Vortrag „Reise ohne Rückkehr – Erste Deportation von Siegerländer und Wittgensteiner Juden vor 75 Jahren“

Bildunterschrift: Originaladresszettel an Inge Frank (oben), deportiert nach Zamosc (Vorlage: Traute Fries).

Traute Fries, Siegen, im Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte

 In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird Traute Fries am Donnerstag, den 16. März 2017, um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter über die ersten Deportationen jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Siegerland und Wittgenstein vor 75 Jahren referieren.

Bereits am 1. März 2008 befasste sich der Workshop „Reise nach Zamosc – Reise in den Tod“ in der Dortmunder Mahn- und Gedenkstätte Steinwache mit der Aufarbeitung der Deportation von rund 800 südwestfälischen Juden Ende April/Anfang Mai 1942. Historiker, Archivare und interessierte Laien trugen Kenntnisse und Dokumente aus ihren Regionen bei. Aus Siegen nahmen Traute Fries und Klaus Dietermann, aus Bad Berleburg Gisela Weissinger teil. Das Workshop-Team hatte sich vorgenommen, nach Möglichkeit alle Namen der Deportierten sowie Fotos und Dokumente in einem Gedenkbuch zusammenzufassen. Die Recherchen ergaben, dass 768 von 791 Deportierten und Ermordeten namentlich identifiziert werden konnten. Rechtzeitig vor dem 70. Jahrestag erschien als Ergebnis der Forschungen im Januar 2012 im Klartext-Verlag das Buch „Ohne Rückkehr – die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg nach Zamosc im April 1942“. Weiterlesen

Wehmütige Erinnerungen an „Burbach in den 40er, 50er und 60er Jahren“

Letzte Veranstaltung fand wieder einmal großen Zuspruch

Sehr viele Besucher fanden jetzt den Weg ins Heimhof-Theater als es hieß: „Burbach in den 40er, 50er und 60er Jahren“. Bereits zum 8. und wie das Publikum mit großem Bedauern feststellen musste, zum letzten Mal, fand die beliebte Veranstaltung in Würgendorf statt. Wieder wurden interessante Fotos, alte Postkarten und Filme gezeigt. Wolfgang Schulze vom Film- und Videoclub Burbach hatte die Filme „Der Zeppelin über Burbach“ oder den alten Film über die Gemeinde Burbach digitalisiert und für die Nachwelt gerettet. Der Aufforderung, die Bilder zu kommentieren und eigene Geschichten zu erzählen, kamen die zahlreichen Gäste gerne nach, und es entstand – wie immer – eine gesellige Atmosphäre.

Am Ende gab es Blumen für die Organisatorinnen: Kulturbeauftragte Katrin Mehlich (li.), Seniorenbeauftragte Birgit Meier-Braun und Patricia Ottilie vom Gemeindearchiv (re.)

Zum Ende der Veranstaltung bedankten sich die drei Mitarbeiterinnen der Gemeinde, Patricia Ottilie, Birgit Meier-Braun und Katrin Mehlich, bei den vielen Kooperationspartnern wie z.B. dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Siegen (Prof. Dr. Angela Schwarz und Tobias Scheidt). Sie dankten auch besonders der Film-AG unter der Leitung von Lehrer Andreas Stelzig der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen, die die Erzählcafés aufzeichneten. Einen großen Anteil am Gelingen der Veranstaltungen hatte der Film- und Videoclub Hellertal. Hier wurde besonders Wolfgang Schulze und Michael Diehl gedankt. Lob ging auch an den Heimatverein „Alte Vogtei“ und an den Heimatverein Würgendorf. Besonders hervor trat die Gerontologin Frau Barbara Kerkhoff, die die gesamte Damals-Reihe beratend begleitete. Weiterlesen

Vortrag „Wie die Reformation ins Siegerland kam“

06.03.2017, 19:30 Uhr, Gemeindezentrum der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Oberfischbach

Willemderijke.jpgGraf Wilhelm von Nassau-Dillenburg, von Ton1974 in der Wikipedia auf Niederländisch – Übertragen aus nl.wikipedia nach Commons durch Koektrommel mithilfe des CommonsHelper., Gemeinfrei, Link

