Regionale Personalia des NS-Arbeitsdienstes

1) Müller, Wilhelm
30.01.1936: Ern. v. Ofm./NSAD z. Oberfeldmeister/RAD
208a (PV 3 v. 04.02.1936 S. 39 RDA-Oz. 54)
01.04.1936: Ern. z. Oberstfeldmeister
6/208a(A 1)(PV 8 v. 29.06.1936 S. 430 RDA 29.6.36/42)
01.01.1937: Stichtag: 6/208a Abtf. – RDA 29.6.36/42
(DAL I v. 01.01.1937 S. 50 Lfd.Nr. 517)
01.08.1938: Vers. v. 6/204 Abtf. Brün n. 3/204(W IV) Abtf. Gemünd-Malzbenden
(PV 54 v. 20.07.1938 S. 7 Lfd.Nr. 110)
31.08.1942: Ausgesch. 3/204(1)
(PV 47 v. 25.09.1942 S. 240 Lfd.Nr. 8)
31.08.1942: Rangverl. Arbeitsführer
3/204 Abtf.(PV 49 v. 10.10.42 S. 246)

2)Kirchhoff, Dr. Ludwig
18.12.1935: Ern. v. Arbf./NSAD z. Arbeitsführer/RAD
(Vbl. 35 Nr. 869 S. 343 Oz. 93)
01.01.1937: Stichtag: 209 Siegen Gruppenführer – RDA 18.12.35/99
(DAL I v. 01.01.1937 S. 16 Lfd.Nr. 72)
30.06.1937: Ausgeschieden – 209(1)
(PV 38 v. 24.07.37 S. 9 Lfd.Nr. 1)

Vbl. = Verordnungsblatt für den Reichsarbeitsdienst
DAL = Dienstaltersliste
PV = Personalveränderungen für den Reichsarbeitsdienst
RDA= Rangdienstalter

Autor: Ansgar

„Johannes Althusius – Bibelleser und Staatsdenker“

Der offene theologische Gesprächskreis „Theophil“ der evangelischen Stadtgemeinde Siegen widmet sich am 3.12.2013 um 19:30, im Gemeindehaus Altstadt, Pfarrstr. 2, 57072 Siegen dem aus dem Berleburgischen stammenden Johannes Althusius. Zu Gast ist Prof.?Dr. Karl Wilhelm Dahm (Münster).

Ausstellung zur deutschen Auswanderung nach Amerika im Kreishaus in Siegen

„Hausaufgabe“ des Landrats
DanielHiesterRüdiger Lentz, Festredner und der Direktor des Aspen-Instituts hat ein „Hausaufgabe“ von seinem Besuch in Siegen mitgenommen. Denn Landrat Paul Breuer war beim Gang durch die Ausstellung eine Ungereimtheit aufgefallen: An einer Stelle ist von Daniel Hiester aus Schlesien die Rede, der dem ersten US-Kongress angehörte. Landrat Paul Breuer ist sich aber sicher, dass Hiester aus Bad Berleburg-Elsoff stammt, was erste Recherchen des Kreisarchivs (s. u.) auch bestätigen. Lentz versprach, dem auf den Grund zu gehen – und falls der Landrat richtig liege, könne er den Eintrag auf der Schautafel gerne überkleben.
Die wohl unrichtige Formulierung, dass Daniel Hiester aus Schlesien emigriert sei (findet sich so auch im englischsprachigen Wikipedia-Eintrag), beruht auf einem Missverständnis: Henry Melchior Muhlenberg Richards widmete sich 1907 in einer biographischen Studie dem Gouverneur Joseph Hiester auch der Familiengeschichte der Hiester. Auf Seite 3 dieser Studie erwähnt er, dass der Stammvater der Hiesters im 14. Jahrhundert in Schlesien auszumachen ist und die Familie(n) von dort aus im Laufe der Jahrhunderte weiterwanderte(n). Auf Seite 4 dieser Studie stellt der Autor allerdings korrekt die Auswanderung des Vaters von Daniel Hiester von Elsoff nach Amerika dar. Die Studie kann auch online eingesehen werden.

