Online: „Namensregister zum Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe“

Im November 2016 erschien der abschließende, vierte Band des „Historischen Handbuchs der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe“, das die Historische Kommission viele Jahre beschäftigt hat. Der gedruckte Teil des Werkes ist damit abgeschlossen. Die Erforschung der Geschichte der Juden in Westfalen ist damit jedoch keineswegs zu Ende, auf lokaler und regionaler Ebene werden sich Geschichtsinteressierte und Initiativen auch weiterhin damit beschäftigen.

Damit das Handbuch für diese Forschung nutzbar gemacht werden kann, sind Register eine unverzichtbare Hilfe. Ende 2016 konnte bereits das Ortsregister fertig gestellt werden, es erschien online in der Reihe „Materialien der Historischen Kommission für Westfalen“ (Kostenloser Download unter http://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Materialien_012_(2016).pdf). Im April 2018 konnte nun endlich auch das viel umfangreichere und komplexere Namensregister freigeschaltet werden. Weiterlesen

„Archivpflege in Westfalen-Lippe“ (Heft 88/2018) ist online

Die neuste Ausgabe der „Archivpflege in Westfalen-Lippe“ (Heft 88/2018) ist erschienen und online verfügbar:

Inhaltsverzeichnis  (PDF)
Heft 88 (2018)  (PDF – 4MB)

Themen sind  u.a.: ein Überblick über die Aus- und Weiterbildungssitution im Archivbereich aus kommunaler Sicht- wichtige aktuelle Hinweise zur „Papierfischchen“-Plage- ein Beitrag zum Nutzen von Wikipedia für Archive -der Arbeitskreis Bewertung für kommunales Schriftgut in NRW gibt Empfehlungen für Unterlagen aus kommunalen Amtsleitungen und der Ordnungsverwaltung.

„Macht die Emanzipation Frauen zu Terroristinnen?“

Helge Pross „zu Gast“ im Unteren Schloss Siegen

Helge Pross lehrte von 1976 bis 1984 als Professorin an der Universität Siegen und war Vorreiterin der Frauen- und Geschlechterforschung. Die Uni Siegen widmet der Soziologin nun eine Ausstellung in ihrer Teilbibliothek Unteres Schloss.

„Macht die Emanzipation Frauen zu Terroristinnen?“ So lautete im September 1977 die Überschrift zu Helge Pross‘ Kolumne in der Zeitschrift Brigitte. Helge Pross ist zwar bereits 1984 gestorben, aber die Forschung und Ideen der ehemaligen Siegener Professorin sind immer noch aktuell. Deshalb widmet die Uni Siegen der Soziologin und Publizistin seit dem 17. April und bis zum 16. Mai eine Ausstellung in der Teilbibliothek Unteres Schloss. „Wenn man sich die Publikationen der PreisträgerInnen des Helge-Pross-Preises anschaut, fällt auf, dass sich die WissenschaftlerInnen immer noch mit denselben Fragen beschäftigen, wie Helge Pross vor über 40 Jahren“, sagt Jessica Stegemann von der Universitätsbibliothek Siegen, die für die Ausstellung verantwortlich ist. „Aber nicht nur das: Auch die Forderungen, die die WissenschaftlerInnen zur Gleichberechtigung stellen, sind selbst nach vier Jahrzehnten noch fast dieselben.“ Dies führt die Helge Agnes Pross Ausstellung den BesucherInnen vor Augen. Denn die Ausstellung beschäftigt sich nicht nur mit Leben, Forschung und Wirkung der Soziologin, sondern stellt auch die bislang sechs PreisträgerInnen des Helge Pross Preises und deren Forschungen vor. Weiterlesen

Literaturhinweis: Rosine De Dijn “ …. Warum Peter Paul Rubens in Siegen geboren wurde?“

„Als die Geusen, niederländische Rebellen auf der Flucht vor der Rache des bigotten spanischen Regimes, das „hillige Köln“ ansteuerten, wurden sie von den Rheinländern zunächst als Bettler und Habenichtse abgewiesen. Sie alle erlebten bittere Jahre im Exil. Auch Jan Rubens und Maria Pypelinckx, die Eltern des berühmten Barockmalers. Aber nicht nur die Vertreibung aus dem geliebten Antwerpen, sondern auch die Affäre des Rechtsgelehrten mit der Frau Wilhelm von Oraniens, Anna von Sachsen, stürzte die Familie Rubens in höchste Nöte. Seine Gattin bewahrte ihn mit großem diplomatischem Geschick vor dem Gang zum Schafott. So wurde schließlich in der Bannmeile der Burg Siegen ein kleiner Peter Paul geboren. Anna von Sachsen dagegen bezahlte den vollen Preis für den sogenannten Fehltritt. Bekam die Unglückselige von ihrem Liebhaber Jan Rubens eine Tochter? Wie auch immer. Anna wurde von ihrer Familie verstoßen und starb völlig vereinsamt mit nur 33 Jahren. Die ganze Geschichte wurde über Jahrhunderte totgeschwiegen.“ Weiterlesen

Hinweistafel informiert über die Geschichte der Siegbrücke

Die Siegbrücke in der Siegener Innenstadt ist schon viele Jahrhunderte lang ein wichtiger Überquerungspunkt über den Fluss: Seit mehr als 600 Jahren befindet sich dort ein Brückenbauwerk. Damit die Geschichte der Brücke nicht in Vergessenheit gerät, informiert darüber jetzt eine neue Hinweistafel.