Referent ist der aus Wilgersdorf stammende Pfarrer Dr. Tim Elkar, der jetzt in der Erndtebrücker Kirchengemeinde arbeitet.
Nachdem der Referent die historische Ausgangslage im Siegerland vor der Reformation erläutert hat, geht es um Graf Wilhelm als zentrale Figur für die Einführung der lutherischen Reformation im Siegerland. Unter Johann VI. wendet sich das Gebiet dem Reformiertentum zu. Wobei Tim Elkar unterstreicht: „Wichtig neben dieser Schilderung der Reformation, wie sie von den Fürsten ausgehend, angeordnet wurde, ist auch der Blick in die Volksfrömmigkeit. Wie lässt sich die Reformation im alltäglichen Leben der Menschen nachweisen?“ Nach einer Bestandsaufnahme „500 Jahren Reformation“, wo auch nochmal ganz genau auf Oberfischbach geschaut wird, hofft der Referent abschließend auf eine spannende Diskussion.
Quelle: Radio Siegen, Event-Kalender

Stadtarchiv Siegen seit 10 Jahren im KrönchenCenter

Jubiläumsprogramm 10. und 11. März 2017

„1928 wurde das spätere Kaufhof-Gebäude im Herzen der Siegener Oberstadt vom damaligen Kölner Warenhauskonzern Leonhard Tietz AG erbaut und war von da an ein stadtbildprägender Anziehungspunkt für Bürgerinnen und Bürger wie auch Besucher Siegens. 1999 endete die Nutzung des Gebäudes als Kaufhaus und hinterließ eine schmerzliche Lücke. Nicht baulich, sondern inhaltlich verlor die Oberstadt ein Stück Stadtleben.

Das änderte sich 2007, als Wirklichkeit wurde, was viele Städte sich wünschen: ein Medien- und Kommunikationszentrum im Herzen der Stadt. Volkshochschule, Stadtbibliothek und Stadtarchiv zogen zusammen mit der Brüder-Busch-Gedenkstätte in ein gemeinsames Haus. Der Bau des KrönchenCenters war ein städtebaulicher Meilenstein und ein gelungenes Beispiel für die positive  Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Investoren. Die Bürgerinnen und Bürger Siegens gaben dem Haus seinen Namen, das Land bezuschusste die Umsetzung.
10 Jahre ist es nun her und seitdem ist es seiner Bestimmung, nämlich ein zielgruppengerechtes und generationenübergreifendes Kulturzentrum zu sein, mehr als gerecht geworden. Täglich nutzen rund 1.800 Besucher die Angebote im KrönchenCenter und tragen auch in erheblicher Weise zur Belebung der gesamten Oberstadt bei.
Diese 10-jährige Erfolgsgeschichte werden wir mit einem informativen
und unterhaltsamen Programm …..feiern.“ (Queele: Grußwort Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt Siegen)

Programmpunkte des Stadtarchivs: Weiterlesen

Vortrag „Orte – Personen – Themen: 200 Jahre Geschichte des Altkreises Siegen“

Rathaus Freudenberg, Raum 101, Morer Platz 1, 09.03.2017, 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr

Der Vortrag rückt am Beispiel ausgewählter Themen die Wirkungsstätten der Kreisverwaltung und ihre leitenden Personen (Landräte) in den Blickpunkt des Jubliläums „200 Jahre Kreise Siegen und Wittgenstein“. Der Historiker Dr. Bernd Plaum skizziert damit nicht nur ein Geschichte der Kreisverwaltung, sondern zugleich auch eine Geschichte des Altkreises Siegen.

