Schautafeln, Dokumente, Exponate sind im Berleburger Haus der Kirche bis Ewigkeitssonntag zu sehen

Gerne kam Dr. Johannes Burkardt mit den Besuchern der Ausstellungseröffnung ins Gespräch.
Am Freitag wurde im Haus der Kirche des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein die Ausstellung „Unser Volk betet wieder – wenigstens am Anfang des Krieges“ eröffnet. 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs hatte Staatsarchivdirektor Dr. Johannes Burkardt viele Dokumente und Exponate jener Zeit aus dem Wittgensteiner Kirchkreis-Archiv zusammengestellt. Hinzu kamen elf Schautafeln, die sehr konzentriert Archivmaterial aus Siegerland und Wittgenstein thematisch zusammenfassten. Die Frage über allem: Welche Rolle spielte damals die Kirche? Zwei Tage vorm Volkstrauertag wurde die Ausstellung eröffnet. Durch die Eröffnung führte der Wittgensteiner Synodalassessor Dieter Kuhli, die musikalische Gestaltung übernahm Dr. Ulf Lückel. Weiterlesen

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Die „Lost Generation“ – die verlorene, junge Generation, die im Ersten Weltkrieg lebte, litt und starb – steht im Mittelpunkt der APP des Volksbundes. 100 Jahre nach Beginn der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts spricht diese Smartphone-/ Smartpad-APP vor allem die heutige Generation an. Die APP ist ab sofort für iOS im „App Store“ von Apple sowie für Android im „Play Store“ von Google erhältlich.
Für die einzelnen Avatare wurden reale Schicksale ausgewählt. Diese jungen Menschen haben tatsächlich gelebt und ihre Erlebnisse werden mit authentischen, meist auch privaten Fotos und Briefen dokumentiert. Die ausgewählten jungen Menschen stammen aus verschiedenen Milieus und gehören unterschiedlichen Religionen an. So gehörte ein junger Mann auch zu den fast 100 000 Soldaten jüdischen Glaubens, die im Ersten Weltkrieg für den Kaiser kämpften.




Die Sonderausstellung widmet sich dem Ersten Weltkrieg – aber nicht die eigentliche Kriegshandlung steht im Vordergrund, sondern die Teilnehmer und ihre Familien. Es geht um jene Menschen, die im Heimatland mit wirtschaftlichen Einschränkungen leben mussten. Um Angehörige, die ihre Männer, Brüder und Söhne vermissten. Um Frauen, die plötzlich Männerarbeit verrichten mussten. Und um jene, die an der Front kämpften und doch stets die Heimat in ihren Gedanken trugen, manchmal bis zu ihrem letzten Atemzug.