vortrag Dr. Matthias Plaga Verse: „Siegerländer Frömmigkeitstradition zwischen Pietismus und Neupietismus“

14.10.2020, 19:30 Uhr, Ev. Gemeindezentrum (GMZ), Rödgener Str.109A, 57234 Wilnsdorf-Rödgen

Aufgezeigt wird, wie in der Geschichte der Siegerländer Gemeinschaftsbewegung unterschiedliche pietistische Traditionen zusammen geflossen sind. Nachzeichnen lassen sich dabei sowohl kirchenkonforme, als auch separatistische Tendenzen.

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich (begrenzte Plätze). Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Spende ist herzlich willkommen.

E-Mail: heike.dreisbach@kirchenkreis-siegen.de
Quelle: Ev. Kirchenkreis Siegen, Termine

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten: „Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft“

Video-Dokumentation des Auftaktworkshops in Siegen und Literaturliste zur regionalen Sportgeschichte

Carmen Ludwig (Körber-Stiftung) stellt den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und die Teilnahmebedingungen vor – zum Video
Ansgar Molzberger (Deutsche Sporthochschule Köln) gibt einen Überblick zur Sportgeschichte und stellt Themenbeispiele aus der Region vor – zum Video
Thomas Wolf (Kreisarchiv Siegen) über Recherchemöglichkeiten und regionale Themenbeispiele – zum Video
Thomas Wolf (Kreisarchiv Siegen), Ansgar Molzberger (Deutsche Sporthochschule Köln) und Jens Aspelmeier (Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen und Jurymitglied beim Geschichtswettbewerb) im Gespräch über das neue Wettbewerbsthema »Sport macht Gesellschaft«, (digitale) Recherchemöglichkeiten und Bewertungskriterien beim Geschichtswettbewerb – zum Video

Literaturliste zur regionalen Sportgeschichte: Literaturliste zur regionalen Sportgeschichte

Wiedereröffnung: Stadtarchiv Hilchenbach im neuen Gewand

Stadtarchivarin Verena Hof-Freudenberg und Geschichtsstudent Bo Loxtermann in den neu gestalteten Räumlichkeiten des Stadtarchivs Hilchenbach.


Ab dem 12. Oktober freut sich das Stadtarchiv Hilchenbach wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten über Besucher. Termine waren bisher nur nach vorheriger Absprache möglich. Zwischenzeitig ist allerdings einiges in den Räumlichkeiten des Archivs passiert. „Wir konnten die eingeschränkten Öffnungszeiten produktiv nutzen.“, freut sich Stadtarchivarin Verena Hof-Freudenberg. „Der Besucherbereich wurde komplett renoviert und neu gestaltet. Dabei wurden historische Elemente beibehalten und neu kombiniert.“ Auch technisch wurde das Archiv mit einer Kühltruhe für den Kampf gegen die Papierfischchen aufgerüstet.
Gleich in der zweiten Öffnungswoche gibt es in der Wilhelmsburg ein Highlight, auf das viele Gäste schon lange gewartet haben. Ab dem 19. Oktober veranstalten Stadtbücherei und Stadtarchiv gemeinsam einen großen Bücherflohmarkt im Flur und im Trauzimmer der Wilhelmsburg. Leseratten, Interessierte, Hobbyforscher und Entdecker aller Altersklassen können während der gesamten Woche zu den Öffnungszeiten in dem Antiquariat des Stadtarchivs und den zum Verkauf ausgewählten Büchern der Stadtbücherei stöbern. Immer wieder finden sich hier absolute Raritäten und echte Schätzchen, aber auch aktuelle Forschungen zu regionalen Themen. Weiterlesen

Peter Paul Rubens – Vortrag zum 380. Todestag bei Kaffee und Kuchen

Peter Paul Rubens - Selfportrait - Google Art Project

Selbstbildnis, 1938, Kunsthistoirisches Museum Wien

Zum 380. Todesjahr des berühmten Barockmalers und Diplomaten (1577 – 1640)

Sonntag, 11.10.2020, 15.00 Uhr
Kulturcafé Romantischer Hickengrund, Alte Schule Niederdresselndorf
Eintritt: 5 € / Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt!
Veranstalter: Kulturbüro Burbach, Tel. 02736 4588

Am 28. Juni 1577 wurde Peter Paul Rubens in Siegen geboren; die Umstände standen mit einem großen Skandal in Zusammenhang. Sein Vater Jan Rubens stand unter dem Verdacht, Ehebruch mit Anna von Sachsen, der Ehefrau Wilhelm des Schweigers, begangen
zu haben. Nach der Gefängnishaft in Dillenburg wurde Jan Rubens auf Gnadengesuch seiner Ehefrau in Siegen unter Hausarrest gestellt, bis die Familie 1578 Siegen wieder verlassen durfte. Peter Paul Rubens wuchs in Köln und Antwerpen auf. Er
machte eine bedeutende Karriere als Maler und als Diplomat zugleich. 1640 starb er in seinem herrschaftlichen Haus in Antwerpen, in das heute als Rubensmuseum Besucher/innen aus der ganzen Welt strömen.
Quelle: Kulturprogramm „Buntes Burbach“, Spielzeit 2020/2021