Einer von vielen – und doch ganz speziell

Das Geschäftshaus Melchior in der Siegener Oberstadt (Vorlage: Stadtarchiv Siegen)

Stadtarchiv widmet sich der Geschichte der Siegener Feinkosthandlung Melchior

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch vorgestellt werden. Nach den erfolgreichen Dokumentationen zur Geschichte des „Rheinischen Kaufhauses“ (RHEIKA) oder zu zwei Großtankstellen im vergangenen Jahr soll auch die neue Ausgabe des „Klicks in die Vergangenheit“ ein Stück Siegener Geschäftsphilosophie und Unternehmenskultur näher bringen. Weiterlesen

Burbacher Erzählcafé „Landwirtschaft und Hauberg in Burbach“

Montag, 27.02.2017, 15.00 Uhr, Ort: Haus Herbig

Holztransport in den 50er Jahren (Foto: Johannes Mudersbach)

Landwirtschaft und Hauberg stehen im Mittelpunkt des letzten Erzählcafés der Reihe „Damals – Geschichten von Land und Leuten“. Beide Bereiche prägten den Alltag der Bürgerinnen und Bürger und den Ablauf eines jeden Jahres. Welche Arbeiten waren z.B. vom Setzen der Knollen bis zur Kartoffelernte zu verrichten? Was wurde eingemacht? Welche Nutztiere hielt man zu Hause und wie sah deren Versorgung aus? Wie lief eine Hausschlachtung ab? Wie sah die Bewirtschaftung vom Hauberg aus? Welche Aufgaben fielen hierbei Kindern zu, welche Erwachsenen? Weiterlesen

„Burbach in den 40er, 50er und 60er Jahren. Teil VIII“

Heimhoftheater, Sonntag, 26.02.201, 17:00 Uhr

Die beliebte Veranstaltung geht in ihre achte und letzte Runde. Wieder wurden viele Fotos und Postkarten aus vergangenen Tagen abgegeben, die nun digitalisiert den Besuchern gezeigt werden können. Filme wie beispielsweise „ Der Zeppelin über Burbach“ oder der alte Film über die Gemeinde Burbach werden vom örtlichen Film- und Videoclub präsentiert. Die Gäste sind eingeladen, die Bilder zu komentieren und ihre Geschichten zu erzählen.

Veranstalter: Kulturbüro Burbach, Senioren-Service-Stelle und dem Gemeindearchiv
Eintritt frei! Spenden werden erbeten!

Getränke und ein kleiner Imbiss stehen zur Verfügung.

Burbach: Vorbereitungen zur 800 Jahr Feier laufen an

Mitwirkende für Arbeitskreise gesucht

Ersterwähnungsurkunde Burbach

In knapp zwei Jahre ist es soweit. Dann sollen pünktlich zum Jahreswechsel 2018/2019 die Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen Burbachs und zum 50-jährigen Jubiläum der Großgemeinde Burbach starten. „Die ersten Weichenstellungen sind getroffen und viele Ideen schon vorhanden“, freut sich Bürgermeister Christoph Ewers auf die Großveranstaltung 2019. „Es gibt viel zu tun und vorzubereiten, da zwei Jahre schnell vorbei sind. Auf jeden Fall wird es ein großes Fest für die gesamte Gemeinde.“ Zum einen ist die Gemeinde Burbach mit dabei, zum anderen die Evangelische Kirchengemeinde Burbach: „Grund dafür ist, dass die erste urkundliche Erwähnung Burbachs auf das Kirchspiel zurückgeht. Deshalb bringen wir uns gerne mit ein, um das Fest Hand in Hand zu organisieren“, macht Pfarrer Jochen Wahl deutlich. Weiterlesen

„Wie wirkt der 2. Weltkrieg in den heutigen Generationen fort?“

Vortragsveranstaltung mit Gespräch,
16. Februar 2017 um 18.30 – 20.00 Uhr
Stadt Netphen, Ratssaal

Die Kriegsteilnehmer des 2. Weltkrieges sterben langsam aus, aber ihre Belastungen haben sie an die nächsten Generationen weitergegeben. Die Generation der Kriegskinder hat noch zusätzliche Belastungen zu tragen, denn zu den Ängsten der Eltern kamen die eigenen Ängste hinzu. Aber es wirkt nicht nur der Krieg nach, sondern auch seine Folgen, wie Vertreibung und Flucht.
Nach dem Krieg sollte alles gut sein und es wurde, wie Jürgen Müller-Hohagen schreibt: „verleugnet, verdrängt, verschwiegen“. Weiterlesen