„Adelige über sich selbst“

Fachtagung in Münster

Was sagen historische Tagebücher und Briefe über das Selbstverständnis des vor-modernen Adels in Deutschland und den Niederlanden aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich am 6. und 7. Juni in Münster eine Fachtagung über Selbstzeugnisse in nordwestdeutschen und niederländischen Adelsarchiven.

Das Symposium ist die dritte länderübergreifende Tagung, die vom deutsch-niederländischen Arbeitskreis für Adelsgeschichte (Nederlands-Duitse Kring voor Adelsgeschiedenis) veranstaltet wird. Der Arbeitskreis, ein Zusammenschluss von Archivaren und Historikern aus den Niederlanden und Deutschland, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des Adels auf beiden Seiten der Grenze zu beleuchten. Mitveranstalter der Tagung sind die Vereinigten Westfälischen Adelsarchive e.V. und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Weiterlesen →

Vortrag „Paula Fechenbach und Robert Jagusch

Jüdische Lebensgeschichten im 20. Jahrhundert“

Verlegung des Stolpersteins für Robert Jagusch am 19.05.2011 in der Körnerstraße 5 in Siegen

Verlegung des Stolpersteins für Robert Jagusch am 19.05.2011 in der Körnerstraße 5 in Siegen

Am 19.05.2011 wurde vor dem Haus Körnerstraße 5 in Siegen ein Stolperstein zum Gedenken an Robert Jagusch verlegt, der hier mit seiner Frau Paula, geborene Fechenbach, seinen letzten frei gewählten Wohnsitz hatte. Der nächste Vortrag im Rahmen der Reihe „Siegener Forum –  Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ erinnert an die kaum bekannten Lebensgeschichten der Eheleute. Referent im Siegener KrönchenCenter wird der Regionalhistoriker Dr. Ulrich F. Opfermann sein.
Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 16. Mai 2013, um 19.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter (3. OG), Markt 25, in 57072 Siegen. Der Eintrittspreis beträgt 3,00 €. Weiterlesen →

Literaturtipp: „Parks und Gärten in Südwestfalen“

Landesdirektor Dr. Wolfgang Kirsch (LWL) stellte in Bad Sassendorf das neue Buch zur "Südwestfälischen Gartenkultur" vor.  (Foto: Bernd Brandemann)

Landesdirektor Dr. Wolfgang Kirsch (LWL) stellte in Bad Sassendorf das neue Buch zur „Südwestfälischen Gartenkultur“ vor.
(Foto: Bernd Brandemann)

In Bad Sassendorf präsentierte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das neue Buch „Parks und Gärten in Südwestfalen“. Darin ist die regionale Gartenkultur der Kreise Soest, Olpe, Siegen-Wittgenstein, des Hochsauerlandkreises und des Märkischen Kreises dargestellt. Der Autor, Hartmut Kalle vom Westfälischen Amt für Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur, geht in seinen Beschreibungen auf die besondere regionaltypische Ausprägung ein.

Für den Kreis Siegen-Wittgenstein werden in dem Buch, das ab sofort im Buchhandel erhältlich ist, der Schlosspark Bad Berleburg und der Schlosspark Siegen dargestellt. Außerdem befindet sich darin ein Beitrag über Johann Moritz von Nassau-Siegen „Ein Siegener Fürst als Bauherr von fünf Gärten in vier Ländern auf zwei Kontinenten“. Weiterlesen →

Vortrag: „Mozart und mehr: Fritz Busch und Glyndebourne“

Als am 28. Mai 1934 in der südenglischen Provinz ein kleines Musikfestival as der Taufe gehoben wurde, konnte noch niemand ahnen, dass es bereits innerhalb kürzester Zeit einen enormen internationalen Ruf erwerben würde. Glyndebourne galt bereits seit dem Gründungsjahr als das Mozart-Opernfestival überhaupt, auch weil die Schallplatte unmittelbar zu seinem Ruf beitrug. Der Zweite Weltkrieg unterbrach das fruchtbare, ausschließlich auf private Initiative zurückgehende Unternehmen und nach dem Krieg waren zunächst Unstimmigleiten auszuräumen, die sich während der Zwangspause ergeben hatten. Buschs Rückkehr im Jahr 1950 war ein unmittelbarer Erfolg und als John Christie seine Musiker am 9. August 1951 nach Edinburgh verabschiedete, konnte niemand ahnen, dass man die Eröffungsvorstellung 1952 Buschs Gedenken widmen würde..