Zur Familiengeschichte Daniel Hiesters s. a. Isaac Hiester, The Hiester homestead in Germany (1907); ergänzend sei auf die Berichtigung Wilhelm Hartnacks: „Die Herkunft der in Amerika berühmt gewordenen Hüsters“ In: Wittgenstein. Blätter des Wittgensteiner Heimatvereins e.V., Bd. 41/ 1977/ H.1/ S. 24-26, hingewiesen.

Rüdiger Lentz: „Aktuelle Ereignisse dürfen tiefe Bindungen zwischen beiden Ländern nicht überschatten“ Weiterlesen

Lothar Irle und der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Teil 2.

Eine Aktenauswertung.

Im September wurde hier auf siwiarchiv über die beabsichtigte Verleihung des Verdienstordens an Dr. Lothar Irle berichtet. In einem Kommentar wurde auf die einschlägigen Ordensakten im Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, noch in Düsseldorf (NW O 07379 und NW O 07379) hingewiesen. NW O 07379 besteht lediglich aus einem Blatt, dass die Abgabe der Ordensakten an das damalige Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf beinhaltet.
NW O 07379 enthält den 15 Blatt umfassenden Vorgang, der in der Staatskanzlei geführt wurde. Aus dem Antragsschreiben des Vorsitzenden Karl Jellinghaus des Sauerländer Gebirgsvereins vom 14. Januar 1966 an den Arnsberger Regierungspräsidenten Ernst Schlensker sei hier die Begründung – mit Ausnahme der Aufstellung der Publikationen Irles – wiedergegeben: Weiterlesen

Filmtipp: „Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“


George Clooney spielt in diesem Film George Stout, der 1./2. April 1945 den Siegener Kunstbunker im Hainer Stollen inspizierte.
Siegen Hainer-Stollen Infotafel
By Frank Behnsen (Own work/selbst fotografiert) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Zum Kulturgut im Hainer Stollen erschien zuletzt:
Josef Lambertz: Siegen und die Odyssee des Aachener Domschatzes im Zweiten Weltkrieg, in: Siegener Beiträge 16 (2011), S. 129-144.
Ferner ist auf folgende Literatur (Auswahl) hinzuweisen:
Hans-Martin Flender: Knochen vieler Heiliger an Bord. Unersetzliche Kunstschätze im Hainer Hüttenstollen, in: Siegerland Bd. 71, 1995, S. 3-8
Hans Martin Flender: Rückführung des Aachener Domschatzes im Jahre 1945. Siegener führten die Bombenangriffe auf die Einlagerung der Kunstschätze zurück, in: Siegerland Bd. 71, 1995, S. 91 – 95
Hans-Martin Flender: Siegen verwahrte 1944/45 wertvolle westdeutsche Kunstschätze, in: Haigerer Geschichtsblätter H. 46 Oktober 2003, S. 42
Hans Martin Flender: Öffnung des Hainer Hüttenstollens in Siegen? Stollen des Bergwerks „Alte Silberkaute“ nahm Kunstschätze auf, in: Siegerland Bd. 80, 2003, S. 65 – 66
Hans Martin Flender: Siegen 2. April 1945: Kunstschätze unter amerikanischem Schutz, in: Durchblick 1/2005, S. 12 – 14 (PDF)
Hans Martin Flender: Westdeutsche Kunstschätze in Siegen 1944/45, in: Siegerland Bd. 86, 2009, S. 23 – 32
NN: „Kostbare Kunstschätze in Siegener Obhut“, in: Adolf Müller (hg.): Krieg und Elend im Siegerland, Siegen 1981, S. 129.
Joachim Stahl: Bunker und Stollen für den Luftschutz im Raum Siegen. Verlag die Wielandschmiede, Kreuztal 1980.

