Neue Internetpräsenz gibt umfassenden Überblick über „Burgen und Schlösser in NRW“

Wie viele Burgen und Schlösser gibt es europaweit und in Deutschland? Und wie viele sind es eigentlich in Nordrhein-Westfalen? – Die Antwort kann das Europäische Burgeninstitut (EBI) der Deutschen Burgenvereinigung e. V. liefern. Das Institut ist damit befasst, alle Burgen in Deutschland und teilweise auch Europa mittels einer zentralen EDV-gestützten Datenbank zu erfassen, wissenschaftlich aufzuarbeiten und im Internet zugänglich zu machen. Für Nordrhein-Westfalen liegen die Daten jetzt vor, die in den letzten drei Jahren mit maßgeblicher Unterstützung der NRW-Stiftung erhoben werden konnten. Es sind im Ergebnis landesweit exakt 2.207 Burgen und Schlösser, die nun im Internet unter www.ebidat.de aufgerufen werden können. Weiterlesen

Tagungsband zur Tagung „Archive und Statistik“ des Landesarchivs NRW erschienen

LAVStatistikStatistische Unterlagen sind mit ihrer Fülle und Tiefe empirischer Daten eine zentrale Quelle der sozialhistorischen Forschung. Ihre langfristige Sicherung und Nutzbarkeit stellen die Archive allerdings allein schon wegen ihres Umfangs vor besondere Herausforderungen. Dies gilt für die Papierüberlieferung ebenso wie für elektronische Statistikdaten.
Das Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland hat in einer Tagung im Frühjahr 2013 zentrale Fragen der Archivierung amtlicher statistischer Unterlagen in den Blick genommen. Zu dieser Tagung ist jetzt der Tagungsband erschienen. Er befasst sich im ersten Teil mit der Überlieferung von Volkszählungsunterlagen. Der zweite Teil widmet sich der Übernahme und Archivierung digitaler Mikrodaten. Der dritte Teil versucht zu klären, welche künftigen Aufgabenfelder die Archive erwarten, wenn sie der Forschung Daten der elektronischen amtlichen Statistik bereitstellen.
Jens Niederhut / Uwe Zuber (Hgg.): Archive und Statistik. Zur Archivierung von Unterlagen der Volkszählung 1950 und elektronischer Statistiken. Essen: Klartext-Verlag 2013 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, Band 46), 238 Seiten, Abb., Broschur, 24,95 €, ISBN: 978-3-8375-1030-0

Nach über 60 Jahren wieder vereint: Siegerland- und Sauerlandfilm fanden zusammen


Sie haben die gleichen Schöpfer, stammen aus einer Feder und doch waren sie über 60 Jahre getrennt, die Filme die zusammen gehören. Mit dem Siegerland Film „Der Eisenwald“ und dem Sauerlandfilm „Glocken über den Wäldern“ schufen Regisseur Herbert Ladendorff und Kameramann Herbert Apelt als Verantwortliche der Dreyer Kulturfilm aus Düsseldorf in den Jahren 1952/53 die zwei wohl bedeutenstens und künstlerisch wertvollsten Kulturfilme jener Zeit über das Sieger- und Sauerland. Beide Filme wurden nahezu zeitgleich gedreht und sollten einander ergänzen – aufeinander aufbauen. Doch gleich nach ihrer Fertigstellung trennten sich die Wege der beiden kulturhistorisch wertvollen Filme. Das sie zusammen gehören wurde bis heute vergessen.

Nachdem „Der Eisenwald“ im Jahr 2006 durch die in Siegen ansässige Industriefilmproduktion mundus.tv veröffentlicht wurde, setzten sich die Verantwortlichen auf die Spuren des verschollenen zweiten Films. In München führte die Spur über das FWU Institut für Film- und Bild in Wissenschaft und Unterricht zu Kameramann Herbert Apelt der heute über 90 Jahre alt ist und in München lebt. Apelt stand nicht nur bei Produktionen wie „Der Eisenwald“ oder „Glocken über den Wäldern“ hinter der Kamera. Er war auch maßgeblich für die bildgewaltigen Einstellungen des berühmten Bergfilmers Luis Trenker verantwortlich. Herbert Apelt stellte den Siegener Filmemachern eine 35mm Filmkopie zur Digitalisierung und Restauration zur Verfügung die die Grundlage der weiteren Arbeit an dem Projekt bildete. Weiterlesen

Literaturhinweis: “ Als Zimmerleute Großes schufen

Monumentale Dachwerke über mittelalterlichen Hallendächer. Zum Forschungsstand bei „aufgeständerten Kehlbalkendachwerken“, 12. Arbeitsheft der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Steinfurt 2014, 187 S., zahlr. Abb. ISBN 978-3-944327-11-2, 14,50€