Dr. Jürgen Schaarwächter, Max-Reger-Institut, Karlsruhe

Veranstalter: VHS SIegen, Freundeskreis der Busch-Brüder, Max-Reger-Institut Karlsruhe
Ort: Siegen, KrönchenCenter, Markt 25
Datum: 25.04.2013, 19:30 Uhr
Eintritt: 3 €

Zu Fritz Busch auf Siwiarchiv s.:
https://www.siwiarchiv.de/2012/01/fritz-busch-dirigiert-die-staatskapelle-dresden-in-der-semperoper/
https://www.siwiarchiv.de/2012/04/vortrag-fritz-buschs-aachener-jahre-1912-1918/
https://www.siwiarchiv.de/2012/04/bruderbuschgedenkstatte-im-stadtarchiv-siegen/
https://www.siwiarchiv.de/2012/12/in-anderen-archiven-10-12-1950/
Fritz Busch in der Ausstellung „Verstummte Stimmen“

Präsident des Landesarchivs NRW, Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, geht in den Ruhestand

reininghausEnde des Monats geht Prof. Dr. Wilfried Reininghaus als Präsident des Landesarchivs NRW in den Ruhestand. Herr Reininghaus ist der erste Präsident des 2004 neu gegründeten Landesarchivs. In dieser wie auch in anderen Funktionen hat Herr Reininghaus das Archivwesen und die landesgeschichtliche Forschung in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen drei Jahrzehnten mit geprägt.
Reininghaus hat sich immer auch mit der Geschichte des Siegerlandes beschäftigt, so z. B. 1998 mit der Geschichte der Revolution von 1848 im Siegerland (Siegener Beiträge 3/1998) oder zuletzt bei der Herausgabe der Vincke-Tagebücher.


Auf seinen Vortrag „Das Siegerland und die westfälische Landesgeschichte“ des „100. Geburtstages des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins“, gehalten am 31. Januar 2011 in Siegen, sei hier gerne verlinkt (PDF). Ebenso gerne wird hier auf den programmatischen Vortrag „Archive im demokratischen Raum“ verwiesen, den Wilfried Reininghaus am 19. September 2011 zur Eröffnung des Kreisarchivs Siegen gehalten hat. Weiterlesen →

Lothar Irle zur Vermittlung von „Rassen- und Familienkunde“ im III. Reich

Zu Lothar Irle wurden hier bereits einige, auch biographische Beiträge publiziert. Irle als Pädagoge in der NS-Zeit ist bereits Thema wissenschaftlicher Publikationen gewesen, so dass der Fund in den Beständen des Landesarchivs NRW, Abteilung Westfalen, in Münster, eine Ergänzung darstellt.
Lothar Irle nahm als Vertreter der Lehrerinnen und Lehrer aus dem Kreis Siegen an der ersten Schulungswoche für „Vererbungslehre, Erbgesundheitspflege, Rassen- und Familienkunde“ teil. Der Lehrgang wurde vom dem preußischen Kultusministerium angeschlossenen Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht organisiert. Er fand vom 25. bis zum 30. September 1933 in Berlin statt. Die Multiplikatorenschulung sollte fachlich und ideologisch geeignetes Personal in die Lage versetzen, die Lehrerkolleginnen und -kollegen vor Ort in dieser Thematik zu schulen.
Die Schulabteilung der Regierung zu Arnsberg bat die Teilnehmenden aus ihrem Zuständigkeitsbereich um, einen Bericht über diese Fortbildungsveranstaltung. Lothar Irle kam dieser Bitte am 12. Oktober 1933 nach:
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Literaturhinweis: „Pietistische Anfänge um 1700 in Nassau-Siegen.“

Unireden6Lindner-Jarchow, Kordula (Red.): Pietistische Anfänge um 1700 in Nassau-Siegen. Laudationes und Vortrag anlässlich der Ehrenpromotion von Ulrich Weiß am 11. Mai 2011, Auditorium Maximum Universität Siegen, Siegener Universitätsreden 6, Siegen, 1. Aufl.  2013, 49 S.

Inhalt:
Annette Kurschus: Grußwort, S. 7
Georg Plasger: Laudatio, S. 9
Ulrich Weiß: „[…] aber die Frau Diesterwegin das Präsidium führen“. Pietistische Anfänge um 1700 in Nassau-Siegen, S. 15
Anmerkungen, S. 41

Quelle: http://d-nb.info/1032360658/04 Weiterlesen →