Weitere Informationen zum Film: Weiterlesen

Käthe Stern gestorben

Käthe Stern an ihrem 100. Geburtstag in der Synagogengemeinde von Harrow in London.

Käthe Stern an ihrem 100. Geburtstag in der Synagogengemeinde von Harrow in London.

Uns erreichte die Nachricht, dass am 24. Oktober 2013 Käthe Stern im Alter von 105 Jahren in London friedlich entschlafen ist. Käthe Stern wurde am 27. Januar 1908 als jüngstes von sieben Kindern des Siegener Kaufmanns Julius Stern und seiner Ehefrau Paula in der Sandstraße 20 geboren. Dessen Vater, Meyer Leser Stern, hatte 1884 die jüdische Gemeinde in Siegen gegründet und war bis 1919 ihr 1. Vorsitzender. Vater Julius Stern hatte das Konfektionsgeschäft seines Vaters übernommen. Käthe Stern wurde 1914 in der jüdischen Volksschule am Obergraben eingeschult. Sie wechselte mit ihrem Lehrer Simon Grünewald nach dem Ersten Weltkrieg in die Stadtschule am Unteren Schloss, weil die jüdische Schule wegen Schülermangels geschlossen wurde. Nach dem Besuch der Höheren Handelsschule machte sie eine kaufmännische Lehre im Kaufhaus Tietz am Markt. Sie wurde als Kontoristin übernommen und 1934 – nach der „Arisierung“ des Kaufhauses Tietz – wie alle jüdischen Angestellten entlassen. Sie verzog dann nach Augsburg, wo sie im Haushalt ihrer Cousine arbeitete, die mit dem bekannten Rabbiner Benno Jacob (vormals in Dortmund) verheiratet war. Nach einem kurzen Aufenthalt in Siegen, floh sie dann im Februar 1939 nach London. Dort war sie wieder mit der Rabbinerfamilie zusammen, der auch die Flucht aus Augsburg gelungen war. Drei behinderte Brüder kamen in „Krankenanstalten“ der Nazis ums Leben. Ihr Vater Julius und ein Bruder verstarben in Siegen in den 20er Jahren. Ihre Mutter und Käthes Schwester Anna mit Mann und Baby sowie Bruder Herbert Stern mit Ehefrau wurden am 28. April 1942 nach Zamosc in Polen deportiert und ermordet. Stolpersteine in der Emilienstraße und Sandstraße erinnern an sie. Weiterlesen

Nachruf auf Wolfgang Burbach

„An Mittwoch, dem 16. Oktober 2013 verstarb der Gründer und Geschäftsführer der Brüder-Busch-Gesellschaft Wolfgang Burbach wenige Wochen nach seinem 85. Geburtstag. Neben seinen Verdiensten um die Brüder Busch war der gebürtige Krombacher ein wichtiger Exponent des Siegerländer und Wittgensteiner Kulturlebens. Vor allem auch auf seine Initiative wurde in Hilchenbach in Südwestfalen mit dem Gebrüder-Busch-Kreis ein schlagkräftiger Kulturverein ins Leben gerufen, deren Geschäftsführer er bis 1984 erst ehrenamtlich, später hauptamtlich war. Die Einrichtung des Gebrüder-Busch-Theaters in Dahlbruch war ein wichtiges Signal für die Pflege lokaler Kulturunternehmungen. Ebenfalls wesentlich auf Veranlassung durch Wolfgang Burbach wurde 1972 der Brüder-Busch-Preis ins Leben gerufen, ein Nachwuchsförderpreises, der an den ARD-Musikwettbewerb gekoppelt war und seither vielen später berühmt gewordenen Musikern zugesprochen wurde. Im Gebrüder-Busch-Theater war lange Zeit auch das Brüder-Busch-Archiv untergebracht, das Burbach seit der Gründung der Brüder-Busch-Gesellschaft 1964 aus aller Welt zusammentrug. Das Archiv enthält mehrere Zehntausend Dokumente, Briefe, Zeitungsartikel, Programme, Fotos und andere Archivalien die Leben und Wirken des Dirigenten Fritz Busch (1890-1951), des Geigers und Komponisten Adolf Busch (1891-1952), des Schauspielers Willi Busch (1893-1951), des Cellisten Hermann Busch (1897-1975) und des Pianisten und Komponisten Heinrich Busch (1900-1929) dokumentieren. 2003 wurde die Brüder-Busch-Gesellschaft aufgelöst und das Archiv dem Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung, das sich bereits 1999 zur wissenschaftlichen Aufarbeitung und Auswertung bereit erklärt hatte, zugestiftet. Eine Auswahl aus den Beständen des BrüderBuschArchivs ist in der BrüderBuschGedenkstätte in Siegen zu sehen., 2003 ernannte ihn die Internationale Max-Reger-Gesellschaft zum Ehrenmitglied. 2011 veröffentlichte Wolfgang Burbach seine Erinnerungen Im Dienste der Brüder-Busch-Gesellschaft.“
Quelle: Nachruf des Max Reger Instituts in Karlsruhe

