Neuerscheinung des Landesarchivs NRW: „Massenakten“ Band 5

„Einzelfallakten zu sämtlichen Kirchen und Schulen Westfalens sind zwei Themen des neuen Bandes, darüber hinaus „Optionsakten“, die Entscheidungen von Polen und Deutschen für eine Staatsangehörigkeit als Folge des Versailler Vertrags beinhalten. Ghettorentenakten beleuchten ein besonderes Kapitel der jüdischen Vergangenheit im Zweiten Weltkrieg und der Justizgeschichte. Und 7 weitere Beiträge …“

Jens Heckl (Hg.): Quellen erzählen Geschichten: Unbekannte Quellen Band 5: „Massenakten“ des 20. Jahrhunderts. Untersuchungen seriellen Schriftguts aus normierten Verwaltungsverfahren,   Duisburg 2025 (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 98),
ISBN: 978-3-932892-39-4, 206 S., zahlreiche Abb., 5,00 €. Bezug über das Landesarchiv NRW Abt. Westfalen: westfalen@lav.nrw.de

Quelle: Landesarchiv NRW via Archivportal NRW, 11.2.2026

VHS-Kurs: Lesen alter Handschriften – Teil 6

ab Mo., 11.02.2026, 19:00 – 20:30 Uhr, 9 Vormittage
Alte Schule Diedenshausen, Johannes.-Althusius-Str. 5, 57319 Bad Berleburg
Klaus Homrighausen, 54,00 €


Wer hat nicht schon einmal auf dem Dachboden oder in Schubladen alte Poesiealben, handschriftliche Kochrezepte oder Briefe gefunden, die er nicht entziffern konnte? Das lernen und üben wir in diesem Kurs. Er vermittelt Kenntnisse in der Sütterlin-Handschrift und deutschen Kurrentschrift. Schriftbeispiele sind Auszüge aus Kirchenbüchern, Prozessen und anderen Gerichtsverfahren, historische Dokumente wie Verträge, Testamente, Urkunden oder auch handschriftliche Tagebücher. Dabei werden auch geschichtliche Hintergründe beleuchtet. Wenn es um Ortsgeschichte geht, sind oft auch Einblicke in die eigene Familiengeschichte möglich.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo

„Opa war kein Nazi!?“

Rechercheworkshop zur Familiengeschichte im Nationalsozialismus
Mit Dr. Johannes Spohr
1,5 tägiger Workshop
Do. 19.02.2026, 16:30-19:30Uhr, Treffpunkt Stadtarchiv Siegen
Fr. 20.02.2026, 10-17 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte in der Zeit der Nationalsozialismus ist ein aktuelles Thema, mit dem sich verschiedene Institutionen auseinandersetzen und dazu Workshops und Fortbildungen anbieten, da diese eigene Geschichte oftmals unbekannt ist, Dinge nicht erzählt oder erfragt wurden. Heutige Generationen hinterfragen dagegen die offizielle Erzählung der eigenen Familie und deren handeln im Nationalsozialismus, möchten mehr dazu erfahren oder Antworten erhalten. Gleichzeitig kann das Wissen um die eigene Familiengeschichte auch bestärkend sein für die Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft.
Doch wie gelange ich an welche Informationen? Und wie sind die Ergebnisse zu verstehen? Diesen Fragen können die Teilnehmer*innen sich im Workshop mit professioneller Anleitung und Unterstützung widmen. Der Historiker Johannes Spohr leitet durch den Tag, liefert Grundlagen, Anregungen und Tipps und geht auf individuelle Fragen zur Recherche ein. Zudem soll eine örtliche Gedenkstätte und ein Archiv besucht werden um zum einen mehr über die lokale NS-Geschichte zu erfahren und wie die Arbeit eines Archivs aussieht. Weiterlesen

VHS-Kurs: Lesen alter Handschriften – Teil 12

ab Mo., 09.02.2026, 09:30 – 11:00 Uhr, 9 Vormittage
Alte Schule Diedenshausen, Johannes.-Althusius-Str. 5, 57319 Bad Berleburg
Klaus Homrighausen, 54,00 €


Für Fortgeschrittene, aber auch für Seiteneinsteiger möglich.
Neben dem üblichen Entziffern der alten Schriftbeispiele geht es auch um Abkürzungen – über 10.000 sind bekannt -, um Wortendungssymbole und auch die Entwicklung von Wortbedeutungen.
Die Textbeispiele aus den beiden Wittgensteiner Archiven, hiesigen Kirchenbüchern und privaten Dokumentationen, so dass außer der Pflege der eigentlichen Lesekompetenz auch tiefere Einblicke in die heimische Geschichte und geschichtliche Zusammenhänge möglich sind, was wiederum einen Beitrag dazu leisten kann, die eigene Familienforschung voranzutreiben.
Quelle:: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo

Online-Projekt: Berleburger Weinkaufsbriefe lesen lernen mit Transkribus

Reblog vom compgen-Blog v. 24.1.2026

Die Berleburger Weinkaufsbriefe – Eheverträge des 18. und 19. Jahrhunderts aus dem Wittgensteiner Land – sind eine genealogisch hochinteressante Quelle. Anlässlich einer Heirat regeln sie die Rechte und Pflichten der Brautleute und auch weiterer Familienmitglieder. Sie sind für die Jahre 1728 bis 1819 als handschriftliche Dokumente im Landesarchiv NRW überliefert. Im CompGen-Blog, GenWiki und im Video wurden die Weinkaufsbriefe ausführlich vorgestellt.

