„Zeitzeugen auf Zelluloid“ am 26. März 2014 20:00, LYZ Schauplatz
Zum kleinen Jubiläum, denn die Reihe „Zeitzeugen auf Zelluloid“ findet nun zum fünften Male statt, zeigt das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein erstmals einen Film, der sich nicht in den Beständen des Kreisarchivs befindet.
Knapp ein halbes Jahrhundert galt er als verschollen. Siegens unbequemster Film mit dem Titel „Siegen – Notizen zu einer Stadt“. Am 17. Juni 1966 erstmals im WDR Fernsehen ausgestrahlt löste er seinerzeit eine Welle der Empörung bei Lokalpolitik und Bevölkerung aus und verschwand für viele Jahrzehnte in den Tiefen des WDR Filmarchivs.
„Siegen – Notizen zu einer Stadt“ entstand im Jahr 1966 als Fernsehessay auf der Grundlage eines Textes des aus Siegen stammenden Journalisten und Feuilletonisten Heinrich Vormweg. Regie führte ebenfalls Vormweg. Hergestellt von der Cineropa Filmgesellschaft beschäftigt sich der zeitkritische Film unter anderem mit der Mentalität der Menschen im Siegerland, welche stark geprägt wurde von calvinistisch-pietistisch ausgelegter Religiosität. Weiterlesen

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Mit Zunahme der Zerstörungen im Verlauf des Krieges bot sich für viele Architekten und Planer eine nie dagewesene Chance der Neuordnung. Die Jahre nach dem Kriegsende waren geprägt durch den Wunsch nach Wiederherstellung und Wiederaufbau. Inzwischen stehen diese Bauten und Planungen der Nachkriegsmoderne immer häufiger im Zentrum von Diskussionen. Einzelnen Bauten der ‚neuen Altstädte‘ droht gar der Abriss. Das Nachkriegserbe bedarf einer differenzierten Betrachtung. Es gilt architektonischen und städtebaulichen Qualitäten herauszustellen, diese in künftige Planungen einzubeziehen und hierdurch das baukulturelle Erbe dieser Zeitschicht zu bewahren.
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