Stadtrundgang „Heimat im Blick!“

So., 11.06.2023, 15:30 – 17:00 Uhr, 5,00 €, Burgstr. 57072 Siegen,Peer Ball/Dr. Jens Aspelmeier

Der Rundgang folgt zentralen Erinnerungsorten aus allen Epochen der lokalen Geschichte im Stadtbild Siegens. Ausgehend vom Oberen Schloß bis zum Siegener Bahnhof erkunden wir gemeinsam bekannte und weniger bekannte Denkmäler zur Stadtgeschichte. Orte, an denen man täglich vorbeiläuft, sollen im Lichte der regionalen Erinnerungskultur vorgestellt und diskutiert werden. Allen gemeinsam ist, dass sie als Teil dessen, was Heimatgeschichte auszeichnet, Anlass zum Nachdenken über die verschiedenen Sichtweisen auf die Geschichte der Stadt sein werden, ob es nun die Fissmer-Anlage mit der Germania ist, die ehemalige Synagoge am Obergraben oder das ehemalige Kaufhaus Tietz, das jetzige Krönchen-Center.
Der Spaziergang lädt auch ein, eigene Erinnerungen zu den Orten zu teilen.

Anmeldung erforderlich! (Teilnehmer*innenzahl begrenzt)
Telefon 0271 404-3000, E-Mail vhs@siegen.de oder persönlich.
Quelle: VHS Siegen, Programm

„Tage jenseits der Zeit“ kommt ins Aktive Museum Südwestfalen

Bewegende Holocaust-Ausstellung

„Days beyond time“ – „Tage jenseits der Zeit“ ist der Titel einer Ausstellung, die ab 9. Juni im Aktiven Museum Südwestfalen in Siegen zu sehen sein wird. Junge israelische Künstler haben Holocaust-Überlebende aus dem Ghetto Theresienstadt getroffen, ihre Berichte gehört und diese in Kunstwerke transformiert.

Die Ausstellung war zuletzt in Genf zu sehen, präsentiert von der EU, den Vereinten Nationen und dem Jüdischen Weltkongress. „Dass sie jetzt in Siegen zu sehen ist, verdanken wir unseren Freunden in Emek Hefer“, erläutert Landrat Andreas Müller. Die Ausstellung wurde von Maya und Gal Rave konzipiert und von Yossi Veissid kuratiert. Die Forschungs- und Bildungseinrichtung Beit Theresienstadt hat das Projekt umgesetzt. Beit Theresienstadt liegt in Emek Hefer. Und so kommt die Ausstellung nun im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer nach Siegen. Weiterlesen

Video: „Landflucht und Städte im Wachstum

Eine kurze Geschichte Westfalens im Spätmittelalter 01/03″

„Eine kurze Geschichte Westfalens im Spätmittelalter“ ist eine Beitragsreihe mit drei Video-Essays, die in kurzer und prägnanter Form die Geschichte der Region erzählt. Produziert wurde sie vom LWL-Medienzentrum für Westfalen in Kooperation mit dem Autor und Content Creator David Johann Lensing aus NRW. Nach dem Vorbild von Yuval Noah Harari („Eine kurze Geschichte der Menschheit“) und unterstützt von Fachleuten des LWL erzählt er in dieser Reihe von der Zeit des Spätmittelalters in seiner Heimatregion.
0:00 Einleitung
1:07 Landschaft im Wandel
5:29 Wüstfallen in Westfalen
8:00 Der Schwarze Tod

Literaturhinweis: Freitag, Werner: „Westfalen Geschichte eines Landes,

seiner Städte und Regionen in Mittelalter und früher Neuzeit“
667 Seiten, mit Abbildungen, gebunden, ISBN: 978-3-402-24952-9


„Nach Jahrzehnten liegt mit diesem Buch eine neue Landesgeschichte des Alten Westfalen vor. Sie umfasst das Mittelalter und die Frühe Neuzeit – von den Sachsenkriegen Karls des Großen 772 bis zur Säkularisation 1803. Das Cover zeigt die Heilige Sippe, die Verwandten Jesu, vor der Kulisse der Stadt Dortmund. Auf dem Altarbild von 1470 sind auch die Kirchen und die landwirtschaftlich genutzte Flur zu sehen. Diese Bildinhalte stehen für die Stadt- und Agrargeschichte sowie für die Kirchen- und Alltagsgeschichte, die wesentliche Teile des Buches ausmachen. Analyse und Chronologie leiten dabei die einzelnen Kapitel.
Doch keine westfälische Geschichte sollte ohne Geschichten sein. Anschauliche Beispiele, regionale Vielfalt und der Blick auf interessante Gestalten sowie an die 100 Karten und Abbildungen versprechen eine entdeckungsreiche Lektüre über ein Land, das reich an Geschichte ist. “
Quelle: Verlagswerbung

NRW-Stiftung fördert Besucherbergwerk Reinhold Forster Erbstolln in Siegen-Eiserfeld

Überreichung der Förderurkunde an die Gewerkschaft Eisenzecher Zug; Foto: Gewerkschaft Eisenzecher Zug

Um die Infrastruktur am Besucherbergwerk Reinhold Forster Erbstolln in Eiserfeld zu verbessern, entsteht am Stolleneingang ein neues Grubenhaus. Für dieses Vorhaben erhält die Gewerkschaft Eisenzecher Zug Unterstützung aus Düsseldorf.

