Buchtipp: C. Brachthäuser „Principatus Nassoviae

– wie aus den Grafen von Nassau Fürsten des Heiligen Römischen Reiches wurden“

Buchcover PrincipatusAls erster Persönlichkeit des Hauses Nassau überhaupt wurde Johann Ludwig Graf zu Nassau-Hadamar (1590-1653) im Jahr 1650 in den Fürstenstand des Heiligen Römischen Reiches erhoben. Die kaiserliche Gunstbezeugung war eine Anerkennung für die treuen Dienste des versierten Diplomaten, der es Mitte des 17. Jahrhunderts im Zeitalter konfessioneller Auseinandersetzung geschafft hatte, auf europäischen Parkett als Friedensvermittler Akzente zu setzen. Bis 1664 wurden auch die Repräsentanten der Grafenhäuser Nassau-Siegen, Nassau-Dillenburg und Nassau-Diez mit der Fürstenwürde dekoriert. Als geschätzte Akteure auf außenpolitischer Bühne vermochten sie das Prestige des Hauses Nassau auch international zu heben. Der 1652 in den Reichsfürstenstand erhobene Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-1679) diente etwa von 1636 bis 1644 als niederländischer Generalgouverneur in Brasilien, sein katholischer Neffe Johann Franz Desideratus von Nassau-Siegen (1627-1699) avancierte zum spanischen Statthalter und Generalkapitän des Herzogtums Limburg sowie zum Statthalter des Herzogtums Geldern. Die Dynastie Nassau-Diez wiederum festigte durch ihre Statthalterposten im friesischen Leeuwarden den Einfluss auf die niederländischen Provinzen im Norden. Aus dem Diezer Zweig Nassaus sollte schließlich die niederländische Monarchie hervorgehen, die 2015 ihr 200jähriges Thronjubiläum feiern wird. Weiterlesen

Siegerland 1/2014 erschienen

Siegerland12014Mächtig ist der Stamm der „Dicken Buche“, wurzelt fest in der Erde. Ihre grün belaubten Äste und Zweige reckt sie in den Himmel. Sie hat schon einige Jahrhunderte auf dem „Buckel“ bzw. Stamm, und doch wirkt sie frisch und lebendig. Eine immerhin jahrzehntelange Tradition hat auch die Zeitschrift „Siegerland“ des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins, deren neues Heft (Band 91/Heft 1) nunmehr druckfrisch erschienen ist. Die Zweige des stolzen Baumes könnten auch für die Themenvielfalt des neuen Heftes stehen, wobei sich diesmal ein klarer Themenschwerpunkt herauskristallisiert: Handel und Wandel über die früheren Grenzen des nassauischen Territoriums insbesondere in das kurkölnische Sauerland. Weiterlesen

Ernst Biberstein, geb. in Hilchenbach

oder: Erinnerungspolitik und Wikipedia

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage von FDP-Fraktion vom 27. Mai 2014 zur Information im Rat der Stadt Hilchenbach
am 25. Juni 2014

Wortlaut der Anfrage“ Personeneintrag zu Hilchenbach in Wikipedia“:
„Im Nachgang zur letzten Sitzung am 21. Mai 2014, in der rechtsradikale Schmierereien beklagt wurden, möchte ich lhnen in diesem Zusammenhang mitteilen beziehungsweise die Frage stellen, ob im Hause bekannt ist, dass auf der lnternetseite Hilchenbach von Wikipedia unter der Rubrik „Söhne und Töchter der Stadt“ der Name Ernst Biberstein, geboren 1899 in Hilchenbach (unter dem Namen Ernst Szymanowski ), SS-Obersturmbandführer und Leiter eines Einsatzkommandos in Russland, geführt wird?
Über sein Leben und Wirken kann man auf diversen Seiten im Internet nachlesen, unter anderem auf der Seite „Pastoren unterm Hakenkreuz“.
lch bitte, darüber nachzudenken, ob und wie dieser, wie ich meine unangemessene, Personeneintrag von der Seite Hilchenbachs entfernt werden kann.“

Antwort der Verwaltung: Weiterlesen

Ferndorfs 900-Jahrfeier auf DVD erhältlich

Ferndorf900Die 900-Jahrfeier Ferndorfs im Jahr 1967 war der Anlass zum Erstellen von zwei Filmen – einer Dokumentation über den Festzug dieses Jahrhundertevents und ein Film über Ferndorf, seine Menschen und Vereine.
Beide wurden von Laien erstellt, sind ein einmaliges Zeitdokument und werden nun zusammen von der Stadt Kreuztal und dem Dorfgemein- schaftsverein Ferndorf als DVD herausgegeben. Auf der Internetseite www.ferndorf.de sind einige Filmausschnitte zu finden. Weiterlesen

Literatur zur Auswanderung vom Siegerland nach Amerika

Irle-KindIlka Irle, Roselieb Prehn-Irle
»Geliebtes Kind – komm doch nach Amerika!«
Auswandererschicksal 1887
interconnections, s/w Fotos, ISBN 978-3-86040-209-2, Ca. 144 Seiten, € 15,90

„Betrogen und verraten von seinem eigenen Schwiegervater, arbeits- und ehrlos musste er sich ohne seine kleine Tochter Emilie nach Amerika durchschlagen. Hermann Schneider hat keinen leichten Anfang, als er aus seinem geliebten Siegerland auswandern muss.

„Die Wege sind im Urwald nur daran zu erkennen, daß hier die Bäume und das furchtbar dichte Unterholz etwas ausgehauen sind. Zirka 6 Meilen war ich nun durch tiefen Schnee durchgestrumpft und mir kein menschliches Wesen mehr begegnet, noch irgend etwas gehört, als ich auf einmal an einen Kreuzweg komme und wußte da wirklich nicht, ob rechts oder links ich gehen sollte. Die ganze Welt glaubt doch nur an einen Teufel, ich habe aber hier drei gesehen. Auf einmal erscheint ein ganz verdächtig schwarzer Mann vor mir. Ich redete denselben auf englisch an und fragte nach dem richtigen Wege zu dem Camp, wo ich hinwollte und dieser Schwarze zeigte mir den richtigen Weg, denn er hatte mich auf englisch verstanden. Vielleicht wieder einige Meilen marschiert, begegneten mir wieder zwei solcher Schwarzen!“
Diese erste Begegnung mit Wisconsin-Indianern bleibt nicht das einzige Abenteuer auf seiner Reise. Weiterlesen

Internetseite zum Ende des 2. Weltkrieges in der Region online

kriegsende

Aus einer Buchpublikation zum Ende des 2. Weltkrieges in der Region Westerwald/Siegerland ist diese Webseite hervorgegangen, die neben Bild- und Videomaterial hauptsächlich Angaben zum militärischen Verlauf des Kriegsendes enthält. Hilfreich für genealogisch Forschungen ist die Gefallenendatenbank der Seite.