HallenkirchenIm April 2011 fand im westfälischen Soest ein Werkstattgespräch der Arbeitsgruppe „Historische Bauforschung“ der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger zum Thema „Aufgeständerte Kehlbalkendächer über Hallenkirchen vom 13. bis 16. Jahrhundert“ statt. Als besondere Konstruktion, die mit der Entwicklung der gotischen Hallenkirchen seit dem 13. Jahrhundert einhergeht, zeichnet sie sich aus – so in der Einleitung des Arbeitsheftes – durch „ zwei verbundene Ständerwände …, über denen ein eigenständiges Oberdach (Kehlbalkenkonstruktion) ausgebildet ist. Durch zusätzliche, seitlich angefügte Sparren ergibt sich ein von außen einheitlich wirkendes Dach.“ Weiterlesen

Literaturhinweis: „Westfalen in der Alt- und Mittelsteinzeit“

Foto: LWL

Foto: LWL

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat einen Band über „Westfalen in der Alt- und Mittelsteinzeit“ herausgegeben. Die Publikation beleuchtet die älteste Landesgeschichte Westfalens mit aktuellen archäologischen und naturwissenschaftlichen Methoden – und schreibt dabei einige Kapitel ganz neu.

Das älteste menschliche Werkzeug Westfalens spielt mit seinen 350.000 Jahren in diesem Band ebenso eine Hauptrolle wie der älteste „Westfale“, dessen 70.000 Jahre altes Bruchstück seines Neandertaler-Schädels in Warendorf gefunden wurde.

Aus dem Kreisgebiet Siegen Wittgenstein sind Funde aus dem Raum Netphen aufgeführt. Weiterlesen

Literaturhinweis: Heinz Bensberg: “Historisches wird lebendig – Unser kulturelles Erbe”

bensberg“Zu viel kulturelles Erbe ist verloren gegangen. Glücklicherweise ist  jedoch seit Jahrzehnten ein Umdenken in der Bevölkerung zu beobachten.  Es wird nicht mehr unbedacht abgerissen und damit endgültig vernichtet. – Wer kennt heute noch die Berufe eines Haspelknechtes oder Kuhjochschnitzers? Oder warum blieben Fachwerkhäuser über Jahrhunderte standfest und andere nicht? Und wer weiß noch, dass man für das Fahrrad um 1900 einen Führerschein benötigte und dass der berühmte Sohn des Siegerlandes, Jung Stilling, bereits als Knabe Schulmeister war? Warum legte die Hebamme damals Frühchen zwischen warme Backsteine? Was ist eine Rieselwiese? Wem ist noch bekannt, dass Leder unter Verwendung von Eichenrinde hergestellt wurde? Das und noch vieles mehr können Sie auf leicht verständliche Art und Weise durch mein neues Buch erfahren. Hier wird “Historisches wieder lebendig” und erinnert mahnend daran, die Erhaltung und Pflege unseres kulturellen Erbes auch in Zukunft nicht zu vernachlässigen. Unsere Nachkommen werden es uns danken.”

Quelle: Verlagstext auf der lesenswerten Homepage von Heinz Bensberg

DVD „An der „Heimatfront“. Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg“

lwldvd1wkDVD, 2014
Filmkollage ca. 35 Minuten, s/w,
14,90 EUR incl. 19 % USt zzgl. 2,60 Euro Versandkosten
Lieferzeit 7 – 10 Tage
Dieser Artikel ist ab dem 13.02.2014 lieferbar

Der Erste Weltkrieg, dessen Beginn sich 2014 zum hundertsten Mal jährt, gilt heute als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ (George F. Kennan). Zu den umwälzenden Neuerungen, die ihn von früheren Waffengängen unterschieden, gehörte, dass auch die Gesellschaften der kriegführenden Staaten bedingungslos in den Dienst des Krieges gestellt und so zur „Heimatfront“ wurden.

Der Film An der „Heimatfront“ – Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg beleuchtet die Geschehnisse der Jahre 1914 bis 1918 explizit aus regionaler Perspektive und dem Blickwinkel der Zivilbevölkerung. Wie sah die Realität in Westfalen-Lippe im Zeichen von Not, Entbehrung, Krankheit, Trennung und Verlust aus? Weiterlesen

Neues Blog: archivamtblog

archivamtblog
Das Blog des LWL-Archivamts versteht sich als Fachforum für die nichtstaatlichen Archive, v.a. die rund 250 Kommunalarchive, im Landesteil Westfalen-Lippe. Es präsentiert Aktuelles aus der Archivwelt und  die Arbeit des LWL-Archivamts. Es transportiert Fachinformationen zu archivischen Themen und begleitet die Veranstaltungen des Archivamts im Laufe eines Jahres.

„Praktische Archivkunde“ in dritter Auflage erschienen

reimann3Das übersichtliche Handbuch zu Fragen der Archivtheorie und -praxis ist besonders auf das Berufsbild der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv, ausgerichtet. Der Leitfaden ist von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Archivamtes im Rahmen der kommunalen Archivpflege entstanden. Als Handreichung eignet er sich aber nicht nur für die Ausbildung und spätere Tätigkeit von Fachangestellten in Archiven, sondern auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Archiven, die über keine Fachausbildung verfügen. Wegen der allgemeinverständlichen Sprache ist es allen am Archivwesen Interessierten als Einstiegslektüre zu empfehlen.
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Bibliographische Angaben: Weiterlesen