Bürgermeister Steffen Mues enthüllte die Tafel am Montag, 16. April 2018, gemeinsam mit Stadtbaurat Henrik Schumann sowie Helmut Bruch und Dr. Andreas Bingener vom Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., der die Finanzierung des Schildes übernommen hatte.

„Jeden Tag passieren unzählige Menschen die Siegbrücke, doch die wenigsten von ihnen sind sich dabei der historischen Bedeutung dieses Überquerungspunktes über die Sieg bewusst“, erklärte Mues. Zudem werde die Brücke als direkte Verlängerung der Bahnhofstraße fälschlicherweise auch als „Bahnhofstraßenbrücke“ bezeichnet. Weiterlesen

Wittgenstein Heft 1 / 2018 erschieben

Inhalt:
Adele Krebs (†): Todesahnen – Nachwort von Ulf Lückel
Ulf Lückel: Heinz Strickhausen (†)
Heinz Strickhausen (†): Die Odeborn – Der Fluss – Wasser für Kunstwiesen – Brücken und Stege im Raum Berleburg Teil 1
Paul Riedesel: Die Wilhelm-Sauer-Straße in Bad Berleburg: Die Person hinter dem Namen
Gerhardt Hundt: 175 Jahre Gesangverein Erholung-Germania 1842 Bad Berleburg. Die „Erholung“, ein Bürger-Gesangverein – eine Reise in die Vergangenheit
Friedrich Opes: Das erpresste Geständnis. Szenisches Spiel über einen fiktiven Prozess mit wahrem Hintergrund
Andreas Wahl: Die alte Mühle und der Nachtwächter zu Wunderthausen
Hans Wied: Sagen und Märchen – aufgezeichnet von Daniel Kuhn – Teil 2

Buchbesprechungen: Weiterlesen

Ginsburg im Doppel-Jubiliäumsjahr 2018

Wilhelm der Schweiger plante vor 450 Jahren auf seiner Festung die Befreiung der Niederlande – der wiederaufgebaute Bergfried wurde vor 50 Jahren seiner Bestimmung übergeben.

Die Ginsburg ist ein „Denkmal von nationaler Bedeutung“, so Paul Breuer, Vorsitzender des Siegerländer Burgenvereins e. V.. An diesem Platz schrieb man europäische Geschichte. Vor 450 Jahren, am 31. März des Jahres 1568, traf sich Prinz Wilhelm I. von Oranien-Nassau mit seinen Brüdern und weiteren Offizieren auf der Ginsburg zu geheimen Verhandlungen, in denen es um die Befreiung der Niederlande von der spanischen Besatzungsmacht ging. Mit dem sich anschließenden Aufbruch des dritten Heerbands von der Ginsberger Heide aus begann der achtzigjährige Krieg, die Utrechter Union und letztendlich erfolgreiche Freiheitskampf der Niederländer.

Ende August des Jahres 1968 – vor 50 Jahren – wurde der wieder erstandene Bergfried der Ginsburg seiner Bestimmung übergeben. Damit fand die Restaurierung der historischen Burgruine ihren Abschluss. Die Burg, 1255 erstmals erwähnt, war im 17. Jahrhundert verfallen. 2002 übertrug das Land die Anlage dem Siegerländer Burgenverein. Weiterlesen

Literaturhinweis: Chronik „Katholisches Glaubensleben in Deuz im Laufe der Jahrhunderte“

Im April dieses Jahres ist es 50 Jahre her, dass der Neubau der katholischen St. Matthias-Kirche hier in Deuz fertig gestellt wurde. In den 1980er Jahren wurde das Gemeindezentrum mit dem Bau eines Pfarrheims (1982) und des Glockenturmes (1988) komplettiert. Bereits 1928, also vor 90 Jahren wurde die heute nicht mehr bestehende Vorgängerkapelle als erster rein katholischer Kapellenneubau im Siegerland nach der Reformation eingeweiht. Auch in den Jahrhunderten davor gab es ein katholisches Glaubensleben in Deuz. Hierüber berichtet die 144-seitige, durch zahlreiche Bilder aufgelockerte Chronikbroschüre (Auflage 300 Exemplare) im DIN A4-Format mit Klebebindung, die Wilfried Lerchstein im Auftrag des Katholischen Kirchenvereins St. Matthias Deuz e.V. erstellt hat.

Die Chronik ist u.a. beim Kirchenvereinsvorsitzenden Alexander Weber, Siegtalstraße 18, 57250 Netphen, Tel. 02737/226780 und Email: alex.weber46@t-online.de sowie beim Verfasser Wilfried Lerchstein, Heideweg 8, 57250 Netphen, Tel. 02737/209527 und Email: lercwi@web.de für 14 Euro erhältlich.

Weitere Informationen: Infoflyer zur Broschüre