Heute vor 76 Jahren: Bombenangriff auf Neunkirchen

Heute jährt sich zum 76. Mal der Tag des schweren Bombenangriffes auf Neunkirchen, dem 69 Menschen, darunter 24 Kinder, zum Opfer fielen.

Zum Gedenken an die Opfer dieses Tages wird am

heute, 02.03.2020, 16.30 Uhr

eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung auf dem Friedhof Neunkirchen stattfinden.
Hierzu laden die Gemeindeverwaltung und der Heimatverein Neunkirchen ein.
Quelle: Gemeinde Neunkirchen, Aktuelles, 18.2.2020

Tag der Archive im Stadtarchiv Siegen

Das Stadtarchiv Siegen lädt am Samstag, den 7. März 2020, zum 10. bundesweiten „Tag der Archive“ alle Interessierten recht herzlich ins KrönchenCenter ein. Unter dem Motto „Kommunikation. Von der Depesche zum Tweet“ wird von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr ein vielfältiges Programm mit Führungen, Präsentationen und Vorträgen angeboten.

Am Tag der Archive besteht die Möglichkeit zum Gang in die ansonsten geschlossenen Magazinräume, in denen unter anderem 1.000 Urkunden seit dem 13. Jahrhundert, 3.000 Laufmeter Amtsbücher und Akten seit dem späten Mittelalter, 2.500 Karten und Pläne seit 1586 sowie historische Zeitungsbestände, nichtamtliches Sammlungsgut und zentrale Dokumente zur Geschichte der Universitätsstadt Siegen lagern. Die beiden Archivführungen um 10.00 Uhr und 13.30 Uhr gewähren nicht nur einen Blick hinter die Kulissen des Stadtarchivs, sondern zeigen auch ausgewählte Dokumente zum Thema „Postwesen und Briefkultur.“ Die ausgewählten Schriftstücke, darunter landesherrliche Korrespondenz der Grafen und Fürsten zu Nassau-Siegen, Poesiealben, Telegramme und Feldpostbriefe aus den beiden Weltkriegen, widmen sich dem Austausch von Nachrichten vor dem digitalen Informationszeitalter. Weiterlesen

Siegen: Deportation vor 77 Jahren

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages erinnerte Traute Fries vom Aktiven Museum Südwestfalen (AMS) an die dritte Deportation von Menschen jüdischen Glaubens aus dem Kreis Siegen am 28. Februar 1943 nach Auschwitz-Birkenau.
Am 27. Februar 1989 wurde am Siegener Bahnhof, Gleis 4, eine Gedenktafel zur Erinnerung an die vier Deportationen angebracht. Klaus Dietermann, der verstorbene Gründer des AMS hatte die Idee dazu. Er war mit Wilhelm Fries, dem Vater der Verfasserin, zuvor am Bahnhof gewesen und hatte sich von ihm die Situation vom 28. Februar 1943 schildern lassen. Die Tafel, wegen der Bauarbeiten am Bahnhof abgenommen, wird zu gegebener Zeit wieder angebracht.

Zeitzeuge Wilhelm Fries (1901-2000) berichtete 1989:
„Von 1933 bis 1941 habe ich mit meiner damals fünfköpfigen Familie bei der Familie Samuel Frank in Weidenau gewohnt. Wir haben Freud’ und Leid mit Familie Frank geteilt. Hier lernte ich auch die jugendlichen Juden, unter ihnen Heinz Lennhoff, kennen. Am 1. Juni 1941 bezog ich eine Werkswohnung der Firma Weberwerke im Sieghütter Hauptweg 102, da, wo jetzt das Globuscenter/Kaufland ist. Einige Male wurden wir sonntags von Heinz Lennhoff und Kurt Winter besucht, bevor sie einen Ausflug nach auswärts unternahmen. Sie ließen sich nämlich von meiner Frau den gelben Stern abtrennen und abends – nach ihrer Rückkehr – wieder annähen. Weiterlesen

Vortrag: Dampfbetrieb im Eisenbahnknoten Siegen

Morgen, ab 19:30 Uhr in Kreuztal-Littfeld – Kapellenschule Hagener Str. 428, Eintritt frei

Der Bildervortrag von Jörg Richter beschreibt den Dampfbetrieb auf den Strecken von Siegen nach Kreuztal, Betzdorf sowie nach Dillenburg von 1861 bis in die 1970er Jahre.
Quelle: Eisenbahnfreunde Littfetal e.V., SWA 26.2.2020

Postgeschichtliche Sammlung für das Stadtarchiv Hilchenbach

Manfred Hofmann schenkt seine umfangreiche Hilchenbacher Sammlung dem Stadtarchiv.

Anfang der vergangenen Woche trafen sich die Stadtarchivarin Verena Hof-Freudenberg, ihr Vorgänger Reinhard Gämlich und die Pressebeauftragte der Stadtverwaltung Annette Branß in Kreuztal-Eichen bei Manfred Hofmann, um seine umfangreiche postgeschichtliche Sammlung abzuholen. Die Übergabe der insgesamt 15 Kartons war schon lange abgesprochen und von Manfred Hofmann sorgsam vorbereitet worden.
Der Philatelist hatte bereits als kleiner Junge Hitler-Marken vor den Amerikanern versteckt, wohl ahnend, sie vielleicht nicht behalten zu dürfen. Doch tatsächlich hat er neben diesen Marken Sammlerstücke, die noch erheblich älter und wesentlich seltener sind. Reinhard Gämlich entdeckte beispielsweise einen Postkarte vom „Juckelchen“, der Müsener Grubenbahn, und ist total begeistert: „Dieses Bild vom Juckelchen habe ich noch nie gesehen. Das ist ein ganz seltenes Stück.“ Annette Branß erkannte auf einer alten Ansichtskarte den damals noch kahlen Krackertsberg in Dahlbruch, auf dem sie heute wohnt.
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Heute vor 140 Jahren: Walter Nehm geboren