Beispiel eines transkribierten Weinkaufsbriefes. Quelle: GenWiki

Zur Mitarbeit wird aufgerufen

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Online: Unsere Archive Bd. 70 (2025)

Die aktuellen Mitteilungen aus den rheinland-pfälzischen und saarländischen Archiven enthalten auch für die Region interessante Beiträge. Hingewiesen wird besonders auf:
2 Beiträge widmen sich dem Thema „Computergenealogie als Partner der Archive“
„Als besonderes Beispiel für die Kooperation des Vereins mit Archiven stellten Volker Hirsch vom Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe und Georg Fertig das Crowdsourcing-Projekt „Juden in Westfalen und Lippe(JuWeL) vor. Daran ist auch die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung (WGGF) beteiligt. Das mit dem DatenEingabeSystem (DES) von CompGen erfasste Projekt soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Weiterlesen

Vortrag: Meine Familie und Ich:

Meine Familie und Ich: Wertvolle Ressourcen im eigenen Stammbaum entdecken
Die eigene Familiengeschichte kann Menschen helfen, sich selbst besser zu verstehen. Sie zeigt, woher jemand kommt, welche Muster es in seiner Familie gibt und welche Stärken jemand vielleicht von seinen Vorfahren geerbt hat. In dem Vortrag von Alexander Schneider am Donnerstag, 2. Oktober von 18:30 bis 20 Uhr im Veranstaltungsraum der Stadtbibliothek Kreuztal, Marburger Str. 10, 57223 erfahren die Zuhörer, wie sie die Schätze Ihrer Familiengeschichte entdecken können.
Wie beeinflusst meine Familie mein Leben und das meiner Kinder heute? Welche Stärken und Muster finde ich in meiner Familiengeschichte? Wie kann das Wissen über meinen Stammbaum mir helfen, mich selbst besser zu verstehen? All diese Fragen sind Themen des Vortrags der Kreis-VHS. Weiterlesen

Linktipps: Zufallsfunde zur Geschichte Wittgensteiner Familien in Siegerländer Standesamtsregistern


Auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft „Ahnenforschung Wittgenstein“ (Link) finden sich in der Rubrik „Aktuelles“ Zufallsfunde zur Geschichte Wittgensteiner Familien in Siegerländer Standesamtsregistern:

Zufallsfunde im Sterbe(neben)register Burbach (1874–1938)
Zufallsfunde im Sterbe(neben)register (Siegen-)Eisern (1915–1938)
Zufallsfunde im Sterbe(neben)register Freudenberg (1874–1938)
Zufallsfunde im Sterbe(neben)register (Netphen-)Irmgarteichen (1874–1938)
Zufallsfunde im Sterbe(neben)register (Siegen-)Kaan-Marienborn (1923–1938)
Zufallsfunde im Sterbe(neben)register (Wilnsdorf-)Niederdielfen (1909–1938)
Zufallsfunde im Sterbe(neben)register (Siegen-)Trupbach (1923–1938)
Zufallsfunde im Heiratsnebenregister Winterberg (1874 – 1899)
Zufallsfunde im Sterbenebenregister Hilchenbach-Land (1874 – 1899): Teil 1 -4

Es wäre zu begrüßen, wenn das derzeitige Ein-Personen-Projekt Unterstützung erfährt. Die Standards sind ja jetzt gesetzt. Die Siegerländer Kirchenbücher befinden sich ja für die katholische Seite auf matricula, die evangelischen Kirchenbüchern – leider – im kostenpflichtige Portal archion.

Ausstellung: „Was bleibt“ – Die Schatzkiste meines Lebens

Ab dem 31.8., Ev. Nikolaikirche Siegen, Krämergasse 2, 57072 Siegen

„Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr lebe? Wie möchte ich in Erinnerung bleiben? Was kann und sollte ich jetzt schon regeln? Schwierige Fragen unserer irdischen Endlichkeit, und doch sind sie eine Antwort wert. Eine Hilfe kann dabei die Ausstellung „Was bleibt“ sein. Die Stiftung zur Unterstützung der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) im Evangelischen Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein holt sie Anfang September in die Siegener Nikolaikirche, Krämergasse 2.

Die Ausstellung bietet Gelegenheiten, über Fragen zu Sterben und Zuversicht, Versöhnen und Vererben und über das, was bleibt und bleiben soll, ins Nachdenken und ins Gespräch zu kommen. Sie soll ermutigen, sich mit der eigenen Endlichkeit zu beschäftigen. Das Mutmach-Motiv der Ausstellung ist die „Schatzkiste des Lebens“. Sechs Menschen stellen ihre Lebensschätze vor. Ihrem Beispiel folgend sind auch die Besuchenden eingeladen, ihre ganz eigenen Schatzkisten des Lebens praktisch oder gedanklich zu füllen. Weiterlesen