s. a. Nachruf in der Westfälischen Rundschau, 19.10.2013

genius loci – ein Kunstprojekt nicht nur zur Geschichte von Siegen und Jekaterinburg

In the beginning of 2012, photographer Thomas Kellner received a surprising E-Mail from Yekaterinburg in the Russian Urals, to form a project with exhibition and book for the city’s anniversary in 2013, because Yekaterinburg was founded almost 300 years ago, by Georg Wilhem Henning, a Siegen Citizen. This was barely known and Thomas Kellner started his research and is now finalizing genius loci. ….. Weiterlesen

Herbarium der Wiesenbauschule jetzt im Universitätsarchiv

Das Universitätsarchiv hat aktuell einen Teilbestand des aus insgesamt 265 Herbarbögen bestehenden Herbariums der ehemaligen Wiesenbauschule von der Universitätsbibliothek übernommen. Es handelt sich um das sogenannte Schencksche Herbarium des Siegener Wiesenbaulehrers und späteren Direktors, Mediziners und angesehenen Botanikers Dr. Martin Schenck (1826-1918) aus den Jahren 1863/64 mit jeweils aufgeklebten gepressten, überwiegend einkeimblättrigen Süß- und Sauergräsern aus der Siegener Umgebung, dessen zweite Hälfte seinerzeit aus nicht mehr rekonstruierbaren Gründen an das Westfälische Landesherbarium in Münster gelangt und dort vermutlich in der bestehenden Sammlung aufgegangen ist. Es ist einerseits durch eine historische Artenliste von 1933/34, andererseits durch eine aktuelle nummerische Liste von 2005 erschlossen und kann ab sofort zu den üblichen Öffnungszeiten des Universitätsarchivs (Mo – Fr 9:00-16:30 Uhr) gegen Voranmeldung eingesehen werden (Tel. 0271/740-3622, archiv@ub.uni-siegen.de).

Literaturtipp: Susanne Popp „Berufung und Verzicht. Fritz Busch und Richard Wagner“

buschwagner„Fritz Busch ist als einer der führenden deutschen Dirigenten des 20. Jahrhunderts auch sechzig Jahre nach seinem Tod im Gedächtnis der Musikfreunde in aller Welt präsent, wenn auch nicht primär als Wagnerinterpret. Dabei wurde seine Auseinandersetzung mit Wagner seit den frühesten Kapellmeisterjahren zu einer lebenslangen Herausforderung. Die Bayreuther Festspiele waren für den jungen Dirigenten ein Sehnsuchtsziel gewesen. In den Festspielen 1924, bei denen Busch die „Meistersinger“ dirigierte, griff das politische Geschehen in das Musikgeschehen ein, wurde deutsche Geschichte zur Weltgeschichte. Weiterlesen