In ihrer Broschüre über das Schicksal der Geisweider Jüdinnen und Juden erwähnt Traute Fries auch Walter Nehm, den Rektor der Geisweider Schule – Grund genug sich Walter Nehm einmal etwas intensiver zu widmen, die regionale Literatur auszuwerten und einen Blick in die vorhandene Personalakte zu werfen. Dabei stellte sich heraus, dass die Beschäftigung mit diesem Siegerländer Lehrer wohl noch nicht abgeschlossen ist, sondern hoffentlich gerade erst beginnt. Folgendes konnte nun ermittelt werden:

Familie

geb. am 24. Februar 1880 in Herdecke[1], evangl.[2]
Eltern: Karl Nehm,, Schmiedemeister, geb. am 7. September 1842 in Herdecke, Karoline Lisette geb. Ruping, geb. 16. Juni 1851, in Volmarstein[3]
01.Dezember 1916 Heirat mit Else Kraus (geb. am 1. Dezember 1883)[4]
26. Februar 1919 Geburt der Tochter Else[5]

Ausbildung und Beruf Weiterlesen

Erinnerung an die letzte Deportation vor 76 Jahren in Hilchenbach

Kranzniederlegung, Freitag, 28. Februar, 16.30 Uhr, Ansprache: Bürgermeister Holger Menzel,  Ev. Kirche Hilchenbach (Ecke Markplatz/Hilchenbacher Straße)

Jährlich, jeweils am 28. Februar, dem Deportationstag von Elisabeth `Gerti` Holländer und ihrem 10-jährigen Sohn Lothar Holländer, legt die Stadt Hilchenbach am Gedenkstein an der Ecke Marktplatz und Hilchenbacher Straße einen Kranz nieder, um an das schreckliche Schicksal der Hilchenbacher Jüdinnen und Juden, die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland geworden sind, zu erinnern.
Insgesamt sind im Holocaust 20 Hilchenbacher Juden ermordet worden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zu der Gedenkfeier eingeladen.
Quelle: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland, Rundbrief 2/2020

Vortrag: Tobias Scheidt M.A. (Universität Siegen): „Unter der Krone des Johann Moritz von Nassau-Siegen.

Koloniale Herrschaftsdemonstration und die Entstehung des Siegener Wahrzeichens.“
Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 27. Februar 2020

Das Wappen des Fürsten Johann Moritz mit Krone auf einer Scherenschnittdarstellung des Palastes Vrijburg im brasilianischen Recife (unbekannter Künstler, ca. 1642-1652). Rijksmuseum Amsterdam, Nr. NG-1053


In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ geht es am Donnerstag, den 27. Februar 2020, um das Siegerländer Identifikationssymbol schlechthin – das so genannte „Krönchen“ auf dem Turm der Nikolaikirche.

Wie kein zweites historisches Symbol steht die goldene Turmbekrönung heute sinnbildlich für die Universitätsstadt Siegen und die gesamte Region. Doch wie ist die Entstehungsgeschichte dieser Ikone? Schon lange vor der Errichtung des städtischen Wahrzeichens im Jahr 1658 bediente sich der Auftraggeber Johann Moritz Fürst zu Nassau-Siegen (1604-1679) einer elaborierten Symbolik, um seinen Herrschaftsanspruch zu demonstrieren. Gestützt auf Illustrationen, Gemälde und weitere Bildquellen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts sucht der Vortrag nach den visuellen Vorläufern des Siegener Krönchens und findet sie in der Regierungszeit des Johann Moritz als Gouverneur der niederländischen Kolonie in Brasilien. Auf diese Weise werden wichtige, bislang unbekannte Bezüge und Verbindungslinien zwischen globaler, kolonialer und regionaler Geschichte herausgestellt. Weiterlesen

Ausstellung „Bilder machen Geschichte“

Anlässlich des Jubiläums „300 Jahre Unteres Schloss“ eröffnet die Universität Siegen am 26. Februar eine neue Ausstellung.

Wilhelm Scheiner, Das Untere Schloss, 1922. Siegerlandmuseum Inv.-Nr. S 117.

Das Untere Schloss in Siegen ist seit 2016 die Heimat der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht) der Universität Siegen. 2020 feiert das Schloss den 300. Geburtstag seiner Fertigstellung. Anlässlich des Jubiläums zeigt die Universität Siegen die neue Ausstellung „Bilder machen Geschichte“. Sie wird am 26. Februar um 18 Uhr eröffnet und findet in der Teilbibliothek am Campus Unteres Schloss statt. Ein Grußwort spricht Jochen Johannsen, Leiter der Universitätsbibliothek, die Einführung gestaltet Prof. Dr. Joseph Imorde (Department Kunst). Die Ausstellung „Bilder machen Geschichte“ ist Ergebnis eines Projektseminars des Faches Kunst der Universität Siegen.

Die Ansichten von Jakob und Wilhelm Scheiner, deren Rezeption und Wirkung im Mittelpunkt der Ausstellung stehen, betonen in sehr unterschiedlicher Weise die Sonderrolle, die das Untere Schloss in der Geschichte der Stadt Siegen gespielt hat. Der Bau des Schlosses lässt sich vereinfacht als Rahmung der vom Fürsten Johann Moritz geplanten und von dem niederländischen Architekten Maurits Post entworfenen und 1669 fertiggestellten zentralen Familiengrablege der protestantischen Linie des Hauses Nassau-Siegen verstehen. Die Exklusivität des sich gegenüber der Stadt abschließenden Komplexes unterstreicht bis heute den ursprünglich memorialen Charakter der Anlage. Weiterlesen