Die NRW-Stiftung stellt für die Arbeiten einen Zuschuss von bis zu 170.000 Euro zur Verfügung. Bei einem Besuch in Siegen überreichte Karl Peter Brendel vom Vorstand der NRW-Stiftung am Mittwoch, 10. Mai 2023, die Förderurkunde an den Geschäftsführer der Gewerkschaft Klaus Hippenstiel. Als letztes weitläufig zugängliches Grubengebäude in der Region ist der Reinhold Forster Erbstolln ein wahres Juwel der Siegerländer Industriegeschichte. Mit dem neuen Grubenhaus werden die nötigen Weichen für die Weiterentwicklung des Besucherbergwerks gestellt“, begründete Karl Peter Brendel die Förderzusage. Weiterlesen

Eröffnung des Gerhard-Stötzel-Platzes

30.05.2023, 17:00 bis 19:00 Uhr, Netphen-Grissenbach

Geburtshaus Gerhard Stötzel in Netphen-Grissenbach, Ortskern rechts der Sieg, Ausschnitt Urkataster 1837

„Der Rat der Stadt Netphen hat im vergangenen Jahr nach der Anregung aus der letzten Grissenbacher Bürgerversammlung beschlossen, dass zu Ehren des aus Grissenbach stammenden früheren Bürgers Gerhard Stötzel

1. eine Gedenk- und Informationstafel vor dem Gelände des ehemaligen Hausgrundstücks der Familie Stötzel aufgestellt wird und

2. ein Platz in Grissenbach mit seinem Namen benannt wird.

Zur feierlichen Eröffnung des Gerhard-Stötzel-Platzes und der dazugehörigen Tafel am Dienstag, den 30. Mai 2023 um 17 Uhr sind Sie alle herzlich eingeladen.“
Quelle: Stadt Netphen, Veranstaltungskalender

Nassauische Annalen Bd. (134) 2023 erschienen

Für das Kreisgebiet relevant:
Thomas A. Bartolosch: Von Patronenmachern und Packern, Bergleuten und Blechwalzern. Streiks und Aussperrungen in den Kreisen Siegen und Altenkirchen um 1900, S. 185 – 232

Neugierig macht auch folgender Beitrag: Weiterlesen

Außen Neugotik – innen Überraschung!

Wie bei der Weihe von St. Augustinus Keppel in Hilchenbach-Dahlbruch ein Bischofsstab zu Bruch ging

Der 22. September des Jahres 1900 ist ein großer Tag für die Diasporagemeinde St. Augustinus Keppel in Dahlbruch, einem heute der Stadt Hilchenbach zugehörigen Ort im nördlichen Siegerland. Der Paderborner Bischof Dr. Wilhelm Schneider, erst seit wenigen Wochen im Amt, kommt eigens zur Weihe der im neugotischen Stil errichteten Kirche angereist. Es ist nicht irgendeine Dorfkirche. Nein, die Augustinus-Kirche ist das neue bauliche Zentrum einer Missionspfarrei, der neugotische Turm ein katholisches Leuchtfeuer in der sonst protestantischen Region. Bald schon wird das Gotteshaus ob seiner imposanten Erscheinung den Beinamen „Keppeler Dom“ tragen. Nun stößt Bischof Schneider, wie es Brauch ist, mit seinem Hirtenstab gegen das verschlossene Kirchenportal. Als früherer Professor für Moraltheologie ist Schneider wahrlich kein Haudrauf. Vielleicht liegt es an seiner Nervosität und Unerfahrenheit. Womöglich hatte der Krummstab schon vorher einen Knacks. Jedenfalls gerät der Schlag etwas zu wuchtig. Der Stab geht entzwei. Weiterlesen

Vortrag: Dr. André Hellmann (Aachen): „Historischer Kobalterzbergbau im Siegerland:

Vom Erz zum Kobaltblau“
25. Mai 2023, 18.30 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr), Eintrachtsaal (Siegerlandhalle), Eintritt frei

Grenzer Gang im Grenzer Stollen des Bergwerks „Alte Buntekuh“ (Foto: Karsten Binczyk, Valbert)

In der kommenden Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird sich der Aachener Geologe Dr. André Hellmann mit den Spuren des Kobaltbergbaus im Siegerland beschäftigen.
Weit weniger bekannt als der Bergbau auf Eisenstein im Siegerland ist der Bergbau auf Kobalterze als Rohstoff zur Herstellung blauer Farben. Der Kobalterzbergbau im Siegerland hatte seinen Ursprung in Gosenbach auf Grube Storch im Jahr 1737, bereits 30 Jahre vor dem in Philipp Becher „Mineralogischer Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande nebest einer Geschichte des Siegenschen Hütten- und Hammerwesens“ (Marburg 1789) erwähnten Datum. Ab 1767 verbreitete sich der Kobalterzbergbau allgemein im Siegerland. Bekannte Bergwerke mit klangvollen Namen wie Grüner Löwe, Junkernburg, Wilderbär, Buntekuh und Philippshoffnung sind hiermit verknüpft. Die Einstellung des Kobalterzbergbaus im Siegerland erfolgte 1856 durch Verbreitung des künstlichen Ultramarins und dem damit einhergehenden Preisverfall. Zwischen 1885-1906 erfolge kurzzeitig ein Wiederaufleben des Kobalterzbergbaus. Die vorerst letzten Versuche einer Wiederaufnahme erfolgten im Rahmen des Vierjahresplanes der N.S.-Zeit auf Philippshoffnung.
Quelle: Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein, Terminplanung Siegener Forum

Literaturhinweis zur westfälischen Mühlengeschichte

Für die Westfälisch-Lippische Mühlenvereinigung legte Christian Hoebel die Publikation „Topographie der historischen Windkraftanlagen. Zusammenstellung der erhaltenen Standorte in Westfalen-Lippe. III/Bereich Regierungsbezirk Arnsberg“ (Steinfurt 2023) vor. Die Publikation verweist für das Kreisgebiet auf die Lohwindmühle am Siegener Lindenberg.